Beiträge von T.N.T.

    Ich kann mir den Fall einfach so nicht vorstellen, tut mir leid. Wenn's den wirklich so geben soll, dann haben die beteiligten Kollegen entweder nen sehr schlechten Tag oder sollten sich meiner Meinung nach ne andere Beschäftigung suchen.

    Zudem hab ich lang und breit zu erklären versucht, warum das Ganze so gehandhabt wird. Aber ob davon irgendwas bei Dir angekommen ist, bezweifle ich nach der Reaktion irgendwie.

    Es geht um Prinzipien und Grundsatze, darum, wie diese entstehen, und wie man in der Praxis damit umgeht.
    Aber man konstruiert lieber Extrembeispiele, die in der Praxis eine Auftretenswahrscheinlichkeit im Promille-Bereich oder niedriger haben...

    Zwetschge: Lass mal die Kirche im Dorf. Der Feld-SR macht den Fehler, dass er sich nicht um seinen Aufgabenbereich kümmert, dass er dann evtl. noch pfeift, ist höchstens ne Folge davon.

    Bananiel: Seit wann ist "Durchlaufen" des Torraums kein "direktes Kreisgeschehen"?!

    Zum Sachverhalt selbst: Ich behaupte einfach, dass, wenn der Spieler so deutlich durch den Torraum läuft, dass auch der Feld-SR es sieht, auch der Tor-SR durch die Fähigkeit des peripheren Sehens trotz seiner Fokussierung auf die andere Situation dies mitbekommen müsste und pfeifen sollte.
    Wenn der Feld-SR zu erkennen glaubt, dass der angreifende Spieler den Torraum leicht berührt hat, dann soll er gefälligst den Pfiff stecken lassen.

    Zitat

    Original von Felix0711


    Danke für die Antiempfehlung, ich muss dir nachträglich Recht geben. Es ist der schlechteste Film, den die Coen-Brüder jemals gemacht haben. Bis auf eine eher lahme CIA-Persiflage und einen gut aufgelegten Pit Brett - womit die beiden "Pep"-Elemente des Machwerks genannt sind - kann der Film leider absolut überhaupt gar nix. Aufgrund der Schlusspointe verlässt man zwar den Film mit einem Schmunzeln, aber insgesamt ist er trotzdem glatt durchgefallen.

    Da kann man doch geteilter Meinung sein. Ich fand ihn - ohne jegliche Erwartungen vorher gehabt zu haben - recht kurzweilig, amüsant und habe es nicht bereut, ihn mir anzuschauen.

    Dann hat der Partner was falsch gemacht...

    Im übrigen gilt es, diesen Idealfall anzustreben. Und dann sollte man daran auch arbeiten, auch dorthin zu kommen. Jeder Pfiff, den ihr dann so haben wollt, ist dann im Prinzip ein Schritt vom Weg ab.

    Mal ganz am Rande: Ihr redet hier die ganze Zeit so, als ob das der Standardfall der Entscheidungen wäre - hab ich so selbst noch nicht beobachten können, und es sollte eigentlich die Ausnahme sein.

    Hallo,

    ich glaube, die Diskussion grad geht n bisschen quer. Wenn wir uns über das Thema "Doppelpfiffe" unterhalten, sollten wir auch mal überlegen, warum das Ganze nach Beobachtern und der Lehrmeinung in die Negativschublade gehört.

    Wegen der Vielfalt der Kleinkriegsschauplätze im Handballspiel gibt es 2 Schiedsrichter. Diese sollen sich die Beobachtungsaufgaben im Spiel teilen, damit jeder von seinem Teil, den er beobachtet, mehr mitbekommt. Fokussierung auf das Wesentliche ist an der Stelle angesagt.

    Wenn SR A nun mit seinem Aufgabenbereich beschäftigt ist und sich darauf konzentriert, ist er (theoretisch) gar nicht in der Lage, irgendwelche Vorfälle, die sich im Bereich von SR B ereignen, mitzubekommen. Natürlich gibt's in der Praxis dann gewisse Überschneidungen, die sich nicht vermeiden lassen, aber so weit die Theorie.

    Ergo ist die Kritik an Doppelpfiffen eher eine daran, dass sich einer der SR nicht genügend mit seinen eigentlichen Aufgaben beschäftigt hat und in der Weltgeschichte rumgeschaut hat. De facto in meinen Augen so richtig.

