Nun sind fast drei Jahre vergangen und ich habe das Torhütertraining nur noch alle zwei bis vier Wochen gemacht. Meistens mit einer größeren Gruppe von 3-5 Interessierten. Das habe ich bis vor einer Saison gemacht, als ich einen neuen Schwung Spieler bekommen habe. Dort sticht mir keiner so direkt ins Auge wie der Spieler vorher im Tor, obwohl wieder fast alle ins Tor wollen. Trotzdem haben einige von ihnen auch noch nach längerer Zeit Spaß und stellen sich auch Koordinativ gut an. Diese dürfen bei den Spieltagen und im Training alle ins Tor und haben einmal im Monat 15-30 Minuten Koordinations- und Techniktraining (MIT 5-10 KINDERN!!!!).
Übrigens sind die Torhüter, um die es ursprünglich ging, inzwischen in der E-Jugend und immer noch begeistert im Tor. Wie vorher spielen sie auch im Feld und spielen auch dort gut. Meistens spielt einer eine HZ im Tor und der andere im Feld und umgekehrt.
Nachtrag zu "den Dicksten ins Tor oder an den Kreis stellen":
In der älteren von mir trainierten Mannschaft setze ich auf eine andere Methode der Positionserstbesetzung.
Bei den jüngeren spielen auch die "trainierten" Torhüter regulär im Feld, wie jeder ander auch...
Der koordinativ und reflextechnisch beste Spieler, der keine Angst vorm Ball hat kommt ins Tor.
Die athletisch und vom Spielverständnis her besten Spieler stelle ich auf die Außenbahnen und an den Kreis, da diese Positionen im modernen Tempospiel die zentralen Schaltstellen für einfache Tore sind, wenn dort gut ausgebildete Spieler spielen.
Im Rückraum suche ich nach Spielern mit gutem Spielverständnis bei gleichzeitig guter Wurfkraft und -genauigkeit.
Das Anforderungsprofil im Rückraum zielt nicht auf die Körpergröße ab. Wenn ein Spieler groß ist ist es schön, wenn nicht ist es auch kein Problem und er muss dann eben ein super 1:1 lernen. Dieses Profil ist für alle drei Rückraumpositionen gleich, da jeder der Rückraumspieler alle drei Positionen spielen können soll. Die Außen haben zwar je nach Wurfhand eine Lieblingsseite, können aber beide spielen.
Das ist meistens die Aufstellung für die ersten Spiele, die sich komplett ändern kann, wenn ein Spieler mit einer Position nicht zurecht kommt oder sich unwohl fühlt.