Es ist das Resultat der Entwicklung der letzten Jahre oder besser Jahrzehnte und das liegt nicht nur an Ausbildung, Training, Taktik, Förderung und Strukturen. Es hängt auch mit Mentalität, Willen und Disziplin zusammen. Hier ist man im allgemeinen zu schnell zufrieden, eher selten bereit, für Erfolg auch zu verzichten. Trifft ja nicht nur auf den Handball zu.
Was die ersten Sieben betrifft, da ist die Spielmacherposition auch eher durchschnittlich besetzt und im Tor sind wir nun auch leider nicht mehr wirklich stark.
Was ich sehr schade finde ist, dass man vor 5-6 Jahren davon gesprochen hat, wie talentiert der deutsche Handball ist. 2016 holte man die EM und Bronze bei Olympia.
Und danach? Stillstand und zum Teil Rückentwicklung. Dabei gibt es die offensichtlichen Fälle wie Ernst und Dissinger, die in der Zeit danach leider öfter verletzt waren als richtig fit und die daher keine Rolle mehr in der Nationalmannschaft oder auch bei Top-Teams spielen. Das war 2016 noch nicht abzusehen und ist auch viel Pech.
Was mich mehr stört sind die Stillstände die Spieler wie Kühn, Fäth, auch Drux und Tim Suton gezeigt haben. Michalczik ist der nächste, der da aktuell rauszufallen droht.
Nicht falsch verstehen, das sind alles gute bis sehr gute Bundesligaspieler, aber 2015/2016 hat man sich doch eher mehr versprochen als eingehalten wurde. Und das sind nur ein paar Beispiele. Auch ein Dahmke hat seinen absoluten Stammplatz, den er beim THW einmal hatte leider auch verloren.