Morgen ist es endlich so weit. Hinspiel im Halbfinale des Europapokals..
Der WDR ist mit 4 Übertragungswagen schon vor Ort, die Halle ist im Umkreis von 2 km abgesperrt *Gg* (scherz).
Aber irgendwie sind die Spieler des VfL´s nur kreuz und quer durch Gummersbach gefahren, anstatt zu trainieren... Das kann ja was geben.
Hier der Vorbericht von Seiten des VfL´s:
23.03.2006 - Das Finale vor dem Finale
Nach dem Halbfinalaus in der vergangenen Saison gegen den SC Magdeburg unternimmt der VfL am Samstag einen neuen Versuch, ins Finale des EHF-Europacupwettbwerbs einzuziehen. Das Hinspiel gegen den TBV Lemgo findet in der Eugen-Haas-Halle (15 Uhr) statt, am kommenden Sonntag fällt dann in der Lipperlandhalle in Lemgo die Entscheidung, wer dann im Finale gegen den Sieger des anderen Duells zwischen Frisch Auf Göppingen und US Creteil spielen darf. Fast 24 Jahre sind jetzt ins Land gegangenen, seitdem der VfL Gummersbach zum ersten und einzigen Mal diesen Wettbewerb gewinnen konnte.
1982 wurde dieser nämlich ins Leben gerufen und hieß noch IHF-Pokal. In der Dortmunder Westfalenhalle besiegte Gummersbach mit dem Trainer Petre Ivanescu den damaligen jugoslawischen Vertreter Zeljeznica Sarajewo mit 23:14. Gerd Rosendahl, heute Beiratsmitglied und mit dem Unternehmen ISE auch Premium-Sponsor, zählte unter anderem zum legendären Aufgebot, das ein Jahr später als beste Mannschaft aller Zeiten in die Geschichtsbücher einging und der VfL alle nur möglichen nationalen und internationalen Titel holte, nämlich die Deutsche Meisterschaft, den Deutschen Pokal, den Europacup der Landesmeister und die Europameisterschaft für Vereinsmannschaften.
Die größten Erfolge Lemgos liegen nicht so weit zurück, der Deutsche Meister aus dem Jahr 2003 konnte den EHF-Cup noch nie gewinnen, unter den neun Titeln der Ostwestfalen ist nur ein internationaler Titel, 1996 feierte man den Pokalsieger-Cup. Angesichts der traditionsreichen Vergangenheit beider Klubs und der aktuellen Spielstärke gilt das Duell des VfL gegen den TBV als vorweggenommenes Finale. In der Bundesliga war der Tabellenfünfte in beiden Spielen der laufenden Saison ein unangenehmer Gegner, gegen den der VfL nicht gewinnen konnte. In der Kölnarena reichte es nach teilweise deutlichem Rückstand noch zu einem 26:26-Unentschieden, das Rückspiel in Halle ging mit 26:28 verloren.
Der TBV Lemgo ist also gut gerüstet, das bewies er auch zuletzt in der Bundesliga. Am Mittwoch wurde im westfälischen Derby GWD Minden recht sicher mit 37:30 abgefertigt. Dabei ließ sich Trainer Volker Mudrow eine neue taktische Variante einfallen: Blockbildung hieß das Zauberwort, das Minden verunsicherte. In der ersten Halbzeit lautete die Formation Baur, Jicha, Hallgrimsson und Preiß, erst in der zweiten Hälfte spielten die Routiniers Stephan, Zerbe und Schwarzer, die offensichtlich für das Spiel am Samstag in Gummersbach geschont wurden. Für die Höhepunkte in diesem Spiel sorgten Rückraumas Stephan und Kreisläufer Schwarzer mit ihrem blinden Verständnis.
Das Statement von VfL-Trainer Velimir Kljaic:
Das ist das Finale vor dem Finale, der Sieger hat gute Karten, den EHF-Cup in diesem Jahr zu gewinnen. Ich bin froh, dass wir das erste Spiel in Gummersbach haben. MIt einem Sieg im Rücken können wir selbstbewusst in Lemgo spielen, dann ist der Gegner unter Druck.
Voraussetzungen für einen Erfolg sind aber gute Leistungen in der Abwehr, vorne brauchen wir nur mehr Glück als in den letzten Spielen. Wir sind in der Tabelle sechs Punkte vor Lemgo, das beweist unsere Qualität. Mit unserem Publikum im Rücken ist ein Polster von vier bis fünf Toren zu schaffen. Wir kennen natürlich die Stärken von Lemgo. Der Mittelblock der 6:0-Abwehr mit Zerbe und Jicha, die von Schwarzer und Stephan auf Position zwei unterstützt werden, ist sicher eine der besten der Bundesliga. Sie arbeiten einfach gut mit dem Torwart zusammen. Dazu haben sie mit Kehrmann einen Rechtsaußen, der mit viel Herz die Gegenstöße läuft. Er geht ab wie in Panzer, er ist aber auch mit seinen Einzelaktionen nur schwer auszuschalten.
Ich bin auch froh, dass diese EHF-Spiele von internationalen Schiedsrichtern gepfiffen werden. Da gibt es keinen Verdacht eines Bonus oder von Sympathie mit einer Mannschaft, diese Gespanne pfeifen nur grün gegen gelb, oder blau gegen weiß. Jedes Paar hat seine Eigenheiten, Fehler passieren natürlich auch, aber es ist klar, dass die internationalen Paare alle das höchste Niveau haben. 
(vfl-gummersbach.de)