Rote Karte Eisenach (richtig).
Beiträge von Rheiner
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Wir sind uns ja in einem Punkt einig: Die Grundvoraussetzung für einen fubktionierenden Videobeweis sind klare Regeln und Abläufe.
Die Fuß-Situation am Samstag hat daran wieder erhebliche Zweifel hinterlassen, dass das der Fall ist. Das war wirklich Slapstick.
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Er hat ja schon nach dem Hüttenbergspiel versucht, denen das mit der Uhr und dem aberkannten Ausgleich zu erklären. Ohne Chance.
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Nach sieben Jahren Videobeweis-Willkür und zweierlei Maß, insbesondere bei EHF-Veranstaltungen, würde ich nicht davon sprechen, dass man ihn „jetzt schon“ ablehnt. Vor Einführung war ich voll und ganz dafür.
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Zum Interview mit Tobias Tönnies: Schulze/Tönnies sind auch eines der ganz wenigen Gespanne, die den Videobeweis super anwenden.
Bei der WM haben sie bei klaren roten Karten so entschieden - ohne (wie viele andere Gespanne) alibimäßig zum Video zu gehen.
Genau das hätte beim Foul von Gisli in Köln m.E. auch passieren müssen. Zeitlupen nehmen Intensität, Härte und Tempo raus. Für diese Szene brauchte man keinen Videobeweis. Man brauchte den Mumm, eine ganz klare rote Karte auch zu geben.
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Für die Akzeptanz des Videobeweises gibt es meiner Meinung nach aber nichts Schlimmeres als Szenen wie beim DHB-Pokal-Finale in denen der Großteil der Halle mit einer Disqualifikation rechnet, die Schiedsrichter zum Monitor gehen und eine Minute später das Spiel weitergeht und die Zuschauer nur verdutzt zurückbleiben, weil sie Entscheidung nicht nachvollziehen können.





Bei der Basketball-EM in Köln hat man das mit dem Videobeweis auf dem Videowürfel übrigens am Anfang auch gemacht. Hat man nach zwei Tagen sein gelassen.
Superstars mit Sonderbehandlung, keine Top-Schiedsrichter und 20.000 (teilweise sehr emotionale) Zuschauer waren ne ganz schlechte Kombi dafür.
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Dafür sind die Regeln zu kompliziert und zu schwammig, um das in der Halle zu zeigen.
Die Situation mit dem Fußspiel in Budapest am Samstag war ein gutes Beispiel dafür. Stellt euch vor, jeder sieht in der Halle, der Ball geht zum Standbein, und dann kommen die Schiedsrichter vom Videogucken, zeigen was völlig anderes an und geben 2 Minuten. Das führt nicht zu Transparenz, sondern zu massivem Ärger.
Ich hab mit mehreren Schiedsrichtern zu der Szene gesprochen, und man ist sich mal wieder völlig uneinig bzgl. der Regularien.
Funkruf: Du hast dich ja auch damit beschäftigt.
Hinausstellungen werden ja eigentlich nicht geprüft (nur wenn unklar ist, wer es war), richtig?
Die Schiedsrichter gaben erst einer Spielerin die 2 Minuten, die gar nichts mit der Situation zu tun hatte (da standen mehrere nebeneinander). Sie gingen raus, um zu gucken, ob es die richtige Spielerin war.
Hätten sie jetzt überhaupt die Hinausstellung zurücknehmen können (es war klar zu sehen, dass sie falsch war!), oder durften sie nur die „Verursacherin“ korrigieren?
Für Transparenz braucht es klare Regeln, die man kennt und versteht. Das hat der Videobeweis im Fußball dem Handball voraus.
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Lah/Sok und Horacek/Novotny waren logisch fürs zweite Halbfinale bzw. Finale, wenn die beiden genannten Gespanne und Schulze/Tönnies (wegen deutschem Team) rausfallen.
Fürs erste Halbfinale bzw. Spiel um Platz 3 wären sicher auch ein paar andere Gespanne in Frage gekommen, das stimmt.
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Erik Eggers schein Recht zu haben, dass das kroatische und das nordmazedonische Top-Gespann wegen der bekannten Vorwürfe aussortiert wurden.
