Beiträge von Rheiner

    Ich finde auch, dass es teilweise zu negativ gesehen wird.

    Mit Wiencek und Pekeler in der Abwehr hätten wir gegen Ungarn niemals verloren - und auch gegen Spanien wäre m.E. der Sieg drin gewesen.

    Der Mittelblock in der Abwehr fehlte. Darunter litt m.E. vor allem gegen Ungarn auch das Angriffsspiel. Wenn hinten jeder Angriff drin ist, steht man vorne unter Dauerdruck und kann nicht so aufspielen wie das der Fall ist, wenn man hinten halbwegs stabil ist.


    Seit M. Bauer/Heiner Brand hatte keine Mannschaft mehr den Spielmacher UND verlängerten Arm des Trainers auf der Platte.
    Mimi hatte das Zeug und darüber hinaus auch für mich den Habitus ein echter Star zu werden. Nicht alleine Mimi hat dies verhindert.

    Eine Sache zu Kraus:

    Ohne ihn würden wir m.E. seit 43 Jahren auf einen WM-Titel warten.

    Er war 2007 - gerade in den entscheidenden Spielen - DER Schlüsselspieler.

    Die Dynamik, die er ins deutsche Angrifssspiel gebracht hat, habe ich seitdem nicht mehr bei uns gesehen.

    Firnhaber bekommt seine dritte Zeitstrafe für das Foul gegen den Einläufer von Rechtsaußen ein paar Sekunden vor dem Siebenmeter-Foul. Eindeutig zu sehen, dass der Torschiedsrichter hier bereits dies anzeigt. Aus dieser Sicht kann ich diese Zeitstrafe nachvollziehen. Es war nicht für die letzte Aktion, die in der Zeitlupe zu sehen war und die auch Hamm/Baur kommentiert hatten.

    Richtig.

    Zwischen dem Foul und dem, das zum 7-Meter führte, lagen drei Sekunden!

    Aber so ist das: Wenn man als Sender die Story des Spielers "ohne Standing" erzählen will, passt halt die zweite Szene, wo er ihn gar nicht berührt, besser,
    und dann ist es halt eine "klare Fehlentscheidung". Und 99 Prozent der Zuschauer glauben jetzt, er hätte die rote Karte bekommen, weil er kein Standing hat. :rolleyes:

    Hab mir jetzt mal die drei Nicht-7-Meter-Entscheidungen am Ende angeguckt.

    Ich finde alle korrekt.

    Bei der ersten zieht der Norweger nach außen, also vom Tor weg statt zum Tor hin. Keine klare Torgelegenheit.

    Bei der zweiten sind's, bevor er durch ist, Schritte (obwohl es durchaus möglich ist, dass sie zu einem früheren Zeitpunkt 7-Meter gepfiffen hätten).

    Und bei der dritten bin ich mir erstens nicht sicher, ob die Sperre des portugiesischen 15ers korrekt ist (nur durch die hat sein Mitspieler den Platz)
    und 2. ist der Gefoulte zum Zeitpunkt des Fouls auch nicht durch. Da steht ein Norweger noch nah dran und könnte eingreifen.

    Gestern live in Originalgeschwindigkeit am Fernseher hätte ich bei der zweiten Situation auf Siebenmeter entschieden, bei den anderen beiden nicht.

    Aber wie Rheiner schon beim F4 geschrieben hat, kein Schiri pfeift eine solch Spielentscheidende Situation, wenn sie nicht isoliert (z.B. Tempogegenstoß) passiert.

    Da verwechselst du was. Da ging es um was völlig anderes und nicht um Schritte.

    Und es stimmt auch nicht. Gerade bei Torabschlüssen (wenn ein Spieler durchbricht) und Gegenstößen wird es nicht (oder zumindest kaum) gepfiffen.
    Wenn, dann eher irgendwo im Rückraum.

    Keinerlei gelbe Karten. 2 min für nichts, dafür bei bei anderen Aktionen als Banhidi sehr aktiv gehen Kühn blockt nichts.

    Ja, ich sag ja am Anfang zu kleinlich.

    Dass die dann nachher die Gelben stecken lassen, wenn sie schon zig Zeitstrafen gegeben haben, ist fast klar, zumal alle, die schon zwei Minuten hatten, natürlich
    kein Gelb mehr kriegen.

    Meinst du den Stoß gegen Kühn in der Luft in der ersten Halbzeit, wo Kühn direkt auf den Rücken fiel (weiß nicht, welcher Ungar das war)?
    Ja, das hab ich auch gedacht. Zig Zeitstrafen, aber eines der härtesten Fouls des ganzen Spieles blieb ungestraft.

    Da sind wir wieder bei dem Thema aus der Schiedsrichterecke. Kühn steht halt sofort auf und hat nichts.
    Ich werde mich da nie dran gewöhnen, dass das mittlerweile eines der wichtigsten Kriterien für die Bestrafung ist. :nein:
    Bleibt Kühn da liegen, gibt es mindestens zwei Minuten, aber ich kann mir auch gut vorstellen, dass sie nach Videobeweis Rot geben.

    Zu den Schritten:

    Dann muss man das aber bitte auf beiden Seiten sagen.

    Das (ganz wichtige) Tor von Weber, wo er zudem noch zwei Minuten rausholt, waren auch Schritte.
    Hab ich auch sofort (ohne Wiederholung) gesagt.

    Am Anfang war's viel zu kleinlich, aber ich find, ansonsten haben sie gut gepfiffen.

    Auf jeden Fall ist der Spielplan wesentlich fairer als bei den EMs, wo es ja am letzten Hauptrundenspieltag immer wieder zu 70-Stunden-Pause-gegen-20-Stunden-Pause-Spielen kommt.

    Seine Grundannahme: Man filtert die Infizierten vorher durch Tests heraus, wodurch keine Infizierten am Spiel teilnehmen.

    Dann vergleicht er die Situation im deutschen Handball mit anderen Sportarten und kommt am Ende zu dem Schluss, dass Umkleiden, Reisen und Hotels gefährlicher sind als das Spiel an sich.

    In der Summe hat er die eigentliche Frage elegant umschifft und keine wirkliche Antwort darauf gegeben, welches Risiko von einem infizierten Spieler ausgeht, der am Spiel teilnimmt.

    Die Frage war, ob durch den Kontaktsport Handball das Risiko besonders hoch sei.

    Da fand ich den Vergleich mit Sportarten mit weniger Kontakt völlig folgerichtig.