Beiträge von MiniMe

    Manche Leute kann man einfach nur ignorieren. Lemke kann also nur die Ärmchen hochhalten und sonst nix (die Schallplatte ist kaputt, nur so nebenbei), und in der 1. Halbzeit hatte man eh nur Glück.

    Tatsache ist, man hat nicht DEN überragenden Einzelkönner um den jeder Idiot eine Mannschaft "formen" kann. Sondern eine Vielzahl starker Spieler die aber nur im Verbund funktionieren, wenn drei Spieler die Lücke reissen und der Vierte mit ein bischen Raum abschliessen kann. So hat man ja auch die 1. Halbzeit erfolgreich gestaltet, wobei man nicht vergessen sollte dass Fäth krank war und Drux verletzt, so dass alle anderen durchackern mussten. Weber hat aber gezeigt dass er die Mitte prima spielen kann, WENN er sicher im gespielten System ist.

    Gensheimer wirft arrogant, das ist aber ein Einzelfall. Bei den anderen sehe ich das eher so dass die fahrig werfen wenn sie ans Schwimmen kommen, und es fehlt teils auch einfach technisches Repertoire und ein Situationsverständnis beim Wurf. Bei manchen Torhütern muss man schnell abschliessen bevor der seinen Hampelmann welcher Art auch immer angesetzt bekommt, bei anderen muss man verzögern weil die unheimlich schnell in der antizipierten Ecke sind. Das muss man vielleicht dann mal auftrainieren, sowas geht prima per Videostudium starker Spieler und Torhüter. Ich meine bei den Spaniern vom Kreis sogar Rückhandwürfe gesehen zu haben, wo der Spieler Wolff mit einem angetäuscht orthodoxen Wurf in seine Bewegung bringt, und dann die Hand nur dreht für einen sofortigen Rückhandheber/roller ohne Neuansatz. Technisch stark, aber nicht unmöglich abzuschauen. Aguinagalde ging teils einfach weit runter um Wolffs starkes Spiel oben zu vermeiden.

    Man kann aber nicht ernsthaft verlangen, dass Prokop sein Kopf-durch-die-Wand-Underdog-Spiel durchsetzt, und man stattdessen alle Spieler rauswirft. Wenn er aus dem was bei dieser EM prima funktioniert hat und dem was NICHT funktioniert hat nicht lernen kann, dann muss er weg. Wenn er Einsicht zeigt und lernt, prima, dann kann man mit ihm erstmal weiterarbeiten, braucht aber auch Vorbereitungsspiele um zu sehen wie es sich entwickelt. Die Mannschaft ist nicht dafür da dem Trainer ne schöne "Karriere" zu ermöglichen, sondern der Trainer dafür das Optimum aus den besten verfügbaren Spielern herauszuholen. Wenn ein einzelner Spieler da ein Störfaktor ist, dann muss man den ersetzen, oder ihm den Mist aus dem Kopf bügeln (Gense). Aber man kann nicht von allen Spielern fordern, aus einem 2m-100kg-Keuler zu einem "schnellfüssigen" 1,88-Mann zu werden der auf HGH, EPO, Testogel und was Conte sonst noch empfiehlt alle 2 Tage 60 Minuten "Powerhandball" klotzt und permanent gegen starke Formationen durchbricht. Wenn ich nochmal "schnellfüssig" lese bekomme ich nen Blutsturz, wir spielen kein Leichtathletik sondern ne Ballsportart wo lange Zeit die Rückraumkeulen grösstes Ansehen hatten. Jetzt haben wir sie, da möchten wir dann lieber Zwerge weil die besseren Underdog-Ball spielen können und schneller rennen.

    Ich kann nur hoffen, dass man beim DHB beim "Aufarbeiten" nicht höflich übersieht, wie gut das deutsche Spiel in der 1. Halbzeit geklappt hat, sowohl im Angriff als auch in der Abwehr. Wenn man noch das Anspiel auf Aguinagalde verteidigen kann und die freien 100%er reinmacht die man flach kurz werfen oder heben muss, hat man - durch die Ausfälle von Fäth und Drux - ein für diese Spieler optimales Spiel. Mehr kann man nicht, Punkt. Die "Änderungen" haben uns umgebracht und lächerlich gemacht, und ich hoffe dass man das nicht wegredet.

