Beiträge von michaelb

    Ooooh, die Schiris ... hätten sie ihre Linie aus der ersten Viertelstunde durchgezogen, dann wären Koch und Sluijters vor dem Seitenwechsel mit einer roten Karte vom Parkett geflogen. Aus diesem Grund sollten sich die heißspornigen Handballfans aus Emsdetten nicht beschweren!


    Verdienter Sieger Leipzig, u.a. da Emsdetten am Ende die entscheidenden Dinger verschossen hat. Schirikritik ist nachvollziehbar, war aber nicht spielentscheidend. Oberpeinlich: Schiris fragen nach einem Abwehrfoul einen Leipziger Spieler (bis in die erste Publikumsreihe zu hören): "Welche Nummer war das?" Und danach muss der entsprechende Spieler 2 Minuten runter.

    Du willst uns wirklich weismachen, dass Detten gegen den Kindergarten der Liga kaum Chancen hat? Ich würde frech sagen, dass die meisten DHfK-Spieler gerade aus dem Teenageralter rausgewachsen sind, und der rechte Rückraum noch pupertiert...


    Geige: Dem handballgucker was Postives zu seinem Verein hervorzulocken, wird auch dir nicht gelingen. Ist halt ein echter Fan. :irony:

    Warum soll eigentlich die öffentliche Hand einspringen, wenn ein Sportverein sich finanziell übernimmt?

    Ich halte es schlicht nicht für die Aufgabe einer Kommune, sich an Vereinen oder deren Trägergesellschaften (sei es auch mit noch zu kleinem Anteil) zu beteiligen. Dabei ist es völlig egal, ob es sich um Fußball, Handball, Judo, Tennis oder Geflügelzucht handelt.

    in NRW hat das auch die Auswirkung, dass Jugendtrainer, die selbst noch Schüler sind, weniger bereits sind, sich zu engagieren. Die Ganztagsschule ist mMn neben der Einführung von G8, Geburtenrückgang, Wegfall des Wehr-/Zivildienstes und der ausbaufähigen "Vermarktung" des Handballs nur ein Mosaikstein. Alte Freund-Feind-Schemata zwischen den Vereinen und Verbänden müssen Kooperationen (gleich welcher Art) weichen. Wenn das Denken sich weiterhin vornehmlich an Stadt-/Kreis- oder Bezirksgrenzen orientiert, erfolgt die Abstimmung mit den Füßen. Nur ein Beispiel: Zwei an einander grenzende Handballkreise haben in einer Jugendklasse in einem Kreis 14 gemeldete Teams, im anderen Kreis 5. Statt überhaupt einmal intensiver zu prüfen, wie man im Interesse der Sportler zu einer vernünftigen gemeinsamen Lösung kommen kann, spielt man seit Jahren parallel nebeneinander her. Als Argument werden dann unterschiedliche Meldegelder, unterschiedliche SR-Abrechnungen, die angeblich höheren Fahrtkosten und verbandsrechtliche Argumente vorgeschoben.

    Wer verpflichtet schon auf Teufel komm raus einen Spieler, den er nach 6 Monaten nicht mehr braucht? Welcher brauchbare Spieler kommt für ein halbes Jahr zu einem Zweitligisten?

    Ich dachte die Emsdettener wäre schlau geworden in Sachen Verpflichtungen kurz vor Saisonbeginn oder in der Saison. Im letzten Jahr waren das ja fast nur Flops.

    Aber mal was zum Kader.Mit aktuell 9 Feldspielern(Jugendliche ausgenommen)möchte man in die Saison starten? RM und RA nur einfach besetzt,Arnasson noch verletzt.Mal sehen wie lange das gut geht.

    Also wie im Vorjahr noch schnell ein paar 1000 Euro in den Markt werfen? Für maximal 5 Monate? Oder was rätst du der Vereinsführung? Expertenwissen ist immer gefragt.


    Von verzichten auf einen Job ist hier ja nicht die Rede. Die Spieler verdienen ihren Lebensunterhalt in den Vereinen, machen das Ganze also als Ehrenamt, mit dem für sie evtl. Nebeneffekt des sich Zeigens für potentiell neue Arbeitgeber. Die Hauptamtlichen der Organisationen (DHB, IHF) werden ihren Job weiter machen, der Trainer, der am ehesten auf dem Schleudersitz bei Nichtleistung sitzt, ist ja schon weg. Die Funktionäre und Präsidenten aller dieser Gremien sollten das Ganze nun wirklich ehrenhalber nehmen und da sollten alle Register von Moral und Fairness und Sportlichkeit gelten. Wo denn sonst?
    Und wenn wir den wirtschaftlichen Aspekt (z.B. TV-Einnahmen) mitnehmen, um sich als Handball zu behaupten gegen andere Sportarten / Olympia-Sportart etc., muss man sagen, dass es auch in der Wirtschaft Moral und Fairness gibt/ geben sollte: nur weil Firma xy die Sportbälle unter dubiosen Umständen günstiger produzieren und verkaufen und damit Kunden bekommen kann (ähnlich deinem Beispiel einen Job bekommen), müssen / dürfen sie es nicht tun (ist jetzt etwas drastisch geschildert, dagegen ist natürlich die Nicht-/Teilnahme an einer WM eher lächerlich).
    Dein Vergleich hinkt, selbst wenn die Beteiligten beim DHB die Überraschten wären, die "unfein zu einem Job" gekommen sind.
    Ob Verzicht das Mittel der Wahl ist/ gewesen wäre, weiß ich nicht, aber andere als die gezeigten Reaktionen hätte ich erwartet.

    Du verstehst meinen Beitrag miss. Ich beschreibe es mal mit einem Sprichwort: Das Hemd ist mir näher als der Rock. Deshalb ist mMn die Annahme der Wildcard allein nicht verwerflich. Bezüglich der DHB-Reaktionen stimme ich voll. Das ist unterste Kiste. Ob Geld geflossen ist (wie es der "Rote Teufel" andeuten will) ist für mich nicht prüfbar, daher habe ich das in meinem Vergleich nicht erwähnt.

    Hier ist viel von "Moral" und "Fairness" die Rede. Wenn ihr persönlich in einer Situation sein würdet. einen Job bekommen zu können, weil ein anderer Bewerber "unfein" ausgebootet wurde: Wie viele würden auf "Moral" und "Fairness" verzichten und sagen: Klar, mach ich!

    PS: Ich empfinde die "Wildcard" als äußerst zweifelhaft in allen Belangen.