Beiträge von Schönwetterspieler

    Zu den Vorwürfen von Gunnar Jaeger:

    Max Jäger lag ein Vertragsangebot als zweiten Mann vor, wurde nach langem hinhalten per WhatsApp abgelehnt und gleichzeitig der Wechsel zu Coburg bekannt gegeben.
    Schöneseiffen wurde kommuniziert das er nicht das zeug für die Bundesliga hat, ihm wurde aber ein Vertrag für die dritte Liga und Nachwuchstrainer gemacht, welches von ihm abgelehnt wurde.
    Marcel Timm hatte ein finanziell gutes Angebot vom VFL vorliegen, da dieser ihn fördern wollte.
    Innerhalb zwei Monate leistete er sich einige Sachen die sogar dazu führte dass sein Berater sein Mandat freiwillig niederlegteniederlegt und der VFL Abstand von einer Weiterverpflichtung nahm.


    Wer da jetzt wem abgesagt hat und wer, wann und warum keinen
    Vertrag
    bekommen hat, dass sollen die Partein mal unter sich ausmachen. Auch wenn ich die Infos von VFL Herz
    ziemlich detailliert finde und ich mich frage, wer von der
    Geschäftsstelle oder dem Management denn so etwas ausplaudert? Denn das
    anscheinend eine Whats App gekommen ist, dass kann ja eigentlich nur vom
    Adressaten kommuniziert worden sein, was Schindler gewesen sein müsste? Das
    gleiche zu finanziellen Aussagen über ein Angebot für Timm? Wer erzählt
    denn so etwas weiter? Kann ja auch hier nur eine Person sein, die das Angebot kennt: Sportdirektor, Spieler, Berater oder Mitarbeiter der
    Geschäftsstelle?
    --> So oder so nicht die feine englsiche Art und unprofessionel.

    Aber inhaltlich:

    Wer, welchen Kaderplatz in der "Bundesligamannschaft" besetzt ist
    aus meiner Sicht egal. Ob jetzt Jäger, Timm, Schöneseiffen oder Dayan,
    Busch und Villgrattner. Für mich ist die Kernaussage von Gunnar Jäger,
    dass diese Anschlussförderung nicht ernsthaft betrieben wird. Daran muss
    sich etwas ändern. Jugendspielern einen Profivertrag zu geben ist sehr
    schnell gemacht. Aber aus ihnen wirkliche Profis zu machen, dass ist der
    entscheidene Punkt.

    In der kommenden
    Saison ist es doch ähnlich wie in dieser Saison. Wenn Dayan zusammen mit
    Villgrattner 60 Minuten auf der Bank sitzt, dann ist das für die Jungs
    eine reine Doppelbelastung (BL u. U23) mit Training und Reisestress,
    aber bringt sie handballerisch null weiter. Wenn jetzt ein Dayan als
    zweiter RM einen Profivertrag bekommen hätte, dann wäre das ein Schritt
    in die von Jäger kritisierte Richtung gewesen. Aber so ist es doch das
    gleiche in grün..

    Machen wir mal die Rechnung auf: Dayan als vierter Mittelmann noch hinter Feuchtmann, Xhafolli als dritter RA und Villgrattner als dritter RL, fünfter RM oder zweiter LA? Da kommen doch keine Einsatzzeiten zu stande und wenn Busch als zweiter RA genauso viel spielt wie Max Jäger als zweiter LA dieses Jahr, dann kann man sich da nichts versprechen.
    Neues Konzept hin oder her. Spieler wachsen nur an Aufgaben, wenn man
    Ihnen Verantwortung gibt und Fehler zulässt. Wie es richtig geht zeigt Dormagen:


    Jüngstes Beispiel ist Lukas Stutzke:
    Erste Seniorensaison Liga 3, jetzt der Aufstieg in Liga 2 mit Dormagen und Doppelspielrecht beim BHC. Ein langsames heranführen mit stetig ansteigendem Niveau, um wirklich Schritt für Schritt zu gehen. Man gibt ihm und er nimmt sich die Zeit. Jedes Jahr etwas mehr Verantwotung. Wird er es zu einem gestandenen BL-Spieler schaffen? Ich wünsche es ihm, aber das kann heute keiner sagen. Aber es ist zumindest ein Weg, der funktionieren kann.

