Beiträge von Spielmacher79

    Rheiner inszeniert sich ja nicht ausschließlich selbst zum Regelpapst, sondern wird von einigen, die seine Meinung teilen, auf dieses Podest gehoben.

    Er hat definitiv eine Regelmeinung, die m.E. nicht immer so fundiert ist, wie er es in der Wiederholung seiner Überzeugung weißmachen will.

    Er hat damit sein Steckenpferd gefunden und sorgt ob seiner Präsenz gerne mal für Kontroversen. So what. Ansonsten steht er doch gechillt über den Dingen bzw. sitzt auf seinem Sofa im Kölner Keller.

    Und ich beziehe mich immer noch ausschließlich auf den von Valter erwähnten und aussagegemäß vollzogenen "Konzeptumbau" des THW, der für mich nie stattgefunden hat. Nebenschauplätze werden hier von anderen aufgemacht.

    Der Konzeptumbau, so denn es ihn in Kiel tatsächlich gibt, kommt vielmehr durch weniger Ressourcen denn aus Überzeugung.

    Oha, und das Konzept mit dem Einbau von Nachwuchsleuten und deren kontinuierliche Weiterentwicklung hat der THW Deines Erachtens umgesetzt?

    Zeig mir mal einen Top-Verein, mit Ausnahme Berlin, wo das gerade direkt klappt. Die Frage ist eher, warum der THW quasi seit Pekeler keine Spieler mehr zurück geholt hat, die ihre Lehrjahre woanders verbrachten.

    Wenn es was zu loben gibt, wird auch gelobt.

    Das muss mann dann auch hören selbst wenn es ein verstecktes ist und man nach einem Spiel keine Schiedsrichterdiskussionen hat.

    Es liegt halt in der Sache eines Wettkampfs, dass meist eine Seite anderer Meinung ist. Und egal wie eindeutig die Regeln versucht werden zu definieren, so bleibt es doch immer eine Auslegungssache Beispiel Schauspielerei oder der richtigen Wahrnehmung Beispiel Schritte.

    Da ist es auch nicht hilfreich andere als „Regelanalphabeten“ zu bezeichnen. Ein Perspektivwechsel würde beiden gut tun.

    Die plakativ benannten "Regelanalphabeten" findest du leider häufig hinterm Mikro, genau dort, wo Aufklärung eine entsprechende Weite finden könnte.

    Die suhlen sich gerne darin, von den genauen Regeln eigentlich keine Ahnung zu haben, aber zumindest zu allem eine Meinung.

    Im Grunde genommen, ist es doch wie hier. :)

    Bisher geht deine Rechnung auf mit dem THW. Jedoch wäre es fatal, wenn der THW im Mittelmaß versinkt oder gar schlimmeres. Das es da einige Beispiele in der Vergangenheit gibt, ist ja bekannt. Mir ist eigentlich egal wer Meister wird etc. Hauptsache es gibt eine Menge spannende Spiele im Kampf um den Titel.

    Ich denke, dass der THW womöglich 2-3 Jahre braucht, um wieder ganz oben zu sein.

    Ja mei. Solche Phasen gibts. Anfang der 2000er hatte Kiel auch eine Schwächeperiode und danach kamen sie umso stärker zurück. Das ist völlig normal und passiert auch dem FC Bayern. Kiel ist 2023 noch Meister geworden und 2020 CL-Sieger. Erfolglosigkeit sieht anders aus. Für die Bundesliga ist es doch auch förderlich, wenn Abwechslung eintritt. Manchmal habe ich ein bisschen das Gefühl, dass manche Leute spaß haben am Szenario, dass Kiel jetzt überspitzt formuliert in der Versenkung verschwindet (damit meine ich nicht dich). Das wird aber nicht passieren. Der THW wird wieder erstarken. Warum? Weil es der THW ist.

    Ich freue mich über das Ende einer Kieler Dominanz, genauso wie es hoffentlich bald wieder ein Kiel gibt, was in Konkurrenz mit anderen Spitzenteams um die Titel kämpft.

