Beiträge von vr316

    Vielleicht sehe ich das etwas zu naiv, aber als SR fühle ich mich genauso als Bestandteil des Spiels wie Spieler und Trainer (und ZN) und nicht als "Gleicher unter Gleichen". Wenn Spieler oder Trainer offensichtliche Fehler machen, dann dürften sie dieser Logik nach auch nicht von anderen Spielern oder Trainern dafür kritisiert werden. Und als Begründung scheint mir hier das alte biblische Motto "was du nicht willst was man dir tu..." zu dienen. Dies in dieser Diskussion nur auf SR zu beziehen, scheint mir doch etwas zu einfach und eindimensional.

    Natürlich kann Kritik gegen SR-Kollegen als schlechter Stil gesehen werden und drückt in der Regel ein Überlegensheitsgefühl des Beurteilenden aus, aber andererseits gibt es auch ein Recht auf Meinungsfreiheit und so lange eine Aussage sachlich bleibt, sollte eine Aussage über SR-Kollegen nicht immer verurteilt werden. Pöbeleien von der Tribüne gegen SR gehören sich aus meiner Sicht generell nicht, egal ob SR-Kollege oder nicht. Aber wenn mich ein Trainer oder Zuschauer fragt, was ich von einer Entscheidung oder einer Leistung der SR halte, dann finde ich persönlich folgende Aussagen legitim:

    1. "Ich habe diese Situation (Foul, Schritte,...) anders gesehen und hätte von hier oben anders entschieden. Aber vielleicht hatte der SR einen anderen Blickwinkel oder es sah aus seiner Position einfach anders aus."

    2. "Nun, ich fand die Linie der SR zwar manchmal schwer nachvollziehbar, aber man konnte sich darauf einstellen und sie haben die Linie recht konsequent durchgehalten."

    3. (absolutes Totschlagargument !!! ;) ) "Wahrscheinlich war das am Ende ein Strafwurf, aber wenn ihr vorher eure Chancen reinmacht, ist der Pfiff am Ende egal."

    Und da sind wir aus meiner Sicht an einem entscheidenden Punkt. Als SR bekommen wir nicht dadurch mehr Akzeptanz, in dem wir nichts über die Leistung von Kollegen sagen. SR sind wahrscheinlich sogar die am Spiel beteiligte Gruppe, die am ehesten zu ihren Fehlern steht. Ich höre zumindest viel häufiger SR sagen "Meine Entscheidung war wohl falsch" als das dieser Satz von einem Trainer oder Spieler kommt. Allerdings wird vom Umfeld nicht im gleichen Maße eine gute Leistung der SR anerkannt wie dies bei einem Spieler oder Trainer festgestellt wird. Das finde ich persönlich viel bedenklicher.

    Und so kommen wir abschließend zur Frage, ob es bei einem Charaktertest richtig oder falsch geben kann oder ob die Wahrheit nicht in den Augen des Betrachters liegt. Die "Nicht-Äußerung zur Leitung anderer SR" ist aus meiner Sicht keine entscheidende Charaktereigenschaft für gute SR, falls es überhaupt eine Eigenschaft ist. Mir würden spontan andere Charaktereigenschaften einfallen, die wichtiger für die Akzeptanz eines SR sind. Wir sollten hier also lieber eine Liste mit wichtigen Charakter-Eigenschaften für SR erstellen und jeder SR sollte sich fragen, ob er diese Kriterien wichtig findet und sie auf sich anlegt. Und das wäre dann auch für SR aller Klassen gültig, egal ob Bundesliga-SR oder SR in der E-Jugend. Mir persönlich würde ein solcher Eigenschaften-Kanon mehr bringen, den vorgestellten Test sehe ich mehr als Hilfe in der Kategorie "wie vermeide ich den Tritt ins Fettnäpfchen".

    Die Angriffe gegen SR gehen weiter:

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    Chaos in Kornwestheim - Tumulte nach Spielende

    Mit unschönen Szenen endete das Punktspiel zwischen dem TV Kornwestheim und der TSG Friesenheim, welches der TVK knapp mit 29:28 (15:16) für sich entscheiden konnte. Nach Spielende wurde ein Gespannpartner des IHF-Teams Holger Fleisch und Jürgen Rieber aus Ostfildern und Denkendorf von einem Zuschauer mit dem Ellenbogen in die Magengegend geschlagen.

