Beiträge von T.N.T.

    Zitat

    Original von Schmiddy

    Im Regelfragenkatalog wird bei der Frage aber ebenfalls auf FW entschieden, was meiner Meinung halt nie richtig sein kann.

    Was für nen Regelfragenkatalog hast Du denn bitte? In dem, den ich kenne, wird der Abwurf mit Anpfiff wiederholt - wie es den Regeln nach ja auch sein sollte...

    Einspruch.

    Du hast in meinen Augen seltsame Auffassungen. Die beiden Delinquenten in den von Dir genannten Fällen (Ballführen - korrekterweise muss man sagen, dass der Spieler hier den Ball nach einem erfolgten Prellvorgang wieder fest unter Kontrolle hat und keinen neuen Prellvorgang beginnen darf, Kreisläufer im Angriff hinterläuft Abwehrspieler) werden für ihr Fehlverhalten dadurch bestraft, dass sie dafür einen Freiwurf bzw. Abwurf gegen sich bekommen. Mehr muss man an der Stelle gar nicht tun, denn für die dem fälligen Spieler eigene Blödheit muss man ihn nicht noch bestrafen - er ist damit schon genug bestraft.

    Für das hier diskutierte Thema des Halten des Balles mit den Oberschenkeln gelten nur die Einschränkungen 7:2, 7:3, 7:7 - den Ball nicht länger als 3 Sekunden zu halten, nicht mehr als 3 Schritte zu tun bzw. die verbotene Mehrfachberührung des kontrollierten Balles.
    Alles andere ist erlaubt, und wenn Du diese erlaubten Aktionen wg. Unsportlichkeit ahnden willst, bewegst Du Dich auf sehr dünnem Eis.

    Die Aussage

    Zitat

    In der Regel 7:4 steht nichts von "Ball mit Oberschenkel hochhalten", also ist es nicht erlaubt.


    ist auch Käse, denn es ist auch nirgends im Regelwerk verboten!

    Und darüber, was man schon erlebt hat und was nicht, geht es hier so recht auch nicht. Ich habe es auch noch nicht erlebt, dass ein Spieler beim Laufen ein Bein nachzieht, was ja nicht als Schritt zu werten ist. Sieht auch reichlich komisch aus, und den sportlichen Aspekt könnte man da auch anzweifeln. Aber dennoch ist es erlaubt.

    Fall 1: 1x

    Fall 2: 2x

    Pfeifen MÜSSEN SR in den von Dir gewählten Beispielen eigentlich nur, um in Fall 1 das Spiel zu unterbrechen, um die Freiwurfentscheidung kundzutun, und in Fall 2, um den Torerfolg zu signalisieren.

    Allerdings sollte man, um dem Vorgang der Bestrafung noch eine gewisse Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, via Pfiff diesen auch noch ankündigen/untermalen - jedenfalls, wenn der zu bestrafende Spieler sich nicht angesprochen fühlen könnte. Muss man aber rein regeltechnisch nicht tun.

    Regelbezüge für "Nicht-Pfeifen" kann ich der Sache wegen leider keine liefern. ;)

    Hoertie: Wenn die SR einen bevorstehenden Wechsel wg. des Wurfs bzw. Verzögerungen erkennen, dann sollten sie ohnehin die Zeit anhalten. Das steht auch alles in Erläuterung 2 zum Time-Out:

    Zitat

    Das bei 7-m-Entscheidungen früher verbindliche Time-out wurde gestrichen. Entsprechend den obigen Grundsätzen liegt es jedoch in einigen Situationen im Ermessen der Schiedsrichter auf Time-out zu entscheiden, etwa wenn eine der Mannschaften die Ausführung deutlich verzögert, z.B. durch Auswechseln des Torwarts oder des Werfers.

    Damit fällt Deine Argumentation in meinen Augen eigentlich flach.

    Omaha: Zu beobachten war vielleicht auch, dass dort auch meist die Zeit angehalten war - aus welchem Grund auch immer (Verletzung, Wischen, TW-Wechsel).

    WER lehrt das denn? Im allgemeinen sollte man dem Nachwuchs schon gewisse Verhaltensmaßregeln mitgeben, aber Märchen zu verbreiten ist bestimmt nicht im Sinne der Sache - mir fallen da spontan Weihnachtsmann und Klapperstorch ein...

    Fraglich ist vielleicht auch noch die Farbenblindheit, wie auch schon an anderer Stelle in diesem Forum angesprochen:

    Das extremste Beispiel gab's im Finale: Wie kann es sein, dass sowohl die dänische Mannschaft als auch der kroatische Torwart in derselben Trikotfarbe auflaufen?