    Wenn man mal genau hinsieht, hat man trotz der furchtbaren Fehlerphase am Ende nur mit 4 verloren. Da muss man nicht zu Kreuzzügen gegen alles und jedes aufrufen, sondern nur die paar Fehler abstellen die gemacht wurden. Abwehrarbeit wieder mal "umgestellt" obwohl die bis auf den Kreis super funktioniert hat, und vorne die 2. Welle nicht abgebrochen wenn Spanien formiert war, dadurch zu nah mit Ballverlusten. Und den Spielaufbau aus ruhendem Spiel auch "geändert", mit diversen unnötigen Ballverlusten weil der Mitspieler nicht mehr da stand wo er in der 1. Halbzeit war, und direktem Gegentor weil das Tor leer war. Nur diese "Änderungen" und die Wurfauswahl bei freien Würfen sind Thema, sonst nichts.

    Ich fürchte zwar dass Hanning hier nicht mitliest, aber wenn doch, bitte mal folgendes machen:
    - die erste Halbzeit anschauen, und aufschreiben wie wenige Dinge da suboptinal gelaufen sind (freie Würfe und Verteidigungs von Aguinagalde)
    - dann die zweite Halbzeit anschauen, und akzeptieren wie furchtbar sich die "Änderungen" ausgewirkt haben die man vorgenommen hat (Abspielfehler, Lauffehler, Abwehr total aufgelöst für einfachste 1vs1-Tore, weniger TGs wegen der ständig zu spät kommenden offensiven Abwehr und einfachen Gegentore)

    Danach sollte offensichtlich sein, was man bei der WM bitte nicht mehr macht.

    Manche Kommentare hier sind einfach wahlweise nur :wall::pillepalle::nein:
    Ich finde das Spiel heute hat gezeigt, dass es die Mannschaft kann und eingestellt war sie gut. Haette man den Kreislaeufer vielleicht besser im Griff gehabt und 1, 2 100%ige in der ersten Halbzeit nicht hergeschenkt, waere das Spiel ganz anders gelaufen.

    Sehe ich genauso. Man hatte den spanischen Angriff ausser Agui im Griff, die anderen Spieler haben wenig spektakuläres gerissen. Vorne war man gut drauf, und hat drei, vier 100% weggeworfen die man einfach reinmachen muss. In der Halbzeit was zum Kreis verteidigen überlegen und was zum Torhüter sagen wie man den nicht anwirft und fertig, mehr konnte man ohne Drux und Fäth nicht reissen.

    Zitat


    Beim "kollektiven Blackout" hat man direkt gesehen, wie das Rattern bei den Spielern eingesetzt hat. Es fehlt im Wesentlichen ein Spielmacher, der in genau solchen Phasen das Spiel in die Hand nimmt - das es den nicht gibt und die Spieler, die gerade noch ein gutes Spiel abgeliefert haben, die Baelle serienweise abgeben Prokop vorzuwerfen ist doch absoluter Schwachsinn.

    Sehe ich eigentlich nicht so, denn Weber war in der 1. ja gut. Das Problem war a) Hektik, und b) dass Häfner viel zu stark auf das aussen hinterlaufen spekuliert wenn er den Querpass von links weit hinten perfekt auf die ausgestreckte hintere Hand bekommt und der spekulierende Spanier dann 10cm zu kurz ist. War er aber nicht, weil der Pass eben nicht perfekt kam. Dann darf der RR einfach nicht weiter auf den Durchbruch spekulieren, sondern muss das sichere Spiel suchen, so wie das in der ersten auch geklappt hat ohne einfaches Hinterlaufen. Die Hektik muss auch der Trainer rausnehmen, indem er klare Anweisungen gibt eben nicht ratzfatz zu Stürmen auf Teufel komm raus, wenn die Abwehr schon wieder steht. Da sind ja die vielen Ballverluste entstanden weil die ballführenden Leute viel zu nah auf die Abwehr gelaufen sind auf der Suche nach der Lücke die es nicht gab. Das waren an sich zwei Details die ohne Not fatal gewirkt haben, in gerade mal 10 Minuten.

