Ein Wiedersehen der Trainer
Handball: Zweitliga-Frauen der TGS Walldorf gastieren morgen beim TV Mainzlar, wo ihr Coach Dirk Leun einst in der Bundesliga große Erfolge feierte – Gastgeberinnen setzen auf Jürgen Gerlach
Auf seinen früheren Verein trifft Dirk Leun, Trainer der Zweitliga-Handballerinnen der TGS Walldorf, wenn sein Team am Samstag um 19.30 Uhr beim langjährigen mittelhessischen Bundesligisten TV Mainzlar gastiert. Beide Mannschaften blicken auf einen äußerst unbefriedigenden Saisonverlauf zurück.
Doch während die Walldorfer nach Aussage ihres Trainers den Klassenerhalt wohl nicht mehr schaffen können, wurden in Mainzlar noch mal die letzten Kräfte mobilisiert, um ein Abrutschen des früheren DHB-Pokalsiegers in die Drittklassigkeit abzuwenden.
Mit dem langjährigen Lützellindener Trainer Jürgen Gerlach, den Leun aus Bundesliga-Zeiten bestens kennt, wurde für den Kroaten Iljo Duketis zum Jahresbeginn ein neuer Coach verpflichtet. Diese umstrittene Entscheidung hat bereits zu einigen Vereinsaustritten und Rückgaben von Dauerkarten in Mainzlar geführt. Im sportlichen Bereich könnte diese Maßnahme allerdings kurzfristig Früchte tragen. Mit Miroslava Ritskiavitcius und Anja Groschopp (früher Unger) sind Gerlach zudem zwei erfahrene Spielerinnen gefolgt. Dazu verfügt der TVM über eine Vielzahl ehemaliger Erstligaspielerinnen.
„Für Mainzlar ist der Druck enorm hoch, weil sie gewinnen müssen. Wir treffen auf einen Gegner, der mit uns auf Augenhöhe ist und wir eine Außenseiterchance haben“, hofft Leun. Zuletzt verlor Mainzlar aber gegen Halle-Neustadt mit zehn Toren Unterschied.
Sorgen bereiten derzeit die grippekranken Sandra Bambuch und Madeleine Giesseler. Hinter beiden steht noch ein Fragezeichen. Bereits im Hinspiel hat die TGS beim 28:28-Remis bewiesen, dass sie mithalten kann. Nach wechselhaftem Spielverlauf wurde das Remis am Ende eher als Punktverlust aufgefasst. Dirk Leun selbst war fünf Jahre in Mainzlar Trainer und feierte dort seine größten Erfolge.
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