    Die Aufgabenteilung hat man sich ja auch nicht ausgedacht, weil irgendwem einfach mal danach zumute war. Die Bereiche selbst sind inhaltlich den SRn so "zugewiesen", dass (wieder in der Theorie) derjenige für die Situationen zuständig sein sollte, die er selbst wg. seiner Position und seines Blickwinkels am besten beurteilen kann.
    Ganz pauschal - Tor-SR kümmert sich um die Aktionen, die am Kreis passieren, und der Feld-SR um das Spielen mit dem Ball, weil beide bei den kritischen Punkten bei hinreichend gutem Stellungsspiel die beste Sicht darauf haben sollten.

    Es sieht nicht nur besch... aus, wenn ein Feld-SR "Betreten des Torraums" pfeift, sondern die Wahrscheinlichkeit, dass er daneben liegt, ist bei der Entfernung, die er vom "Tatort" hat und zudem die ganze Geschichte nur im Augenwinkel mitbekommen kann, da er sich ja eigentlich mit etwas anderem beschäftigt, sehr hoch, und er sollte deswegen solche Entscheidungen seinem besser positionierten Kollegen überlassen.

    Zu guter Letzt aber noch ein Kommentar in die andere Richtung: Ich hab auch schon von einem Beobachter zu hören bekommen, als doch mal der Feld-SR nen 7m pfiff und dazu noch ne Strafe verhängte, dass auch dies doof aussieht, aber immer noch besser so als überhaupt nicht...

    Was er uns damals mit auf den Weg gab, war eigentlich nur, in solchen Situationen, die halt kritisch sein könnten, doch mal auf seinen Partner zu schauen, ob der nicht vielleicht irgendwas signalisiert, damit dann doch der "richtige" SR pfeifen kann.

    Zitat

    Original von sunny-1
    Zweitens, der Abwehrspieler/Torwart darf keine Bewegung Richtung Angreifer machen. Das heist er steht ruhig mit hängenden Armen. Wenn er die Arme nach oben nimmt und dem Angreifer entgegenstreckt, dann ist das eine aktive Bewegung Richtung Angreifer und kein ruhiges Stehen.

    Zitat

    8:1 Es ist erlaubt: ...
    d) von vorne, mit angewinkelten Armen Körperkontakt zum Gegenspieler aufzunehmen, ihn auf diese Weise zu kontrollieren und zu begleiten.

    Zitat

    Original von Theoitetos
    Aber nicht die neuen vom SHV, da steht eindeutig, wann der Spieler in welcher Altersklasse spielberechtigt ist.

    Außerdem hast du die Durchführungsbestimmungen doch zu befolgen und da steht welche Jahrgänge in der aktuellen Saison in welcher Altersklasse spielen und auch sollte man doch wissen das ein Jugendspieler nur in der nächsthöheren Altersklasse eingesetzt werden darf.

    Natürlich steht's drin, aber Du bist als SR nicht für die Durchsetzung zuständig.

    Jegliches Fehlverhalten, was Dir spanisch vorkommt, kannst/sollst Du auf dem Protokoll notieren, aber Du bist nicht berechtigt, dem Spieler die Teilnahme zu verweigern.

    Zitat

    Original von Zickenbändiger
    Hier müsste wohl eine Regeländerung her, um der Sondersituation "Torwart verhindert Gegenstoß" gerecht zu werden.

    Selbstverständlich kann der Feldspieler nicht erwarten, dass ihm jeder aus dem Weg geht. Statistisch gesehen kann er aber beim Gegenstoß darauf vertrauen, dass vor ihm kein Block steht, wenn er als Erstes die Mittellinie überquert. Ich habe zigfach im Training Gegenstöße laufen lassen. Kontrollblick, ob der Keeper den Ball hat, sprint zur Seitenauslinie und dann Blickkontakt mit dem eigenen Keeper. Kurz vor dem Pass werde ich mit Sicherheit nicht noch einen Kontrollblick nach vorne schulen. Dann müsste ich ja auch ständig einen Blick nach oben fordern, falls die Deckenbeleuchtung runterfällt.

