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Ankick ins Bundesliga-AbenteuerManuel Liniger ist neben Iwan Ursic (Nordhorn) und Thomas Gautschi (Santander) einer von drei Schweizer in auslänischen Top-Ligen.
Die Satellitenschüssel ist noch verpackt. Vor drei Wochen hat Manuel Liniger gemeinsam mit Freundin Ramona die hübsche Doppelhaushälfte in Accum bezogen, einem gepflegten Ort vor den Toren Wilhelmshavens. Hier fühlt er sich schon wohl – trotz des rauen Nordsee-Klimas, wo ihm die warme Schweizer Sommersonne fehlt. «Bei uns sind jetzt 30, 32 Grad», lächelt er und schaut dabei noch sympathischer aus. Keine Spur von Reue ist in seinem entschlossenen Gesicht zu sehen. Diese Herausforderung hat er gesucht und will sie annehmen. Für ihn hat das Abenteuer Handball-Bundesliga begonnen.
Die Entscheidung nach Deutschland zu wechseln, fiel Manuel Liniger nicht leicht.
Nur zwei mögliche Ziele
Einen anderen Verein als Pfadi Winterthur hat es für Manuel Liniger nie gegeben. Schon als Fünfjähriger ist er mit seinem Vater gerne zu den Spielen gegangen. In seinem Heimatort ist er – auch handballerisch – gross geworden, holte drei Schweizer Meisterschaften, spielte in der Champions-League und reifte zum Nationalspieler mit inzwischen 68 Einsätzen. Einen Wechsel innerhalb der Schweiz kam für ihn nie in Frage. «Ich habe beim besten Verein in der Schweiz gespielt – so etwas wie der THW Kiel in Deutschland», erklärt er dem deutschen Journalisten auf Nachfrage. «Da gab es keine Steigerung.» Um sich sportlich neuen Herausforderungen zu stellen, sah er nur zwei Ziele: Spanien oder Deutschland. Die Entscheidung, nach Deutschland zu wechseln, ist ihm nicht leicht gefallen.
«Ich habe lange überlegt, aber es ist sportlich gut für mich», sagt er und empfindet den Entschluss «als Riesenschritt». Auch wenn die Schweiz aufgeholt habe, sei «hier doch alles zwei Stufen schwieriger und höher».
Anruf von Arno
Gemerkt hat der Linksaussen das schon in einem ersten Testspiel gegen den TBV Lemgo. Er spielte eine Halbzeit lang und stand am Ende ohne Torerfolg da. Ein Umstand, an den sich Liniger erst noch gewöhnen muss, an den er sich auch gar nicht gewöhnen will, der seinen Trainer Michael Biegler aber nicht beirrt. «Wir sind froh, dass er hier ist. Er hat eine Riesen-Vorwärtsbewegung und für seine jungen Jahre ein ungewöhnlich grosses Schuss-Repertoire. Er wird die Mannschaft nach vorn bringen», ist der Coach sicher, der einst als Co-Trainer der Deutschen Nationalmannschaft an der Seite von Arno Ehret fungierte. «Der hat mich auch schon hier angerufen», freut sich der Schweizer Linksaussen.
Zumindest im Tipp-Kick hat Manuel Liniger sein Können zusammen mit Polens Nationalkeeper Adam Weiner bereits bewiesen. Bilder: RKV
Von Anfang an integriert
Am Deckungsverhalten müsse Liniger noch arbeiten, meint Biegler. Und das sieht der Betroffene genau so. «Hier musst du dich über 60 Minuten voll konzentrieren und das in über 30 Spielen pro Saison», nennt er einen der Unterschiede zur Schweiz. Die Vorbereitung indes läuft für ihn «ähnlich wie zuhause» ab. «Da arbeitet man viel für die Physis und die Kondition.» Ein so interessantes und professionelles Trainingslager wie mit dem Wilhelmshavener HV im Schwarzwald hat er bei Winterthur noch nie erlebt. «Ich fühlte mich nie wie ein Neuer, sondern war von Anfang an voll integriert.» Dass er dort Tipp-Kick-Meister wurde, hatte er seiner Meinung nach nur einem starken Partner zu verdanken. Gegen ihn und den polnischen Nationalkeeper Adam Weiner war der Rest der Mannschaft bei diesem kleinen Tischfussballspiel chancenlos.Dazulernen für die Euro06
Ganz andere Ziele als die Meisterschaft hat Liniger für die kommende Saison. Im Gegensatz zu seiner Zeit bei Winterthur musste sich sein Blickwinkel verändern. «Ich möchte mit der Mannschaft so früh wie möglich Punkte sammeln, um uns schnell von unten abzusetzen», sagt der pfeilschnelle Linksaussen und schätzt damit die Situation an der Nordsee realistisch ein. Für sich persönlich hofft er, dazu zu lernen, damit «wir bei der Europameisterschaft im eigenen Lande die Hauptrunde schaffen und dann vielleicht noch für eine Überraschung sorgen». Dann braucht er die Satellitenschüssel nicht. Denn da ist er mit dabei.Ralf Knuth-Voigt
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dasd 'nati' bereitet auch vor:
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Aufwärmrunde für die Europameisterschaft
Wiedersehen mit Paek beim Handball der Kontinente am 34. Yellow Cup in der Winterthurer EulachhalleFür die Schweizer Handball-Nationalmannschaft steht der 34. Yellow Cup vom 2./3.Januar 2006 in der Winterthurer Eulachhalle unter ganz besonderen Vorzeichen. Drei Wochen vor der Europameisterschaft vor eigenem Publikum gilt es noch einmal Mass zu nehmen an hochkarätigen Gegnern aus anderen Kontinenten.