Hier die Ansetzungen für Köln:
SCM - Barca: Eliasson/Palsson (Island)
Paris - Kielce: Horacek/Novotny (Tschechien)
Ananas: Jorum/Kleven (Norwegen)
Finale: Lah/Sok (Slowenien)
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Ronaldo: Ich gebe dir ja in allem Recht, was du zur Challenge schreibst. Ich verstehe nur nicht, warum das für den Videobeweis ohne Challenge anders sein soll.
Du nennst selber die Situation in Eisenach am Ende. Glaubst du wirklich, bei so ner Situation kommt mit Videobeweis bei nem Eisenacher, Balinger oder Stuttgarter Verursacher das Gleiche raus wie bei nem Magdeburger oder Kieler?
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Die o.g. Diskussionen und Kinderkrankheiten werden die Grundlage für spätere Anpassungen und Weiterentwicklungen sein.
Das les ich seit sieben Jahren bzgl. des Videobeweises bei IHF und EHF.
Und dann seh ich das WM-Finale, das EL-Frauen-F4, das CL-Frauen-F4 - und das alles in diesem Jahr.
In der Theorie klingt das mit den "Anpassungen und Weiterentwicklungen" super. In der Praxis funktioniert es nicht, weil das wesentliche Problem (zweierlei Maß) in den letzten sieben Jahren kein Stück kleiner geworden ist.
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Eggers sagt, dass Nachevski/Nikolov und Gubica/Milosevic aussortiert wurden, und argumentiert mit den Nicht-Ansetzungen bei den großen Finalturnieren.
Kennt er schon die Ansetzungen für Köln, oder worauf stützt er das?
Fürs EL-F4 und CL-Frauen-F4 sind sie zu gut.
Da pfeifen i.d.R. Gespanne, die sonst auch in diesen Wettbewerben pfeifen.
Die beiden genannten Gespanne sind nach wie vor die besten der Welt.
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Schlussendlich wird Eisenach (oder Dessau) die Rolle von Hamm aus dieser Saison einnehmen.
Ich denke schon, dass vor allem Eisenach (bei Dessau weiß ich’s nicht) etwas hat, was Hamm nicht hatte: eine Halle, wo massiver Druck auf Gegner und Schiedsrichter ausgeübt wird.
Kretzsche erzählt das heut noch, wie schwierig es war, in der Halle in Eisenach zu spielen.
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Ja, die große Zustimmung erstaunt mich.
Dass die Top-Teams den wollen, ist klar.
Dass die anderen scheinbar auch alle dafür sind, kann ich nicht nachvollziehen.
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Wenn ich schon lese "game-changing situations in the last 30 seconds of the match".
Das ist alles, nur kein klarer Rahmen.
Da ist Willkür Tür und Tor geöffnet.
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Zur Challenge: Ich bin mal gespannt drauf, wenn der erste Trainer per Challenge eine rote Karte für den Gegner zieht.
Ich glaub, dann ist Halligalli auf dem Feld.
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2 Fehler sind aber besser als 3 Fehler
Genau das seh ich anders, wenn der eine Fehler i.d.R. oben weggenommen wird, und die unten bleiben.
Ja, dann gibt es, absolut gesehen, weniger Fehler, aber die Verteilung ist noch ungleicher als vorher.
Daran würde auch ne Challenge nichts ändern. Auch wenn es sich angeguckt wird, gilt nicht für alle der gleiche Maßstab. Wenn es in den entscheidenden Momenten drauf ankommt, wird bei den Großen auch mit Videobeweis weggeguckt (Köln im April war das beste Beispiel).
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Die Einlassungen der Eisenacher nach Spielen sind teilweise wirklich skurril (s. Spiel in Hüttenberg).
Da würd ich nichts drauf geben.
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Das Derby ist hier nicht das Entscheidende (kommt noch hinzu).
Es geht für Eisenach um den Aufstieg - und so wie einige Eisenacher Spiele in dieser Saison gelaufen sind, hätte ich da unbedingt ein absolutes Top-Gespann hingeschickt.
Wenn du das anders sieht, ist es doch okay.
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Ich war in Physik nie gut.
Aber um mit dieser Geschwindigkeit auf den Boden aufzuknallen, braucht es doch ne Kraft.
Wo kam die Kraft denn her?