Nun, von den Wallauer Spielern die im Regio-Team spielen werden, haben die Leute sicher darauf spekuliert, dass sie auch Einsatzzeiten in der BuLi bekommen. So heißt es für Allendorf "nur" Regio-Team statt Bundesliga, wo er ja schon gespielt hat. Ob alle wirklich unterschreiben hätten, wenn sie gewusst hätten, dass es wirklich keine Lizenz gibt???
Beiträge von vr316
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Sollte Dotzauer etwa schon was von Wallauer Eigeninsolvenzantrag gewusst haben? Das würde die Zuversicht erklären. Man sollte ihn mal fragen.
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Und auf jeden Fall ist Velyky eine echte Verstärkung für die Kröstis. Ein Grund mehr mal nach Mannheim zu fahren.
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Die Handballecke war wohl die beste Info-Quelle in der ganzen Lizenzierungsgeschichte. Danke an alle "Informanten", leider war doch mehr wahr als viele glauben wollten.
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So viel Dreistigkeit hätte ich der Wallauer Führung dann doch nicht zugetraut. So ein Abgang bleibt lange im Gedächtnis und wirft auch ein schlechtes Licht auf alle, die seriös gearbeitet haben.
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Gibt es schon Wasserstandsmeldungen aus Minden?
Steht Wallau und Essen das Wasser nur bis zum Hals oder sind sie schon untergegangen und in die Regio abgetaucht?
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Einar-Örn Jonsson von Wallau wechselt zum spanischen Erstligisten BM Torrevieja bei Alicante. (Quelle: Wiesbadener Tagblatt)
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Schwebezustand wird heute beendet
Team des Handball-Bundesligisten Wallau hat sich nahezu aufgelöst/Jonsson nach SpanienGestern wechselte er, der die Zuverlässigkeit in Person war, von der SG Wallau/Massenheim zum spanischen Erstligisten BM Torrevieja bei Alicante.
Vom 30.06.2005
WALLAU Heute entscheidet sich, ob die SG Wallau/Massenheim die Lizenz für die nächste Bundesliga-Saison erhält. Vor den Handball-Richtern in Minden ist dies die letzte Instanz. Möglich, dass Wallau nach einer erneuten Niederlage noch vors Oberlandesgericht zieht.
Von Volker EckhardtFür Hans-Dieter Großkurth, den Geschäftsführer der neuen Sportbetriebs-GmbH, ist klar: "Wenn wir die Lizenz erhalten, bleibt Martin Schwalb Trainer in Wallau. Das hängt aber vom Ausgang der Verhandlung ab, die um 15 Uhr in Minden beginnt. Für mich ist das alles Neuland, aber unsere Anwälte haben sämtliche Unterlagen fristgerecht eingereicht."
Unumstößlich ist, dass der Vertrag der HSG Wetzlar mit Trainer Martin Schwalb in Kraft tritt, wenn Schwalb heute von dem Kontrakt nicht zurücktritt. Wetzlars Manager Rainer Dotzauer ist sich seiner Sache ohnehin sicher, bezeichnet den eventuellen Absprung Schwalbs in der Wetzlarer Neuen Zeitung als "rein theoretische Möglichkeit". Für ihn ist sicher, dass der Wallauer Trainer nächste Runde seine Zelte in Wetzlar aufschlägt: "Wallau ist nach Auffassung aller Experten vor dem Schiedsgericht chancenlos. Martin Schwalb will und wird bei der HSG Wetzlar arbeiten."
Seit gestern macht Schwalb bis zum 9. Juli Urlaub in den Bergen Österreichs. Für ihn ist die Lage eindeutig: "Erhält Wallau die Lizenz, was ich mir wünsche, dann habe ich die Möglichkeit, den Vertrag mit Wetzlar zu kündigen. Ich werde mich dann mit Wallau über einen neuen Vertrag unterhalten." Außerdem müsste er eine neue Mannschaft aus dem Boden stampfen, was auch nicht über Nacht zu realisieren ist. 1,33 Millionen stehen als Etatgröße im Lizenzierungs-Antrag, der der Handball-Bundesliga (HBL) vorgelegt worden ist. Ob dieses Geld nach den Entwicklungen der letzten Tage noch aufzutreiben ist, steht auf einem anderen Blatt.
So wie der totale Rückzug des Gesellschafter-Sprechers Ralf Jahncke vor dem letztinstanzlichen Urteilsspruch zur Unzeit kam, so auch die Unterschrift Schwalbs unter das Wetzlarer Trainer-Papier, die Abschaltung der Bundesliga-Website im Internet, weil der Webmaster nicht mehr länger auf sein Geld warten wollte, sowie der Absprung der Spieler Dominik Klein nach Großwallstadt und Einar-Örn Jonsson nach Spanien.