    Für mich gibt es vier Phasen in dieser Saison, die ich versuche möchte kurz zu skizzieren.


    Phase 1: Beuchler

    Die Mannschaft spielt nicht gut, keine Entwicklung zu erkennen. Höhepunkte die Niederlagen in Ludwigshafen und das Debakel zuhause gegen Lemgo. 2 Siege konnten eingefahren werden. Heimspiel gegen Göppingen und auswärts in Stuttgart. Beide dieser Mannschaften waren zu diesem Zeitpunkt in absoluten Krisen und beide Trainer haben die Saison nicht überstanden.

    Kader: Bis auf Ernst und Puhle komplett
    Phase 2: Bahtijarevic übernimmt.

    Drei Siege in Folge. Spiele mit sehr viel Druck in Nettelstedt und Zuhause gegen Hüttenberg. Mannschaft wirkt befreit und spielen schneller und struktuierter. Sensationssieg gegen Kiel. Ausnahmezustand in Gummersbach.

    In der Folge gute Spiele in Hannover und in Leipzig. Im Topspiel in Leipzig wird der Vfl für das Spiel vom Sky-Experten (meine Schwalb) start gelobt. Auch in diesen Spielen schafft der Vfl es gut zu spielen.


    Kurz vor der Pause das Horrorspiel gegen Melsungen. Aber für mich deutlich schönere und bessere Spiele als in Phase 1und Aufwärtstrend.
    Kader: Bis auf Ernst komplett

    Phase 3: Comeback von ErnstDer Kapitän ist zurück und der Vfl spielt verständlicherweise deutlich besser. Siege gegen Ludwigshafen und Leipzig. Gutes Spiel in Lemgo nach katastrophen Start wird mit der erneuten Verletzung von Ernst bitter bezahlt.


    Kader: komplett
    Phase 4: Kiel bis Saisonende
    Für mich die spannenste Phase der Saison.


    Ernst fehlt. Pujol mit Fußverletzung und Matic fehlt viele Wochen. Mit Matic und Ernst fehlen die einzigen Spieler, die neben Zhukov wirklich Innenblock spielen können. Mannschaft deutlich geschwächt und es ergibt sich ein Negativtrend. Pujol und Matic sind fehlende Spielpraxis und Training anzumerken. Gleichzeitig verlängert Schindler die Verträge von vielen Spielern wie Pujol und Matic nicht . Unterbewusst spielt das immer eine Rolle, auch wenn man ganz Profi sein möchte und es versucht auszublenden.

    Für mich hat der Negativtrend hier folgende Ursache:
    Vor Weihnachten ist das Konzept mit Pujol gut eingespielt. Der Vfl liefert mehr gute als schlechte Spiele ab. Nach Weihnachten kommt Ernst wieder. In der Vorbereitung wird verständlicherweise der Fokus auf ihn gelegt. Dann der Schock, Ernst verletzt. Das Spielsystem rund um Ernst muss wieder auf das alte zurückgedreht werden. Nur dass Pujol jetzt eine Zeit kaum trainieren kann, da er an einer Fußverletzung leidet. Der Vfl kommt in en Negativtrend und kann durch die Verletzungen im Training nicht alle Punkte abarbeiten.

    Nun stehen die wichtigen Spiele auf dem Programm. Durch fehlende Positiverlebnisse fehlt das letzte Selbstbewusstsein. Gegen Minden und Stuttgart (mittlerweile im Aufwärtstrend mit neuem Trainer) spielt man gut, belohnt sich aber nicht. Pujol und Co. ist die erste BL-Saison anzumerken. Sie haben sich vielleicht mittlerweile aklimatisiert, aber in den Reihen von z.B. Stuttgart gibt es Spieler wie Kraus, die Abstiegskampf schonmal gemacht haben. Die Leistungsträger beim Vfl, außer Preuss und Lichtlein, nicht.


    Es folgen unnötige Punktverluste. Dieses Wochenende aber dann zum Glück der Befreiungsschlag in Hüttenberg.

    Zitat

    und ja, bei beuchler mag es am anfang noch schlechter ausgesehen haben- aber der hat auch die "drecksarbeit" leisten

    müssen, integrieren etc. denis b. hat dann mit kurzzeiterfolg übernommen, dann stark nachgelassen und einmal entscheidend

    2 tore mehr im ergebnis.

