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Duell zweier Handball-PhilosophienHandball-Bundesliga: MT Melsungen Außenseiter im Aufsteiger-DuellMelsungen. Ist das Zufall, oder hat die SG Kronau/Östringen vor dem Aufsteiger-Duell gegen Melsungen (heute, 19.30 Uhr, SAP-Arena) etwas zu verbergen? MT-Trainer Trtik jedenfalls staunte nicht schlecht, als die Videoaufzeichnung vom letzten Heimspiel der Rhein-Neckar-Löwen gegen Göppingen just in dem Augenblick abbrach, als die runderneuerte SG auf die Verliererstraße geriet. 25:23 hatten sie da noch geführt, um am Ende mit 26:27 die zweite Heimniederlage einstecken zu müssen.
"Da haben wir den Sieg leichtfertig aus der Hand gegeben", ärgert sich SG-Manager Ulli Schuppler noch heute - und hofft nun auf eine entsprechende Reaktion der Mannschaft gegen die Gäste aus Nordhessen. Die fühlen sich durchaus als Außenseiter. "Kronau/Östringen muss aufgrund seiner hochkarätigen Verstärkungen gewinnen, wir wollen gewinnen", bringt Rastislav Trtik die Ausgangsposition auf den Punkt.
Dem "Bomben-Rückraum" des Gegners mit Spielmacher Siniak sowie den Halben Jurasik (bisher 83/10 Tore) und Velyky (62/6) will er mit "permanentem Druck" seiner Doppelspitze begegnen - in der Hoffnung, so Unruhe im SG-Angriff stiften und eigene Tempogegenstöße fahren zu können. Dabei treffen auch zwei unterschiedliche Handball-Philosophien aufeinander, denn Trtiks Kollege Juri Schewzow präferiert angesichts der individuellen Klasse seiner Schützlinge einen Sicherheitshandball russischer Prägung.
Während bei den Gastgebern Kreisläufer Klimovets (Oberschenkelprellung) fraglich ist, kann der MT-Coach personell aus dem Vollen schöpfen. Rechtzeitig zur Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte hat Grigorios Sanikis seine Grippe auskuriert, und Spielmacher Hazl ist nach seinem Hexenschuss wieder voll einsatzfähig.
Die Qual der Wahl hat Trtik damit auf der Position des Abwehrchefs. Jiri Hynek oder Markus Pregler lautet die Frage, die er erst kurz vor dem Spiel beantworten will. Eine späte Entscheidung, die keineswegs als Replik auf die ihm vorenthaltenen vermeintlichen Schwächen des Gegners zu verstehen ist. (OHM) Foto: nh
Hintergrund: Sechs Spiele im Dezember
Sechs Meisterschaftsspiele beschert der Weihnachtsmonat Dezember den Bundesliga-Handballern der MT Melsungen. In zwei Heim- (gegen Delitzsch und Großwallstadt) und vier Auswärtsspielen hat der Neuling dabei die Chance, die Weichen endgültig auf Klassenerhalt zu stellen. Trainer Rastislav Trtik gibt als Mindestziel "vier Punkte" aus, wobei es durchaus etwas mehr sein kann. Nicht eingeplant ist heute ein Sieg bei der SG Kronau/Östringen, was keineswegs bedeutet, dass sich der MT-Coach dort nichts ausrechnet. (OHM)
Beiträge von härter_schneller
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ach du meine güte. in hessen ist das schlachtfest der landesliga (!) zwischen hochheim und goldstein (46:45) ein thema - wie ich auch hier schon mal erwähnt habe. und da kommt dann der alois auf die idee, da mal was zuu schreiben.
hätte er vielleicht wirklich bleiben lassen sollen.das der nordafrikanische handball vorbild für die rtk des dhbs sei, ist eine mehr als gewagte hypothese. wen's interessiert - der schaue mal in das buch handballtraining von paul cercel, erschienen 1984 im sportverlag berlin, erstmals veröffentlicht 1980 in bukarest. siehe da, was uns heute die koryphäen als neu verkaufen ist gar nicht so brandneu...
wenn ich solche formulierungen a la
ZitatDie Folge ist, dass heutzutage nur noch wenige Handballer, sogar im oberen Leistungsbereich, ein ordentliches Abwehrspiel verstehen.
