Tja, dem ist dann wohl nicht mehr zu entgehen... viva Mammon! Ich verstehe das nicht und werde es auch wohl nicht mehr verstehen. Die Logik, warum ein paar KO-Spiele, die die Punkterunde zu einer schlichten Setzliste degradieren, eben dieser "mehr Aufmerksamkeit" und "mehr Zielgruppen" verschaffen sollen, ist mir einfach zu hoch.
Es tröstet mich, dass das mehrere nicht verstehen. Ich auch nicht. Ich gehe davon aus, dass man eine Sportart entweder mag oder nicht. Der Modus ist doch dann erst auf einer anderen Ebene von Interesse. In meinem Fall könnten sie z. B. Formel 1 Rennen jetzt rückwärts durchführen, deswegen würde ich mich auch nicht vor den Fernseher setzen. Derjenige, der Formel 1 ohnehin mag, kriegt vielleicht ein paar Pickel am Hintern und guckt es sich weiter an - oder, und dann ist dem Sport nur ein Nachteil entstanden - er tut es eben nicht mehr, weil ihm eine gewisse Anbiederung an die Medien ( "Ich will aber populär sein, und wenn es so nicht geht, dann schaffe ich mir ein paar Lobbyisten an, damit Berlin oder Brüssel ein Gesetz verabschiedet, um die Leute zu zwingen, mich toll zu finden." ) nervt. Meine Güte ... wenn es denn eben so ist, dass ein Viertliga-Fußballspiel ebenso viel oder mehr Zuschauer im Fernsehen zieht als ein Handball-Bundesligaspiel, kann man sich zwar wundern und das auch bedauern, aber was soll es denn. Dann muß ich eben mal diese "Idee" vom ständigen Wachstum und Medieninteresse relativieren und meine Ansprüche zurückfahren und die Realitäten akzeptieren. Was nach 2007 geschehen ist, erinnert mich stark an die Dotcom-Blase, die nur nicht platzt, sondern der eher schleichend die Luft entfleucht.
Und wenn es so kommen sollte, dass man tatsächlich zusätzlich eine Playoff-Runde einführt ( LIga-Betrieb und K.O.-System in einem Wettbewerb? Ich weiß nicht. Würde mir vielleicht aus Tradition zusagen, wenn ich Amerikaner wäre. Bin ich aber nicht. Und diese Tradition gibt es im Handball hierzulande sicherlich nicht. ), sollte man Bohmann und Kumpel als Kabarettist im Berliner Olympistadion auflaufen lassen. Witziger als Mario Barth kann man ihn ohnehin finden, und dann hat er auch noch sein Event im Fußball-Stadion. Würde ich glatt als Win-win Situation durchgehen. ![]()
Man sollte es so lassen, wie es ist, und nicht noch zusätzlich Freunde des Sports vergraulen, in dem man unsinnige Modusänderungen einbringt ( findet ein Augenzeuge des damaligen Playo-Off-Sieges des 8. aus Lemgo gegen den 1. aus Essen ).