Beiträge von Master of Disaster

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    Komisch, ich meinte doch das die ungefähr die Hälfte der Halle ausverkauft war als ich vor einer Woche bei Rostock mal bei den Tickets geschaut habe (wobei es mindestens in diesem Falle auch gar nicht möglich wäre auf eine vierstellige Zahl zu kommen, da die Halle das ja gar nicht fasst); bei den stolzen Ticketpreisen fand ich das beachtlich.

    Unabhängig davon, ist einer der Zwecke dieser Modusänderung ja die Spielplanentschlackung und ich finde nach wie vor das dies funktioniert. Danach nur noch 1-2mal vor Weihnachten, was mindestens eine englische Woche verhindert. Das ist insbesondere für die Europapokalteilnehmer einfach eine gute Sache. Mir ist natürlich klar das das von unten gesehen aus verschiedenen Gründen nicht ganz so toll ist, aber man muss eben auch so ehrlich sein und beide Seiten der Medaille betrachten, zumal auch zuvor eher selten ein Drittligist im Achtelfinale aufgetaucht ist und mindestens einen Zweiligisten sehen wir ja jetzt auch dieses Jahr wieder dort.

    Aber vorher hatten die unterklassigen Vereine wenigstens eine proppevolle Halle und sichere Einnahmen!

    Unseren Schiedsrichtern wurde in der Regelschulung mitgeteilt, dass die IHF Klage gegen den DHB wegen der Nichtumsetzung der Verletztenregel unterhalb der dritten Liga erhoben hat und darauf drängt, dass sie in allen Ligen gilt.
    Was dran ist weiß ich nicht, aber vielleicht weiß hier jemand etwas davon...

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    Ich denke er spielt darauf an, dass Du in diesem Alter schon Spieler positionsbezogen ausbildest und einsetzt.
    Das ist Quatsch und entspricht eben nicht der Rahmentrainingskonzeption.

    Ach so.
    Der Positionsspezifische Teil bezieht sich auf eine C-Jugend.
    Die Torhüter spielen alle auch im Feld und erhalten wie oben schon geschrieben ein erweitertes Koordinationstraining und erlernen die Torwartgrundbewegungen.

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    Die Jungs möchten aber gerne diese tollen Trickwürfe wie
    ihre Vorbilder aus der Bundesliga machen. Was aber in der Regel ohne Haftmittel
    nicht geht. Sie sind dann immer enttäuscht wenn dies nicht klappt und verstehen
    nicht warum sie den kein Haftmittel verwenden dürfen.

    Das funktioniert auch ohne Harz. Ich kann es zwar nicht und hätte es auch nicht geglaubt, aber nachdem ich es gesehen habe weiß ich, dass und wie es klappt.

    Nun sind fast drei Jahre vergangen und ich habe das Torhütertraining nur noch alle zwei bis vier Wochen gemacht. Meistens mit einer größeren Gruppe von 3-5 Interessierten. Das habe ich bis vor einer Saison gemacht, als ich einen neuen Schwung Spieler bekommen habe. Dort sticht mir keiner so direkt ins Auge wie der Spieler vorher im Tor, obwohl wieder fast alle ins Tor wollen. Trotzdem haben einige von ihnen auch noch nach längerer Zeit Spaß und stellen sich auch Koordinativ gut an. Diese dürfen bei den Spieltagen und im Training alle ins Tor und haben einmal im Monat 15-30 Minuten Koordinations- und Techniktraining (MIT 5-10 KINDERN!!!!).
    Übrigens sind die Torhüter, um die es ursprünglich ging, inzwischen in der E-Jugend und immer noch begeistert im Tor. Wie vorher spielen sie auch im Feld und spielen auch dort gut. Meistens spielt einer eine HZ im Tor und der andere im Feld und umgekehrt.

    Nachtrag zu "den Dicksten ins Tor oder an den Kreis stellen":

    In der älteren von mir trainierten Mannschaft setze ich auf eine andere Methode der Positionserstbesetzung.
    Bei den jüngeren spielen auch die "trainierten" Torhüter regulär im Feld, wie jeder ander auch...

