Beiträge von TuSsie

    Schon nach 8 von 30 Spieltagen hat die "Stählerwiese" mit dem TuS Ferndorf und der HSG Krefeld voraussichtlich beide Teilnehmer der Aufstiegsrunde (ab 06 24) gesehen. Der entscheidender Faktor beim Kampf um Platz 1 wird m. M. n. ausbleibendes Verletzungspech sein.

    In Kürze hat der TuS alle Mann an Bord (absolute Ausnahme in den vorangegangenen 10 Jahren), auch TW Jonas Wilde wird trotz kürzlich erlittender Fußverletzung bald wieder zur Verfügung stehen. Daniel Hideg vor dem Krefeld-Spiel kaum Einsatzzeiten zu geben, war nicht nur seiner Hüftverletzung geschuldet, sondern wohl auch ein geplanter Überraschungsmoment.

    MIt dem heutigen letzten Test gegen Eintracht Hagen geht die Vorbeitungsphase dem Ende entgegen.

    Die dabei gezeigte Leistung, 28:21, macht Lust auf die kommende Saison, das Team zeigt sich gegenüber der abgelaufenen Spielzeit stark verbessert (insbes. RM und TW).

    Sollte der TuS weitestgehend von Verletzungen verschont bleiben, warten 9 erfreuliche Monate auf Mannschaft und Fans (650 Dauerkarten sind bereits verkauft).

    Es wäre schön, wenn jetzt noch die "Siegener Zeitung" als größtes Printmedium der Umgebung dem Stellenwert des TuS Ferndorf entsprechend (höchste Zuschauerzahl im regionalen Sport) einen entsprechenden Stellenwert hinsichtlich ihrer Berichterstattung einräumt. Allein mir fehlt der Glaube...

    Mitte Juli beginnt für den TuS Ferndorf die Vorbereitung und seit heute steht der Kader für die Saison 23/24:

    TW: Lucas Puhl, Jonas Wilde (TM Tønder, DK)

    RM: Julius Fanger, Janko Kevic (RK Nexe, CRO)

    RL: Marko Karaula, Daniel Hideg (ThSV Eisenach), Max Schmidt (TSV Bayer Dormagen)

    RR: Marvin Mundus, Fabian Hecker

    KM: Mattis Michel, Valentino Duvancic, Nikita Pliuto (HSG Wetzlar)

    LA: Gabriel da Rocha Viana, Alexander Reimann

    RA: Josip Eres, Paul Schikora

    Der letzte Neuzugang Nikita Pliuto wurde notwendig vor dem Hintergrund, dass noch beide Kreisläufer an mehr oder weniger folgenschweren Verletzungen laborieren.

    Wenn es dem neuen Trainer Ceven Klatt gelingt, aus diesem Kader ein oder zwei Führungsspieler zu entwickeln und sich die Torhüterleistung im Vergleich zur Vorsaison verbessert, ist der TuS Ferndorf im Kampf um den Platz an der Sonne schärfster Wettbewerber der HSG Krefeld (HSG Hanau...).

    Die Saison ist quasi vorbei, für den TuS Ferndorf heißt es zunächst einmal, Abschied von Trainer Robert Andersson sowie Niklas Diebel (HC Oppenweiler/Backnang) und Rene Mihaljevic (TSG A-H Bielefeld) zu nehmen. Mit ein bis zwei weiteren Abgängen ist zu rechnen, so dass seit längerer Zeit zum ersten Mal kein allzu großer Kaderumbruch stattfinden wird.

    Kommst Du aus der 2. Bundesliga, zählst Du automatisch zum Kreis der Aufstiegskandidaten…

    Zumindest das erste Ziel, die Teilnahme an der Aufstiegsrunde, wurde erreicht. Dass es auch angesichts von drei bis vier ebenfalls hoch gehandelten Mannschaften nicht zur sofortigen Rückkehr in das Unterhaus der Bundesliga gereicht hat, ergibt sich aus der Summe vieler Faktoren. Dazu zählen u. a. heftige Leistungsschwankungen einer ganzen Reihe von Akteuren, insbesondere der Torhüter. In der Endphase der Saison fielen zeitweise alle drei Kreisläufer aus und damit auch wesentliche Bestandteile des Innenblocks.

