Beiträge von smoerf

    Von derzeit gültigen Regularien mal ganz abgesehen: das Final4 wird z.B. auf Mitte August verschoben und somit stehen die Spieler bereits bei ihren neuen Vereinen unter Vertrag. Selbst wenn man vereinbaren würde, dass die Spieler mit ihrem alten Verein auflaufen, wurde ggf. bereits seit geraumer Zeit mit dem neuen Verein trainiert und die Spielabläufe sind nicht mehr so präsent, wie direkt am Ende der Saison. Spieler, die ihre aktive Karriere am Ende der Saison beenden wollen (also so zum 30.06.!) trainieren dann bis in den August weiter, damit sie beim Final4 auflaufen können - auch wenn sie in die "Arbeitswelt" wechseln wollten und längst bei einem anderen Arbeitgeber unterschrieben haben.
    So richtig attraktiven Handball würde ich dann beim Final Turnier irgendwie nicht mehr erwarten

    Von der Theorie hören sich Verschiebungen in den August oder so ja ziemlich gut an, aber in der Praxis ist das meiner Meinung nach schlicht und ergreifend nicht sinnvoll umsetzbar.

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    smoerf

    sehr herzlicher Empfang und sogar Jubel bei seinen Toren

    Geradezu erbärmlich, dass auf der Vereinshomepage im Spielbericht der Name Zeitz ein einziges Mal (4 Tore) stattfindet - die Halle hatte da eine ganz eigenen Meinung.


    Da in dem Bericht auch andere Spielernamen des Gegners nicht häufiger erwähnt werden, kann ich nicht erkennen, was daran erbärmlich sein sollte - ich hab nun nicht die Berichte der vorherigen Spiele mit dem aktuellen verglichen, aber zumindest in diesem Bericht werden die Leistungen der aktuellen Zebras in den Vordergrund gestellt und nicht die der Vergangenheit.

    Wie schon gesagt, die Verdienste von Zeitz im Bezug auf die Titel sind völlig unbestritten, aber ebenso unbestritten ist, dass die Trennung unschön verlief und hierdurch sich nun einmal -egal wer der Auslöser war oder wer den Fehler gemacht hat- sich das Verhältnis zwischen Parteien nach einem Rechtsstreit dauerhaft verändert hat.

    Wenn jemand in der normalen Arbeitswelt -aus welchem Grund auch immer- mit seinem Arbeitgeber ein Treffen vor Gericht hat, werden beide Parteien nie wieder das gleiche Verhältnis zueinander haben, wie es vor dem Rechtsstreit der Fall war - und dabei ist es auch weiterhin nebensächlich, ob der Arbeitgeber Mist gebaut hat oder der Arbeitnehmer sich falsch verhalten hat.

    Ebenso wenig würde ich ein unbelastetes Verhältnis zu einem Verwandten haben, wenn dieser mich verklagen würde oder ich ihn aus welchen Gründen auch immer verklagen müsste. Auch hier würde ich zukünftig ziemlich sicher kein Familienbild mehr auf dem Wohnzimmerschrank stehen haben wollen.

    Und genau so handelte schlussendlich auch der THW: Zeitz ist vors Arbeitsgericht gezogen, man hat sich irgendwie verglichen (zumindest hab ich es so in Erinnerung) und die Verantwortlichen beim THW handeln als Hausherr und verbannen das Konterfeit von ihm aus der Halle. Für diejenigen, die eher Verständnis für das Verhalten von Zeitz haben, sind hier klar die Verantwortlichen des THWs die "Bösen", während für die andere Seite das Gerichtsverfahren schon unnötig und ein undankbares Verhalten war.

    Ich kann verstehen, dass Zeitz seine Rechte durchsetzen wollte, aber ich kann auch die hieraus resultierende Reaktion des THW verstehen und ich bin mir eben sicher, dass viele in ihrem persönlichen Umfeld ebenso handeln würden.

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    smoerf

    Ich fände es angemessen, sein Trikot so langsam wieder aufzuhängen. Gerade Rentner sollten verzeihen können und Weisheit leben.