    Warum die Mannschaft nachgelassen hat, habe ich oben versucht zu skizzieren. Die Verletzungen von Pujol und Matic, sowie die fehlende Erfahrungen im Abstiegskampf sind für mich wichtige Parameter in der Analyse.

    Sicher hat Beuchler Drecksarbeit leisten müssen, aber ist meines Erachtens nach schon an dieser Aufgabe gescheitert. Denn er hat es nicht geschaftt, daraus ein funktionierendes Team zu formen. Und das obwohl er den Kader mit zusammengestellt hat und Spieler wie Feuchtmann und Köpp von ihm gezielt für sein System ausgewählt wurden.

    Einmal entscheiden 2 Tore mehr als der Gegner, das stimmt. Dafür in drei entscheidenen Spielen die entscheidenen Tore minimal weniger... --> knappe Niederlagen gegen Stuttgart (-1) Nettelstedt (-1) und Minden (-2).

    er hat glück gehabt- nicht mehr, nicht weniger...es sei ihm und dem vfl gegönnt...aber als gute leistung sehe ich das wirken des trainers sicherlich nicht an...

    Glück hätte er gehabt, wenn er die Spiele Stuttgart (-1), Nettelstedt (-1) und Minden (-2) gewonnen hätte. So liest sich mir die Bilanz eher mit "er hat mehr Pech als Glück gehabt". Zu sagen, dass ein knapper Sieg glücklich ist und die knappen Niederlagen aber dann nichts mit Glück des Gegners zu tun haben, sondern abzuleiten das Bahtijarevic ein untauglicher Trainer ist, das ist für mich keine schlüssige Argumentation.


    Ich persönlich fand das Spiel in Hüttenberg sehr diszipliniert. In der ersten Halbzeit hatte Zhukov und Matic 2 Fehler, das war es. Gerade die Angriffe in den letzten 10 Minuten waren diszipliniert und bis zur klaren Chance herausgespielt. Selbst als man in diesem so wichtigen Spiel zurück lag, konnte ich keine Unsicherheit erkennen. Wem ist diese Tatsache zuzurechnen?
    Die Auszeiten von Bahtijarevic haben funktioniert. Kurtagich nimmt die Auszeit und seine Mannschaft schmeißt den Ball ins Aus... wem ist das zuzurechnen?

    Eine Anmerkung zur U23:

    Zitat

    die 2. vom vfl hat sich nach seinem wechsel zur bundesliga deutlich nach vorne gemausert.....nach seinem wechsel....?

    Dank der Dauerkartenregelung habe ich letzte Saison viele Heimspiele der U23 gesehen. Und ich muss ehrlich sagen, dass ich von der Arbeit von Bahtijarevic angetan war. Das war eine Mannschaft, die zu 50% aus Spielern bestand, die A-Jugend waren (Stüber, Timm, Xhafoli, Herzig) und zu 50% aus Spielern, die ihre erste Seniorensaison (F.Jäger, M.Jäger, Schöneseiffen und Hasenforther) gespielt haben. Mit dieser Mannschaft am Ende so souverän die Klasse gehalten zu haben, dass war eine super Leistung.

    In den Spielen der U23 hat man nämlich eine klare Idee und Struktur von Handball gesehen. Diese Idee führte dazu, dass die Spieler in den
    finalen Entscheidungen und Situationen genau solche Situationen zu bewältigen hatten, die ihre individuellen Fähigkeiten angepasst waren.
    Diese Struktur hat Ihnen Bahtijarevic eingetrichtert, genauso wie die Ausbildung der individuellen Fähigkeiten. Denn er trainierte diesen
    Jahrgang seit der B-Jugend. Und hier erkenne ich für mich, welch gute Arbeit er leistet. Er hat über Jahre sukzessive ein Team aufgebaut, dass
    in der Abwehr und im Angriff immer eine richtige Antwort zur Verfügung hatte, sowohl taktisch als auch individuell. Besonders sind mir die Siege gegen Dormagen und Leichlingen in Erinnerung geblieben.

    Und zu sagen, dass die U23 nach dem Abgang von Bahtijarevic einen Aufschwung hatte, dass kann man wirklich nur sagen, wenn man die Spiele
    diese Saison nicht gesehen hat und darüberhinaus die Parameter nicht kennt. Ohne Bahtijarevic war es deutlich unstrukturierter und
    undisziplinierter. Wenn man zusätzlich den Verletzungsverlauf der Leistungsträger berücksichtigt, dann weiß man, dass das Heranziehen dieses
    Vergleiches mehr als hinkt.