lese, sehe ich vor meinem geistigen auge die guten alten zeiten, in dennen echte männer sich so richtig auf die schnauze gehauen haben; schließlich ist das ja kein hallen-halma usw. da stoßen offensichtlich mal wieder uralte und etwas modernere vorstellungen aufeinander. aber ersteres will ich nicht sehen.
nun ist nicht alles toll, was modern und nicht alles schlecht, was uralt ist.
aber
- wenn die gesamtzahl der angriffe steigt und die effektivität auch nur gleichbleibt, gibt es mehr tore. damit ist allerdings keine aussage über die qualität der abwehrarbeit möglich, denn deren erfolgsquote ist ja unverändert geblieben.
- für mich ist die spielidee des handballs, den ball ins gegnerische tor zu befördern. möglicherweise mindestens einmal mehr als der gegner es bei mir schafft. für spielweisen, die nicht dieser spielidee dienen, habe ich kein verständnis und keine zeit. weshalb ich mit dem passiven spiel super leben kann. andernfalls könnte ich auch fußball schauen.ZitatLeider schließen sich auch immer mehr Schiedsrichter diesem Trend an. So geschehen am Samstagabend in der Diezer Sporthalle, als einer der beiden Referees exakt 31 Sekunden nach dem Anwurf den Arm hob und «passives Spiel» anzeigte. Man will also die Mannschaften zu einem schnellen Abschluss zwingen. Ganz krass wird dies dann, wenn eine Mannschaft einen überfallartigen Handball, die andere aber einen behutsamen Angriffsaufbau bevorzugt. Die Folge ist, dass die Zuschauer der Tempomannschaft schon nach wenigen Angriffen lautstark Zeitspiel fordern. Dabei muss man doch eigentlich jedem Team die gleichen Voraussetzungen zugestehen.
mit dieser passage hat sich eigentlich jedwede weitere diskussion über den artikel an sich erübrigt. schneller und kompetenter kann man ja gar nicht seine handballerische inkompetenz demonstrieren. -
und das aus essen...

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Frauen-WM 2005: Freude und Vertrauen – WM-Tagebuch Susanne Henze13 Tore in den Spielen gegen Polen und Österreich: Susanne Henze ist bei der Weltmeisterschaft in St. Petersburg (5. bis 18. Dezember) einer der stärksten Trümpfe in der Auswahl von Armin Emrich. Der Bundestrainer nannte die Auftritte der vielseitigen Linksaußen des Buxtehuder SV „freudig und richtig sicher“. Im dritten Teil des WM-Tagebuches verrät die 31-jährige Architektin, wie sie das Tief der Vorbereitung überwand und was das deutsche Team bisher so stark spielen ließ. Am Mittwoch kommt es in Gruppe C zum Topspiel gegen den bisher ebenfalls verlustpunktfreien dreimaligen Olympiasieger Dänemark (ab 19 Uhr live auf EUROSPORT).
„Nach dem absolut gelungenen Auftakt gegen Polen war der zweite Tag der WM total spannend. Wir haben uns alle gefragt, ob wir diese Euphorie auch ins Spiel gegen Österreich mitnehmen können. Die Partien gegen unsere Nachbarn sind ohnehin immer etwas Besonderes – um so genialer ist es, dass wir so deutlich gewonnen haben. Gerade in der Anfangsphase haben wir gezeigt, dass unser Sieg gegen Polen alles andere als ein Ausrutscher war.
Klar, wir hatten bereits mit 9:2 geführt und mussten den 11:11-Ausgleich hinnehmen. Da waren wir zu unkonzentriert, vielleicht waren auch die ersten Minuten zu leicht, aber das kann leider nach so einem Blitzstart passieren. Wir können jedenfalls immer wieder zulegen. Früher gab es Zeiten, in denen wir solche Spiele verloren hätten. Die Moral der Mannschaft und unser Trainerstab – das passt einfach alles. Hier feuern sich alle gegenseitig an, auch wenn mal eine Aktion nicht erfolgreich war. Es ist ein schönes Gefühl, in dieser Mannschaft zu spielen. Und diese Spiele in St. Petersburg sind ein Lohn für die harte Arbeit.
