Beiträge von TuSsie

    Beim "VM-Cup" in Dormagen schlägt der TuS Ferndorf heute den Neu-Zweitligisten VFL Eintracht Hagen (dessen erklärtes Ziel es war, morgen das Endspiel zu erreichen) mit 30:27.

    Wie immer, sollte man aus Ergebnissen von Vorbereitungsspielen nicht zu viel ableiten.
    Höchstens einen Trend für die bevorstehenden Pflichtspiele...

    Nach zwei Jahren in der 2. Bundesliga, einem Kader, der die Abgänge u. a. zweier z. T. exzellent spielender Außen (Volentics, Mestrum) sowie eines hervorragenden Kreisläufers (Heyme) verkraften muss, wird die nächste Saison sicherlich kein Selbstläufer.

    Um in der Meisterschaftsfrage mitreden zu können, bedarf es m. M. n. dreier Dinge:
    - Die älteren "Eigengewächse" (Lucas und Julian Schneider) finden wieder zu der Form zurück, die sie vor ihren langwierigen Verletzungen hatten.
    - Der eigene Nachwuchs (u.a. Mattis Michel, Leon Sorg) kann sich in der 3. Liga schnell behaupten.
    - Es wird noch mindestens ein guter Linkshänder für den Rückraum rechts und/oder den Außen rechts gefunden.

    Die Aufarbeitung der Saison 16/17 gehört sicher auch dazu.
    Nur zur Erinnerung: Noch im Februar hat man auf Augenhöhe bspw. mit einem zukünftigen Erstligisten gespielt (19.02.17, Hüttenberg - Ferndorf: 28:27) und in sich den darauf folgenden Wochen gegen Nettelstedt-Lübbecke gut präsentiert und gegen Gegner wie Emsdetten, Konstanz und Aue gewonnen.
    Der Bruch kam dann erst im April, in dem Teile der Mannschaft offensichtlich nicht mehr 100% gaben. Tödlich in einem Zweitliga-Umfeld mit Vereinen, die über Personalbudgets in oft doppelter, wenn nicht drei- bis vierfacher Höhe verfügen...

    Ein kurioses Spiel mit dem Siegtreffer in der letzten Sekunde durch einen Freiwurf von "Kaste" Kastening.

    Ein, wenn nicht der entscheidende Moment war, als Emsdettens Krings sich nicht ganz jugendfreier Gesten gegenüber dem Publikum bediente, ab da brannte die Halle.

    Ein packendes Lokalderby.
    Wie schon in manchen Spielen davor, wünscht man sich seitens des Ferndorfer Trainers etwas mehr Mut zum Wechseln - Neuteboom, Celestin, bspw. schon gegen Mitte der ersten Halbzeit.

    Was bleibt nach dem Doppelspieltag?
    Ein gutes und ein schlechtes Spiel gegen zwei Aufstiegskandidaten lassen zumindest hoffen, dass bald wieder Punkte eingefahren werden.

    Aus Ferndorfer Sicht ein Spiel zum Vergessen.

    Was nicht so schnell aus dem Gedächtnis gerät, ist eine Szene aus der 34 Minute, in der Julian Schneider 2 Minuten aufgebrummt bekommt.
    Und dies trotz heftiger Proteste von Robin Haller, der den Schiedsrichter mehrfach darauf aufmerksam macht, dass er nicht gefoult wurde.
    Mehr als fair!
    Was den Unparteiischen aber nicht davon abhielt, auf der Strafe zu bestehen...

    Für mich das Spiel Aufsteiger Saison 17/18 gegen Aufsteiger Saison 16/17.

    Hagen unter dem enormen Druck, gewinnen zu müssen, ansonsten ist deren Saison fast schon gelaufen.
    Interessant ist es, zu sehen, wie beide Vereine versuchen, ihre Anhänger für den Samstag zu mobilisieren (freier Eintritt für diese und jene Gruppen...).

    Vor fast ausverkauftem Haus und den Augen Heiner Brand`s ein in der ersten Halbzeit mit vielen Fehlern auf beiden Seiten spannendes Spiel.

