Beiträge von härter_schneller

    zur ergänzung:

    Angeklagte kommen gut weg

    Höchst. Ein schnelles Ende fand der Prozess gegen die früheren Geschäftsführer des damaligen Handball-Bundesligisten SG Wallau/Massenheim, Volkmar Rohr und Bülent Aksen. Das Verfahren wegen Insolvenz-Verschleppung wurde gestern gegen Auflagen eingestellt. Rohr muss in fünf Raten jeweils 1000 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung bezahlen, Aksen muss bis zum 15. August 250 Stunden gemeinnützige Arbeit in Duisburg leisten.

    In der gut zweistündigen Verhandlung wurden weder der geladene Zeuge Volker Haase, der für den geschäftlichen Bereich beim Verein zuständig war, noch die Insolvenzverwalterin Claudia Jansen, die seit zwei Jahren das Insolvenzverfahren für die vom Hauptverein abgekoppelte GmbH führt, gehört. Nur vor dem Verfahren wurde erwähnt, dass Haase bereits am 1. Mai 2005 einen Eigen-Insolvenzantrag gestellt hatte, im Verfahren selbst fand dies keine Beachtung mehr. Bekanntlich wurde das Insolvenzverfahren erst am 1. Juli eröffnet.

    Staatsanwalt Weitzmann verlas die Anklageschrift, nachdem die Geschäftsführer fast 30 000 Euro Sozialbeiträge teilweise ab Mai 2004 nicht mehr beglichen hätten. Spielergehälter ständen noch ab Januar 2005 aus. Auch im Verfahren selbst wiederholte er seinen Vorwurf, dass der Verein bereits zwischendurch zahlungsunfähig war und es den Angeklagten klar gewesen sein müsste, dass sie in drei Wochen nicht 90 Prozent der Schuldenlast hätten begleichen können. Die Alternative hätte der Antrag auf Insolvenz sein müssen.

    Aksen äußerte, dass er im September 2002 nach seiner Tätigkeit beim Fußball-Bundesligisten MSV Duisburg nach Wallau geholt wurde, als der Verein einen Schuldenstand von 1,2 Millionen Euro gehabt hätte. „Die Schulden waren im siebenstelligen Bereich. Meine Aufgabe war zu helfen, und wir haben anfangs auch Schulden abgebaut“, erklärte der 42-Jährige, der ein privates Insolvenzverfahren laufen hat. „Im Jahr 2004 wurden Sponsorenverträge nicht mehr erfüllt“, erklärte Aksen, „die anderen Gesellschafter haben sich zurückgezogen, nur noch Volkmar Rohr war da. Da die Eingänge nicht parallel zu den Ausgängen kamen, konnte ich das nicht abschätzen. Das hätten unser Wirtschaftsprüfer, unsere Rechtsanwälte und Steuerberater tun müssen“. Aksen nannte explizit einen Mit-Gesellschafter, der die Sponsoren-Zahlungen in Höhe von 360 000 Euro nicht geleistet habe. Ein weiterer, der dem Vorstand bis zum Ende angehörte und laut der Satzung am 1. Juli 2004 sich um die Finanzen gekümmert hatte, wird von ihm beschuldigt. „Das wurde nie untersucht“, ergänzte später Rohr. Aus Reihen der Verteidigung war zu hören, dass es weitere Angeklagte hätte geben müssen.

    Das Gleiche machte später Volkmar Rohr, der die Vereinsbuchhalterin beschuldigte, ihm diese Miss-Stände nicht genannt zu haben. Rohr führte aus, dass er fast 700 000 Euro in den Verein gesteckt hätte und er seit November 2004 Haupt-Gesellschafter war. „Ich habe im Januar aus eigener Tasche die Spielergehälter in Höhe von 85 000 Euro bezahlt“, erklärte der 50-Jährige.