    Der koordinativ und reflextechnisch beste Spieler, der keine Angst vorm Ball hat kommt ins Tor.
    Die athletisch und vom Spielverständnis her besten Spieler stelle ich auf die Außenbahnen und an den Kreis, da diese Positionen im modernen Tempospiel die zentralen Schaltstellen für einfache Tore sind, wenn dort gut ausgebildete Spieler spielen.
    Im Rückraum suche ich nach Spielern mit gutem Spielverständnis bei gleichzeitig guter Wurfkraft und -genauigkeit.
    Das Anforderungsprofil im Rückraum zielt nicht auf die Körpergröße ab. Wenn ein Spieler groß ist ist es schön, wenn nicht ist es auch kein Problem und er muss dann eben ein super 1:1 lernen. Dieses Profil ist für alle drei Rückraumpositionen gleich, da jeder der Rückraumspieler alle drei Positionen spielen können soll. Die Außen haben zwar je nach Wurfhand eine Lieblingsseite, können aber beide spielen.

    Das ist meistens die Aufstellung für die ersten Spiele, die sich komplett ändern kann, wenn ein Spieler mit einer Position nicht zurecht kommt oder sich unwohl fühlt.

    Das Problem hatte ich auch, er war total unruhig und unkonzentriert.
    Habe ihn in 2 Monaten gebändigt bekommen, indem er eine kleine Belohnung bekommen hat, wenn er sich mehrere Trainings lang gut benahm. Mit der Zeit bekam er immer seltener Belohnungen und inzwischen muss ich ihn nur noch sehr selten daran erinnern, dass er sich gut benehmen soll. Inzwischen reicht eine Ermahnung völlig aus. Kommt aber immer sehr aufs Kind an, ob es funktioniert.

    Ich habe den Kurs in Hessen absolviert.
    Das 2x 3 gegen 3 wird in der E-Jugend abgeschafft. Zum Glück. Obwohl es auch einige Vorteile wie den kleineren Raum hat, der es der Abwehr erleichtert sowie eine klarere Zuteilung ermöglicht. Wie dem auch immer sei, das Teaining macht den Kindern so Spaß und unter- sowie überfordert sie nicht, was vorher öfters geäußert wurde, da wir sowohl sehr leistungsstarke als auch weniger leistungsstarke Kinder in der Mannschaft sind. Und das ist die Hauptsache.

    Heute war dann mehr Zeit und ich konnte mich ca. 30-45 Minuten dem Torwarttraining widmen. Wie üblich Freitags leider nur mit einem Torhüter. Jedoch konnte ich mich ihm darurch intensiver widmen.

    Nach dem Aufwärmen kam als erstes die Hand-Auge-Koordination mit Tennisball wie oben beschrieben. Dann folgten über das Tor verteilte Würfe, die gefangen und sauber wieder zurückgeworfen werden sollten, da ich mir denke, dass, wenn sie ihn fangen können, sollte das Abklatschen kein Problem sein.
    Es folgten erst 2 und später 4 schnell hintereinander erfolgende Würfe, die abgewehrt werden mussten. Danach wurden Pässe auf eine Distanz von 7-8 Metern trainiert. Jetzt folgten Würfe aus verschiedenen Positionen, wobei ich bisher nur darauf achte, dass das innere Bein nicht angehoben wird und die Arme gehoben sind. Auf mehr achte ich zur Zeit noch nicht. Dann warf noch die gesamte Mannschaft aufs Tor und zum Abschluss wurde Sautreiben gespielt.

    Da dieses Programm sehr gut funktionierte, werde ich das Grundkonzept so erhalten.

    Ich habe das Training leider aus Zeitmangel auf 15 Minuten reduzieren müssen, da das Aufwärmen länger als gedacht dauerte. Deswegen habe ich mich nur auf die Hand-Auge-Koordination wie oben beschrieben beschränkt. Die Kinder habensuper mitgemacht, aber ich werde sie morgen auch nochmal gegenseitig aufs Tor werfen lassen, da es ihnen gefehlt hat. Dafür werde ich das Aufwärmen etwas verkürzen.