    Hat es der TuS Ferndorf noch vor einer Woche in Essen nicht verstanden, richtig darauf zu reagieren, dass Spielmacher Nikola Stojčevski meist kurz gedeckt wurde, so klappte dies vor allem in Halbzeit zwei besser und war mit ein Grund für den knappen Sieg.

    Der ASV Hamm dürfte, so denn ein Großteil der Verletzten zurück kommen, nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Soweit man das von außen beurteilen kann, schienen die zum Saisonbeginn gesteckten Ziele aber ganz andere zu sein (?).

    Welcher der beiden Vereine hat eigentlich das Erstzugriffsrecht auf Mestrum? Wegen Kevin Schmidts bisheriger katastrophaler Saisonleistung würde ihn manch einer sicher gerne häufiger im VfL-Trikot sehen.

    Hier wiederum ist es der TuS Ferndorf.

    An diesem Beispiel wird deutlich, dass eine Kooperation des VfL Gummersbach mit dem TuS Ferndorf keine einseitige Angelegenheit ist.

    Baumgärtner in Zivil auf der Tribüne !!!
    Als simpler, dummer Fan fordere ich die Vereinsführung des TuS Ferndorf auf die sog. "Zusammenarbeit" mit dem VfL zu beenden, Baumgärtner nach Hause zu schicken und das Geld sinnvoller Verwendung für einen weiteren Kracher a la Stojcevski zukommen zu lassen.

    Natürlich würde uns Florian Baumgärtner in der momentanen Situation sehr helfen.
    Aber: Solange dem VfL Gummersbach zwei Linkshänder verletzungsbedingt fehlen, ist es verständlich (auch wenn es ärgerlich ist), dass sie das Risiko, auch noch den dritten Linkshänder zu verlieren, minimieren wollen. Spielpraxis erhält Flo nun en masse in der 1. BuLi (jeweils rd. 50 MInuten).

    In Anbetracht der Tatsache, dass der VfL Gummersbach einen größeren Teil der Kosten trägt, der TuS Ferndorf gerade in der Rückrunde der Saison 15/16 sehr vom Mitwirken eines Flo Baumgärtners profitiert hat, macht die Zusammenarbeit beider Vereine durchaus Sinn.

    Darüber hinaus ist seit dieser Saison die Kooperation in Bezug auf weitere Spieler des TuS Ferndorf (Daniel Mestrum -> Doppelspielrecht VfL 1. Liga, Tim Kolb -> Doppelspielrecht VfL 3. Liga und Kai Ronge -> "Ausleihe" VfL 3. Liga) weiter intensiviert worden.

    Angesichts der bekannten und nun neuen (Kastening, Sartisson) Ausfälle sowie das Fehlen von Baumgärtner war es eine für den TuS Ferndorf unlösbare Aufgabe.

    Spieler, Trainer und Sportlicher Leiter sind im Moment nicht zu beneiden. Bleibt zu hoffen, dass deren Psyche stabil bleibt.
    Einen kleinen Lichtblick gibt es: Andreas Heyme wird aller Voraussicht nach bald wieder spielen können.

    "Man darf nicht vergessen, dass der TuS Ferndorf ein enormes Problem auf der Kreisläuferposition hat. Tim Brauern und Andreas Heyme haben noch kein Spiel diese Saison für Ferndorf gemacht und werden wohl auch noch ein paar Wochen fehlen. Dazu konnte Aushilfskreisläufer Tim Sartisson gestern in der zweiten Hälfte nicht mehr mitspielen. Das Spiel des TuS Ferndorf ist auf den Rückraum zugeschnitten (was bei Shootern wie Neuteboom, Baumgärtner oder Bettig auch keine Überraschung ist), aber dafür benötigt es einen angriffstarken Kreisläufer, der Sperren setzen und Räume für die Shooter schaffen kann. Mit Tim Brauer hat der TuS einen erstligaerfahrenen Kreisläufer verpflichtet, der normalerweise eine enorme Verstärkung für das Angriffsspiel wäre. Seine Verletzung unmittelbar vor Saisonstart hat den TuS hart getroffen."

