27.10.2005
LTV gelingt die nächste Aufholjagd
Mit 31:30 (13:18) feiert der Handball-Zweitligist den ersten Saisonsieg bei der SG Leutershausen. Wie in Dormagen lag man schon fast hoffnungslos zurück.
„Ich wusste doch, dass wir kommen,“ strahlte LTV-Trainer Mike Novakovic nach dem Auswärts- Coup im Hexenkessel der Heinrich-Beck-Spprthalle in Leutershausen. Nach dem sensationellen Unentschieden in Dormagen nun mit 31:30 (13:18) der erste Saisonsieg, der der so schwach gestarteten Mannschaft nun auch den richtigen Rückenwind für das bergische Derby am Sonntag in der Uni-Halle gegen die SG Solingen geben dürfte.
Wie sich die Bilder gleichen: Wie in Dormagen lag der LTV zunächst fast hoffnungslos zurück. 18:13 hieß es zur Pause für die siegesgewissen Gastgeber, die über ihren wieselflinken Linksaußen, den Junioren-Nationalspieler Thomas Zahn, Lücken in die unkonzentrierte LTV-Abwehr rissen. Sechs Mal biss der Zahn zu, und da war auch der starke Ingo Förster im LTV -Tor machtlos. Ebenso wie gegen die Gewaltwürfe von Daniel Pankofer aus dem Rückraum.
Doch in der Pause erinnerte Trainer Novakovic an die Energieleistung von Dormagen und schwor die Abwehr auf mehr Geschlossenheit ein. In der zweiten Hälfte war plötzlich ein "anderer" LTV auf dem Platz. Um jeden Meter Boden, um jeden Ball wurde gekämpft, und die Leutershausener sahen sich einem Gegner gegenüber, der zielstrebige Angriffe inszenierte, bei dem ein Rad ins andere griff, und der ganz offensichtlich keinen Punkt abgeben wollte.
Tor um Tor wurde aufgeholt, wobei sich zeigte, dass Achim. Jansen sich zum nervenstarken Siebenmeterschützen entwickelt hat, der alle fünf Strafwürfe verwandelte. Jens Reinarz war auf Linksaußen kaum zu halten, Elvir Selmanovic glänzte durch Regieeinfälle ebenso wie durch präzise Würfe, und jeder trug sein Scherflein dazu bei, dass es beim 28:27 die erste Führung gab.
Doch all das wäre nicht möglich gewesen, hätte mit Ingo Förster nicht ein wahres Reaktionswunder zwischen den pfosten gestanden. Egal ob vom Kreis, ob Distanzwürfe oder Gegenstöße: Ingo Förster war auf dem Posten und vermittelte seinen Vorderleuten mit seinen Klasseparaden die erforderlichen Energieschübe.
"Es hat sich gelohnt, dass wir an unsere Mannschaft geglaubt haben. Heute hat sie ein Klassespiel abgeliefert", freute sich Mike Novakovic und fiebert nun dem Derby am Sonntag entgegen.
LTV: Förster, Neuenhofen (4), Knez (3), Selmanovic (7), Nawrot, Schröder (1), Sebastian Aschenbroich (2), Reinarz (4), Jansen(5/ 5), Matthias Aschenbroich (3).
Von Friedemann Bräuer
Quelle: Westdeutsche Zeitung, vom 27.10.2005
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