Zum Nulltarif unter Wert
Frauen-Handball: Zweitligist TGS Walldorf bleibt beim eintrittsfreien Gastspiel in Göppingen hinter seinen Möglichkeiten und verliert 23:33
Am Ende wurde es deutlich. „Zu deutlich“, wie Dirk Leun, Trainer der Walldorfer Zweitliga-Handballerinnen anmerkte. Klar, dass die Chance auf Zählbares für den sieglosen Aufsteiger beim Vorjahres-Staffelsieger Frischauf Göppingen ohnehin gering war. Dennoch musste sich die TGS Walldorf gestern beim 23:33 (12:16)-Misserfolg erneut unter Wert geschlagen geben.
„Wir haben gute Chancen herausgespielt, sie auch genutzt und die Partie zu Beginn völlig offen gehalten. Noch bis zum 21:26 war das Spiel aus unserer Sicht in Ordnung, die letzten zehn Minuten sind wir ziemlich eingebrochen“, resümierte Trainer Leun.
Bereits vor der Partie war das Klima etwas vergiftet, nachdem sich die Frischauf-Verantwortlichen dazu entschlossen hatten, gegen Walldorf keinen Eintritt zu erheben. Mit 1300 Zuschauern wurde dann auch ein Saisonrekord in Sachen Zuschauern erreicht. Die von FA-Sponsoren initiierte Werbeaktion stieß bei der TGS auf wenig Gegenliebe. Auch als Schlusslicht sei man ein Eintrittsgeld wert – so in etwa lautet die Walldorfer Einstellung.
Unter dem Fehlen von Svenja Keemss und einer angeschlagenen Sandra Bambuch litt vor allem die Abwehr, was zunächst durch eine gute Angriffsleistung ausgeglichen werden konnte. Erst als die Süddeutschen die Deckung umstellten und zunächst Silke Jung und später Alexandra Pieper in Manndeckung nahmen, kam ein Bruch ins Spiel der Gäste.
Gegen die Göppinger 6:0-Deckung spielte die TGS im Angriff zunächst sehr konsequent und hielt in der Anfangsphase gut mit. Wieder einmal war es eine taktische Umstellung des Gegners, die zu einem Riss im Spiel der Walldorferinnen führte. Die TGS verlor die spielerische Linie und geriet vom 10:10 kurz vor dem Wechsel mit 10:15 ins Hintertreffen.
Doch auch ein guter Start nach der Pause half der TGS diesmal nichts, denn gegen die 4:2-Deckung der Gastgeberinnen fand die Sieben von Dirk Leun zu selten ein adäquates Mittel, um die Partie weiter ausgeglichen zu gestalten. „Wir haben nicht genügend Lösungen gefunden, um den Riegel zu knacken“, fand Leun eine plausible Erklärung für die Niederlage. In der Endphase unterlief den Walldorferinnen eine Vielzahl an technischen Fehlern, die Göppingen zu einer Reihe von Gegenstößen zum Ausbau der Führung nutzte.
Spielfilm: 3:4, 7:5, 7:7, 10:10, 15:10, (16:12), 18:16, 26:21, 31:21, 33:23.
TGS-Tore: Alexandra Pieper (8/1), Madeleine Giessler (5), Silke Jung (3/3), Johanna Holstein (3), Teresa Schill, Lara Arnold, Steffi Brunner und Judith Kirschig.
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