    Ein treffende Analyse des Samstagsspieles und der Situation, in der sich der TuS Ferndorf befindet.
    Realistisch betrachtet, wird das Kreisläufer-Spiel erst nach der WM-Pause im Februar sein volles Potential entfalten können.

    Keine einfache Zeit für den TuS nach fünf Spieltagen.

    Bei nur einem gewonnenen Spiel und der heutigen Niederlage gegen den Aufsteiger Konstanz ist spätestens jetzt Ernüchterung eingekehrt.
    Die Gründe liegen sicherlich auch im Fehlen beider etatmäßiger Kreisläufer und daran dass es dadurch gerade den Rückraumspielern schwer fällt, sich in Szene zu setzen.

    Aber selbst im heutigen Spiel gab es Lichtblicke, wie z. B. die Torhüterleistung von Lucas Puhl oder ein wirklich gutes Spiel von Linksaußen "Messi" Mestrum, dem die Kooperation mit dem VFL Gummersbach sichtlich gut tut.
    Apropos VFL Gummersbach: Durch die Knieverletzung von Kévyyn Nyokas wird Flo Baumgärtner wohl wieder öfter im Kader des Erstligisten stehen.

    TuS Ferndorf - Rhein Neckar Löwen am Ende mit 9 Toren Unterschied. Ein schön anzusehendes Spiel, bei dem sich hinterher alle als Gewinner fühlen durften.
    Nach ca. dem ersten Viertel lag der TuS Ferndorf mit 8:7 vorn, so dass Jacobsen gleich mal das HB-Männchen spielte. Auch aufgrund von vier Zeitstrafen gegen den Gastgeber zog der deutsche Meister bis zur Pause auf 10:17 davon. Und hielt diesen Vorsprung mehr oder weniger bis zum Ende.
    Wenn man bedenkt, das der TuS ohne den ersten, den zweiten und dritten Kreisläufer antreten musste, der Trainer so gut wie allen Spielern gleichmäßige Anteile gönnte, lässt dies für die in sechs Tagen beginnenden Saison zumindest etwas hoffen.

    Es geht schon wieder los:
    Nachdem feststand, dass der eine Kreisläufer (Andreas Heyme) nach seinem Kreuzbandriss erst wieder ab ca. November am Spielbetrieb teilnehmen wird, hat sich nun der zweite (Tim Oliver Brauer) mehrere Bänder am Fuß gerissen.
    Bleibt auf dieser Position nur die Nachwuchshoffnung Mattis Michel oder es wird ein Rückraumspieler umfunktioniert.

    Für den TuS Ferndof beginnt nun zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte seine zweite aufeinanderfolgende Saison in der 2. Handball-Bundesliga.

    "Das zweite Jahr ist schwieriger als das erste" gilt hier unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen (Halle, Etat, Kader) besonders.
    Die Halle könnte so langsam mal ausgebaut werden (Pläne existieren), der Etat ist im Vergleich zur Vorsaison nur leicht gestiegen und kann sich eigentlich nicht mit dem Gros der restlichen Liga messen, der Kader hat einen Aderlass vor allem im Hinblick auf Erfahrung und Routine erlitten.

    Und trotzdem: Was dem schon im letzten Jahr jungen Team (einschließlich Trainer und sportlichem Leiter) gelungen ist, hat in der Region zu einer spürbar erhöhten Aufmerksamkeit geführt. Mit mehr als 500 verkauften Dauerkarten ist hier eine deutliche Zunahme zu verzeichnen.
    Nicht zuletzt haben die für den betriebswirtschaftlichen Part Zuständigen dafür gesorgt, dass sich die TuS Ferndorf Handball GmbH in Richtung finanzielle Konsolidierung bewegt.

    Die Spielergebnisse der Vorbereitungszeit lassen nicht unbedingt darauf schließen, dass es schon am Anfang der Saison zu einigen Siegen reichen wird. Also wird von Spielern, Trainer und Zuschauern wohl etwas Geduld gefragt sein.

    Den ersten Saisonhöhepunkt gibt es, vorausgesetzt man gewinnt am Samstag, am 28.08. beim DHB-Pokalspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen.