Beiträge von Rentner

    zu Lund.
    Falls es wirklich stimmen sollte und du Rietz kommt zu den Löwen, was möglicherweise ja schon vor den finanziellen Problemen abgewickelt wurde, wäre Lund -- für den Fall, dass alle anderen bleiben -- der Streichkandidat. Er würde wohl auf die Tribüne müssen und vielleicht wurde ihm ja das auch bereits vor der EM-Pause mitgeteilt. Es würde so manchen seiner Auftritte erklären. Teilweise wirkte er ja völlig abwesend. Gummersbach ist schon irgendwie schwer vorstellbar, andererseits ist er für Topklubs sicher kein Thema mehr.

    Während VfL-Geschäftsführer Axel Geerken in Belgrad bei der
    Handball-Europameisterschaft weilt, der zurzeit wohl größten
    Spielerbörse im Handball, hat die Rhein-Neckar-Zeitung mit dem
    schwedischen Defensiv-Spezialisten Börge Lund einen weiteren Handballer
    ins Gespräch gebracht, der mit dem VfL in Gesprächen stehen soll.

    Lund,
    der mit Norwegen bei der EM weilt, spielt in der Bundesliga für die
    Rhein-Neckar Löwen. Die sollen an der Verpflichtung des schwedischen
    Nationalspielers Kim Ekdahl du Rietz interessiert sein. Und möchten sich
    dafür von Lund trennen.

    Wie der VfL Gummersbach einen Spieler
    vom Format des Norwegers finanzieren soll, dafür hat die
    Rhein-Neckar-Zeitung eine Lösung: Gemeinsam mit den Rhein-Neckar Löwen,
    für die es nicht das erste Mal sei, "dass sie einen Spieler
    mitfinanzieren, der gar nicht mehr im eigenen Kader zu finden ist".

    Vom
    VfL gibt es zu der Personalie keinen Kommentar. "Wir sagen erst etwas
    zu Spielerverpflichtungen, wenn sie fix sind", sagte Pressesprecher
    Thomas Hellwege.

    Ebenso so wenig wollte sich Hellwege dazu äußern, ob und mit welchen Spielern Geerken in Belgrad in Kontakt steht. (ank)

    (Quelle:OVZ-Druckausgabe vom 21.01.2012)

    Roggisch mit gebrochener Nase

    Oliver Roggisch wird im ersten Spiel der EM-Hauptrunde gegen Gastgeber Serbien trotz gebrochener Nase auflaufen.
    Der Abwehrchef der deutschen Handballer hatte sich die Verletzung bei einem Zusammenprall im Schweden-Spiel (29:24) zugezogen.
    "Die Nase ist durch, aber ich werde spielen", sagte Roggisch am Freitag im
    deutschen Teamquartier in Belgrad: "Das habe ich schon öfter gemacht."
    Das Spiel gegen Serbien am Samstag ist das erste von drei Spielen in der
    EM-Hauptrunde. Die weiteren Gegner sind der Vize-Weltmeister Dänemark am
    Montag und Polen am Mittwoch. Deutschland war mit vier Punkten in die Hauptrunde eingezogen.
    Serbien hat ebenfalls vier Zähler. Beide Teams kämpfen noch um eines von zwei
    freien Tickets für ein vorolympisches Qualifikationsturnier im Frühjahr.

    (Quelle:http://www.sport1.de)

    Außerdem können viele Haushalte, die auf DVB-T angewieden sind, den WDR oder NDR nicht empfangen. (Mehr dazu im Bericht auf handball-world)

    Hier der Bericht:

    Alle diejenigen, die keinen Fernseher mit entsprechender
    Empfangsmöglichkeit haben, aber über einen Internetanschluss verfügen,
    können das Spiel in der Mediathek des Westdeutschen Rundfunks als
    Live-Webstream verfolgen.


    » Link zum Livestream in der WDR-Mediathek

    Interview mit Götz Timmerbeil aus der OVZ vom 24.12.2011


    "Es ist eine Sekunde vor zwölf"

    Interview der Woche mit Götz Timmerbeil, dem Vorsitzenden des VfL-Aufsichtsrates

    Heute ist Heiligabend, wenn Sie einen Wunsch frei hätten, was würden Sie sich wünschen?

    Ich würde mir wünschen, dass die Mannschaft als eingeschworene Gemeinschaft bis zum letzten Schweißtropfen kämpft und sich so endlich ein Erfolgserlebnis verschafft.

    Hätten Sie gedacht, dass der VfL zum Jahreswechsel auf einem Abstiegsplatz steht?

    Nachdem wir in einer beispiellosen Aktion die 2,2 Millionen Euro zusammenbekommen hatten, um die Lizenz zu bekommen und den Verein zu konsolidieren, war uns klar, dass es sportlich schwer werden würde. Mit einem solchen Leistungsabfall haben wir aber nicht gerechnet. Wir dachten schon, dass unser Kader reicht, um in der Bundesliga zu bleiben.