    Am letzten Wocheende hatte ich meine erste Jung-SR-"Beobachtung". Im Handballbezirk Wiesbaden werden (wohl zum ersten Mal) die SR nach der Prüfung in 3 Spielen von erfahrenen SR betreut (aus dem AK-SR oder aus dem HHV-Kader), dies wird auf dem Spielbericht per Unterschrift dokumentiert (was ich auch prompt vergessen habe) und mit den 3 Beobachtungen als praktische Prüfung ist der SR dann auch offiziell in die SR-Zunft aufgenommen. Der Ablauf:

    Vor Spielbeginn habe ich mich dem SR vorgestellt, er war knapp 16 und etwas aufgeregt. Habe beiden Betreuern dann die Situation erklärt und bin mit dem SR noch mal einige Dinge vor Anpfiff durchgegangen. Während des Spiels saß ich auf der Tribüne und schaute mir das (ereignislose) Spiel der wD an. Das Ergebnis habe ich verdrängt, das Spiel hat viele Vorurteile bestätigt und der SR war mit das Beste am Spiel. Nach anfänglicher Unsicherheit immer souveräner, gute Schritte- und Strafwurfentscheidungen, kleine Schwächen bei Prellfehlern, aber für das erste Spiel aus meiner Sicht sehr gut. Nach dem Spiel noch einige Hinweise, das war es. Ich fand das ok, Kosten bekomme ich wohl nicht ersetzt, aber ich habe auch nicht nachgefragt. Dem SR hat es sicher geholfen, dass jemand als Hilfe anwesend war.

    Meiner Meinung nach hat der THW verdient gewonnen, weil er öfters die richtigen Entscheidungen getroffen hat und mehr Spieler auf dem Feld hatte, die torgefährlich waren. Die rechte Angriffsseite vom VfL war zu schwach um Kiel zu gefährden, außerdem verwarfen die Außen in entscheidenden Situationen freie Würfe. Kiel war mannschaftlich geschlossener und konnte durch eine etwas bessere Abwehrleistung einige leichte Tore aus dem Tempogegenstoß erzielen, während der VfL aus dem Positionsangriff etwas erfolgreicher war.

    Die SR fand ich nicht spielentscheidend, wobei es am TV teilweise schwer war die Linie nachzuvollziehen. Ich fand, dass nicht über 60 Minuten alle vergleichbaren Situationen gleich gepfiffen wurden, vor allem wenn ein Angreifer am Abwehrspieler vorbei war und dann noch von hinten gehalten wurde bzw. im Wurf behindert wurde. Auch schien es so, als ob am Ende teilweise der Körperkontakt gegen Angriffsspieler des VfL nicht mit Freiwurf oder Strafwurf geahndet wurde, während es in der letzten Situation beim THW für eine ähnliche Situation 7-Meter gab. Wobei ich aus der TV-Sicht nicht beurteilen kann, ob die Angreifer volle Körperkontrolle hatten und deshalb nicht gepfiffen wurde oder ob einfach das Stellungsspiel der SR ungünstig war. In einigen Situationen habe ich mich auch über die Verteilung der Pfiffe von Tor- und Feld-SR gewundert. Aber das Spiel wurde nicht von den SR entschieden, sondern aus meiner Sicht durch einen zu schwachen Yoon, eine mangelnde Chancenauswertung durch den VfL in freien Wufsituationen und die Schwächephase des Heimteams am Beginn beider Halbzeiten.

    Insgesamt war es ein durchschnittliches Handballspiel mit wenigen Highlights und einem verdienten Sieger. Ich fand auch die Übertragung duch das DSF gut, die Stimmung in der Halle wurde vor allem vor Spielbeginn gut eingefangen und Bob hat wieder einige Glanzlichter gesetzt. Ich hatte zu Hause mit meinem Bruder einen schönen Handballabend. Und das war für mich das Wichtigste.

    Wer wissen will, wo sich der Weihnachtsmann gerade aufhält, kann seinen Weg auf dieser Seite verfolgen: http://www.noradsanta.org