Spielervermittler Wolfgang Gütschow meldete gestern um 15.40 Uhr Vollzug: "Jonsson hat gerade für ein Jahr beim spanischen Erstligisten BM Torrevieja unterschrieben." Der Dreizehnte der Liga war am Ende der vergangenen Saison aufgestiegen und ist in einem Vorort von Alicante an der Mittelmeer-Küste beheimatet. Andreas Rastner hat ebenfalls bereits einen neuen Verein gefunden. Gehandelt werden die Regionalligisten Petterweil und Vogelsberg. Bleiben noch Maik Makowka und Marcus Rominger. Bis der Keeper ein neues Engagement gefunden hat, ist er bereit, bei der TG Hochheim als Torwart-Trainer einzusteigen.
Erhält die SG Wallau/Massenheim heute nicht die Lizenz, wird die Regionalliga-Truppe der SG zur ersten Garnitur und hat beste Aussichten, in die Zweite Liga aufzusteigen, stoßen doch in diesem Falle außer Torhüter Mathias Beer möglicherweise auch Sebastian Linder und Benjamin Hundt zum Kader. Beide haben bereits Erfahrung in der Bundesliga gesammelt. Wenn dann auch noch Harald Scholl und Bodo Ströhmann wieder als Sponsoren einsteigen sollten, hat Bernd Wagenführ, der Manager des Regionalliga-Teams, alle Trümpfe für einen erfolgsträchtigen Neuanfang in der Hand. Zu den Favoriten für den Zweitliga-Aufstieg zählen die Wallauer allemal.
Die zukünftige zweite SG-Garnitur kann, falls die Bundesliga-Truppe ohne Lizenz bleibt, in der Oberliga oder in der Bezirks-Oberliga spielen. Noch dürfen es sich die Wallauer aussuchen, steigt doch "Alt-Wallau II" offiziell aus der Regionalliga in die Oberliga ab. Zehn Tage nach dem heutigen Urteil muss sich die SG spätestens verbindlich erklärt haben, ob sie den Oberliga-Platz einnimmt. So hat es das Präsidium des Hessischen Handball-Verbandes beschlossen. Dessen Geschäftsführer Günter Dörr fügt hinzu: "Falls die Wallauer danach ihre Mannnschaft wieder abmelden, um als erster Absteiger in die Landesliga zu kommen, werden wir alle anderen 14 Oberligisten in ihren Regressforderungen gegenüber Wallau unterstützen."
Soweit ist es noch lange nicht, doch es zeigt, dass die Wallauer Lizenzfrage bis ins Hessenland und in den Bezirk Wiesbaden hineinreicht. Spätestens am 12. Juli soll dort der Terminplan für alle Klassen stehen. Da aber die Oberliga nun erst am 15. Juli ihren endgültigen Spielplan veröffentlichen kann und zudem am Wochenende die letzten Teilnehmer der Jugend-Regionalliga und der -Oberliga ermittelt werden, ist an eine ordnungsgemäße Aufstellung der Terminlisten vorerst nicht zu denken. Muss doch das Puzzle-Spiel mit der Belegung der verschiedenen Sporthallen vorher auch noch gemeistert werden.
Quelle: Wiesbadener Tagblatt
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Mir hat der Kommentator heute Morgen sehr gut gefallen, es sollte öfter Handball auf Eurosport geben. Auch bei einem so schwachen Spiel hatte man wenigstens etwas zu lachen, wobei auch die Kompetenz zu erkennen war.
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Ich habe folgende Probleme mit der Frage:
- Ist der Spieler B8 der 7. Feldspieler, dann muss neben der Bestrafung des MV auf jeden Fall auch eine Hinausstellung wegen zu vielen Spielern auf den Platz hinzukommen.
- Außerdem kann es nach meinem Regelempfinden nicht angehen, dass ein Spieler, der auf den Platz rennt und regelwiedrig eine Torgelegenheit vereitelt, nicht Progressiv bestraft werden kann.
Aus meiner Sicht wäre die Anwort "Spielfortsetzung 7-Meter" + "Progressive Bestrafung gegen B wg. des Fouls" + "Progressive Bestrafung gegen MV B wg. des fehlendem Eintrag in Spielbericht" + evtl. "Hinausstellung wg. zu vieler Spieler auf dem Feld"
Hoffe mal, meine Sicht ist auch mit den neuen Regeln gedeckt.