In meiner Vorbereitung hatte ich wirklich ein Tief. In den letzten Wochen habe ich viel mit Armin Emrich, Heike Schmidt und der Mannschaft gesprochen. Auch die Unterstützung von außen, zum Beispiel durch meinen Freund und meine Freunde, war klasse und hat mir enorm geholfen. Bisher scheint alles super zu klappen, aber das alles ist das Ergebnis unserer Mannschaft: Wenn die anderen nicht so für mich spielten, könnte ich mich auch nicht so gut einbringen. Ich traue mir auch etwas zu, weil es mannschaftlich so gut funktioniert.
Seit dem Turnier Mitte Oktober in Paris teile ich mein Zimmer mit Grit Jurack. Sie wird gegen Dänemark ihr 200. Länderspiel bestreiten. Eine irre Zahl, die wir hoffentlich mit einem weiteren guten Spiel krönen können.“
quellefast erschreckend, so viel harmonie...

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Original von Luuutz
Die Tabelle sieht lustig aus !

super! das ist doch mal ein echter grund, alle abzuschlachten, um sich dann die tausender-tabelle übers bett zu hängen.

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Original von Ronaldo
Bei einem direkten Vergleich Magdeburg - Rostock würde ich widersprechen, allerdings hat Rostock noch interessantes Umland, wodurch man sicher strukturell mit Magdeburg mithalten kann.wie kommst du denn darauf? welches umland - im vergleich zu welchem nicht vorhandenen umland in magdeburg?
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lecker, die ente... -
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Original von Jenny
letzteres ist entscheidend. vielleicht hören ja seine chefs zu.
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na - offensichtlich ist er chef von der eurosport - handball-redaktion.

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kollege prokop, bitte übernehmen sie...

würde ja dank tw1 schon mal ein fortschritt sein.
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blödmann.
ich verschiebs nicht in den orthografie-thread. -
mhmhm...lizenz und bankrotto - hochzeit der berufszyniker...

...jaja, nehme mich gar nicht aus.
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gleiches spiel, zwei perspektiven:
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Bundesliga ist noch kein Thema
HSG Bensheim/Auerbach: Schmid-Sieben erobert Play-off-Platz vier zurück, doch der Trainer denkt zuerst daran, „Abstand nach hinten zu halten“ – 24:19-Arbeitssieg gegen Aufsteiger WalldorfIn die Erfolgsspur zurück gekehrt sind die Handballerinnen der HSG Bensheim/Auerbach: Mit einem freilich hart umkämpften 24:19 (12:10)-Heimsieg gegen die TGS Walldorf wieder einen Play-off-Platz zurück erobert. Dieser Rang vier berechtigt zur Teilnahme an den Ausscheidungsspielen um die freien Plätze in der Bundesliga.
Doch mit solchen Gedanken beschäftigt sich Thorsten Schmid (noch) nicht: „Wir sind froh über unsere 14 Punkte, schauen weiter von Spiel zu Spiel. Wichtig ist in erster Linie, Abstand nach hinten zu halten.“ Zumindest 45 Minuten lang war in der Bensheimer Weststadthalle kein Leistungsunterschied zwischen einer sich im oberen Tabellendrittel tummelnden und einer um den Klassenverbleib kämpfenden Mannschaft zu erkennen. Aufsteiger Walldorf machte dem Favoriten das Leben ganz schön schwer, ehe Kraft und Konzentration nachließen, Bensheim/Auerbach den erwarteten siebten Saisonsieg einfuhr.Vor allem die Chancenverwertung ließ bei den Gastgeberinnen lange zu wünschen übrig, so dass der Außenseiter das Geschehen offen gestaltete. Edina Rott kam in der ersten Hälfte nur selten in günstige Wurfposition, und auch Isabell Nagel stillte diesmal ihren Torhunger in erster Linie über Siebenmeter. Olga Savanju erspähte kaum einmal eine Lücke.
Dafür stand die Bensheim/Auerbacher Defensiv-Abteilung recht sicher, was in erster Linie das Verdienst einer glänzend haltenden Torhüterin Susanne Schulz und der überragenden Petra Streb war. Kampfstark und einsatzfreudig war auch diesmal Mara Friton, die mit etwas mehr Genauigkeit beim Torwurf ihren Trefferdurchschnitt hoch schrauben könnte. Nur wenig Spielanteile erhielt Melani Marcantonio wegen ihrer Fingerverletzung.