    Was hat sich nun speziell nach der Niederlage gegen Wetzlar verändert?

    Wir, das heißt der halbe Aufsichtsrat, sind dorthin gefahren in dem Glauben, dass sich die Mannschaft gut präsentiert und zwei Punkte mitbringt. Wir wollten wie schon über unsere Anzeige zeigen, dass wir hinter der Mannschaft stehen, und hatten auf eine positive Reaktion gehofft.

    Mit welcher Erkenntnis sind Sie nach dem Debakel zurückgefahren?

    Dass Handlungsbedarf herrscht. Es ist eine Sekunde vor Zwölf. Wir können nicht noch so ein Spiel verkraften. Es gibt kein Mannschaftsgefüge mehr, bei den Spielern ist der letzte Wille, sich gegen die Niederlage zu stemmen, nicht erkennbar. Es ist ein mentales Problem, doch wir können nicht mehr warten. Jetzt nichts zu tun, bedeutet Stillstand.

    Wie erklären Sie sich den extremen Leistungsabfall?

    Ich glaube, dass jeder mit sich selbst beschäftigt ist. Der eine mit einer Verletzung, der andere mit Gedanken an die Zukunft. Es gibt sicher für alles eine Erklärung, doch muss die Mannschaft letztendlich zusammen für den VfL antreten und die Klasse halten.

    Heißt Handlungsbedarf, dass neue Spieler verpflichtet werden?

    Ja, denn wir können in der jetzigen Situation nicht darauf warten, dass die Mannschaft von sich aus wieder in die Spur findet. Dafür ist die Lage zu brenzlig. Dabei ist es sicher nicht einfach, jetzt neue Spieler zu finden, die der Mannschaft weiterhelfen können.

    Auf welchen Positionen wollen Sie handeln? Wo schauen Sie sich um?

    Wir brauchen vor allem im Rückraum und in der Deckung Verstärkung. Wir werden uns im Ausland umsehen, beispielsweise bei Vereinen, die aus der Champions League ausgeschieden sind.

    Nach der finanziellen Rettung haben Sie gesagt, dass Sie nur das Geld ausgeben, was Sie auch haben. Wie verträgt sich das mit Neuverpflichtungen?

    Es muss sein, denn für den VfL geht es jetzt um alles. Wir haben in diesem Jahr insgesamt 8 Millionen Euro gesammelt, nimmt man die geplante Halle und den laufenden Etat hinzu. Wir sind bei allen, die Geld gegeben haben, im Wort.

    Was würde passieren, wenn der VfL in die Zweite Liga absteigt?

    Das wäre ein Desaster. Das geht gar nicht, und wir haben auch keinen Plan B. In den Wirtschaftsplan der kommenden Jahre ist beispielsweise die Vermarktung der Halle eingerechnet. Die Zweite Liga würde uns unheimlich zurückwerfen. Nicht nur finanziell, wir hätten auch keine Spieler mehr. Deshalb werden wir alle Anstrengungen unternehmen, um es zu verhindern.

    Laufen Sie dann nicht erneut Gefahr, mehr Geld auszugeben, als Sie haben?

    Der Erfindungsreichtum ist groß. Außerdem gibt es schon Signale aus dem Businessclub, die Unterstützung zu erhöhen.

    Es liegt ein unglaublich turbulentes Jahr hinter dem VfL. Würden Sie heute noch einmal den Vorsitz im Aufsichtsrat übernehmen?

    Ja. Denn wir haben ja auch viel erreicht. Wir haben den VfL konsolidiert, die VfL-Familie ist wieder enger zusammengewachsen. Wir haben oberbergische Unternehmen motiviert, mit uns zusammenzuarbeiten, und wir haben den entscheidenden Schritt zum Bau einer neuen Halle getan. Ich hatte mir nur etwas Entlastung erhofft, dass sich die Mannschaft sportlich im Mittelfeld der Tabelle festsetzt und dadurch sportliche Ruhe eintritt. Doch jetzt überdeckt der sportliche Misserfolg all die anderen Dinge. Dass es so extrem werden würde, damit habe ich nicht gerechnet.

    Frustriert Sie das nicht ungemein?

    Es gibt aber keinen Grund, davonzulaufen. Der VfL ist in der Jugendarbeit gut aufgestellt, die U 23 entwickelt sich gut. Wir sind in konstruktiven Gesprächen, was die Leitung der Handballakademie angeht, und hoffen, im Januar einen neuen Leiter nennen zu können. Wir haben mit Jan Gorr einen neuen Trainer für die kommende Saison, der perfekt ins Konzept passt. Deshalb ist der VfL trotz der prekären Situation der Bundesliga-Mannschaft nach wie vor ein attraktiver Verein.

    Was wünschen Sie sich für das Spiel am Montag gegen den THW Kiel?

    Dass wir nicht untergehen. Und ganz viele Zuschauer, die wir brauchen, um gegen Kiel zu bestehen.