Titelverteidiger Ägypten, Asien-Champion Kuwait und der japanische Landesmeister mit zahlreichen koreanischen Internationalen sind die illustren Gegner der Schweizer, die erstmals wieder über das komplette Kader verfügen.
Standortbestimmung für die Nati
Für einmal haben sich die Organisatoren des traditionsreichsten Schweizer Handballturniers ganz den Interessen der Schweizer Nationalmannschaft untergeordnet. Schliesslich findet nicht jedes Jahr eine Europameisterschaft im eigenen Lande statt. Trainer Arno Ehrets Wunsch war es, mindestens an einem Yellow-Cup-Tag eine echte Standortbestimmung vornehmen zu können. Voraussetzung dazu bildet ein Ernstkampf über die volle Spielzeit von zweimal 30 Minuten gegen einen reputierten Gegner, in diesem speziellen Fall die neu vom Jugoslawen Zoran Zivkovic trainerten Ägypter, die seit Jahrzehnten schon zu den Besten überhaupt der Handball-Welt gehören.
Alte Bekannte
Ehe es zu dieser, für die Europameisterschaft wegweisenden Begegnung kommt, sehen sich die Schweizer am 2. Januar mit zwei ebenfalls erfolgsverwöhnten Mannschaften konfrontiert. Kuwait hat mit dem Gewinn der Asienmeisterschaft für eine riesige Sensation gesorgt auf seinem Kontinent und in der Zwischenzeit weitere Fortschritte bestätigt. Von den "Wüstensöhnen" gedemütigt wurden damals auch die Japaner. Kein Wunder, dass Landesmeister Nagoya den Yellow Cup für eine Revanche nutzen möchte. In den Reihen der grossgewachsenen Japaner, die in den letzten zehn Jahren sechsmal den Titel holten, stehen verschiedene koreanische Handballgrössen, die auch in der Schweiz für Furore gesorgt haben. Trainer ist kein anderer als Jae-Won Kang, der mit den Grasshoppers und Pfadi Winterhurer mehrere Schweizer Meistertitel erobert hat. Ein Wiedersehen gibt es aber auch mit Won-Chul Paek, dem Mitbegründer der letzten Winterthurer Handball-Erfolge, sowie Bum-Yeon Cho, dem einstigen Spielmacher der Grasshoppers.
Offizielles Länderspiel
Wie später dann auch an der Europameisterschaft stehen die Schweizer schon anfangs Jahr vor einer sehr schwierigen Aufgabe. Ägypten haben sie zwar am letzten Yellow Cup am 1./2. Januar dieses Jahres in der Vorrunde noch besiegen können, doch beim Endspiel reichten die Kräfte gegen denselben Gegner nicht mehr, so dass der im Vorjahr eroberte Titel nicht verteidigt werden konnte. Ganz nach Wunsch der Verantwortlichen ist die Vorbereitung für den wichtigsten, weil zukunftweisenden Anlass des Schweizer Handballs bisher nicht verlaufen. Immer wieder störten Verletzungen und Abmeldungen das Bemühen Arno Ehrets, der jungen Mannschaft mehr Konstanz und Profil zu verleihen. Die als offizielles Länderspiel angekündigte Partie gegen Ägypten am Yellow Cup ist ein idealer Zeitpunkt, um Versäumtes Nachzuholen und neue Moral zu tanken.
Bewährtes Konzept
Am Format des Yellow Cup neben dem Spielfeld ändert sich nichts. Die Eulachhallen sollen während der ersten Januar-Tage wie immer zu einem gemütlichen Treffpunkt der Sportfreunde und der lokalen Prominenz werden. Die gesellschaftliche Seite des Traditionsanlasses hat ganz wesentlich zum langjährigen Erfolg beigetragen. Für die nächste Auflage darf dann wieder viel Neues erwartet. Neben der Rückkehr auf den beliebten Zeitpunkt zwischen Weihnachten und Neujahr prüfen die Organisatoren vom Nationalliga-Klub Yellow Winterthur auch ein Comeback der grossen Klubmannschaften. "Die Mobiliar" beliebt erneut als Hauptsponsor der Veranstaltung.Peter Lattmann
Spielplan:
Montag, 2. Januar 2006
14.00 Uhr: Schweiz - Kuwait
15.00 Uhr: Japan - Ägypten
16.00 Uhr: Prominentenspiel
16.45 Uhr: Ägypten - Kuwait
17.45 Uhr: Japan - SchweizDienstag, 3. Januar 2006
18.45 Uhr: Kuwait - Japan
20.15 Uhr: Schweiz - Ägypten (offizielles Länderspiel)ZitatAlles anzeigen
Das «Comeback» des polnischen HandballsMit der Ausbootung des je vierfachen Welt- und Europameisters Schweden im Euro06-Play-off hat Polen auf der Ebene der Nationalteams eine der grössten Handball-Sensationen im letzten Jahrzehnt geschaffen.