Eigentlich begann alles planmäßig, denn die HSG machte aus einem 0:1 (1.) eine 4:1-Führung (5.). Doch der Zweitliga-Neuling zeigte wenig Respekt. Nach dem 9:9 (24.) stellten Streb und Rott mit ihren Treffern zum 11:9 (29.) die Weichen zur 12:10-Pausenführung. Auch nach Wiederanpfiff kam keine Ruhe in Spiel der Schmid-Schützlinge, die bis zur Minute 45 nie mehr als mit zwei Treffern führten, ehe Mara Friton diese Eichhörnchen-Arithmetik mit ihrem Treffer zum 19:16 beendete. Danach hatte Bensheim/Auerbach leichtes Spiel.
HSG Bensheim/Auerbach: Susanne Schulz, Eva Giron-Timmler (Tor); Stefanie Egger, Isabell Nagel (6/4), Mara Friton (3), Katja Lehmann (1), Olga Savanju (2), Petra Streb (2), Melani Marcantonio, Sandra Kleinjung (1), Edina Rott (9/1), Judith Herr.
Schiedsrichter: Heith/Horath (Nürnberg). – Zeitstrafen: Streb, Marcantonio, Herr (alle HSG); Holstein, Jung, Bambuch (alle TGS). – Zuschauer: 480.
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TGS hält erneut lange mit
Frauen-Handball: Zweitliga-Aufsteiger Walldorf verliert Derby bei der HSG Bensheim/Auerbach nach 16:17-Zwischenstand noch mit 19:24
Nichts Neues bei den Zweitliga-Handballerinnen der TGS Walldorf: Auch nach elf Partien setzt sich das Warten auf den ersten Saisonerfolg fort. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser ausgerechnet beim Bezirksrivalen HSG Bensheim/Auerbach gelingt, war ohnehin eher gering. Doch beim 19:24 (10:12) kam vieles anders.
Wieder einmal war es der TGS gelungen, die Partie bis zur 46. Minute und einem knappen 16:17-Rückstand offen zu halten. Vor allem die weiteren Fortschritte, die gegenüber der Begegnung vor einer Woche gegen Spitzenreiter TuS Weibern erkennbar waren, machen Trainer Dirk Leun weiter Mut. Daher ist der Klassenerhalt auch noch nicht in weiter Ferne.„Wir konnten auch diesen Gegner 45 Minuten lang beschäftigen. Wir müssen nur die Zahl an technischen Fehlern über die kompletten 60 Minuten so gering wie möglich halten, denn so schaffen wir es nicht, Big Points zu setzen.“ Das Ergebnis täusche etwas über den tatsächlichen Spielverlauf hinweg, so Leun.
Die Fahrt an die Bergstraße hätte diesmal durchaus mit einem Punkterfolg belohnt werden können. Doch in der Endphase häuften sich nach dem 16:17 die Zahl an technischen Fehlern, im Abschluss ging die Präzision verloren. Dagegen waren die Gastgeberinnen in der Lage, den Druck über die volle Distanz aufrecht zu erhalten. Vor allem die frühere ungarische Nationalspielerin Edina Rott war am Ende nicht mehr zu halten.
Silke Jung kam nach ihren Fußproblemen nur in der letzten Viertelstunde zum Einsatz, ihre Position übernahm zuvor erneut Jugendspielerin Johanna Holstein, die abermals zu überzeugen wusste und viel Druck ausübte. Sie war es auch, die ihre Mannschaft mit 1:0 das einzige Mal in Front gebracht hatte. Danach bestimmten die Gastgeberinnen das Geschehen, da bei Walldorf im Abschluss zu oft die nötige Geduld fehlte.
Doch den Bergsträßern gelang es lange Zeit nicht, sich gegen die stabile TGS-Deckung entscheidend abzusetzen. Dies glückte erst nach den 45 sehr ausgeglichenen Minuten. Kommende Woche sind die Walldorferinnen spielfrei, danach sollte mit Blick auf den Klassenerhalt im „Vier-Punkte-Spiel“ bei der HSG Albstadt endlich doppelt gepunktet werden.
Spielfilm: 0:1, 4:1, 4:4, 6:6, 9:8, (12:10), 13:12, 16:13, 17:16, 21:16, 23:17, 24:19.