    Ich bewerte die Trainerdiskussion etwas anders:

    Ja, Herr Bahtijarevic hat es geschafft. Er ist angetreten, um die Fehler der GF und des Beirats auszubaden und hat den Klassenerhalt gesichert. Sicherlich spannender als wir uns das alle erhofft haben, aber am Ende hat er es geschafft. Mit einer klaren Aufgabenstellung das Zepter übernommen und am Ende abgeliefert. Man sollte hier nicht im Trainer den Schuldigen für die Situation suchen (ohne damit sagen zu wollen, dass es hier jemand getan hätte).

    Am Ende war es z.B. sein Coup gegen den THW, der den Klassenerhalt gesichert hat. Zudem ist er damit auch ein persönliches Risiko eingegangen sich auf der großen Trainerbühne zu verbrennen. Auch wenn er letztes Jahr als Co schon die taktischen Analysen und Vorbereitungen auf die Spiele unter Hasanefendic gemacht hat, ist es als Chef natürlich nochmal etwas ganz anderes. Er ist ganz am Anfang seiner Senioren-Trainerkarriere und wurde ins kalte Wasser geworfen. Als Rookie beim Bundesligadino im Existenzkampf, da gibt es sicherlich auch bessere Einstiegsmöglichkeiten, um erste Erfahrungen in der BL zu sammeln. Aber unter dem Strich hat er abgeliefert. Und wer eine solche Herausforderung als Rookie meistert, der kann nicht schlecht sein. Ich weiß nicht, wie ich nachts schlafen würde, wenn ich überraschend von Heute auf Morgen der Chef meines Arbeitgebers wäre und um die Arbeitsplätze meiner Kollegen unter diesem auch medialen Druck kämpfen müsste.

    Daher hat er sich meinen Respekt aufjedenfall verdient und ich bin froh, dass der Beirat/GF an ihm festhält und ihn nicht für ihre eigenen Fehler benutzt und fallen lässt. Ich bin ihm auch dankbar, meinen Vfl gerettet zu haben.

    Und wenn man sich die Spiele unter Bahtijarevic anschaut, dann ist auffällig, dass die Abwehr eigentlich immer gut stand. Das spricht für mich für taktisches und handallerisches Verständnis des Trainers. Hier kann er fehlendes Können seiner Spieler durch gute Vorbereitung und Analyse des Gegners deulich einfacher wettmachen als im Angriff. Wenn auch seine Spieler gestern in Hüttenberg im Angriff überzeugender waren als zuletzt. Was sicherlich auch damit zu tun hat, dass eine offensive 3:2:1 Abwehr einem so torungefährlichen Rückraum besser liegt als die 6:0.

    Man muss auch einfach ehrlich sein und sagen, dass die Kaderzusammensetzung der Ursprung des Problems ist. Was haben letztes Jahr nicht alle über Kehrmann geschimpft und ihn als nicht bundesligatauglichen Trainer dargestellt? Im Sommer gab einige Anpassungen im Kader und er liefert mit dem TBV dieses Jahr eine erfolgreiche Saison ab. Wir sollten Bahtijarevic das auch zugestehen, niemand kann aus einem Esel ein Rennpferd machen. Wenn man ihm die Zeit gibt, dann wird auch er sich als Trainer entwickeln. Was der VfL braucht ist endlich wieder Koninuität.

    Außerdem glaube ich, dass sich das einige zu einfach vorstellen. Bis zum
    Ende der Saison abwarten und dann entscheiden, ob man mit dem Trainer
    weitermacht. Das klappt vielleicht im Fußball, wo sich die Trainer
    problemlos 12 Monate unbezahlten Urlaub nehmen können. Glaube aber
    nicht, dass das Gehalt eines VFL-Interimstrainer ausreicht, um eine
    Familie auch nach Ablauf des Vertrags zu ernähren. Daher vermute ich,
    dass der Trainer das Spiel nicht mitgemacht hätte. Er hätte vermutlich
    woanders einen Trainerjob angenommen, hätte der Vfl sich nicht
    frühzeitig zu ihm bekannt. (Meine Vermutung).
    Und wenn es stimmt, dass Schönberger geht, dann ist das vermutlich auch nicht dessen freiwillige Entscheidung (vermute ich). Dann wird es mit dem Geld nächstes Jahr noch enger und dann auf einen Trainerpoker zu setzten... das ist ja mit Beuchler schon ordentlich in die Hose gegangen.