    Meiner Meinung nach hat man, durch den Verlust von Drux und Fäth, mit einer deutlich geschwächten Mannschaft eigentlich eine gute Leistung abgeliefert. Dann aber in der Halbzeit fatale Änderungen formuliert die unnötig das Spiel zerstört haben. Kohlbacher ist an sich eine Option als guter offensiver Kreisläufer, aber bei unserem kräftezehrenden Rückraumspiel möchte ich demnächst bitte wieder einen Wiede mitnehmen, und dafür einen von drei Kreisläufern weglassen. Wenn Kohlbacher die Abwehrfunktion von Wiencek halt nicht bringen kann, dann muss man halt mit Pekeler und Wiencek als offensive KM leben. Die sind ja nicht total schlecht, sondern verwerfen nur teilweise zuviel. Daran kann man aber arbeiten, wenn man sich mal die Wurfbilder starker Kreisläufer ansieht und entsprechend trainiert.

    Es gibt natürlich faire Sportsmänner die sich lieber nach so einem Spiel einen feixen, und den Trainer und einzelne Spieler ordentlich öffentlich im Fernsehen mit Mäkelei und Angriffen "warum waren Sie so schei$$e ?" vorführen. Wofür braucht man schliesslich Charakter ???

    Ich weiss ehrlich gesagt auch nicht, aber mich nerven solche Niederlagen einfach. Nicht sowas wie gegen Dänemark die am Ende einfach den Tick besser oder glücklicher waren, sondern unnötig den Erfolg wegwerfen weil man Dinge verändert die funktionieren und die Dinge so lässt die es nicht tun. Für die Verletzungen vor und im Turnier kann man nichts, aber selbst so war mehr drin.

    Ich hoffe dass sich Silent Bob nach dem Turnier dann mal mit Prokop zusammensetzt, sich die Spiele ansieht, und klar anspricht was da passiert ist und warum. Janke ist eine Sache, aber der allein hat das Spiel nicht so weglaufen lassen, sondern das "Drehen an den Stellschrauben". Die falschen Schrauben und die falsche Richtung. Dazu bitte noch den besten Kader und nicht den schönsten, dann sollte es möglich sein ohne neue Supermänner mit dem System das auch in dieser EM jeweils funktioniert deutlich erfolgreicher zu sein. Einfach weil man sich einspielt, mit den Leuten die auch offensiv was auf die Kette kriegen, und das was funktioniert einfach mal so lässt statt hyperaktiv ständig zu ändern.

    Gegen solche Blackouts helfen Automatismen und eingespielte Routinen, sowie Lösungen gegen typische Druckszenarien mit denen man zumindest Ballverlusten vorbeugt. Eben sich nicht hinter den Halen stellen lassen wenn der raustritt sondern verdammt nochmal sofort dem Mittelmann entgegenlaufen und dem helfen. Dann schmeisst der den Ball auch nicht weg weil er keinen zum Anspielen hat.

    Der Mittelmann der gefehlt hat heisst Paul Drux, das ist der der demnächst am Knie operiert wird. Dazu fehlte der Mittelmann Fäth der schlicht krank war. Weber hat in der ersten ein super Spiel gemacht, in der 2. hat man ohne Not was verändert und das ist total nach hinten losgegangen. Was auch immer man als Parole ausgegeben hat, das starke Spiel der 1. Halbzeit zu verändern, das MUSS man thematisieren. Ohne Not was das funktioniert aufhören, aus blindem Aktionismus, darf sich NIE mehr wiederholen. Nie mehr. Und egal wer das war, derjenige muss auf den Pott gesetzt werden und geloben dass er diesen Scheiss nicht nochmal macht. Spieler oder Trainer. Die Veränderung in der Abwehr war auch Bullsh*t.

    Das einzige was man hätte machen müssen war, klar ansprechen warum die Fehlwürfe entstanden sind, und bessere Wurfbilder und -entscheidungen anregen. Die Spanier haben sich gegen Wolff auch was überlegt, flach unter dem Bein durch weil er da am schwächsten ist, und wenn er rausspringt nen verzögerten Heber/Roller. So eine Ansage kann man auch auf deutsch machen.

    Mit solchen klaren Chancenverwertungen bleibt man trotz der ganzen Fehler dran, wenn man noch die Fehler abstellt ist man vorne.


    Nein, nur einen Trainer, der nicht bei klaren Fragen ausweicht.

    Ich halte es für ein absolutes Unding, vom Fussball übernommen und mit "investigativem" Shitstorm-Facebook-Journalismus gewürzt, Spieler und Trainer nach so einem Spiel anzugehen. Da kann man denen auch mal ne Vorlage geben und die sich ihren Frust von der Seele reden lassen, oder die einfach mal in Ruhe lassen.