    Trotzdem ist der ganzen Mannschaft zugute zu halten, dass es an Einsatz und Moral nie gefehlt hat. Hierauf lässt sich aufbauen. Genauso wie auf die Unterstützung der Fans, der für Drittliga-Verhältnisse einmaligen Atmosphäre bei Heimspielen und einem Umfeld, dass sich trotz Weggangs des Geschäftsführungs-Assistenten durch die große Kontinuität ehrenamtlich agierender Personen, die allesamt seit Jahrzehnten in Verbindung mit dem Verein stehen, auszeichnet.

    Ferndorf ist eben nicht der TuS Vinnhorst, dem es durch das Engagement eines potenten Mäzens möglich ist, in relativ kurzer Zeit infrastrukturelle Voraussetzungen für einen Durchmarsch durch die Handball-Ligen zu schaffen.

    Genau deshalb wird es in Zukunft für den e. V., aber auch für die GmbH noch mehr darauf ankommen, die Nachwuchsarbeit, von der man bis zum jetzigen Tag profitiert, zu intensivieren. Hier gibt es einigen Nachholbedarf.

    Wie zu vernehmen ist, wird für die Saison 23/24 der Kader durch Neuzugänge u. a. in Gestalt eines erfahrenen RM-Spielers ergänzt. Robert Anderssons Nachfolger soll in Kürze vorgestellt werden. Damit sind die wesentlichen Weichen gestellt…

    Nach Ablauf der regulären Saison ist es Zeit, einmal ein (Zwischen-)Fazit zu ziehen.

    Das Ziel, an der Aufstiegsrunde teilzunehmen, ist erreicht.

    Die zumindest von Fans erhoffte Dominanz in der Liga Süd-West hat sich nicht eingestellt.

    Meines Erachtens hat eigentlich nur ein Spieler, wie wir ihn jahrelang in Form von Jonas Faulenbach genießen durften, gefehlt, um eine solche Dominanz auszuüben.

    Gerade aber die letzten Spiele machen Hoffnung, im nun anstehenden Finale etwas mehr als nur eine Außenseiterolle spielen zu können. Favoriten sind allerdings ganz andere Teams...

    Wenn es mit dem Aufstieg nicht klappen sollte, wird man sehen müssen, diejenigen Spieler zu halten, die höhere Ambitionen als die 3. Liga haben (davon gibt es einige). Gelingt die Überraschung und der TuS kehrt in`s Unterhaus der Handball-Bundesliga zurück, sehe ich vor allem in den Bereichen RL und TW Bedarf, sich zu verstärken.

    Mit drei Tagen Abstand zum "Spitzenspiel" des TuS Ferndorf in Hanau fällt es immer noch schwer einzuschätzen, inwiefern sich die schwierige (gesundheitliche) Situation in den ein, zwei Wochen der Vorbereitung auf diese Begegnung ausgewirkt hat.

    Zu beobachten ist aber, dass, wie andere Forums-Teilnehmer in "Wer sind die potentiellen Auf- und Absteiger in der Staffel Süd-West" festgestellt haben, auch in den Spielen zuvor nicht unbedingt eine Weiterentwicklung des Teams stattgefunden hat.

    Unabhängig davon benötigt es meines Erachtens einen Impuls/ein Signal, dass man trotz sich abzeichnender übermächtiger Gegner in der Aufstiegsrunde diese Phase der Saison 22/23 nicht einfach abschenkt.

    Lt. "Aftonbladet" äußert sich Mikael Appelgren über die IHF-Regeln u. a. so:

    "Es ist eine verdammte Schande, wenn man die Weltmeisterschaft zu Hause spielt und nicht so leben kann, wie wir sonst gerade in Schweden leben."

    "Niemand hat Angst vor Corona, aber die Menschen haben Angst vor einem nicht bestandenen (d. h. positiven) Test."

    Wenn in den letzten 8 von bislang absolvierten 13 Spielen die Rückraumlinks-Position nicht optimal besetzt werden kann und der TuS trotzdem weiterhin von oben grüßt, so spricht das eindeutig für die schon angesprochene Moral einer immer wieder arg dezimierten Mannschaft.

    Dem Publikum gefällt`s (warum auch nicht) und so konnte im letzten Heimspiel zum ersten Mal verkündet werden: "Sitzplätze ausverkauft".

    Hoffen wir, dass es Robert Andersson mindestens genau so gut gefällt und er an womöglich eintreffende lukrative Angebote keine Gedanken verschwendet.