    Angesichts der Gefährlichkeit der Situation kann der Keeper nicht mit Stürmerfoul davonkommen. Andererseits muss er aber auch den zu langen Pass wegfischen dürfen. Wenn die jetzige Fassung der Regel die Situation nicht angemessen erfasst, dann muss sie in das Regelbuch mit rein. "Der Torwart darf beim Verlassen des Torkreises den Gegenspieler beim Gegenstoß nicht gefährden." Oder so.

    Ich habe mal im Schulsport eine Vereinstorhüterin beim Gegenstoß umgebügelt. Mein Blick war beim Pass auf den Ball gerichtet, nicht nach vorne. Wie sollte ich den Pass denn auch sonst fangen? Plötzlich laufe ich gegen ein Hindernis. "Ich hätte nicht gedacht, dass Du noch so schnell wirst." :wall: Am liebsten hätte ich ihr noch einen Tritt in den Hintern verpasst.

    Sie müsste nur her, wenn man das will. Und genau darum geht dieser Thread in seiner Gänze ja. Es gibt 2 Fraktionen, von denen eine dafür, die andere dagegen ist. Jede hat ihre Argumente, die man alle nicht von der Hand weisen kann.

    Fakt ist aber in meinen Augen, dass mit der gegenwärtigen Formulierung der TW in dem Fall - so er eine korrekte Abwehhaltung eingenommen hat - nicht bestraft werden kann und das Fehlverhalten beim Angreifer zu suchen ist.

    Zwetschge: Die Fraktion "pro-Torwart-darf-nix" hat auch was gegen Punkt 1.

    Gefährdung versteht an der Stelle offenbar auch jeder anders. "TW nimmt eine korrekte Abwehrhaltung ein und wird vom nicht nach vorn schauenden Angreifer umgerannt" wird hier von vielen als grobes Fehlverhalten des Torwarts interpretiert - in meinen Augen jedenfalls absurd.

    Zitat

    Original von sunny-1
    Vielleicht sollten wir uns erst mal darauf einigen, was man im Falle eines Überlaufes unter einem Angriff auf den Angreifer versteht.

    Und das ist für mich jede Atacke die zu dem Zeitpunkt erfolgt, wenn der Spieler nach hinten schaut. Der Überlaufangriff gehört zum Handball. Und jeder Abwehrspieler der den Spieler oder auch dessen Laufweg attackiert solange dier Angreifer nach hinten schaut, nimmt schwere Verletzungen billigend in Kauf.

    Außnahme davon kann nur sein, wenn der Angreifer ab dem Fangpunkt noch genug Zeit hat, zu reagieren. Im vollen Lauf sind das mit erkennen des Gegners so 4-5m Abstand, wo er stehen muss. Weiterhin darf der Abwehrspieler keine Aktion mit den Händen und Armen nach vorne ausführen. Das kann immer nur als Angriff gewertet werden.

    Wie kommt man eigentlich auf die Idee, eine solche Aktion könnte Stürmerfoul sein. Die Regel sagt das es verboten sei einen Spieler anzurennen. Dieses anrennen gegen den Gegenspiler ist aber immer eine willentliche Tat.

    Und diese sollte mal jemand beim Überlaufenden erklären, wie dieser willentlich auf den Abwehrspieler anrennt.

    Und wenn man im real life gegen ne Wand oder Straßenlaterne läuft, weil man nicht nach vorn geschaut hat, hat einen auch die Wand/Straßenlaterne angegriffen... :pillepalle:

    Zitat

    Original von DJK

    Dann erklär mir mal einer, wie ich § 10 Punkt 3 der Spielordnung zu verstehen habe:

    "Teilnahmeberechtigt sind Spieler für Mannschaften in ihrer Altersklasse, solange kein sich aus der Spiel- oder Rechtsordnung ergebender Hinderungsgrund vorliegt. Für Jugendliche gelten zusätzliche Bestimmungen."

    Demnach kann ich einem Spieler (grade im Jugendbereich) durchaus die Teilnahme verweigern.

    Gruß DJK

    Vorsicht Stolperfalle - der Terminus Teilnahmeberechtigung der Spielordnung hat nichts mit dem im Regelwerk zu tun. Das ist derselbe Begriff für unterschiedliche Sachverhalte.
    Maßgeblich für SR ist das Regelwerk - er ist nicht dafür da, dass die Spielordnung eingehalten wird!