    Ich würde mir für den VfL ein ähnliches Konzept wie bei der RNL wünschen, nur auf einem ganz anderen Niveau. Ich denke, dass zu viel Geld in die Breite für mittelmäßige Spieler gesteckt wird. 85% des Gehaltsbudgets sollte für 10 gute BL-Spieler investiert werden. Den Rest kann man dann problemlos mit dankbaren und günstigen Spielern z.B. aus der Akademie auffüllen, die dann nicht einmal BL-Niveau brauchen und ihre Spielpraxis in Liga 3 holen. Dann hat man gute Spieler, eine klare Hierachie und das Ziel Klassenerhalt kann jedes Jahr erreicht werden. Mehr zählt in den kommenden Jahren erstmal nicht.

    Dieses Jahr waren lediglich Preuss, Lichtlein, Sommer und Ernst ernsthafte BL-Spieler. Dafür hat man aber hohe Kosten für Köpp, Feuchtmann und von Gruchalla auf der Bank. Kann mir keiner erzählen, dass die Aufgaben von Feuchtmann und Co. keine Spieler aus der U23 hätten übernehmen können, nur für 80% weniger Gehalt. Womit Geld für tatsächliche BL-Spieler frei gewesen wäre. Dieser Weg kostet zwar Mut, wird aber belohnt. Wenn man für einen Betrag x einen externen Einkauf tätigt, dann beruhigt das zwar die Nerven der GF, da man ja einen Wert x eingekauft hat, heißt nur leider nicht, dass der Kauf auch die Qualität x bringt. Häufiger Trugschluss... da macht man sich dann selber etwas vor, um seine Nerven und das eigene Gewisen zu beruhigen.
    Zu Schindler:

    Eigentlich noch mehr als der Trainer ist er ein absoluter Neuling in seinem Job und sicherlich noch etwas grün hinter den Ohren. Seine Verpflichtung von Pujol als Ersatz für Ernst war sein erster richtiger Transfer. Hier hat er sich bestimmt nicht mit Ruhm beklekert. Marvin Sommer hingegen war ein guter Griff, wenn auch seine Kritiker sagen, ein sehr offensichtlicher und einfacher (Ein BL-Spieler ohne Vertrag...). Aber man kann als Außenstehender auch immer nur schlecht Transfers wie Pujol bewerten. Keiner weiß wie viel Geld er zur Verfügung hatte.

    Für die kommende Saison weiß ich aber nicht so recht, was ich von den Verpflichtungen halten soll. Wenn ich ehrlich bin, dann habe ich mir von ihm mehr erwartet. Als er das Amt übernahm, da hatte ich wirklich Hoffnung, dass jetzt jemand mit Handballsachverstand kommt. Ich persönlich sehe aber zur kommenden Saison keine Verbesserung zur aktuellen Situation. Bisher habe ich von ihm auch noch keine überzeugenden Leitlinien oder Visionen gehört. Es hat für mich eher etwas von Teppichflickerei. Diese Saison konnte er sich noch hinter Beuchler und Flatten verstecken. Nächste Saison wird er ohne Welpenschutz an dem Erfolg und der Entwicklung des Vfl gemessen werden.

    Was ist seine Vision?
    Die eigenen Nachwuchsspieler mit langfristigem Potenzial wie Jäger, Timm und Schöneseiffen (trotz Kreuzbandriss!) gehen sogar. Nach wirklicher Anschlussförderung sieht das für mich nicht aus und das obwohl Bathijarevic in der Jugend ihr Trainer war. Auch das die U23 im kommenden Jahr nicht mehr so viel und ausführlich trainiert spricht für mich nicht für einen Glauben an die eigene Jugend. Das finde ich wirklich sehr schade.

    Hoffentlich male ich was die Eckpfeiler einer Strategie angeht als beruflicher Konzernstratege zu schwarz. Aber man kan einen Weg nur zusammen bestreiten, wenn die Führung überzeugend vorangeht und einen klaren Weg aufzeigt. Das fehlt mir allerdings.