TGS-Treffer: Johanna Holstein (4), Alexandra Pieper (3), Steffi Brunner (3), Sandra Bambuch (3/3), Judith Kirschig (2), Silke Jung (2), Madeleine Giesseler, Lara Arnold.
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Haitschs „unmöglicher“ Wurf
Von Wolfgang BardongOber-Eschbach. Nach drei Niederlagen am Stück sind die Handballerinnen der TSG Ober-Eschbach in der 2. Bundesliga (Gr. Süd) wieder auf die Siegerstraße eingebogen. Mit 33:32 (15:17) hatten die Mädels von Trainer Eberhard Lang den bisherigen Tabellenfünften Frisch Auf Göppingen im wahrsten Sinn des Wortes niedergerungen und sich mit nun 12:8 Punkten eine prima Ausgangsposition vor den beiden abschließenden Partien im ausklingenden Jahr (bei TV Mainzlar und gegen Schlusslicht BSV Sachsen Zwickau) verschafft.
Die Albin-Göhring-Sporthalle in Ober-Eschbach, sie glich am Samstagabend einem Tollhaus. Frenetisch feierten die TSG-Fans «ihre» Frauen, die nach einer kämpferisch überragenden Leistung den vom Spielfeld auf die Tribüne und dann wieder zurückgesprungenen Funken gerne erneut aufnahmen und den an Dramatik nicht mehr zu überbietenden Handball-Abend mit einer von Jubel umtosten Polonäse durch die Zuschauerränge ausklingen ließen. Was war der Auslöser solch ausgelassener Freude?
15 Sekunden waren noch zu spielen, als es beim Stande von 32:32 Siebenmeter für die Gäste gab – der Siegtreffer, er drohte zum vierten Mal in Folge auf das Konto eines Ober-Eschbacher Gegners zu gehen. Für Sekundenbruchteile war es mucksmäuschenstill in der Halle, als die Gästespielerin Auge in Auge mit Sabine Otto im TSG-Tor den Ball abgeworfen hatte – ihn dann aber an der Querlatte explodieren sah! War alleine diese Szene, gemessen am Zeitpunkt (59:45 min.) und Entscheidungsgrad, schon nichts für nervlich zart Besaitete gewesen, so sollte das absolute Highlight aber erst noch kommen: «60:00» zeigte die Hallenuhr an, als die Gastgeberinnen noch einen letzten, einen allerletzten (direkten) Freiwurf zugesprochen bekamen. Was sollte da schon noch passieren – aus solch ungünstiger Rechtsaußen-Position?
Eine ganze Menge, wie Steffi Haitsch beweisen sollte. Aus schier unmöglichem Winkel («Der konnte eigentlich gar nicht reingehen» – O-Ton TSG-Manager Norbert Blöser) hatte die 26-Jährige den Ball ins rechte obere «lange» Eck gejagt – und vom einen auf den anderen Moment regelrechte Begeisterungsstürme ausgelöst. «Super, wie die Mannschaft von der ersten bis zur letzten Minute bis zum Umfallen gekämpft und nach den drei Niederlagen eine ganz, ganz tolle Einstellung an den Tag legte – und am Ende das entscheidende Quäntchen Glück gehabt hat», strahlte Blöser. Diesem Trio gebührt ein Extralob: Matchwinnerin Steffi Haitsch, die sich – obwohl grippal angeknockt – in den Dienst der Mannschaft gestellt hatte, «Viky» Grebe als zehn Mal erfolgreiche Vollstreckerin und die bärenstarke Gina Duketis.
Göppingen hatte einen Blitzstart hin- und mit 0:3, 2:5 sowie 3:6 (6.) schnell drei Treffer vorgelegt. Aber die TSG demonstrierte Nehmerqualitäten, spielte gegen Frisch Auf frech auf und drehte den Spieß bis zur 10. Minute zum 7:6 um und erhöhte dann auf 11:9 (15.). Was wiederum Göppingen zu kontern verstand: binnen sieben Minuten wurde aus dem Zwei-Tore-Vorsprung der Gastgeberinnen ein 11:14.
