Von Seite Berger&Zschocke kam bisher noch gar nichts . Ich erwarte , dass die Seite klare Beweise vorlegt etc . Vermutlich wird aber nichts mehr kommen , da Ziel erreicht --> Vertragsauflösung.
Oder es kommt doch noch deutlich mehr - nur eben zu einem anderen Zeitpunkt als der Anwalt oder Teile der Öffentlichkeit dies wünschen. Nachdem die Spielerinnen diese Welle losgetreten haben, haben sie entweder klare Beweise oder sie sind selbst in der Handballwelt verbrannt. Was die Zukunft wirklich bringt, werden wir sehen können.
Das wir in sensiblen Zeiten leben , ist auch mir klar .
Aber z.b. so Äußerungen ( geht in den Asiatischen Bereich , Essverhalten ) , Eskalationsgrund ?
Was mir vor allem widerstrebt ist die Tatsache, dass die beiden Spielerinnen anscheinend weder den Mannschaftsrat in Kenntnis gesetzt noch das Gespräch mit dem Management gesucht haben. Sondern direkt zum Berater getigert sind und sich an die Anlaufstelle gewandt haben.
Sie müssen eig wissen , was dieser Schritt zur Anlaufstelle für Menschen bedeuten kann. Bevor man sowas kontaktiert , sollte man 1. Stichhaltige Beweise haben und vor allem selber definieren , ob es so schwerwiegend ist , dass es für so einen einschneidenden Schritt reicht und 2. Alles andere vorab versucht haben zu unternehmen ( s.o. ) .
Je nach eigenem Hintergrund sind solche "lapidaren" Äußerungen ein Eskalationsgrund und wir alle wissen nicht, was im Vorfeld bereits innerhalb der Mannschaft und dem Verein geäußert wurde und ebenso wissen wir auch nicht, ob der Mannschaftsrat nicht sehr wohl informiert wurde (auch wenn der Anwalt etwas anderes sagt). Gespräche zu sensiblen oder persönlichen Themen finden eben leider nicht immer in der notwendigen Offenheit statt, dass allen Gesprächsbeteiligten die Dringlichkeit der Thematik wirklich bewusst wird. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man als persönlich von einem Problem betroffener sich oftmals nicht so deutlich ausdrückt und sich durchaus auch wundert, dass der Gegenüber das Anliegen nicht wirklich ernst nimmt. Nach mehreren solcher Gespräche fehlt dann vielleicht auch der Mut und auch die Kraft noch einmal intern anzusetzen und man wendet sich an eine externe Stelle, zu der man bislang keinen persönlichen Bezug hat.
Fuhr ist auch nur ein Mensch, der seit Tagen einen Spießrutenlauf über sich ergehen lassen muss .
Im Prinzip kämpft er ums persönliche und berufliche Überleben , evtl nur wegen ein paar unbedarfter Äußerungen ?
Ich erwarte schwerwiegende Beweise von den beiden Spielerinnen, denn sie sind gerade dabei , einen Menschen zu zerstören .
Klar ist der Trainer auch nur ein Mensch und die derzeitige Situation ist mit Sicherheit für ihn nicht einfach, denn natürlich geht es um das persönliche und berufliche Überleben. Ob die Äußerungen "nur unbedarft" sind, obliegt uns nicht zu beurteilen, denn auch hier gilt, dass das persönliche Empfinden der Spielerinnen ganz anders sein kann als unser eigenes. Mich persönlich stört auch vieles nicht, während bestimmte Formulierungen von anderen Menschen als absolut unterirdisch und diskriminierend empfunden werden - eben je nach Toleranzschwelle und eigener Betroffenheit.
Ebenso ist es nicht unsere Aufgabe zu beurteilen, was schwerwiegende Beweise sind, denn auch hier gilt: vielleicht sind die von den Spielerinnen angesprochenen Probleme für sie so heftig, dass bei einer nicht Öffentlichmachung und weiteren Zusammenarbeit Ihr Leben zerstört würden. Menschliche Belastungsgrenzen sind eben -auch im Profisport- unterschiedlich.
Gruß
smoerf