    Zitat

    Original von McKay
    @T.N.T: ich gebe Dir vollkommen recht, dass kein Spieler ein Spiel um 8 Tore beeinflussen kann, jedoch argumentiere ich umgekehrt. Warum wird ein Spiel als verloren gewertet wenn im Nachhinein festgestellt wird, dass ein Spieler nicht teilnahmeberechtigt war? da interessiert niemanden das der Spieler nur 3 Tore geworfen hat und die Enddifferenz jedoch z.B: 9 Tore betrug. Hier wird dann ja auch nicht das Ergebnis nur um 3 Tore reduziert sondern das ganze Spiel als verloren gewertet.

    Weil es so in der Spielordnung drinsteht. :)

    DJK: Es heißt Teilnahmeberechtigung, selbige liegt nach Regelwerk vor, wenn der Speler anwesend und im Protokoll eingetragen ist. Dann darf ihm theoretisch kein SR die Teilnahme verweigern.
    Eine Spielberechtigung hat mit SRn nichts zu tun. Über diese befinden nicht sie sondern die spielleitende Stelle.

    McKay:

    Noch ein Nachsatz, weil keiner darauf bislang eingegangen ist: Was die SR gemacht haben, hat mir einer Sperre des Spielers absolut nichts zu tun. Das können die gar nicht.
    Daher ist das Zitieren der Rechtsordnung fehl am Platz.

    Des weiteren vermute ich, dass die spielleitende Stelle damit argumentieren würde, dass kein Spieler das Spiel so beeinflussen kann, dass am Ende eine 8-Tore-Differenz egalisiert werden könnte. Ein Regelverstoß ist es natürlich trotzdem, aber aller Voraussicht nach eben kein spielentscheidender.

    Bananiel:
    Wieder das gleiche. Ich kann nix, was angeblich erlaubt ist, dann wieder verbieten.

    Ich muss eher nachweisen, dass das, was der Torwart hier tut, NICHT erlaubt ist.
    Des Pudels Kern liegt m.E. in der Tatsache, dass das Ganze nichts mehr mit einer Abwehrhandlung zu tun hat.
    Ob sich der Ball dabei in Richtung Tor bewegt oder nicht, spielt keine Rolle. In den hier konstruierten Beispielen wehrt der Torwart nicht ab, er wirkt aktiv und kontrolliert auf den Ball ein. Das hat mit ner Abwehrhandlung nichts zu tun, ergo FW für den Gegner, egal was oder wen der TW mit seiner fußballerischen Einlage trifft. (Man kann natürlich über Vorteil nachdenken, wenn der Ball in die fangbereiten Hände eines Gegenspielers fällt.)

    Sunny:

    Sorry, die Argumentation kann ich nicht mitgehen...

    Es geschieht doch aus einer nach Deinen Worten erlaubten Abwehrhandlung heraus. Wie kann eine erlaubte Abwehrhandlung bzw. deren Folgen denn strafbar sein?

    Und wieso könnte ich erst Absicht unterstellen, wenn er jemanden trifft?

    Man muss m.E. vorher schon unterscheiden und festhalten, dass die Aktion mit einer Abwehr nichts mehr zu tun hat, sondern der TW aktiv den Ball spielt.

    Zitat

    Original von couglyn
    Bei uns (HVW Bezirk Esslingen-Teck) müssen alle Neulinge erst eine Saison im Einzel pfeifen. Ich finde diese Regelung gut. Jeder Schiri sollte im Einzel gepfiffen haben, da er dies ja auch bei einer Verletzung des Partners tun muss.
    Cu

    Ok - Deine Meinung - widerspricht meiner absolut... Einzelschiedsrichter sollten die Ausnahme bleiben. Im Regelwerk steht im übrigen auch was von zweien...

    Als Einzel-SR Spiele zu leiten, ist m.E. einfacher und schwieriger zugleich. Zum einen siehst Du weniger und kannst Situationen schwerer beurteilen, andererseits bleibt Dir dann vieles an Laufarbeit erspart und Du hast keine Probleme bei der Aufgabenteilung. ;)

    Aber der erste Punkt überwiegt an Schwere in meinen Augen doch...