Bis zur Pause konnte die TSG den Rückstand noch ein wenig verkürzen, um dann gleich in der 31. Minute mit 17:17 wieder «da» zu sein. Aber Frisch Auf legte abermals vor: zum 17:20 (36.) und war dann auch noch einmal nach 49 Minuten mit drei Treffern im Plus (26:29). Bemerkens- und bewundernswert zugleich, wie die Ober-Eschbacher Löwinnen sich wieder «herankrallten», auf 28:29 (51.) verkürzten und mit dem 32:32 exakt 113 Sekunden vor Schluss ein Finale einläuteten, das Norbert Blöser später ob des an Spannung nicht mehr zu toppenden Showdowns seufzen ließ: «Der liebe Gott war heute ein kleiner Ober-Eschbacher.»
TSG Ober-Eschbach: Klaßen, Otto; Wriedt (3), Grebe (10), Haitsch (5), Holdowanska (5/5), Neuheiser (2), Duketis (5), Volk (1), Jensen (2), Diehl, Wünscher, Wittmann.
quelleinteressante, wenn auch nicht gerade weltbewegend neue einblicke von mainzlars trainer duketis:
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Es geht im Frauenhandball bergab
Als ich angerufen worden bin von den Mainzlarer Verantwortlichen, um hier als Trainer zu arbeiten, habe ich zwei, drei Spielerinnen vorgefunden und weitere Spielerinnen dazu geholt, um einigermaßen eine Mannschaft zusammen zu haben. Die neuen Spielerinnen haben alle mindestens eine Saison zweite Liga gespielt, waren aber keine gestandenen Zweitligaspielerinnen. Sie haben noch nicht die Qualität der zweiten Liga gehabt. An gestandenen Spielerinnen habe ich nur drei gehabt: Peggy Treek, Dana Kläring und Andrijana Atanasoska.
Da war mir klar: Wenn wir diese Saison erfolgreich überstehen, dann habe ich sehr viel geleistet. So haben wir sehr viel trainiert in der Vorbereitung. Und dann hatten wir zum Auftakt mit Halle-Neustadt gleich einen Topfavoriten zu Gast. In dem Spiel haben wir 20 Dinger nicht reingeworfen und nur knapp verloren. So hat sich das fortgesetzt. Ich muss jetzt sagen: Mit etwas mehr Glück könnten wir auf dem dritten Tabellenplatz stehen!
Es macht mich sehr traurig, was für eine Qualität wir in der zweiten Liga haben. Es ist klar zu sehen: Nach 20 Jahren geht es im Frauenhandball bergab. Nichts gegen meine Mannschaft, aber vor sieben, acht Jahren hätte sie eine gute Oberliga-Mannschaft abgegeben. Da stimmt etwas nicht!
Schauen wir bei den Gründen doch einmal auf den heimischen Raum. Der TV Lützellinden hat in all den Jahren nur von seinen Ausländerinnen gelebt. Das fing mit Barbara Krefft-Wenzl an und hat sich in den Jahren danach so fortgesetzt. Das war nicht normal. Der TV Lützellinden hat zwar auch viel für die Jugend getan, aber die Jugendspielerinnen sind nie im eigenen Verein hochgekommen.
Ähnlich war es beim TV Mainzlar im Vorjahr. Da werden sechs Profis geholt ... - und die Mannschaft steigt ab. Man hat nicht bedacht, dass die Spielerinnen aus sechs verschiedenen Nationen gekommen sind. Das konnte nicht zusammenpassen.
Generell gibt es bei der Jugend wenige qualifizierte Trainer im weiblichen Bereich. Die Vereine holen lieber gute Spielerinnen, statt dass sie einen guten Trainer holen, der etwas aus der Mannschaft macht. Zudem haben viele Vorstände nicht die nötige Geduld, um den jungen Spielerinnen die Möglichkeit zur Entwicklung zu geben.
Dazu kommen die Probleme der Jugendlichen, etwa die Sorge um eine Ausbildung, um eine Lehrstelle. Ein Problem für viele ist auch hartes Training. Sie sind nicht bereit, ihre Zeit dafür zu opfern. Sie gehen lieber in die Disco oder machen andere Sachen.Doch wenn man ihnen Geschmack macht, sind sie da. Die Verantwortlichen müssen für gute Rahmenbedingungen sorgen, die Vereine müssen sich mehr um die sozialen Belange der Spielerinnen kümmern. Gutes Training allein reicht nicht, man muss ihnen mehr bieten. Turniere, Zelten, Reisen ins Ausland - man kann ihnen viel bieten. Die Spielerinnen müssen einen Sinn darin sehen, viel zu trainieren.