    Man denke nur über eine Situation nach, in der Kroatien mal einen 7. Feldspieler hätte ins Spiel bringen wollen.

    Und in unteren Ligen wird man dafür abgestraft...

    Zitat

    Original von Schmiddy

    Mit dem Anpfiff des Anwurfs durch den Feldschiedsrichter ändert sich jegliches Sozialverhalten aller Beteiligten ;)

    Tja - dann sollte aber nicht nur der Torwart in der Ecke bleiben und sich schämen... :D

    BerndO: Das mit der "Bank als eine Person" ist sicher wirklich nur ein Überbleibsel.

    Man sollte sich an der Stelle schon an die Fakten des Regelwerks halten, die nur sagen,

    dass

    a) gg. die Offiziellen einer Mannschaft nur eine Verwarnung ausgesprochen werden SOLLTE
    b) gg. die Offiziellen einer Mannschaft nur eine Hinausstellung gegeben werden DARF

    Die restlichen Fakten hast Du in meinen Augen schon genannt, und an keiner Stelle wird verboten, nach einer Disqualifikation eines Offiziellen einen anderen noch mit einer Verwarnung zu bedenken. Zumindest finde ich keine.

    TLpz: Teilnahme-/Spielberechtigung: Jein - auch in der Spielordnung tauchen diese Begrifflichkeiten auf, werden allerdings in einem anderen Zusammenhang verwendet, was vielerorts zu Verwirrung führen kann.

    Zitat

    Original von eisbeer
    Zusätzlich wird seine Nummer bei den Offiziellen als MV eingetragen.

    Wieder einmal regionale Unterschiede???

    Aus den Ausfüllvorschriften für das Spielprotokoll des Süddeutschen Handballverbandes:

    Zitat

    Wird kein MV eingetragen - also auch keine
    Offiziellen -, ist ein Spieler/in zu benennen
    und unter 52 einzutragen, welche/r die Aufgaben des MV wahrnimmt.

    52 ist hierbei der Bereich des Berichtes der Schiedsrichter zum Spiel.

    Kurz: Wenn keine Offiziellen anwesend sind, dann steht in dem Bereich auch nichts - auch keine Nummer beim MV.

    sunny-1:

    Und Gefühlsregungen kann man neuerdings nicht mit Worten darstellen oder im Nachhinein nicht in Worte hineininterpretieren? Huch - ich glaube, mir wird gleich wegen der Verwendung dieses Wortes ein Strick gedreht...

    Im übrigen sollte sich jemand, der so großartig mit der deutschen Sprache und deren Regeln zu argumentieren versucht, sich diese Regeln doch erst einmal selbst aneignen und diese anwenden...

    Zum Sachverhalt an sich: Das Wort, das zu interpretieren ist, heißt "überwiegend". Gehst Du jetzt davon aus, dass überwiegend in diesem Falle mehr als 50% des Handlungszieles der ausgeführten Aktion darstellt? Kannst Du mir mal bitte versuchen klar zu stellen, wie Du das messen willst?
    Des weiteren macht Deine Argumentation den Eindruck, dass Du mit Deiner Ode an die deutsche Sprache *hust* ausdrücken willst, ein "körperloses" - nein - ein nur mit 50% körperlichem Anteil behaftetes Handballspiel ist das, was Du willst, da ja das Dogma des Regelwerkes dies angeblich genau so definiert?! :pillepalle:

    Im übrigen frage ich langsam nicht mehr nach Beruhigungstropfen sondern danach, welche Pflanzen Du bei Dir zu Hause züchtest. Deine erste Antwort auf meine Aussage war noch sachlich - die Reaktion auf Theo's vom Stil her deutlich überzogen.
    actio=reactio, aber irgendwie schien bei Dir gerade eine Streichholz an ein Pulverfass gekommen zu sein...

    Zitat

    Original von sunny-1
    Dem dritten Punkt wiederspreche ich.

    Von Interpretieren steht im Regelheft nichts. Und ich vertrete die Meinung, das alle Regeln im Rahmen des Sprachgebrauches der Wörter und der deutschen Grammatik eindeutig genug sind, um keinen Interpretationsspielraum der Regeln zuzulassen.

    :lol:

    Wenn das so wäre, bräuchten wir keine Regelklarstellungen, keine endlosen Diskussionen - worüber auch immer - in der Realität, in einem Forum oder wo auch immer.

    Nicht einmal Mathematik ist in sich widerspruchsfrei.

    Und übrigens: Bei der aufbrausenden Art Deiner Antwort frage ich mich fast, ob Du Deine Beruhigungstropfen heute noch nicht genommen hast. ;)