Die polnischen Handballer, 1976 (Olympia) und 1982 (WM) Gewinner von Bronzemedaillen an Titelturnieren, sind im Begriff, an die «guten alten Zeiten» anzuknüpfen, in denen der inzwischen verstorbene Jerzy Klempel Torschützen-Titel en masse sammelte und das Zugpferd war. Von Branchenkennern wird das Team aus dem neuen EU-Land im Hinblick auf die Euro06 in den Status des «Geheimfavoriten» erhoben. Begründung: Nach einer 28:33-Niederlage hatten die Polen zu Hause gegen Schweden im vergangenen Sommer das Blatt im Rückspiel sensationell gewendet (32:26). Damit hatte niemand gerechnet, zumal das polnische Team in der Vorqualifikation nicht überzeugt und hinter der Slowakei (28:31) nur den zweiten Platz belegt hatte.
Stichwort: Kleinholz Olten
In der internationalen Hierarchie lagen die Polen noch vor fünf, sechs Jahren hinter der Schweiz, bis vor kurzem auf gleicher Augenhöhe. «Im Januar sind wir an der EM direkte Gegner und werden dann sehen, wer wo in der Hierarchie steht», gibt sich Leszek Starczan mit Blick auf den Schweizer Heimvorteil diplomatisch.Bogdan Wenta feierte seinen Einstand als Teamchef vor Jahresfrist auf Schweizer Boden. Bild: awa
Auf jeden Fall spielten das Team von Arno Ehret und der Schauplatz Olten bei der «Renaissance» des polnischen Handballs schon zweimal eine entscheidende Rolle. Im Juni 2002 verlor Polen im Kleinholz zwar 25:26, qualifizierte sich aber dank einem 23:19-Sieg eine Woche zuvor für die WM 2003 in Portugal und klassierte sich dort im 10. Rang. Polen hatte sich auf dem internationalen Plan zurückgemeldet.
Und im November 2004 fiel der Amtsantritt des der neuen Teamchefs Bogdan Wenta und seines Co-Trainers Daniel Waskiewicz mit dem Vierländer-Turnier in Olten zusammen. Das Duo hatte einen bemerkenswerten Einstand. Viele Beobachter sind auch ein Jahr später überzeugt, dass das Spiel Norwegen – Polen in diesem Turnier Weltklasse war, qualitativ die beste Partie, die seit Jahren in Schweizer Hallen geboten wurde. «Das hatte Signalwirkung, denn Bogdan und Daniel haben ein grosses Ansehen und auch eine hohe Glaubwürdigkeit», sagt Damian Moszczynski, der mittlerweile 45-fache Nationalspieler der Grasshoppers heute. Mit der Lösung Wenta/Waskiewicz habe der polnische Verband die beste Personallösung seit Jahren getroffen, sind sich die Insider einig.Wenta (44), Co-Trainer von Kent Harry Andersson in Flensburg, hat 226 Länderspiele auf dem Buckel (180 für Polen, 46 für Deutschland) und war in Spanien (Bidasoa Irun und Barcelona) sowie in der Bundesliga ein absoluter Topspieler. Waskiewicz (49) war in 210 Partien für Polen tätig und während vielen Jahren in Deutschland ein «gröberes» Kaliber. Heute beobachtet er als Klubtrainer von Gwyzdin die Entwicklung im Spielermarkt der «Ekstraklasa». «Im Laufe dieser Karrieren, von denen jeder junge Pole träumt, hat sich ein enormes Know-how angesammelt», sagt Moszczynksi zur hohen Fachkompetenz der zwei Symbolfiguren.
Drei Perlen
Wentas sogenannte Leistungsträger sind in der Bundesliga tätig: Marcin Lijewski, mittlerweile einer der besten Linkshänder in Europa, sieht der Teamchef täglich in Flensburg. Den Mittelmann Gregor Tkaczyk, den sich der SC Magdeburg schon im Juniorenalter mittels Vorvertrag «sicherte», hat er wie den im gleichen Klub tätigen Werfer Karol Bielecki stets in der Nähe. Beide sind innerhalb von zwei Jahren in die Bundesliga-Prominenz aufgestiegen.
Wenta, der ehemalige Akteur der Weltklasse, hat im Juni vor dem denkwürdigen Play-off gegen Schweden Inventar gemacht, ein engeres EM-Kader von 21 Mann und eine 15 Spieler starke «Reserve» nominiert. Inzwischen spielen bereits 14 seiner EM-Anwärter im Ausland. «Dass der polnische Verband wieder Anschluss an die Spitze gefunden hat, hängt mit der internationalen Spielpraxis seiner Exponenten zusammen», freut sich Wenta. «In Deutschland und in Spanien werden ganz andere Anforderungen an den Rhythmus und an die Wettkampfhärte gestellt als in der polnischen Liga». Polnische Handballer sind begehrt. Sieben aktuelle Internationale haben Verträge in Deutschland, darunter auch Piotr Przybecki der letzte grosse polnische Namen aus der alten Generation. Mariusz Jurkiewicz (Arrate) und der schwedisch-polnische Doppelbürger Dawid Nilsson (Bidasoa Irun) sind in Spanien tätig.Polens Nationalmannschaft ist in der SHL unter anderem mit Artur Siodmiak, Leszek Starczan und Damian Moszczynski (v.l.) stark vertreten. Bild: awa
Starke Schweizer Fraktion
Alt-Nationalspieler Szymon Szczucki, Leszek Starczan und Damian Moszczynski haben aus der Heimat Unterstützung und Konkurrenz erhalten. Der Kreisläufer Artur Siodmiak gehört zur engeren Wahl, sein Winterthurer Teamkollege Pawel Albin zu den Probables, die für die Länderspielwoche von Ende Oktober (Turnier in Poznan) ein Aufgebot erhalten haben. Auch der Name Filip Kliszczyk figuriert auf der 36er-Liste. Im Hinblick auf die EM ist Wenta derzeit am Geschehen in der Schweizer Liga stark interessiert: «Dank den engen Kontakten zu meinen polnischen Spielern bin ich à jour, was die Handball-Stimmung in der Schweiz betrifft, weiss auch immer, in welcher Verfassung sich die Nationalspieler präsentieren und welche Voraussetzungen uns an der EM erwarten». Wenta und Waskiewicz rufen regelmässig in Schaffhausen, Winterthur und Zürich an. «Die Schweizer Liga ist besser als ihr Ruf, das unterstreichen die zahlreichen Transfers nach Deutschland am Ende der letzten Saison», lobt Wenta. Und: «Es freut mich, dass einige meiner Spieler wichtige Funktionen in ihren Schweizer Teams haben». «Es gibt eine gut funktionierende Solidarität unter den Landsleuten in der SHL», stellt Damian Moszczynski fest, der sich auf die EM riesig freut. Nachdem er sich in den legendären Spielen gegen Schweden sowohl in der Offensive wie in der Defensive bewährte, ist seine EM-Teilnahme praktisch gesichert. «In den Ligaspielen sind die Polen Gegner, aber ausserhalb der Hallen Freunde, die sich gegenseitig unterstützen», sagt der GC-Goalgetter.Viele Privatduelle
Die ohnehin schon sehr brisante Schweizer Gruppe wird in St. Gallen mit zahlreichen Privatduellen gewürzt werden, mit Zweikämpfen unter Freunden jeweils im Dress des Gegners. «Severin muss sich gegen uns warm anziehen», stichelt Moszczynski freundschaftlich gegen seinen GC-Kollegen Brüngger. Die linken Flügel Starczan und Manuel Liniger freuen sich auf die Duelle mit ihren Vereinstorhütern, Christian Meisterhans und Adam Weiner, und auch die Wege der beiden Nordhorner Iwan Ursic und Piotr Przybecki werden sich in St. Gallen kreuzen.Hans Hugentobler
Söldner
Polnische Nationalspieler im Ausland
Deutschland: Karol Bielecki, Grzegorz Tkaczyk (beide Magdeburg), Marcin Lijewski (Flensburg), Piotr Przybecki (Nordhorn), Slawomir Szmal (Kronau-Östringen), Adam Weiner (Wilhelmshaven), Macijei Dmytruszynski (Magdeburg II). – Spanien: Mariusz Jurkiewicz (Arrate) und Dawid Nilsson (Bidasoa Irun). – Schweiz: Damian Moszczynski, Filip Kliszczyk (beide GC), Pawel Albin, Artur Siodmiak (beide Pfadi), Leszek Starczan (Kadetten).
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Es läuft noch nicht nach WunschDie Aargauerin Soka Smitran berichtet über ihre ersten Erfahrungen bei Gudme im Frauenhandball-Wunderland Dänemark.
Nach zwei Saisons in Frankreich hat Soka Smitran den Wechsel als Profihandballerin nach Dänemark zu Gudme gewagt. Nach einem Vierteljahr fällt die Bilanz zwiespältig aus, denn einerseits sind die Einsätze der Schweizerin nicht optimal und anderseits erbringt das gesamte Team die erwarteten Leistungen nicht.
Soka Smitran ist wohl erst 22 Jahre alt, doch verfügt sie bereits über reichlich Auslanderfahrung. Während zwei Saisons hat sie bei Bouillargues in Frankreich gespielt. Dass sie einmal voll auf die Karte Handball setzen würde, war für die 170 cm grosse Kreisspielerin eigentlich schon früh klar. «Ich träumte schon als Juniorin davon, einmal Profi-Handballerin zu werden», blickt die gebürtige Serbin, die vor rund fünf Jahren den Schweizerpass erhielt, zurück.Es begann beim Schülerturnier
Ihre ersten handballerischen Erfahrungen sammelte Soka Smitran vor zehn Jahren anlässlich des Schülerturniers an ihrem Wohnort in Buchs. Als Zwölfjährige trat sie dann dem HV Rotweiss Buchs bei. Schnell erkannte man ihr Talent, was nicht nur die Einsätze bei den A- und B-Interjuniorinnen einbrachte, sondern auch die Berufung in die Regionalauswahl, wo sie eher zufällig zur Kreisspielerin wurde. Dort war es dann Beat Sidler, der die Kreisläuferin zum Übertritt zu Spono Nottwil überzeugte. «Dieser Wechsel zu Spono war für mich der wohl entscheidende Kick zum Spitzenhandball», ist Soka Smitran überzeugt und ergänzt, «wichtig war aber im Rückblick sicher auch der Wechsel im Traineramt von Beat Sidler zu Pia Christensen. Unter der Dänin feierte Spono Nottwil seine grossen Erfolge mit Meistertiteln und Cupsiegen, zu denen die junge Nachwuchshoffung Soka Smitran ihren Anteil beitrug.Bei Spono Nottwil machte Soka Smitran ihre ersten Erfahrungen im Spitzenhandball. Bild: jäg /z.V.g
Dynamisch und athletisch
Soka Smitran ist eine dynamische, athletische und durchsetzungsstarke Kreispielerin mit einer guten Antizipationsfähigkeit für den Gegenstoss. Diese Fähigkeiten wollte sie schon früh auch ausserhalb der Schweiz unter Beweis stellen. Nach vier Jahren bei Spono Nottwil und abgeschlossener KV-Lehre war für die schweizerisch-serbische Doppelbürgerin der Zeitpunkt zum Wechsel ins Ausland gekommen. Obwohl sich auch zahlreiche Schweizer Teams um die talentierte Aargauerin bemühten, wollte sie ins Ausland. Von besonderem Reiz waren für sie der Norden und der Osten.Doch es kam zu keinem Transfer in diese Destinationen, es erfolgte der Wechsel nach Frankreich. Nach einer Saison bei Bouillargues kehrte Soka Smitran wieder zu Nottwil zurück, um dann ein Jahr später wieder zu den Französinnen zurück zu wechseln. «Der kraftvolle Handball in Frankreich hat mir einfach gut gefallen», meint sie dazu.
Christensens Beihilfe
Die absolute Topliga im Frauenhandball aber ist Frankreich nicht. Diese ist in Nordeuropa, in Dänemark beheimatet. «Dank der Mithilfe und Vermittlung meiner früheren Trainerin Pia Christensen kam der Kontakt zum dänischen Spitzenverein Gudme zu Stande. Ich wollte die neue Herausforderung und freute mich auf den technischen und temporeichen Handball im Land des Olympiasiegers und Weltmeisters, denn in Dänemark steht der Frauenhandball bei den Teamsportarten ganz oben. Diesen Stellenwert mitzuerleben, war für mich die Erfüllung eines Traumes», erzählt Soka Smitran.Doch das Leben und Erleben dieses Traumes ist bisher noch nicht im erwünschten und erhofften Ausmass eingetreten, denn für Gudme hat sich der ins Visier genommene Erfolg im bisherigen Meisterschaftsverlauf nicht eingestellt. «Unser Team und auch unser Trainer sind ziemlich unter Druck, da wir im hinteren Teil der Rangliste liegen. Wohl sind wir im Europa-Cup gegen Vilnius eine Runde weiter gekommen, doch läuft es ganz einfach nicht wunschgemäss», rapportiert Soka Smitran, die auch mit ihren persönlichen Einsätzen nicht zufrieden ist. «Die Gründe, weshalb ich nur wenig zum Einsatz komme, hat mir mein Trainer Peter Bruun Jörgensen bisher nicht erläutert.» Soka Smitran ist mit ihrem Club-Trainer also noch nicht richtig ins Gespräch gekommen. Das Gespräch suchen will sie aber nicht nur mit Peter Bruun Jörgensen, sondern auch mit Markus Berchten, um mit dem neuen Schweizer Nationaltrainer die Situation der Nationalequipe zu klären.
Fritz Bischoff
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ruhig...

geht nicht um deine person, sondern um das "problem schiedsrichter". beziehungsweise darum, fdass diese zu einem problem gemacht werden. und darum geht es ja auch in diesem "thema".zumindest wären die anreize im besagten modell groß, sich langfristig um einen ausgewogenen pfiff zu bemühen - das alte wort "man sieht sich immer zweimal" hätte ja schließlich ganz neue bedeutung...
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eben. und wenn du dir mal genau überlegst, warum du da was gegen hast, dann hast du einige gründe für die schwierige beziehung zu unseren schiedsrichtern aufgedeckt.
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unfug. ich spreche vom sich-gegenseitig pfeifen.
das ist auch ohne sonstwie-spieltage möglich.
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Original von Fremdlingerin
Ich bin ENTSETZT!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
warum? musst doch nur höher bieten...

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muss ich das verstehen?
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Original von B.Onkel
;(na toll schon das 4. spiel diese saison wo wir mindestens 45 min führen und dann doch noch verliueren!...... 
bei der speziellen spiel-philosophie der msg ist das ja auch nicht überraschend.
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so ei n modell wäre im handball sicher sehr hilfreich, um vereine zur sr-ausbildung zu animieren sowie um den umgang miteinander zu entspannen.
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Kantersieg gegen Cornexi Alcoa: 38:24!Die Geschenke zur Weihnachtszeit bleiben in den Reihen von Hypo:
Nach der Ehrung von Paula Radulescu für die WM-Silbermedaille und Tanja Logvin als beste Torschützin der WM machte sich die Mannschaft noch ein schönes sportliches Geschenk: Mit 38:24 schossen sich die Hypo-Girls für das Gruppenfinale am 29.12. in Leipzig ein.
Aus einer mannschaftlich geschlossen starken Leistung (alle Felspielerinnen trugen sich in die Schützenliste ein!) stachen vorallem Yu Ge Li, die einen tollen Rückhalt bot und Tanja Logvin mit 11 Toren heraus.
Und nach dem Spiel gab es weitere Geschenke für die Mannschaft: Bei der Weihnachtsfeier bekamen alle Spielerinnen von unseren Sonsoren Uniqa und Jako ein kleines Präsent!Auf diesem Wege möchten wir allen unseren Fans, Mitarbeitern, Trainern und Spielerinnen frohe Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen!
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Original von härter_schneller
solange sng immer nur mit der zweiten auswahl auflaufen, wird sich da so schnell auch nichts dran ändern.oder doch...?
die dänische küche brodelt rund um anja andersen - natürlich.
diesmal als vermeintliche trainerin von sng... -
stätische zuschüsse für vdas projekt halten sich offensichtlich in grenzen:
ZitatFür das Handball-Leistungszentrum ist ein Betrag von 5000 Euro eingesetzt. Dafür entfällt der bisherige Zuschuss für den VfL-Sportkoordinator.
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Rumpftruppe feiert WiedergeburtNiestetal/Staufenberg - Berlin 27:19. Sponsoren signalisieren: Es geht weiter!
Von Rainer HenkelHEILIGENRODE. Die wichtigste Nachricht kam vor dem ersten Ballwechsel. "Ich habe heute Signale von Seiten unserer Sponsoren bekommen, dass es weitergeht mit dem Handball bei der HSG", verkündete Hans-Joachim Ursinus in der Pressekonferenz der HSG Niestetal/Staufenberg nach dem Spiel gegen die Rheinickendorfer Füchse Berlin. Details wollte er nicht preisgeben, nur soviel: "Am Montag war der Todestag unserer Mannschaft, dieser Samstag war die Wiedergeburt."
Den bewegenden Worten des Trainers war der nordhessische Zweitligist mit beeindruckenden Taten vorangegangen. Als wären zu den finanziellen Hiobsbotschaften zuletzt nicht noch schlimme Verletzungssorgen gekommen, ging die HSG zu Werke. 27:19 (17:8) kanzelte sie die Gäste aus Berlin ab und war dabei 60 Minuten lang Chef auf dem Parkett der Sporthalle in Heiligenrode. Besonders in der ersten Hälfte erwischte die HSG die Füchse eiskalt. Während die Berliner ihr Heil zunächst in rustikaler Spielweise suchten - nach wenigen Minuten schon wälzten sich Renato Rui und Nick Heinemann nach überharten Attacken am Boden - blieben die Nordhessen ruhig.
Nach einer knappen Viertelstunde stand es 9:2, die rund 800 Zuschauer - Rekordbesuch für ein Ligaspiel - feierten schon da ihre Mannschaft. "Nervös waren wir zu keinem Zeitpunkt", erklärte Philipp Seitle die Anfangsphase. Der bullige Rückraumspieler war mit neun Treffern erfolgreichster und bester Mann seines Teams: "Das war ein besonderes Spiel. Wir wollten uns beweisen, dass wir in die Liga gehören."
Beweis erbracht. Weil die HSG das unerhörte Tempo der ersten Hälfte durchhielt und auch nach der Pause die bald resignierenden Berliner nie näher als auf acht Tore herankommen ließ.
Weil Trainer Ursinus’ Taktik aufging, konsequent die gefährlichsten Berliner Christian Rose und Pavel Prokopec auszuschalten. Besonders der Ex-Niestetaler Prokopec, vor kurzem erst nach Berlin gewechselt, bekam kein Bein auf die Erde.Ursinus: "Wir wussten, wir müssen agieren. Reagieren hätte uns nichts geholfen, da wären wir untergegangen.
Weitere Sieggaranten: HSG-Torwart Virginius Petrauskas erwischte einen Glanztag, entschärfte gefährliche Bälle gleich im Dutzend und strahlte eine Bärenruhe auf seine Vorderleute aus. Und Andreas Vellmete aus der zweiten Mannschaft half aus, warf vier Treffer und zog so die Gegenspieler auf sich.
"An geordnetes Training war in der vergangenen Woche nicht zu denken", erinnerte sich Ursinus. "Wir haben von der Substanz gelebt - und gesehen: sie ist da."
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Original von Wieland
Aber wenn einen Spieler der Balkanschule, dann doch bitte gleich Ivano Balic.was - die diva?
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So sollen der nordhessische Zweitligist HSG Niestetal/Staufenberg und Erstligist HSG Wetzlar an einer Verpflichtung Preglers interessiert sein. Ein Wechsel zum Nachbarn Gensungen/Felsberg ist für den Spieler kein Thema.
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Pregler weiter in der 1. Liga?Nach der Trennung von Melsungen liegen dem Kreisläufer schon Angebote vor
Von Björn MahrMelsungen/rotenburg. Es begann mit einem Pokalspiel im September 1996 gegen die TSG Oßweil - und endete mit einem zehnminütigen Erstliga-Einsatz Anfang Dezember dieses Jahres gegen die SG Kronau/Östringen. Seit Mittwochabend steht fest, dass der Melsunger Handballer Markus Pregler nicht mehr im Trikot des Bundesligisten auflaufen wird. Auf Wunsch des Spielers wurde der Vertrag zum 31. Dezember 2005 gelöst. Pregler, der schon gegen Delitzsch und Lübbecke nicht mehr eingesetzt wurde, verfolgte die Partie gegen den TV Großwallstadt mit seiner Familie aus dem Vip-Raum. "Ich wollte die Halle nicht betreten", erklärte der 34-Jährige, "das hätte sonst vielleicht Unruhe gegeben." Vom Training ist Pregler bereits freigestellt.
"Wir haben uns in Freundschaft getrennt", betonte MT-Geschäftsführer Martin Lüdicke ausdrücklich. Das versicherte auch der langjährige Kapitän: "Wir können uns weiter in die Augen schauen."
Ende Januar soll es ein Abschiedsspiel für den Abwehrstrategen in der Stadtsporthalle Melsungen geben. Gegner der MT wird ein Team mit namhaften Bundesliga-Spielern sein. Die Einnahmen will Pregler der MT-Jugend zukommen lassen. "Max hat viel für den sportlichen Bereich in Melsungen geleistet", würdigte Herbert Rausch die Verdienste des gebürtigen Magdeburgers. Der Bundesliga-Obmann hatte zusammen mit Karl Reinbold den Kreisspieler Pregler im Sommer 1996 in die Bartenwetzerstadt geholt.
Der Ex-Düsseldorfer wusste damals gar nicht, wo dieser Ort liegt: "Ich musste erst einmal im Atlas nachschauen." Was er wusste, war, dass dort René Krüger, René Croy, André Sperl und Laisvidas Jankevicius spielten und Jörg Förderer, früher mit ihm in Magdeburg auf der Kinder- und Jugendsportschule, dorthin wechseln wollte. Mittlerweile ist ihm Melsungen ans Herz gewachsen. "Die Stadt ist zu einer zweiten Heimat für mich und meine Familie geworden. Wir haben uns einen Freundeskreis aufgebaut."
Jetzt, da sein Abgang feststeht und der Verein ihm die sofortige Freigabe erteilt hat, schießen die Spekulationen ins Kraut. So sollen der nordhessische Zweitligist HSG Niestetal/Staufenberg und Erstligist HSG Wetzlar an einer Verpflichtung Preglers interessiert sein. Ein Wechsel zum Nachbarn Gensungen/Felsberg ist für den Spieler kein Thema.
Der Routinier bestätigte bereits, dass einige Klubs bei ihm angefragt hätten. Für ihn kommt nach eigener Auskunft nur der Gang zu einem Erst- oder Zweitligisten infrage. "Im Dezember", sagt Pregler, "werde ich aber noch keine Entscheidung treffen." Nun freut er sich darüber, in Ruhe mit seiner Familie Weihnachten feiern zu können und eben mal nicht trainieren und spielen zu müssen: "Ein schöner Nebeneffekt."
22.12.2005
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Original von Ronaldo
Junge, junge, heute legst Du wieder jedes Wort auf die Goldwaage...
damit bin ich immer noch besser als du - du legs't ja sogar jeden buchstaben auf die goldwaage... -
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Kasse nicht gepfändet
VEREINE. Finanzieller Engpass ja, Kasse gepfändet nein. „Es war kein Gerichtsvollzieher in der Halle“, versichert Michael Blechschmitt, der Vorsitzende der TGB Darmstadt. Am Montagabend kursierten Gerüchte, die Kasse des Aufsteigers und Tabellenführers der Handball-Oberliga sei nach dem Spitzenspiel am Samstagabend gegen HSG Dutenhofen (27:26) noch in der Halle der Lichtenbergschule gepfändet worden. Blechschmitt stellte klar: „Das ist nicht der Fall.“
Dennoch gab es in den letzten Tagen einigen Wirbel um die Finanzlage des Vereins. Grund: eine Zahlung an die Finanzkasse der Stadt Darmstadt platzte. Das Konto der TGB war nicht gedeckt. Es geht dabei um gestundete Hallenmieten und Energiekosten. Diese begleicht der Verein nach Absprache mit der Stadt in Raten.Blechschmitt: „Wie das bei vielen Vereinen so ist, war zum Jahresende momentan kein Geld auf unserem Konto.“ Er setzte sich gleich am Montag mit der Leiterin der Stadtkasse in Verbindung und räumte das Problem aus der Welt. „Die Sache ist geklärt. Wir kommen unseren Zahlungsverpflichtungen nach, so wie wir das mit der Stadt abgesprochen haben.“
Am 15. Dezember wäre die nächste Tranche fällig gewesen. Doch sie platzte. Blechschmitt: „Das tut uns Leid, aber wir haben alles geregelt. Das Geld wird der Stadtkasse angewiesen.“
Wie viele Darmstädter Großvereine ächzt die TGB vor allem unter den rasant gestiegenen Energiekosten. Hinzu kommen Altlasten an Hallenmieten in fünfstelliger Höhe. Seit Sommer gibt es die Vereinbarung mit der Stadt Darmstadt, die dem Club erlaubt, diese Summe in Raten zu begleichen.
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Olga Savanju wertvolle Verstärkung
Handball: Thorsten Schmid, Trainer der HSG Bensheim/Auerbach weiß, was er an der treffsicheren Ungarin hat
Nach Edina Rott und Isabell Nagel hat Olga Savanju in der Saison 2005/2006 bislang die drittmeisten Treffer für den Frauen-Handball-Zweitligisten HSG Bensheim/Auerbach erzielt. Und wie schon gegen FrischAuf Göppingen hatte die 22-jährige Ungarin mit Treffern in ganz entscheidenden Spielphasen gehörigen Anteil daran, dass für die Truppe von Trainer Thorsten Schmid beispielsweise das lange auf der Kippe stehende Heimspiel gegen den HC Sachsen Neustadt-Sebnitz noch ein Happyend hatte. Nicht zuletzt dank ihrer Leistung ist die HSG derzeit mit 17:7 Punkten Tabellenvierter. Ein Rang, der am Ende der Runde zur Teilnahme an den Bundesliga-Aufstiegsspielen berechtigen würde.
Zum nicht unbedingt erwarteten HSG-Höhenflug trug die hübsche Rückraum-Rechts-Spielerin sehr viel bei, wenn auch ihr Integrationsprozess noch nicht ganz abgeschlossen ist. „Die Olga ist eine sehr wertvolle Spielerin für uns, die auch in der Lage ist, ganz einfache Tore zu machen und über ein großes Entwicklungspotenzial verfügt“, lobt Trainer Thorsten Schmid, „sie ist auf jeden Fall auf einem guten Weg und hilft meiner Mannschaft weiter. Ich bin mit den von ihr bislang gezeigten Leistungen sehr zufrieden."Und Mannschaftskameradin Edina Rott fügt hinzu: „Die Olga zeichnen eine schnelle Hand und enorme Sprungkraft aus. Sie wird noch stärker, wenn wir mit ihr noch mehr Spielzüge einstudiert haben. Sie ist eine hundertprozentige Verstärkung für uns."
Die gelernte Diplomsportlehrerin indes hat sich nach nahezu vier Monaten gut eingelebt. Zusammen mit Petra Streb wohnt sie in Auerbach. „Olga gefällt es sehr gut an der Bergstraße, und auch das Zusammenspiel mit ihren neuen Mannschaftskameradinnen bereitet ihr viel Spaß“, tat die als Dolmetscherin fungierende Maria Dick kund. Die frühere Bundesliga-Handballerin der TSV Auerbach (die Ungarin fungiert mittlerweile als Betreuerin der ersten Frauenmannschaft der HSG) hat angesichts von immerhin vier Landsmänninnen in HSG-Reihen ganz schnell eine wichtige Funktion eingenommen.
Olga Savanju begann im Alter von zwölf Jahren in der Universitätsmannschaft von Picer Pecs mit dem Handballsport. Nach einem vierjährigen Gastspiel beim ebenfalls in der ersten ungarischen Division spielenden Klub Szetaszarad kehrte Savanju im Jahr 2001 zu ihrem Heimatverein zurück, mit dem sie ein Wechselbad der Gefühle in Form von jeweils zwei Aufstiegen (2002, 2004) und zwei Abstiegen 2003, 2005) in die beziehungsweise aus der höchsten ungarischen Spielklasse erlebte.
Da kam die Offerte der HSG Bensheim/Auerbach, Neuland in der Zweiten Bundesliga Süd, zu betreten, für Olga Savanju gerade recht. Edina Rott hatte auch die Kontakte zu ihr bei einem Besuch in der Heimat geknüpft.
Olga Savanju widmet sich derzeit sehr intensiv dem Erlernen der deutschen Sprache in einem Kurs in Bensheim. Wenn ihre Kommunikationsfähigkeit noch besser wird, sollte sich das auch auf dem Handballparkett positiv auswirken.
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Blick geht wieder nach oben
Handball: TV Großwallstadt nach dem Streich in Melsungen nun gegen TBV Lemgo und SG Kronau-Östringen – Torwart Rominger feste Größe
Der TV Großwallstadt hat sich mit dem 33:31-Auswärtsstreich beim Aufsteiger TG Melsungen in der Handball-Bundesliga selbst das schönste Weihnachtsgeschenk beschert. Mit nun 17:15 Punkten hat das Team von Trainer Michael Roth seit Mittwoch wieder Blickkontakt zu einem Europacupplatz. Auf Rang neun, punktgleich mit Göppingen, liegt der TVG noch zwei Punkte hinter der HSG Nordhorn, die überraschend in Wetzlar verlor. Der sechste Rang reicht meist zu einem Platz im internationalen Geschäft.
„Noch ist nicht einmal die Vorrunde zu Ende. Wir haben wieder eine Perspektive, aber unsere ganze Konzentration gilt dem letzten Hinrundematch zu Hause gegen Lemgo“, versuchte Michael Roth, die Spieler um die überragenden Andreas Kunz (sieben Tore in den letzten 20 Minuten) und Torwart Marcus Rominger auf den Boden zurück zu holen.„Der Marcus hat heute einen Supertag erwischt, ich war wohl ein zu guter Lehrmeister“, erkannte der ebenfalls starke Melsunger Torwart Zoran Djordjic die Glanzleistung des langjährigen Mannschaftskollegen an. Nach dem Lizenzentzug für die SG Wallau/Massenheim, die jetzt verlustpunktfrei die Regionalliga-Tabelle anführt, trennten sich die Wege des Serben und des Architekten aus Wiesbaden. Der langhaarige Rominger („mein Markenzeichen“) mit dem Stirnband hat sich in Großwallstadt zu einem der Publikumslieblinge entwickelt. „Ich glaube, wir ergänzen uns ganz gut“, beschrieb er das Zusammenspiel mit Chrischa Hannawald. Der frühere Essener schwebt gern zwischen Kreis– und Weltklasse. Rominger dagegen spielt sachlich und zuverlässig. Als er in der Rotenburger Meirotel-Halle den glücklosen Hannawald ablöste, führte Melsungen mit sechs Toren. Roth: „In der letzten Viertelstunde hat Rominger sein Tor schier vernagelt.“
Am zweiten Weihnachtsfeiertag (16 Uhr, Unterfrankenhalle Aschaffenburg) bedarf es einer ähnlichen Glanzform. Der dritte Sieg in Folge soll gegen TBV Lemgo glücken. Kein leichtes Unterfangen trotz der Heimstärke. Die Gäste stehen trotz einer Formkrise auf Rang vier – acht Punkte hinter Klassenprimus THW Kiel. Mit einem Sieg gegen sie, mit dem ehemaligen Großwallstädter Carsten Lichtlein zwischen den Pfosten, wäre der TVG zum Hinrundenende dick im Geschäft.
Danach ist das Handball-Jahr noch nicht zu Ende. Am 29. Dezember folgt das erste Rückrunden-Spiel gegen Michael Roths früheren Verein SG Kronau-Östringen, der im Hinspiel zum Saisonstart 30:27 gewann.
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