    Die Verdienste von Zeitz beim THW Kiel snd unbestritten, aber die Verdienste und Erfolge ändern nichts daran, dass die Aktion mit der Klage alles andere als förderlich für eine Freundschaft oder ein gutes Verhältnis war.
    In meinem Wohnzimmer würde ich nun auch kein Bild von jemandem an die Wand hängen, mit dem ich zwar irgendwann mal gemeinsame Erfolge feiern konnte und ein super Verhältnis hatte, welches dann aber aufgrund von unterschiedlichen rechtlichen Standpunkten kaputt gegangen ist- und dabei ist es mir auch völlig egal, ob ich derjenige war, der die Klage angestrebt hat oder ob ich der Verklagte war.

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    smoerf

    Dissinger hat im Interview ja ziemlich klar gesagt, dass er im Sommer sehr sicher weg möchte - bei unregelmäßigen Gehaltszahlungen eine logische Konsequenz. Ich weiß nur nicht, ob Dissinger wirklich dauerhaft die Fitness und gesundheitlichen Voraussetzungen für die Bundesliga hat oder ob ihn hier wieder ständig Verletzungen plagen würden.

    Interview Handball-World

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    smoerf

    Mich würde in dem ganzen Schlamassel auch interessieren welche Rolle A.Gislason dabei wirklich gespielt hat.
    Die Lvz-printausgabe schreibt heute:
    "Nach Informationen dieser Zeitung soll Gislason dem DHB eine Frist gesetzt haben.So forderte der Isländer vom Verband bis Anfang Februar eine Jobzusage-ansonsten wäre er wohl Nationaltrainer von Russland geworden."


    Wenn Gislason dem DHB eine entsprechende Frist gesetzt hat, kann ich ihm das nicht einmal verübeln.
    Er hatte bei seinem Abschied aus Kiel bereits ziemlich deutlich gesagt, dass der nach der Vereinstrainerkarriere nur noch als Trainer einer Nationalmannschaft fungieren möchte. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, war immer die Rede davon, dass er 1 Jahr Pause machen und dann einen neuen Job annehmen wollte. In Interviews vor Jahresende hat er sich schon dahingehend geäußert, dass er inzwischen wieder Lust aufs Trainersein hat und bereit wäre, eine Mannschaft zu übernehmen.

    Und nun kommt der DHB ins Spiel:
    Deutschland startet schlecht in die EM - die Medien und auch Fans treten eine Trainerdiskussion los - die Deutsche Nationalmannschaft wird 5. und verpasst somit das im Vorfeld gesetzte Ziel (egal, ob dieses realistisch war oder die Mannschaft in der aktuellen Zusammensetzung einfach nicht mehr hergibt). Die Entscheider beim DHB stellen sich während und kurz nach dem Turnier erstmal hinter den derzeitigen Bundestrainer, aber haben natürlich im Hinterkopf, dass ein Trainer, der die Bundesliga und somit auch das verfügbare Spielerpotenzial kennt, gerade auf Jobsuche ist. Vermutlich gab es bereits in der Vergangenheit schon mal Gespräche, ob Gislason sich die Übernahme der Deutschen Nationalmannschaft vorstellen kann und vielleicht gab es bereit die Idee, dass bei Verpassen der Olympia-Quali Gislason übernehmen könnte. Dummerweise hat Alfred aber bereits JETZT ein Alternativangebot vorliegen und teilt dies dem DHB eben auch so mit, da er gerne seine Zukunft planen möchte (kann ich ihm übrigens nicht verdenken). Und schon muss der DHB entweder JETZT zugreifen oder die Chance auf Alfred Gislason ist erstmal auf unbestimmte Zeit vertan. Wenn die Deutsche Nationalmannschaft dann auch noch die Olympia-Qualifikation verpassen sollte, steht Gislason nicht mehr zur Verfügung und der DHB kann auf Trainersuche gehen, bei der man dann ggf. auf ähnlich unerfahrene Kandidaten wie Prokop zurückgreifen kann bzw. muss. Also entscheidet man sich entgegen aller Bekundungen gegen eine Weiterarbeit mit Prokop und nimmt Gislason unter Vertrag.