Ein Problem ist natürlich auch, dass es immer weniger Leute gibt, die etwas für die Jugend tun wollen. Es ist schwer, Trainer und auch schon genügend Eltern zum Fahren zu bekommen. Aber nur mit guter Arbeit können Jugendliche an den Verein gebunden werden.
Zu meiner Mannschaft, zur Mannschaft des TV Mainzlar: Ganz ehrlich, ich bewundere meine Mannschaft. Wir haben zehn neue Leute, spielen aber schon einen wunderschönen Handball. Wenn da nicht unser Riesenmanko mit der schlechten Chancenverwertung wäre. Aber wir sind auf einem Weg, etwas auf die Beine zu stellen. Man muss aber Geduld haben. Wenn wir den achten oder neunten Platz erreichen, wäre das wie eine Meisterschaft.
Man muss klar sehen, dass eine Niederlage gegen Albstadt eine Riesenkatastrophe gewesen wäre. Wir sind auf einem dornigen Weg. Da tut jeder Fehltritt weh.
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Iljo Duketis ist in Kroatien geboren, lebt aber schon seit 35 Jahren in Deutschland. Als Handballer wechselte er bereits mit 22 Jahren in das (Spieler-)Traineramt. Nach verschiedenen Stationen (unter anderem beim TV Hüttenberg) übernahm er vor dieser Saison den TV Mainzlar.
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die frage ist noch, ob der durchschnittliche spieler überhaupt nen euro gesehen hat...

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Original von agusta
Wo sind wir denn, dass man es nicht schafft, innerhalb von sechs Tagen den Strom wieder herzustellen?in einem land, dass schon lange nicht mehr besser als andere ist.
wird zeit, dass der michel beim studium der tagesschau feststellt, dass nicht nur in guatemala, timbuktu oder pampa, hinten zweimal rechts, geschlampt und gepfuscht wird.
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laut hna wurden am freitag die ausstehenden löhne zumindest teilweise gezahlt.
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Fynn Holpert ist von Allendorf sehr angetan
Wallau. Die SG Wallau/Massenheim, ungeschlagener Tabellenführer der Handball-Regionalliga Südwest, steht in Verhandlungen mit einem Linkshänder für die Position im rechten Rückraum. Manager Bernd Wagenführ würde zudem im Falle eines Aufstiegs gerne einen erfahrenen Mittelmann verpflichten.Eventuell braucht Wallau auch einen Linksaußen. Jugend-Nationalspieler Michael Allendorf war im zweitägigen Probetraining beim TBV Lemgo. Manager Fynn Holpert zeigte sich von der Leistungsstärke Allendorfs sehr angetan und möchte bis zum Jahresende bekannt geben, ob der Bundesligist Interesse an ihm hat. Der 19-Jährige besitzt in Wallau einen Vertrag bis 2007. «Wir würden ihm aber den Weg nicht verbauen», sagt Wagenführ. Auch Allendorf zeigte sich angetan, will aber die Entscheidung des zweimaligen Deutschen Meisters abwarten, bevor er sich entschließen will. Besonders beeindruckt war er von Trainer Volker Mudrow: «Wenn es einen Bruder von Jörg Schulze geben würde, dann wäre er es. Sie sind sich unheimlich ähnlich. Auch die Trainingsgestaltung war fast gleich.» Mudrow und Holpert kümmerten sich intensiv um den Linksaußen. Lemgo war durch den Auftritt der Wallauer A-Jugend in Altenhagen im Sommer auf das Talent aufmerksam geworden. Die auslaufenden Kontrakte mit Fabian Bohnert, Stefan Bonnkirch und Luis Garbo verlängerte Wagenführ bis 2008, Jens Ehrmann, Matthias Beer und Jörn Laufersweiler hängten noch ein Jahr bis 2008 dran. (rem/vho)
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dieser rückschluß impliziert natürlich auch, dass man sich bei der verpflichtung nicht so richtig sicher ist, ob's paßt.