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Original von Marco7
Wo ist denn der deutsche Meister, die SG Solingen? Dann findet das Elite-Tunrier ohne die SG statt!Solingen war vor 2 Jahren in der C-Jugend nicht Meister, so einfach ist das. Deshalb spielt wohl eine andere Mannschaft aus eurer Gegend mit.
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Obwohl ich auch kein Freund von RTL bin, sollte es jedem Zuschauer selbst überlassen sein, was er schaut. Bei RTL schaue ich Formel 1 und WWM, sonst ist in der Regel nach spätestens 5 Minuten meine Schmerzgrenze erreicht und ich zappe weg. Aber wem RTL gefällt, der soll es schauen. Wir leben schließlich in einem freien Land.
Das F4 würde ich mir auch bei RTL anschauen, mehr Werbung als beim DSF gibt es sicher nicht und so dumme Fragen bei Telefonspielen (Wie heißt der Kieler Trainer mit Vornamen ? Nokia oder Siemens) werden sicher auch nicht gestellt. Jeder hat seine Chance verdient und es kann dem Handball nur gut tun, einen neuen Sender für Übertragungen zu haben. Und ob sich das Zuschauerniveau in den Hallen durch Übertragungen bei RTL ändert? Das wage ich doch sehr zu bezweifeln.
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Im mir vorliegenden Fragenkatalog (Hessischer HV) gibt es eine Frage, die ich anders beantworten würde. Vielleicht kann mir jemand mal eine Erklärung liefern:
28. Der verspätet eintreffende Spieler B8 rennt aus der Kabine direkt auf das Spielfeld und vereitelt eine klare Torgelegenheit. Richtige Entscheidung?
a) 7-Meter-Wurf für Mannschaft A
b) Freiwurf für Mannschaft A
c) Hinausstellung von B8
d) Progressive Bestrafung für den MV von BDie offizielle Antwort: d) (wohl weil der Spieler nicht im Spielbericht eingetragen war, ist ok)
Warum aber nicht a) bzw. wie ist die Spielfortsetzung?
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Wenn Schwalb in Wetzlar nicht erfolgreich ist, dann kann er seine Bundestrainer-Ambitionen auch auf Eis legen. Schließlich sehen viele in ihm den Nachfolger von Bundes-Heiner.
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Wenn sich die Sender demnächst auch um die Handball-Rechte überbieten, dann eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten in der Vermarktung. Sollte Handball durch RTL wirklich mehr in die Öffentlichkeit rücken, ist vielleicht auch ein wöchentliches Handball-Magazin realistisch. Warum ist die HBL eigentlich nicht mit zwei Kameras bei jedem Spiel vor Ort und macht daraus ein eigenes Magazin, welches sie am Anfang allen Sendern anbietet? Von mir aus auch am Sonntag um 23.30 h bei RTL.
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Original von Meikel
Aber auch nur für die.....
Nein, schade ist es auch für die Angestellten auf der Geschäftsstelle und viele stille Helfer im Hintergrund, die lange hofften und sich bis zuletzt den A**** für den Verein aufgerissen haben. Ebenfalls schade ist es für Spieler, die für das RL-Team mit Perspektive 1. Liga verpflichtet oder gehalten wurden, aber nun diese Chance nicht mehr haben. Es gibt mehr Verlierer als nur die Fans.
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Abgang mit Option zur Rückkehr
Martin Schwalb verlässt Wallau/Massenheim und geht nach Wetzlar – unter VorbehaltMARTIN SCHWALB hat sich mit seiner Entscheidung Zeit gelassen. Er hängt an der SG Wallau/Massenheim, dem Handball-Bundesligisten, für den er 15 Jahre lang als Trainer und Spieler alles getan hat – und weiterhin tut. Zwar hat er am Samstag einen Dreijahres-Vertrag bei der HSG Wetzlar unterschrieben. Aber seine Bedingung für die vorläufige Zusage: Wenn Wallau doch noch die Lizenz für die nächste Saison bekommt, kann er per Option von dem neuen Kontrakt zurücktreten.
So ganz kann Schwalb nicht loslassen, was er in den letzten Jahren aufgebaut hat. Und weil er sich „der Sache verpflichtet“ fühlt, wird er mit seinem Ex-Klub auch am Donnerstag mit vor das Ständige Schiedsgericht des Deutschen Handball-Bundes (DHB) gehen, um in letzter Instanz doch noch die Lizenz zu bekommen. „Das bin ich dem Verein schuldig“, begründet Schwalb.