    Dann müssen auch viele andere Threads geschlossen werden. Bashing gegen Weber, Bashing gegen Jicha etc..

    Mit dem Unterschied und die Frage kannst du dir selbst beantworten. Wann wird tatsächlich mal eine Schiedsrichterleistung ehrlich gelobt? Die Anspruchshaltung ist die, dass sie keine Fehler machen (dürfen). Erfüllen sie dies nicht, ist gleich von schlecht, miserabel usw. die Rede.

    Da ist die Kritik an den beiden von dir genannten schon deutlich differenzierter und weniger von der Anspruchshaltung geprägt, dass alles perfekt sein muss, sondern vielmehr davon, was sie bzw. ihre Clubs selbst erwarten.

    Bei Schiedsrichtern wird Reflektion sogleich als Schwäche gesehen, weil sie ja ihre "Unfehlbarkeit" eingestehen. Bei Spielern und Trainern wird es wertgeschätzt.

    Also höre bitte auf, Äpfel mit Birnen zu vergleichen und in einen Einheitsbrei zu verwandeln.

    da geht es doch nicht um Erfolgsverwöhntheit. Da geht es drum, dass man vor einigen Jahren verpasst hat, das Spielweise umzustellen. Früher hat sich die Liga an der Spielweise des THW orientiert (mal bewusst überspitzt formuliert). Heute (!!!) haben sich mindestens 4 Mannschaften spielerisch umgestellt, weg vom "Krafthandball", hin zu einer schnellen spielerischen Version. Antwort THW: schnelle Mitte mit Wienczek, da fällt mir nix mehr ein.
    Oder: 7:6 mit Samir im Tor... ohne Worte.

    Wenn ein Verein plötzlich kein Geld mehr hat für einen teuren Kader, weil ein großer Sponsor nicht mehr da ist oder die Mittel kürzen muss, dann ist das ein anderes Thema. Hier habe ich aber das Gefühl, das Figo´s Kader nicht zur Spielidee vom Trainer passt. Da hast du das Gefühl, die reden nicht miteinander.
    Bilyk, Skippy und Reinkind im Rückraum... hatten wir letzte Saison... da bin ich kurz davor den Fernseher auszumachen. Da denkst du, die sind sich im Training nie begegnet. Leute, .... das ist doch offensichtlich und hat mit Trainerbashing nichts zu tun.

    Wer hat sich denn bitte an der Spielweise des THW orientiert und versucht, diese zu adaptieren. Balingen hat schon immer sein Dinge gemacht, der SCM unter Benno sowieso, die Löwen unter Jacobsen.

    Der THW war in der Lage individuell im allerhöchsten Regal zu verpflichten. Die andere Teams haben eher andere Wege gesucht.

    Ich weiß bis heute nicht, was Jichas Philosophie ist. Wenn es tatsächlich der Krafthandball ist, fehlt ihm mittlerweile das passende Personal bzw. seine Idee hat sich so langsam überholt.

    Ich habe die Stimmung am TV auch eher enthusiastisch und geladen wahrgenommen.

    Der Schlüsselspieler von FAG ist für mich ganz klar Sarac. Der darf nicht auffallen. Klöve ist mir trotz oder gerade wegen seiner Vorschusslorbeeren (noch) nicht aufgefallen.

    Grundsätzlich finde ich den Weg gut, den jungen wie zB Newel und Buchele Verantwortung zu geben.

    Die HBL braucht starke Vereine und keinen dominanten Verein; egal welcher Verein es ist. Aber die HBL braucht keinen einzelnen Verein. Wenn ein Verein schlechte Entscheidungen trifft oder finanziell nicht mithalten kann, dann wird er nach unten durchgereicht.

    Beispiele gibt es dafür viele: Großwallstadt, Gummersbach, TuSEM, Rhein Neckar Löwen, Göppingen, GWD, ...

    Den HSVH hast du sicher bewusst in deiner Aufzählung ausgelassen. 😊