Ich finde es grundsätzlich sehr schade, wie in vielen Diskussionen zu diesem Thema, mit den Fans umgegangen wird, die Sonntag 12:30 Uhr nicht in die Halle können, egal ob "Heimfan" und/oder "Auswärtsfan". Da sind viele Leute dabei, die schon lange dabei sind, die ihren Verein mit Herzblut unterstützen, und denen es weh tut, wenn sie in Zukunft auf eine Vielzahl von Spielen verzichten müssen. Denen gegenüber empfinde ich Aussagen wie, "dafür kommen halt andere", "Pech gehabt", "dann geh halt nicht in die Kirche", "dann koch halt früher", "müssen halt früher aufstehen", für sehr unsolidarich und teilweise sogar schäbig. Gerade in der Handballszene hätte ich mir andere Reaktionen gewünscht.
Aber was mich mindestens genauso stört, ist dass in vielen Beiträgen (hier und anderswo), von den Befürwortern von Sonntag 12:30 Uhr, fast nur auf die oben genannte Thematik eingegangen wird. Die Schwierigkeiten der neuen Regelung bestehen doch nicht nur in einigen "Einzelschicksalen", sondern die Summe der Schwierigkeiten macht das Problem!
Themen wie höhere Kosten, geringere Einnahmen, umkrempeln von Hallenbelegungsplänen, Personalbeschaffung und mehr, werden gerne negiert. Frei nach dem Motto: Ist ja nicht mein Problem, die werden das schon irgendwie hinbekommen. Und die paar "Heulsusen" die nicht mehr kommen, sind mir auch egal, die sollen nicht so dramatisieren.
In der Fanszene zeichnet sich derzeit aber recht deutlich eine Entwicklung "Gegen Sonntag 12:30 Uhr" ab. Hier in Göppingen sprechen sich alle vier organisierten Fanclubs gegen diese Anwurfzeit aus. Und auch aus anderen Vereinen sind ähnliche Tendenzen zu vernehmen. Warten wir mal ab, was die nächsten Wochen noch passiert. Der Vertrag ist zwar unterschreiben, aber für viele Fans ist die Sache trotzdem noch nicht gegessen.