    Das Gericht sah den Umfang, den die Klärung der Schuldfrage gehabt hätte, und wollte das Verfahren abkürzen. Die Verteidigung sah die Schuld der Angeklagten, aber viele Mitschuldige und plädierte auf Milde. Die Richterin und der Staatsanwalt kamen dem nach, zumal auf die Angeklagten noch Forderungen zukommen. (vho)

    http://www.rhein-main.net/sixcms/list.ph…icle&id=4271524

    der gedanke ist schon nicht verkehrt. das system den gegebenheiten anpassen oder die gegebenheiten dem system anpassen? wenn hens immer ins zentrum rennt und das halt dicht ist, kraus dafür mal richtung 1 & 2 geht, dann könnte das durch aus, äh, system, werden.

    Zitat

    Original von trixi
    Brand kann nur 6:0 und Angriff dagegen.
    Von 5:1 hat er keine Ahnung - das hat diese Hauptrunde deutlich gezeigt.
    Die "Mannschaft" hat keine passenden Konzepte gegen eine Abwehr mit einem Vorgezogenem.
    Und der Trainer greift unter Streß nur auf die Spieler zurück, die trotz ihres eingeschränkten Handlungsspektrums sein Vertrauen haben. Der Höhepunkt war die geplante Einwechselung von Kaufmann als 7. Feldspieler. Schon schlimm, wenn man glaubt, sich auf so einen Spieler in einer solchen Situation verlassen zu können.
    Dieses System setzt sich in den Junioren und in der Jugend fort - dort hat Brand seine Leute installiert.

    So what?

    ah. ;) ein insider.

    das thema ist doch mit dem abgang des "oberturners" (sic) petersen eh durch.

    bei den mädchen sehe ich da auch keinenerlei zukunft drin, den machern des konzepts waren die mädels völlig egal und ich sehe auch nicht, dass bei den derzeitigen strukturen im leistunggsbereich weiblich da viel von diesem konzept, was ja viel weiter geht als nur turnen einzubauen, übrig bleiben wird.

    abgesehen davon find ich es bemerkenswert, dass das "konzept" schlicht abgeschrieben wurde, ohne das man irgendwo eine quellenangabe findet.

    du hast mich nicht ganz verstanden - wenn ein "einfaches" offensives foul vorliegt, dann sei es so. genau - warum soll ich den tw da anders behandeln als den feldspieler?

    wenn der tw den konterangreifer mit der schulter voran "erwartet", dann fliegt er raus. denn dann nimmt er eben billingend in kauf, dass sich der gegner verletzt. wenn du an deine spiele als schiedsrichter zurückdenkst, wirst du, denke ich, wissen, was ich meine.

    das man über dieses thema noch immer solche populistischen ausbrüche startet…

    jedes (jedes) wochende reißen bänder, ratschen schultern und passieren andere sauereien, weil spielerInnen stoßen, halten, reißen, klammern oder in den wurfarm langen. darüber regen sich kaum größere pr-aktionen. warum auch, das geht ja an unsere heilige kühe in schwarz. nicht in der bundesliga, sondern im amateurbereich. da tuts im wahrensten sinne weh. falls sich da gleich wieder pawlowsche hunde melden - bei spielerInnen genauso wie bei schiedsrichtern...

    torwarte müssen im feld mitspielen können. sonst brauchen sie nicht mehr aufs spielfeld zu gehen. in der spielfeldüberbrückung braucht man die anspielstation, sonst muss ein spieler „hinten“ bleiben, der sonst schon nach vorne kann – das spiel würde deutlich langsamer.

    wie schon so oft gesagt – vom torwart kann wie von jedem anderen spieler erwartet werden, dass er sich an die regeln hält und die augen aufmacht. wer eine verletzung des gegners billigend in kauf nimmt, ist zu bestrafen. alles heute schon kalter kaffee, dazu braucht es keiner abenteuerlichen neuregelungen.

    wirklich lustig wird die tarper initiative, wenn ich lese, dass es um die jugendteams geht. genau. so ein e-jugend keeper muss doch dringend gezwungen werden, sich auf seine künftige karriere als tor-„steher“ vorzubereiten. ansätze von spielintelligenz sind zu unterlassen. ach ja. reihenweise lauern in handball-deutschland die jungen buben in den langen hosen auf ihre konterlaufenden gegenspieler, die völlig c-jugend typisch im 1:0 gegenstoß im sprint den langen pass vom eigenen goalie weit in der gegnerischen hälfte aufnehmen wollen.