Beiträge von Rheiner

    Wird Zeitspiel im Sinne der Regel oder auch nur des Wortes gepfiffen?

    Mehr als vorher.

    Gerade in lauten Hallen der top Teams wurde vor der Regel der Angriff des Gastteams teilweise viel, viel zu früh abgepfiffen, wenn der Arm oben war. Das war nicht im Sinne der Regel!

    Ich find einfach gut, dass durch diese Regel die unterschiedlichen Maßstäbe für verschiedene Teams weniger geworden sind.
    Der Zeitpunkt, wann der Arm hoch geht, ist zwar immer noch je nach Team und Halle unterschiedlich, aber wenigstens ist der Maßstab danach gleich.
    Es liegt sowieso zu viel im Ermessensspielraum der Schiedsrichter. Warum denn nicht wenigstens mal eine Sache einheitlich und ohne Willkür?

    Ich glaube, wir haben eine unterschiedliche Auffassung darüber, was attraktiver Handball ist. Endlose 6 Pässe, mit zig Freiwürfen dazwischen, verschlepptem Tempo etc. entspricht nicht meiner Vorstellung von einer attraktiven Begegnung.

    Und meiner nicht, wenn ein Team einen TG nach dem anderen läuft und mit 10 Toren gewinnt.
    Aber genau das wollen ja die, die jetzt mit den Forderungen kommen.

    Hier wäre ich eher für eine Mini-Shot Clock: Wenn Passiv angezeigt ist, hat der ballfühende Spieler noch (meinetwegen 5 Sekunden) Zeit aufs Tor zu werfen. Das zwingt ihn zu einer Aktion.

    Aber noch mal: Genau das ist es, was man nicht will und warum das mit den 6 Pässen erst eingeführt wurde, weil es oft trotzdem so gepfiffen wurde!

    Und speziell in der HBL wäre so ein Vorschlag auch wirklich nur für die Top-Teams toll, weil sie die Spiele dann deutlich höher und leichter gewinnen würden. Attraktiver würde das das Spiel nicht machen. Im Gegenteil.

    Haben die einen Leitfaden für alle Kommis wie man zu kommentieren hat?

    Das könnte Capitano Götz mal im Podcast fragen.

    Naja, oder auch nicht - denn wenn es so ist, wird er das kaum sagen.

    Fakt ist, dass Götz vor Sky Schiedsrichter immer, wenn es irgendwie ging, verteidigt hat und auch bei Spielen mit einer deutschen Mannschaft gegen eine ausländische immer fair kommentiert hat (zuletzt bei der WM in den DKB-Livestreams). Ich hab das nicht geglaubt, dass der sich da ändert und bei der Sky-Masche mitmacht.
    Ich hab mich geirrt (auch wenn er noch nicht so schlimm ist wie Petrzika).


    Frank Wenz z.B. wurde übrigens fast durchweg eingesetzt, um Entscheidungen für das deutsche Team zu bestätigen oder die gegen das deutsche Team zu kritisieren.
    Da brauchte es keinen Leitfaden für Wenz. Man hat ihn einfach nur zu Wort kommen lassen, wenn es passte.

    Was heisst den ganz gezielt von Sky eingesetzt?
    Was bezweckt Sky damit?

    Zuschauerbindung der Abonnonenten, Aufmerksamkeit auf die Spiele, Quote.

    Das hat man 2009 bei RTL sehr eindrucksvoll gesehen, wie man mit dieser Masche Quote machen kann.
    Eine aufopferungsvoll kämpfende Mannschaft, die gegen überharte Gegner und parteiische Schiedsrichter ankämpfen muss, zieht halt viel besser als eine Mannschaft, die einfach nicht gut genug fürs Halbfinale ist.
    Aber das fand ich schon fast erschreckend, wie gut das funktioniert hat.
    Je länger und intensiver RTL das mit Petrzika und Schreyl (der Stimmungsmache auch schon bei den RTL-Castingshows perfekt drauf hatte) durchzogen, desto mehr wurde drüber gesprochen und geguckt.

    Das bei Sky ist das gleiche Prinzip (nur nicht ganz so plump und ohne Schreyl - aber mit Petrzika).

    Volle Zustimmung, Teufel!

    Keiner hat verlangt, dass die Kommentatoren bei deutschen Spielen völlig neutral sind.

    Was stört, ist, dass es offensichtlich ganz bewusst von Sky eingesetzt wird.

    Das merkt man vor allem dann, wenn man dieselben Kommentatoren in der HBL hört.
    Da werden z.T. deutlich schlechtere und einseitigere SR-Leistungen völlig ignoriert - wie übrigens auch, wenn international für (!) deutsche Teams gepfiffen wird.
    Ansonsten wird dem Zuschauer immer wieder ganz bewusst das Gefühl gegeben, dass gegen das deutsche Team gepfiffen wird (auch wenn es noch so großer Unsinn ist, wie z.B. beim Viertelfinale zwischen Skopje und Kiel im April).

    Arm oben hieß für mich früher immer: Jetzt muss eine Aktion kommen, jetzt muss der Assist oder der Wurf kommen. Nicht: Jetzt muss der Spielzug beginnen.

    Aber genau das war das Problem.