    Menschlich halte ich den Umgang mit Prokop für ein sehr schlechtes Benehmen, aber aus Sicht des Präsidiums halte ich die Entscheidung für Gislason bzw. gegen Prokop in einem gewissen Rahmen sogar für nachvollziehbar.
    Dennoch erwarte ich, dass man offen und ehrlich mit den Menschen umgeht, nachdem man Entscheidung getroffen hat. Leider konnte ich die PK bislang nicht sehen, aber wenn die Entscheidung, dass man sich von Prokop trennen möchte, wirklich bereits am Montag getroffen wurde, erwarte ich, dass man ihm das auch noch am Montag oder spätestens am Dienstag Vormittag mitteilt. Wenn der Vertrag mit Gislason am Dienstag ausgehandelt wurde, macht es für mich den Eindruck, dass man sich hier beide Optionen warm halten wollte, um nicht ohne Trainer dazustehen, wenn es mit Gislason doch keine Einigung geben sollte - andere Gründe für diese zeitliche Verschiebung zwischen Entscheidung und Mitteilung an Prokop erschließen sich mir zumindest erstmal nicht wirklich.

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    smoerf

    Moin,

    ich halte Prokop durchaus für einen guten Trainer, aber ich habe weiterhin den Eindruck, dass Bundestrainer nicht der passende Job für ihn ist und er mit einer Vereinsmannschaft, die er regelmäßig um sich hat deutlich besser klar kommt.
    Ob Gislason ein guter Nationalmannschaftstrainer ist, wird er auch erst beweisen müssen. Mit einem Verein, in dem er die Spieler, die er weitestgehend aus einem großen Topf mit Topspielern mit ausgesucht hat, täglich um sich hat, die Leistungskurve genau beurteilen kann und eben auch das tägliche Trainingsprogramm vorgibt, hat er unbestritten Erfolge vorzuweisen - wie das aussieht, wenn er die Mannschaft aus einem beschränkten Angebot innerhalb weniger Tage zu einem Top-Team formen soll, wird sich zeigen.

    Der Umgang mit dem Mensch Prokop halte ich für eine Zumutung, aber schlussendlich wundert mich so etwas nicht einmal wirklich mehr. Nicht nur im Handball scheint es ja inzwischen gesellschaftsfähig zu sein, zunächst jemandem das vollste Vertrauen auszusprechen und Rückendeckung zu geben und sich kurze Zeit später Knall auf Fall von dieser Person zu trennen. Unsere Bundeskanzlerin hat dies ja nun auch mehrfach schon vorgelebt und auch in anderen Unternehmen soll so etwas immer wieder vorkommen.

    Mal sehen, was nun mit Henning und Rogisch passiert. Henning müsste eigentlich seinen Hut aufgrund der Entwicklung nehmen und ob Rogisch als Teammanager unter Gislason wirklich Sinn ergibt und ob er da überhaupt Bock drauf hätte, bezweifle ich noch, aber vielleicht schätze ich Gislason da auch einfach falsch ein - ich hätte ja auch nicht geglaubt, das er Jicha als Co-Trainer bereits so viele Freiheiten lässt, wie es dann doch der Fall war.

    Es bleibt weiterhin spannend.

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    smoerf

    waren manche Spieler eigentlich so schlimm verletzt? Z.B. Weinhold spielt jetzt eine Woche nach der EM wie ein jungern Gott?!


    Vielleicht spielt Weinhold aber nur eine Woche nach der EM überhaupt Handball, weil er eben die EM-Zeit zum Auskurieren der Verletzung genutzt und nicht noch eine zusätzliche Belastung angenommen hat. Da immer noch die Vereine der Arbeitgeber der Spieler sind und auch der Vereinserfolg somit erst einmal hoch priorisiert sein sollte, halte ich es für durchaus nachvollziehbar, dass angeschlagene Spieler ein Nationalmannschaftsturnier absagen, auch wenn sie mit den gleichen Beschwerden für den Verein vielleicht noch auf der Platte stehen würden.