    In der ersten Halbzeit hat vieles gestimmt, Weber und Kühn mit ihrem stärksten Spiel, aber wegen ein paar einfachen Fehlern und schlechten Fehlwürfen war man trotzdem knapp hinten.

    Entweder hat die Mannschaft dann in der Halbzeit irgendwelche eigenmächtigen fatalen Ideen entwickelt was man "anders" machen wollte - obwohl es NUR um die Fehlwürfe und sonst gar nichts ging - oder der Bundestrainer. Von aussen kann man das nicht feststellen, da muss man in der Kabine gewesen sein. Und darum muss man das was in der Kabine passiert ist auch aufarbeiten, intern, ohne Presse, aber offen und ohne Gelaber. Wenn die Mannschaft Mist gemacht hat muss man da was tun, und wenn es der Trainer war auch.

    Was nervt ist das strunzdumme Gelaber von den Möchtegern-Bad-Boys die immer nur hochnäsig sich selbst für zu gut gehalten haben blablablablablablablablablaaaaaaaaa. Blabla.

    Der einzige dem ich das vorwerfe dass er aus ganz einfachen freien Würfen als Aussen von der Halbposition was ganz schwieriges zelebrieren muss ist Gensheimer. Aber auch andere haben von 6m verworfen wo es kein Hexenwerk gewesen wäre zu verwandeln, wie das die Spanier bei einfachen Würfen zumindest weitgehend hinbekommen haben. Trotz eines Wolffs im Tor.

    Der Ausblick auf die Zukunft ist einfach, wenn man von bekloppten Ideen wie alle rausschmeissen mal Abstand nimmt. Leute die schwächer sind als das was man in der BuLi oder an Talenten noch finden kann egal welches "Konzept" dahinter gesteckt hat nicht mehr nominieren, sondern die die einfach die stärksten Handballer sind. Und diesen Kern dann bitte vorne und hinten über einen längeren Zeitraum optimal einspielen, Spielsysteme entwickeln, einfache Fehler wie nicht einlaufen wenn Abwehrspieler raustreten abstellen, Lösungen für Probleme finden die man heute bei der EM gesehen hat. Und nicht den totalen Umbruch mit 20 neuen Spielern und ganz neuen Systemen ausrufen wenn man ne Mannschaft hat die eher noch vor dem optimalen Alter sind.

    Gensheimer wieder mit nem hoch und "schwierig" abgelegten Zauberball wo der Torhüter schon lang steht, statt wie der Spanier eben einfach kurz flach reinzuhauen wenn man ihm die Ecke schon so weit aufmacht. Der Typ hat einfach den Larry im Schädel, der kann nicht einfach werfen.

    Fäth offenbar zu krank, den muss man rausnehmen. Habe auch ne Grippe und nen dicken Schädel. Der Halbe darf auch nicht hinter seinem Gegner parken wenn der rausläuft, sondern muss dem Ball entgegengehen damit Fäth oder Weber abspielen können.

    Aber lieber jetzt die offensichtlichen Fehler und Schwächen, damit man sie abstellen kann, als irgendwie knapp durchgewurschtelt und dann weiter so Deutschland.

    Spanien macht nicht mehr Tore als in der 1. Halbzeit, aber wir 200% mehr Ballverluste und Fehlwürfe. Ich hoffe, dass das Spiel zeigt, dass wir Wiede brauchen, und einen ballsicheren spielstarken Mittelmann. Für die EM zu spät, als Erkenntnis für die WM und Olympia hoffentlich Gold wert.

    Bei meinem Janke-Bashing ging es darum, dass man mit der Begründung man bräuchte nen Rechtshänder Wiede draussen lässt der uns heute helfen würde. Und dann spielt er nur als "Abwehrspezialist" der zu dem Zeitpunkt mehrere leichte Tore verschuldet hat, so wie auch jetzt wieder. Für so eine Leistung möchte ich einen Wiede nicht zuhause sitzen sehen, auch wenn es teilweise "ganz ok" ist. Manchmal.

    Jetzt muss man aufpassen, dass das Spiel nicht im Angriff langsam weggleitet, weil man einfach seine Tore nicht macht.