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    Dieses Jahr ist das 50. Jubiläum, dass NORAD and sein Vorgänger, der Kontinentale Luftschutzverteidigungsstab (CONAD) auf den Spuren des Weihnachtsmanns, auch Santa Klaus genannt, sind. Die Tradition begann, nachdem in der Anzeige eines in Colorado Springs ansässigen Geschäfts, Sears Roebuck & Co, die Kinder dazu aufgerufen wurden, den Weihnachtsmann auf einer extra eingerichteten Hotline anzurufen, darin aber unabsichtlich eine falsche Telefonnummer enthalten war. Anstelle von Santa wurden die Kinder mit der Hotline der militärischen Mission des Oberbefehlshabers von CONAD verbunden. Der Leiter der Operation, Oberst Harry Shoup, erhielt den ersten “Santa” Anruf am Heiligen Abend 1955. Nachdem er herausgefunden hatte, was geschehen war, veranlasste Oberst Shoup seine Truppen, Radardaten zu überprüfen, um zu sehen, ob es irgendein Anzeichen gab, dass Santa sich vom Nordpol aus in südlicher Richtung bewegte. Es gab tatsächlich Zeichen von Santa und Kinder, die anriefen, wurden über Santa’s Position auf dem neuesten Stand gehalten. Und so wurde die Idee, Santa zu verfolgen, ins Leben gerufen. 1958 entschlossen sich die Regierungen Kanadas und der Vereinigten Staten, einen gemeinsamen Luftschutzverteidigungsstab für den nordamerikanischen Kontinent einzurichten, weil sie der Meinung waren, dass sie Nordamerika als Team besser verteidigen könnten. So entstand der Nordamerikanische Luftschutzverteidigungsstab.

    Der Stab führte die Tradition von CONAD fort und verfolgte erstmals 1958 Santas Spuren. Seit dieser Zeit beantworten Männer und Frauen, die bei NORAD arbeiten, Anrufe von Kindern persönlich. Darüber hinaus rufen Medienbeauftragte aus der ganzen Welt am Heiligabend bei NORAD an, um über Santa’s Position auf dem neuesten Stand zu sein. Die Webseite wurde letztes Jahr von Millionen von Menschen besucht, die Santa’s Aufenthaltsorte wissen wollten. Dieses Jahr werden die Informationen in 6 Sprachen übersetzt.

    Dank der Hilfe von vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern ist es NORAD möglich, auf Santa’s Spuren zu bleiben. Viele Menschen in den Luftwaffenstützpunkten Cheyenne Mountain und Peterson Air Force Base verbringen einen Teil des Heiligen Abends mit ihren Familien und Freunden in der Santa-Missions-Zentrale von NORAD, um Telefonanrufe zu beantworten und den vielen Tausenden von Kindern, die anrufen, den neuesten Stand von Santa mitzuteilen.

    NORAD ist eine Militäreinrichtung der USA und Kanadas, die für die Verteidigung der Luft- und Raumfahrt dieser beiden Staaten verantwortlich ist. NORAD wurde 1958 aufgrund eines Abkommens zwischen Kanada und den Vereinigten Staaten gegründet. Das Abkommen wurde zwischenzeitlich 9 Mal erneuert - das letzte Mal im Jahr 2000. NORAD warnt bei Raketen- und Luftangriffen auf seine beiden Mitgliedsstaaten, gewährleistet die Lufthoheit von Nordamerika und liefert Luftschutzverteidungskräfte zur Verteidigung bei Luftangriffen.

    Die Aufgaben von NORAD haben sich über die Jahre weiterentwickelt, um die Luft- und Raumfahrtverteidigungsbedürfnisse Kanadas und der Vereinigten Staaten abzudecken. Die aktuellste “Weiterentwicklung” von NORADs Aufgabenspektrum resultiert aus den Ereignissen des 11. September 2001. Aufgrund der Vorkommnisse dieses Tages überwacht NORAD jetzt auch den zivilen Flugverkehr im Luftraum über Kanada und den Vereinigten Staaten. NORAD beschäftigt Frauen und Männer, die den Himmel ständig überwachen, um die Vereinigten Staaten und Kanada vor Gefahren zu bewahren und die Einwohner zu schützen.

    Wo wir gerade Buli-Spieler aufzählen, die eine Jugend trainieren: Beim Zweitligisten aus Münster trainieren auch einige der Spieler eine Nachwuchsmannschaft, Kaluschny trainiert die D-Jugend und Bansa die A-Jugend.

    Vielleicht sollten einige Vereine das Trainieren einer Jugendmannschaft als Vertragsbestandteil verankern, würde ihnen zumindest einen guten Zulauf sichern, wer trainiert nicht gerne unter einem "Star".

    Glaubt ihr wirklich das es so kommt ?

    Jeder muss für sich selbst entscheiden, ob er an mentales Training glaubt. Mit der Einstellung "was soll der Esoterik-Mist" wird es nichts bringen. Ich persönlich finde mentales Training wichtig und es sollte einen gewissen Anteil am Training einnehmen, denn aus meiner Sicht werden Spiele auch im Kopf entschieden. Jeder muss entscheiden zu welchem Prozentsatz, ich halte bis zu 60 % für realistisch. Eine gute Hilfe können Gespräche mit erfahrenen bzw. höherklassigen Spielern sein. Als Literatur empfehle ich "Mentales Handballtraining".