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    smoerf

    Ehrlich gesagt bin ich ziemlich entsetzt über das Interview mit Machulla. „Andere Mannschaften haben auch mit Verletzungen zu kämpfen“ ist inhaltlich zwar inhaltlich völlig korrekt aber nach der Aktion sehr gefühlsarm. Bei Gisli geht es vielleicht nicht „nur“ um eine Verletzung sondern um die gesamte sportliche Zukunft. Besser wäre es gewesen, wenn Machulla sich dazu gar nicht geäußert hätte.


    20.45Uhr, sehr kinderfreundliche Anwurfzeit, Respekt. Aber heute ist ja alles anders.


    Eigentlich ist es doch vollkommen egal, zu welcher Zeit angeworfen wird, denn irgendwer findet es immer blöd.
    Donnerstag 19:00: Heimweg vom Job oder selbst Training; Für einige Jugendliche auch bereits zu spät, da am nächsten Tag Schule ist und der Heimweg auch noch zu bewältigen ist; unter der Woche ist für Auswärtsfans immer doof
    Sonntag 13:30: Mittagessen mit der Familie; Ligaspiel der Kinder oder selbst im Sporteinsazu; zu früh für diejenigen, die am Samstag feiern gehen oder eine weitere Anreise haben
    Sonntag 16:00: Kaffeezeit mit der Familie; immer noch eigener oder familiärer Sporteinsatz; der Sonntag nachmittag gehört der ganzen Familie und nicht der Handball-Halle; doof für Auswärtsfans, die nach dem Spiel noch nach Hause müssen
    Samstag 20:45: für Kinder zu spät; deutlich zu spät für Auswärtsfans, die abends noch nach Hause müssen; Samstags abends geht man zu Parties und nicht zum Handball;
    Samstags 18:00: kollidiert mit der Fußballbundesliga

    ja, mir ist 20:45 Uhr auch zu spät, aber das ist mein ganz persönliches Problem - genauso wie jede andere Uhrzeit, die man doof findet ein ganz persönliches Problem ist. Entweder bekommt man Handballgucken in seinen bisherigen Alltag eingebunden (ich guck Donnerstags meistens beim Sport auf dem Crosstrainer mit dem iPad und Skygo), man ändert was an seinem bisherigen Alltag, wenn einem Handballgucken so wichtig ist oder man hat schlicht und ergreifend Pech gehabt.

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    smoerf

    Das dieses Spiel vermutlich keine allzu großen Neuerkenntnisse bringen würde, dürfte eigentlich im Vorfeld klar gewesen sein. Immerhin sind Pekeler, Wiencek und auch Dule nicht völlig kaputt, so dass sie am Samstag dann wohl doch eingesetzt werden können. Ansonsten wären die Einsätze in diesem Testspiel völlig überflüssig und wohl auch eher kontraproduktiv.

    Den Einsatz der beiden Jugendspieler finde ich eine nette Sache. Auf meinem kleinen iPad sah der Oberkörper des Kreisläufers für das Alter schon ganz beachtlich aus, aber Körper ist eben auch nicht alles. Dem Außenspieler hat man seine Nervosität meiner Meinung nach sehr deutlich angesehen - gefühlt war er sehr damit beschäftigt sich am Trikot und an der Hose herumzuziehen :) . Im Spielfluss selbst war er dann aber durchaus konzentriert und beim Spiel.

    Die Verletzung von Nilsson ist natürlich sehr ungünstig. Hier bleibt zu hoffen, dass die restlichen Spieler am Samstag fit sind und er recht schnell wieder auf die Beine kommt.

    Glück auf
    smoerf

    Gefühlt humpelt Dule tatsächlich nach jedem Spiel, aber das halte ich auch generell für kein allzu gutes Zeichen. Niemand humpelt ja, weil er da Bock drauf hat, sondern weil man irgendwelche Einschränkungen oder Probleme hat. Ich hab dennoch die Hoffnung, dass Dule nach der EM nicht völlig kaputtgespielt, aber dafür mit dem Titel wieder beim THW aufschlägt und sich auch die Blessuren der anderen angeschlagenen Spieler sich nicht als allzu schlimm herausstellen.

    Ob es sinnvoll war, dass Gisli wirklich jetzt schon weg ist, wird sich erst noch zeigen müssen (den wirklichen Gesundheitszustand der EM-Fahrer wird bestimmt der Mannschaftsarzt realistisch einschätzen), aber ich habe eben auch den Eindruck, dass dort mehr vorlag als "nur" die Verletzung und die wenige Spielzeit - vielleicht ist es tatsächlich für alle Beteiligten sinnvoll, ein schnelles Ende zu beschließen und dafür mit einem Verhältnis auseinander zu gehen, was eine spätere Rückkehr nicht völlig ausschließt. Wenn Gisli verletzungsfrei bleibt und sich sportlich weiterentwickelt, ist die Tür für eine spätere Rückkehr ggf. nicht völlig verschlossen. Bei Pekeler hat dies ja offensichtlich recht gut funktioniert

    GLück auf
    smoerf

    Wenn Gisli spielen durfte bzw. konnte, war meiner Meinung nach Potenzial zu sehen - auch als Lenker eines Spiels. Ich meine, dass er im letzten Jahr bei der WM phasenweise das Spiel der Isländer gelenkt hat und das sah für das Alter schon ziemlich gut aus. Aber er hatte jetzt eben auch die zweite Schulterverletzung und es bleibt die Frage, wie er das ganze wegsteckt.

    Auf jeden Fall hoffe ich für Ihn, dass er in Magdeburg zu mehr Einsatzzeiten kommt und vor allem Verletzungsfrei bleibt.

    Glück auf
    smoerf

    Nach meinem Dafürhalten wurde auch der Wechsel Golla für Michalczik gestern doppelt bestraft. Einen im entscheidenden Spiel kranken Spieler reinzunehmen und einen spielerisch versierten Rückräumer rauszunehmen, absolut unglücklich.
    Beide im Team, stattdessen etwa auf Zieker verzichtet, hätte der Mannschaft gestern jedenfalls viel gebracht.


    Und dann hätte sich Gensheimer den Magen verdorben oder wäre an einer Erkältung erkrankt und schwups wäre die Situation nicht besser sondern nur anders gewesen. Klar ist da nun wieder viel "hätte" bei, aber schlussendlich geht man bei so einer Entscheidung immer ein gewisses Risiko ein und diesmal war die Entscheidung eben unglücklich. Doof gelaufen, kann aber immer wieder passieren.

    also wenn wir das heute im augustiner nicht falsch verstanden haben,
    hat sich der arzt der nati dahingehend geäussert,
    dass der ausfall von golla schlicht und einfach an seiner falschen ernährung lag...

    zur falschen zeit gegessen- darum dann vormittags übergeben und damit nicht spielfähig..


    Wart ihr mit dem Arzt gemeinsam da oder ist das schon Hörensagen?
    Klar ist der Zeitpunkt des Essens bei Spitzensportlern durchaus nicht vollkommen egal, aber ich kann mir schwerlich vorstellen, dass jemand nur aufgrund der falschen Essenszeit morgens bricht und das dann gleich auch noch in dem Maße, dass ein Einsatz am Abend auf gar keinen Fall in Frage kommt.
    Ganz abgesehen davon fände ich es nicht gerade "in Ordnung" wenn der Arzt sich öffentlich so äußert - das sind meiner Meinung nach erstmal Interna und sollten auch zunächst einmal intern bleiben, denn wenn es wirklich nur der falsche Zeitpunkt war und keine anderen Faktoren doch mit hereingespielt haben, ist diese Essensentscheidung auch nicht unbedingt professionell durch Golla gelöst worden - ja klar, es sind alles nur Menschen und die dürfen auch mal Fehler machen, aber dennoch sollte ein Spitzensportler seinen Körper so weit kennen, dass man eben weiß, zu welcher Zeit man eben das Essen besser einstellen sollte, wenn man am nächsten Tag auf der Platte stehen will.

    Glück auf
    smoerf

    Menschlich reifen sollte man selbst beim THW können.
    Nilsson und Bilyk waren doch ähnlich jung als sie kamen und sind gereift.


    Ich kann Gisli menschlich nicht wirklich einschätzen, aber man kann meiner Ansicht nach nicht Person A immer mit Person B vergleichen. Der eine ist deutlich selbständiger und benötigt zum „Erwachsenenwerden„ einfach weniger Unterstützung als ein anderer. In meiner Jugend gab es durchaus den ein oder anderen, der deutlich mehr Flausen im Kopf hatte als viele andere und wenn Gisli gerade in so einer Phase ist, kann das im Konflikt zur Ausbildung zum Spitzenhandballer stehen.

    Glück auf
    Smoerf

    Einzig was man daraus lernt, das nur ein eingespieltes Team
    "einen Blumentopf " gewinnt. Da muss man vielleicht mal länger
    vor dem Turnier üben.

    Wann hätte die Mannschaft zwischen letztem Bundesligaspieltag und Abreise zur Nationalmannschaft noch mehr Zeit zum Üben finden sollen? Der letzte Bundesligaspieltag war am 29.12.2019 und die Nationalmannschaft hat sich am 02.01.2020 versammelt. Die Erholungsdauer während der normalen Saison ist ja auch schon sehr gering, so dass auch dort nicht sonderlich viele Zeiten sind, in denen es Nationalmannschaftslehrgänge geben könnte.
    Vielleicht kann man die Spieler demnächst ja einfach über die Weihnachtsfeiertage antreten lassen (wobei ja auch hier der 2. Feiertag noch ein Ligaspieltag ist) oder man lässt sie demnächst einfach mal direkt vom letzten Spieltag vor Silvester zur Nationalmannschaft reisen, damit man dann an diesen Tagen noch Zeit zum üben hat. :irony:

    Ich glaube, dass jedem klar ist, dass mehr Zeit auch ein besseres Zusammenspiel in der Mannschaft fördert, aber das Jahr hat nun einmal nur eine begrenze Anzahl an Tagen und die Bundesliga und internationalen Spiele müssen eben auch irgendwie terminiert werden. Die Zeit für die Nationalmannschaft ist knapp und wird wohl immer knapp bleiben.

    Beispiel Kommunikation:

    Mögen sich die Spieler untereinander nennen, wie sie wollen - der Vorgesetzte sollte es tunlichst unterlassen, Spitznamen zu gebrauchen. Er ist eben gerade nicht - und sollte es auch nicht sein - auf einer Ebene mit den Spielern, sondern soll sie anführen. Dazu benötigt er (fachliche, persönliche ...) Autorität, die CP jedoch fehlt. Daher versucht er es mit Anbiedern und spricht die Spieler mit ihren Spitznamen an (Böhmi, Kohli, ich frage mich immer, wann aus Bambam Bambi wird ...).


    Die Ansprache mit Spitznamen halte ich ehrlich gesagt für kein Problem, sofern die Autorität des Trainers nicht aus anderen Gründen bereits in Frage zu stellen ist. Wenn mein Chef mich mit meinem Spitznamen anspricht, nahm ich ihn nicht weniger ernst, als wenn er mich mit meinem Vornamen anredet. Autorität und Führungsstil hat -zumindest in meinen Augen- nichts damit zu tun, wie man eine Person anspricht, solange es für den angesprochenen auch in Ordnung ist auf diese Art und Weise angesprochen zu werden. Letzte Woche auf einem Seminar hat uns der Dozent -nach Rücksprache- gedutzt und im März wird er bei einigen von den Seminarteilnehmern in der Prüfungskommission sitzen - ich glaube nicht, dass sich durch dieses Vorgehen eine Verschiebung der Hierarchie ergeben hat. Klar gibt es Menschen, die mit solch einer Verfahrensweise nicht umgehen können, aber generell davon zu reden, dass es Vorgesetzte lassen sollten, ihre Untergebenen mit Spitznamen anzusprechen, seh ich definitiv nicht!

    Glück auf
    smoerf


    ...und Bitter kann noch nicht einmal das leere Tor treffen?!


    Das können andere Torhüter auch nicht immer! Landin hat in der Liga schon mehr als einen Ball deutlich neben das gegnerische Tor gesetzt und ebenso ergeht es manch einem Feldspieler, der den Ball in der Abwehr abfängt und versucht das leere Tor zu treffen. Das ist also kein Alleinstellungsmerkmal von Bitter!

    Glück auf
    smoerf

    Den Eindruck hatte ich auch schon bei dem Bericht, der sich nun hinter der Bezahlschranke findet.

    Weiß vielleicht jemand, ob und wenn ja, wie fit Gisli wieder ist? Mit einer nicht auskurierten Verletzung kann ich mir nicht so richtig vorstellen, dass es zur Rückrunde reihenweise Anfragen für den jungen Mann gibt.

    Glück auf
    smoerf

    Wie soll er Praxis sammeln, wenn er verletzt ist?

    Selbst in der Zeit als er nicht verletzt war, hatte er doch nur Kurzeinsätze - zwar durchaus auch in entscheidenden Spielminuten und Spielsituationen, aber eben auch nicht mehr als maximal 5 Minuten. Wie soll er in der nächsten Saison mit Sagosen als Neuzugang und den bisherigen Spielern mehr Einsatzzeiten erhalten? Ich glaube, dass ein Wechsel für ihn in der Entwicklung durchaus eine sinnvolle Lösung sein wird, denn nur durch Trainingsteilnahme mit guten Spielern lernt man zwar aber eben nicht so viel, dass man selbst zu einem guten Spieler heranreift.

    Glück auf
    smoerf


    Es gibt definitiv Spiele bei denen auch die Schieris einen "gebrauchten" Tag erwischen. Das ist menschlich und ganz normal und darf dann auch angesprochen werden.

    Lob gibt es allerdings in der Tat viel zuselten.


    Das im Internet deutlich mehr kritisiert als gelobt wird, ist doch der "normale" Zustand. Man findet doch auch zu allen möglichen Produkten eher schlechte Kritiken als Lobhudeleien, wobei ich das grundsätzlich sogar für richtig erachte. Wenn etwas so funktioniert, wie es soll, muss ich nicht explizit irgendwo hinschreiben, dass die Kaffeemaschine XY heißen Kaffee liefert und genauso wenig erwarte ich, dass Schiedsrichter für eine gute Leistung gelobt werden. Zumal ich nicht einmal weiß, wo eine gute Leistung gerade bei Schiedsrichtern anfängt: das Pfeifen gemäß der vorgegebenen Regeln ist für mich keine gute Leistung, sondern tatsächlich die Erfüllung ihrer Aufgabe - ich weiß natürlich, dass dies gerade in einem so schnellen Sport nicht wirklich einfach ist und dies zu 100% auch nicht funktionieren wird, aber genau das ist doch das Zielbild. Auch wenn bestimmt jemand den Vergleich nun für Äpfel mit Birnen hält: mein Arbeitgeber lobt mich auch nicht, wenn ich meine Aufgaben gemäß der Vorgabe erfülle und nix anderes erwarte ich eben auch bei Schiedsrichtern.

    Das soll nicht heißen, dass ich nicht für die vielen Schiedsrichter, die diese Aufgabe in Ihrer Freizeit ausüben dankbar bin, aber die reine Erfüllung der Aufgabe löst bei mir nun keine Begeisterungsstürme aus.

    Natürlich halte ich es für den falschen Weg, wenn Schiedsrichter beleidigt oder gar körperlich angegriffen werden, aber eine sachliche und angemessene Äußerung von Kritik sollte durchaus möglich sein - auch als jemand, der selbst nicht als Schiedsrichter fungiert hat - ich muss auch nicht singen können, um festzustellen, dass jemand heute nicht singen kann. Ich halte es für normal, dass auch Schiedsrichtergespanne mal einen total schlechten Tag haben und es dann zu komischen Entscheidungen kommen kann, jedoch muss man dies im Nachhinein dann auch ansprechen und sich als Fan auch ärgern dürfen, wobei die Fehlentscheidungen an solchen Tagen in der Regel beide beteiligten Mannschaften betreffen, so dass ich in den seltensten Fällen wirklich Schiedsrichter für Spielentscheidend halte.

    Glück auf
    smoerf