Neue HerausforderungWie stark seine Verbundenheit ist, hat er in den vergangenen Monaten noch einmal eindrucksvoll bewiesen. Schon im Januar kündigte er seinen Vertrag mit Wallau, „weil endlich mal offen über alles gesprochen werden musste“. Nach dem Rauswurf von Ex-Manager Bülent Aksen hatten die Gesellschafter eine – inzwischen gescheiterte – Sanierungsaktion gestartet. Schwalb ließ sich überzeugen und unterschrieb einen Vertrag bis 2008 im Ländchen. „Bauch und Herz haben mir den Weg diktiert, der Kopf ist mitgesprungen“, hatte er im März gesagt.
Jetzt hat der 42 Jahre alte Trainer die Reißleine gezogen. Die Ungewissheit dauerte zu lang. Sonst gut gelaunt und immer einen lockeren Spruch auf den Lippen, hat sich Schwalb zuletzt verändert. Er wurde nachdenklich und verschlossen. Über seinen Abschied aus dem Ländchen „denke ich nicht nach“. Es gehe nicht darum, was er hinterlässt. „Ich bin Profi und muss die neue Herausforderung annehmen.“
In Wetzlar fängt er nahezu bei Null an. Nur knapp dem Abstieg entgangen, muss das Team neu formiert werden. Und auch im Verein wird sich einiges ändern. HSG-Manager Rainer Dotzauer hatte erheblichen Einfluss auf die sportlichen Entscheidungen von Ex-Trainer Holger Schneider genommen. Das schloss Schwalb schon in den Gesprächen aus. „Rainer Dotzauer wird nicht mehr auf der Bank sitzen, sondern sich um sein Ressort und ich mich um das Sportliche kümmern“, umreißt Schwalb die scharfe Kompetenztrennung. Sein Verhältnis zu Dotzauer bezeichnet er als „hervorragend“. Die verbale Rangelei nach dem Derby im November sei vergessen. „Da hat damals jeder nur seinen Verein verteidigt“, beteuert Schwalb.
Mit dem gleichen Enthusiasmus werde er auch in Wetzlar arbeiten. „Die HSG ist ein Verein im Aufbruch und kann sich sportlich in den nächsten Jahren um einiges verbessern“, blickt Schwalb voraus und wünscht sich, dass die Mannschaft in der Region „eine Euphorie entfacht“.
Der Kader, der ihm dafür zur Verfügung steht, ist eigentlich schon komplett. Er versichert, es sei „nicht im Gespräch“, Spieler aus Wallau mitzunehmen. Allerdings fügt er an, dass „wir natürlich immer nach guten Spielern schauen, die uns weiterhelfen können“.
Umzug geplantEin solcher könnte Dominik Klein sein. Schwalb hat ihn in das Bundesligateam geholt und ihn in dieser Saison zum Leistungsträger aufgebaut. Mit seiner ersten Berufung in die Nationalmannschaft krönte er im Mai seinen Aufstieg – und steht jetzt wie die verbliebenen Wallauer vor einer ungewissen Zukunft.
Schwalb dagegen hat konkrete Pläne, wie es mit ihm und seiner Familie weitergeht. Vom ursprünglichen Plan, in Wallau wohnen zu bleiben, ist er abgerückt. „Wir werden in die Nähe von Wetzlar ziehen“, sagte er gestern. Schwalb wird seinem Motto „ganz oder gar nicht“ treu bleiben. Ob in Wallau oder in Wetzlar, entscheidet sich am Donnerstag.
Maria Saegebarth, NEWS-Frankfurt (http://www.news-frankfurt.com)
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Es ist doch schön zu hören, dass Wetzlar nicht auch unter die ersten 6 will. Denn das wollen ja auch schon 10-12 andere Teams.
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Notausgang für Martin Schwalb
Wenn Wallau am Donnerstag keine Lizenz erhält, geht er nach WetzlarNix wie raus aus der Zwangsjacke: Zwei Herzen schlagen in der Brust von Handball-Trainer Martin Schwalb.
Er will erstklassig bleiben und gibt seinen Wallauern dazu noch Zeit bis Donnerstag.Vom 27.06.2005
WALLAU Der 25. Juni 2005 wird in die Geschichtsbücher der SG Wallau/Massenheim eingehen. Mit einer guten und einer weniger guten Seite. Die A-Jugend wurde Deutscher Meister, Martin Schwalb, der Trainer der Bundesliga-Handballer, unterschrieb bei der HSG Wetzlar.