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Ober fühlt sich trotz allem wohl
Handball, Zweite Liga: Der junge Linkshänder lobt Zusammenhalt bei der TSG Groß-Bieberau – Wunsch nach weiteren Punkten dürfte gegen Tabellenführer Balingen kaum in Erfüllung gehen
Zwölf Niederlagen, ein Sieg – so liest sich die Bilanz des Handball-Zweitligisten TSG Groß-Bieberau. Nun erwartet der Tabellenletzte am Sonntag (18 Uhr, Sporthalle „Im Wesner“) Spitzenreiter HBW Balingen. Beim Blick auf diese schwierige Aufgabe braucht man kaum über die Erfolgsaussichten orakeln. Vielmehr stellt sich die Frage: Wie gehen die Spieler damit um, wenn es Woche für Woche eins auf die Mütze gibt?
Steffen Ober kam in dieser Saison vom Ligakonkurrenten SG Leutershausen und gehört zur jungen Garde, der die Zukunft in Groß-Bieberau gehören soll. Der 18 Jahre alte Linkshänder ging wie viele der Mitspieler davon aus, dass Groß-Bieberau in der Regionalliga spielt. Als aber fünf Klubs aus erster und zweiter Liga keine Lizenz erhielten, blieb Groß-Bieberau doch zweitklassig. „Wir alle haben die Herausforderung einstimmig angenommen“, sagt Steffen Ober. Deshalb sei es jetzt müßig darüber nachzudenken, ob es Groß-Bieberau gut getan hat. „Die Stimmung“, bekräftigt der ehemalige Jugendnationalspieler, „ist trotzdem gut. Wir verstehen uns innerhalb der Mannschaft, wir richten uns gegenseitig auf und gehen in jedes Spiel mit der Absicht, zu gewinnen.“ Diese Losung gelte auch gegen den Spitzenreiter. Doch Ober ist nicht blauäugig. „Wie auch am Sonntag, hat jeder gewusst, dass wir in jedem Spiel einen schweren Stand haben werden.“Ober fühlt sich in der Mannschaft und in Groß-Bieberau wohl, will seinen Vertrag um ein weiteres Jahr verlängern.“ Sein Abgang in Leutershausen verlief hingegen nicht so harmonisch. Einst aus der Nachwuchsschmiede des HC Heppenheim, als B-Jugendlicher in den Perspektivkader des Zweitligisten gewechselt, fühlte sich das Talent dort verschaukelt, als ihm Jens Ostheimer letzte Runde vor die Nase gesetzt wurde. „Mir hatten die Trainer bei den Vertragsverhandlungen zugesichert, dass ich in Leutershausen erster Mann auf dem linken Flügel sein werde. Als aber Ostheimer präsentiert wurde, wollte ich nur noch weg.“
Groß-Bieberaus Trainer Thomas Göttmann, der den Linkshänder in der Hessenauswahl betreute, hatte von seiner Unzufriedenheit Wind bekommen „und hat mich zum Wechsel animiert.“ Sein Talent hat Steffen Ober auch von Vater Norbert geerbt, der früher bei der TG 75 Darmstadt spielte, später beim TSV Pfungstadt und VfL Heppenheim in der ersten Liga. Steffen Ober, der noch A-Jugend spielen könnte, sieht neben der sportlichen Weiterentwicklung das Abitur als eines der wichtigsten Nahziele. Den Wechsel zur TSG Groß-Bieberau hat er auf jeden Fall nicht bereut. „Ich bekomme meine Spielanteile und mir wird Vertrauen geschenkt.“
Auch als Groß-Bieberau mit Philippe Bosere einen weiteren Linkshänder verpflichtete, fühlte sich Ober nicht ins zweite Glied abgeschoben. „Bosere ist eine wichtige Ergänzung gewesen, und wir verstehen uns gut.“ Zuletzt in Gensungen wurde Steffen Ober sogar zum besten Spieler der TSG Groß-Bieberau gekürt, warf neun Treffer. „Endlich ist es einmal bei mir so gelaufen, wie ich es mir vorstelle.“ Nun hofft er, dass er daran anknüpfen kann und mehr Sicherheit bekommt. „Hoffentlich trägt der ganze Trainingsfleiß bald Früchte, damit wir in der Hinrunde noch den ein oder anderen Punkt machen“, ist ein Herzenswunsch von Steffen Ober. Ob dieser bereits gegen Spitzenreiter Balingen in Erfüllung geht, ist eher unwahrscheinlich.
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