    Denn das sollte nie so sein (wurde auch in allen Anweisungen, Regelwerken, Erläuterungen usw. anders vorgegeben), wurde aber oft so gemacht.

    Genau darum hat man die neue Regel eingeführt: Damit die Schiedsrichter eben nicht mehr sofort abpfeifen, sondern es einheitlich so umsetzen, wie es eigentlich schon ewig war.

    Mehrere HBL-Trainer fordern, dass die Shot Clock, wie im Basketball, eingeführt wird. Z.B. 40 Sekunden pro Angriff.
    Und hier wird es ja auch immer wieder gefordert.

    Wie stellt man sich das denn vor?

    Die sagen immer "wie im Basketball".
    Im Basketball kommt ja nach jedem Foul wieder Zeit drauf.
    Wenn man das so im Handball macht, dauern die Angriffe nicht mehr anderthalb Minuten, sondern drei oder vier.
    Also genau das Gegenteil von dem, was die Forderer der Shot Clock eigentlich wollen.
    Oder gar nicht mehr foulen?

    Oder einfach die Zeit weiterlaufen lassen bei Fouls?
    Also immer foulen, foulen, foulen - Zeit läuft runter.
    Und das soll dann das Spiel attraktiver machen?
    Sinn der aktuellen Passiv-Regel ist ja, dass die Abwehr eben nicht nur mit Foulen die Angriffszeit des Gegners runterkriegt.
    Bei der Shot Clock ohne neue Zeit bei Fouls wäre genau das Gegenteil der Fall.

    Vielleicht kann mal einer von denen, die die Shot Clock wollen, erklären, wie das laufen soll und wie das Spiel dadurch attraktiver werden soll (denn das soll ja angeblich Sinn der Sache sein).

    @ Hagi: Noch mal: Sie haben ganz klar das Verlassen des Torraumes mit Freiwurf geahndet!
    Das ist ein klarer Regelverstoß!
    Alles was nach dem Verlassen war ist daher völlig irrelevant.
    Selbst wenn der Ton nicht synchron zum Bild ist, sieht man das doch, dass der TSR vorher schon pfeift.
    Gerade wenn man selbst pfeift, sieht man, dass er das Verlassen ahndet und nicht die Schritte (da hat er doch schon entschieden).


    Aber lasst uns jetzt mal bei der Regelfrage bleiben:

    Ich tendiere in dem Fall (Torwart verlässt prellend, aber ohne den Ball in die Hand zu nehmen, den Torraum) auch dazu, das Verlassen mit Prellen nicht zu ahnden (also weiterspielen zu lassen).
    Einen offiziellen Wurf (also Abwurf) gibt es immer dann, wenn der Ball aus dem Spiel ist.
    Hier ist er aber jederzeit für jeden spielbar. Jeder Spieler könnte den Ball beim Prellvorgang des Torhüters einfach nehmen, spielen oder sonst was damit tun (solange der Spieler nicht den Boden im Kreis berührt).
    Darum ist er m.E. jederzeit im Spiel und muss daher auch nicht wieder per Abwurf ins Spiel gebracht werden.

    Aber in dem Fall bin ich mir selbst nicht sicher, weil das "Kontrollieren" (gerade in dem genannten Kontext) im Regelwerk sehr schwammig ist.


    PS: Auf jeden Fall eine gute Frage, Orlin Atanasov!

    Das ist aber ein merkwürdiges Konzept, wenn man monatelang zehntausende Karten blockt und dann zwei Monate vorm Turnier aus dem Nichts heraus auf den Markt wirft.

    Zumindest die Tage mit deutscher Beteiligung könnten doch längst ausverkauft sein.

    Bei der Preisgestaltung wundert mich eher, dass so schnell so viele Karten bereits verkauft worden sind.


    Das liegt aber nicht an den Preisen (die sind völlig in Ordnung), sondern daran, dass es keine Karten für Einzelspiele gibt.

    Und Mist ist auch, dass man z.B. für Köln (außer für den Samstag) etwa ein Drittel (!) der Karten bis 10 Wochen vorher zurückgehalten hat. :rolleyes:
    Weil es auch jetzt wochenlang für potenzielle Käufer so aussah, als wär da alles ausverkauft.


    Wer erzählt was wann wo?


    Es gibt ne ganz tolle Erfindung:
    Da kann man Wörter eingeben und dann wird das Internet nach diesen Wörtern durchsucht. 8o
    Und jetzt kommt der Knaller: Das gibt's sogar in Flensburg!

    Danke für den Link!

    Ah, jetzt weiß ich auch, wie der Threadersteller auf die Frage kam. Das ist ja erst vor Kurzem passiert.


    Und ich wollte noch gesagt haben "Die meisten Schiris würden da auf Freiwurf für die andere Mannschaft entscheiden", hab's aber dann gelassen, weil ich dachte, das glaubt mir hier sowieso keiner, weil die Entscheidung einfach krass falsch ist.

    :lol::lol::lol:

    Unfassbar. Aber solange es keine Konsequenzen hat, darf man sich über diese Regelunkenntnis und Regelverstöße nicht wundern.


    Mit Schritten hat das übrigens nix zu tun.
    Man sieht ja klar, dass er das Rauslaufen pfeift und nicht die Schritte, die (wenn) erst später sind.