Von Volker Eckhardt
Am Donnerstag war die SG vor dem Landgericht Dortmund mit ihrem Antrag auf einstweilige Anordnung gescheitert, dass der Vorstand der Handball-Bundesliga (HBL) sofort die Lizenz zu erteilen habe. Zuvor hatte es dieses Gremium bereits zweimal abgelehnt, den Wallauern die Erlaubnis zu geben, in der nächsten Saison wieder in der Elite-Liga zu spielen. Misswirtschaft und Fristversäumnisse waren ins Feld geführt worden. Martin Schwalb war bei der Verhandlung in Dortmund selbst dabei und erkannte als Realist durchaus, dass das Landgericht schwerlich auf Eilbedürftigkeit des Wallauer Bundesliga-Begehrens entscheiden konnte, steht doch am Donnerstag in Minden die letzte Verhandlungsrunde vor den Handball-Richtern an. Erst danach fühlen sich Zivilgerichte am Zug. Der Trainer versicherte jedoch ausdrücklich, dass er, "als gradliniger Mensch" bekannt, auf gar keinen Fall den unterschriftsreif vorliegenden Wetzlarer Vertrag vor dem 30. Juni unterzeichnen werde.
Mochte er plötzlich doch nicht mehr abwarten? Wie eine Bombe schlug am Samstag die Nachricht ein, Martin Schwalb habe bei der HSG Wetzlar einen Drei-Jahres-Vertrag unterschrieben. Hans-Dieter Großkurth, Geschäftsführer der Wallauer Sportbetriebs-GmbH, erfuhr es von dieser Zeitung auf dem Weg zum A-Jugend-Finale nach Kornwestheim. Ihm verschlug es die Sprache, erinnerte sich nur an einen "Zusatz", den es zum Wetzlarer Vertrag da noch geben sollte.
Martin Schwalb sorgte gestern für Aufklärung, nachdem bundesweit verbreitet worden war, er sei definitiv der neue Wetzlarer Coach. "Nix da. Ich habe einen Drei-Jahres-Vertrag mit der Option unterschrieben, vom Vertrag zurücktreten zu können, falls Wallau am 30. Juni die Lizenz bekommt. Von der HBL ist zugesagt worden, dass an diesem Tag die endgültige Entscheidung fällt."
Schwalb betonte, dass mit dieser Lösung sowohl die Wallauer als auch der Wetzlarer Aufsichtsrats-Vorsitzende Werner Schäfer und HSG-Manager Rainer Dotzauer einverstanden sind: "Alle Wallauer Gesellschafter wissen, dass ich bis zum Schiedsgericht mitgehe, was mir sogar die Wetzlarer als besondere Charakterstärke bescheinigt haben. Ich habe seit Wochen immer wieder gesagt, dass für mich der Urteilsspruch des Schiedsgerichts der letztmögliche Termin ist, denn wenn die Wallauer auch vom Schiedsgericht nicht die Lizenz erhalten und anschließend vor Gericht ihr Recht suchen, kann sich dies bis in den Oktober hinein hinziehen. Das aber geht an die Existenz von mir und meiner Familie. Aber bis Donnerstag stehe ich, wie vereinbart, zu meinem Wort."
Rainer Dotzauer, Manager der HSG Wetzlar, bestätigte gestern auf Anfrage dieser Zeitung: "Ja, es stimmt: Bis zum 30. Juni hat Martin Schwalb ein Rücktrittsrecht. Bis dahin könnte er vom Vertrag zurücktreten, aber nach dem 30. Juni gehen ja die Probleme der Wallauer erst richtig los. Ich möchte mich jedoch nicht in deren Belange einmischen."
Sollte Wallau am Donnerstag die Lizenz zugesprochen erhalten, will Martin Schwalb in Wallau bleiben, fügt aber hinzu: "Dann muss ich mich mit den Gesellschaftern der neuen Sportbetriebs-Trägergesellschaft noch einmal unterhalten, denn die müssen mir ja einen neuen Vertrag geben."
Nicht bedacht worden war nämlich, dass es die alte Trägergesellschaft war, die mit dem Trainer und Sportdirektor Schwalb den Vertrag bis 2008 abgeschlossen hatte. Diese GmbH steht jedoch mit rund 1,4 Millionen Schulden vor der Insolvenz.
Der 25. Juni 2005 ist für die SG Wallau/Massenheim also ein historischer Tag - mit einem süßen und möglicherweise einem bitteren Nachgeschmack. Für einen halbbitteren Vorgeschmack sorgte am Samstag die Wetzlarer Präsentation ihres neuen Trainers auf dem Hessentag in Weilburg.
Quelle: Wiesbadener Kurier