    Zumindest hat Handball von allen Ballsportarten wohl die meisten Liveübertragungen im Free-TV. Ich sehe das schon als Erfolg und hoffe, dass das momentane Level erhalten bleibt. So bleibt auch die Qualität ok, mehr Handball führt vielleicht auch zu einem Qualitätsverlust.

    @ Lasse: Naja, wir können wahrscheinlich stundenlang darüber diskutieren, ob es zu wenig rote Karten bzw. zu wenig Ausschlüsse gibt. Mir geht es als SR auch so, dass ich eigentlich nie einen Ausscluss gebe, dass kommt so im Schnitt alle 2 Jahre mal vor. Mir geht es mit dieser Aussage mehr darum, dass ein grobes Foul (mit Verletzungsfolge) in der Regel zu einer Disqualifikation führt, was aber eben nur eine Matchstrafe ist. Hier passt für mich das Strafmaß nicht, eine rote Karte sollte automatisch ein Spiel Sperre nach sich ziehen.

    Mein Standardbeispiel: Der Außen springt in den Kreis zum Torwurf und wird "runtergepflückt", also deutlich und fest am Wurfarm gezogen und gefoult. Schon oft erlebt, eine rote Karte wird hier auch gegeben, aber der Werfer kann nicht mehr weitermachen und fällt vielleicht aus. Der "Sünder" ist aber auf jeden Fall im nächsten Spiel wieder dabei. So weit no ok, aber wenn nun ein Mitspieler oder der Trainer auf Grund dieses Fouls auf den Täter zurennt und emotional fragt "Hier, was soll das, du Depp", dann wird es auch eine rote Karte geben und in der Regel zwei Spiele Sperre.

    Unabhängig ob es hier um Fingerspitzengefühl oder sonst was geht. Aber sollte der Übeltäter nicht auf jeden Fall auch eine Sperre bekommen? Und dies ist eine Aufgabe für die Regelkommission, da stimmt es in unserem Sport immer noch nicht. Und vor diesem Hintergrund betrachtet wird meine Aussage zu "mehr Mut zum Ausschluss" vielleicht verständlich.

    Und was lernen wir daraus:

    1. Im Handball gibt es (aus meiner Sicht) zu wenig Ausschlüsse.

    2. Wenn ein SR einen Ausschluss gibt und es richtig begründet, dann ist es so.

    3. Wenn "Kacid" demnächst von seinem Ausschluss berichtet, dann wissen wir, das er entweder zu auffällig gefoult hat oder der SR ihm bei der Faust ins Gesicht doch Absicht unterstellt hat. Tja, Schuam vorm Mund ist dann doch ein sicheres Zeichen... ;)

    Oder eine Videokamera mitlaufen lassen. Ihr könnt nachher schauen, ob der SR wirklich unfair war und könnt später mit ihm darüber reden und der SR traut sich vielleicht nicht so zu pfeifen wie er das in euren Augen immer tut.

    Aus meiner Sicht muss man beim Trikot-Problem auch mal nach den Spielklassen schauen. Als Buli-SR bekomme ich meine Trikots gestellt, vielleicht auch manchmal in niedrigeren Klassen. Da ist es auch möglich, dass man dann 5 oder mehr Trikots hat. Dann gibt es noch so ein paar "Verrückte", die auch in unteren Klassen tolle Trikots haben wollen und fast das komplette Farbspektrum abdecken können (schwarz, weiß, schwarz-weiß, gelb, grell-gelb, orange, blau, grün, rot). Und es gibt die SR, die aus Verbundenheit zum Verein pfeifen oder halt seit 30 Jahren ihren Dienst tun und in dieser Zeit auch kein Geld in ein neues Trikot investiert haben. Für einen Neuling finde ich 2 Trikots ausreichend (schwarz + Farbe). Aber fordern, dass SR sich mit der vollen Farbskala bewaffnen, kann man nicht. Es sei denn, man will noch weniger SR haben, als es schon gibt.

    Und jetzt noch einer für das Phrasenschwein: Wenn der SR gut pfeift, kann er das von mir aus auch im T-Shirt oder Trainingsanzug tun. Was nützt mir das beste Outfit (außer ein guter Eindruck), wenn ich sonst sch*** pfeife?