Irgendwie ist die aktuelle sportliche Entwicklung beim SPIEGEL vorbeigegangen. Aber man kann ja nicht immer auf dem neuesten Stand sein... ![]()
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Kiel entthront FlensburgDer THW Kiel ist Deutscher Handballmeister. Das Team von Trainer Noka Serdarusic setzte sich am letzten Spieltag der Saison souverän bei Aufsteiger HSG Düsseldorf durch. Für die "Zebras" war es der insgesamt achte Meistertitel in den vergangenen elf Jahren.
Düsseldorf - "Der Titelgewinn ist für mich eine Riesen-Sensation. Ich bin einfach glücklich", so Kiels Welthandballer Henning Fritz nach dem entscheidenden 36:30 (17:12)-Sieg bei der HSG Düsseldorf. "Das war über die gesamte Spielzeit die beste THW-Leistung, seit ich hier Trainer bin. Auf diese Mannschaft bin ich stolz", schwärmte auch Coach Noka Serdarusic.
Verfolger und Titelverteidiger SG Flensburg-Handewitt (34:31 beim TBV Lemgo) konnte den Zwei-Punkte-Rückstand im Schlussspurt zwar nicht aufholen, durfte sich aber mit dem erneuten Triumph im DHB-Pokal trösten.
Der Coup 2005 war der elfte Meistertitel für Kiel. Damit haben sich die Norddeutschen eng an die Fersen von Rekordchampion VfL Gummersbach (zwölf) geheftet und den Erzrivalen aus Flensburg wieder abgelöst. Die Zahlen sind beeindruckend: 27 Spiele in Folge und 235 Tage blieben die Kieler ohne Niederlage - und feierten ihren insgesamt 15. Titel in elf Jahren.
Den dritten Champions-League-Platz sicherte sich der SC Magdeburg (32:26 gegen Pfullingen). International vertreten wird die Bundesliga zudem von der HSG Nordhorn (Pokalsieger-Wettbewerb) sowie im EHF-Cup durch Lemgo, Gummersbach und Cupverteidiger Tusem Essen. Sollte es allerdings beim Lizenzentzug für Essen bleiben, würde FA Göppingen als Vierter des Final-Four-Pokalturniers in den Europacup rutschen.
Absteiger sind Post Schwerin und Pfullingen, während GWD Minden seine Chance zum Klassenverbleib in der Relegation gegen Eintracht Hildesheim oder die SG Kronau-Östringen aus der Zweiten Liga nutzen will.