Beiträge von Löwenherz

    Auch wenn es vom Sofa aus sicher immer grenzwertig ist "Trainer" zu spielen, doch was ist in Vestergaard gefahren.


    Auch meiner Meinung nach trifft Vestergaard beim Einsatz der Spielerinnen viele falsche Entscheidungen (wie ich schon nach dem Hinspiel schrieb). Beispiele: Beim Hinspiel vor einer Woche spielte Niombla sehr viel, obwohl sie nicht richtig zum Zuge kam und eine schlechte Quote hatte (1/4); heute war sie die Top-Scorerin (7/9 - dabei noch ein verworfenener 7m), spielte aber wesentlich weniger. Vor einer Woche spielte Martin kaum, obwohl sie gut geworfen hat (2/2), heute hat sie durchgepspielt (wenn ich richtig gesehen habe), wenngleich sie kaum etwas getroffen hat (3/9). Auch zu Torstensson und Ayglon bin ich Deiner Meinung.Die Kreisläuferinnen haben heute beide nicht viel auf die Reihe bekommen, und auch Gulldén hatte nicht ihren besten Tag (2/5). Mehmedovic ist mir ein Rätsel: In Podgorica extrem treffsicher, in Bukarest schlechte Quoten: Vor einer Woche 1/4, heute wenigstens 6/11 - sie wirft plötzlich schlecht, nimmt sich aber auch Würfe aus sehr ungünstigen Winkeln.

    Knackpunkte waren heute wieder die vergebenen freien Würfe in der 2. Hz nach eigener 3-Tore-Führung (darunter 3x 7m) und die Abwehrschwäche ab Mitte der 2. Hz. Während Bukarest beim Hinspiel in der entscheidenden Phase Amorin nicht in den Griff bekam (was heute besser gelang), konnte diesmal Mörk werfen und treffen, wie sie wollte (Topleistung von ihr, aber auch schwache Abwehr gegen sie). Kiss in der 2.Hz mit einer absoluten Spitzenleistung (in der 1.Hz nur 25 %, in der 2.Hz müssen es weit über 50% gewesen sein (während die Bukarester Torhüterinen nachließén bzw. überhaupt kein Bein auf die Erde bekamen).

    Fazit: Auch wenn noch nicht alles rund läuft, ist Györ nach den bisherigen Leistungen für mich der absolute Topfavorit auf den CL-Sieg: Die starke Abwehr (einschließlich Torfrauen) zermürbt den Gegner, und in der 2.HZ macht der Angriff die Gegner platt, wenn dessen Abwehr müde wird.

    zb kann man immer hin und Rückspiel innerhalb einer Woche machen und der bessere aus beiden Spielen bekommt einen Zusatzpunkt.


    Sehr gute Idee! Das macht ordentlich Druck, keine Mannschaft darf sich in einem Spiel hängenlassen, wenn sie vorn dabei sein will!

    Sind aber alles nur Gedankenspiele, denn die Idee mit der 6er-Liga wird in der Ligaversammlung niemals eine Mehrheit finden.

    Ich glaube wir kommen nicht umhin unsere Nationalspieler bei ein ,zwei Clubs zu bündeln um nachteile in der Struktur ausgleichen zu können.


    Das halte ich für nicht zielführend. Da sitzt dann bei den Spielen immer die Hälfte auf der Bank - das ist gerade nicht die Feuertaufe, die erforderlich ist, um Spitzen- und erst recht Führungsspielerinnen zu entwickeln. Das typische Beispiel ist doch Minevskaja: Die war in Metzingen auf dem Weg zu einer Führungsspielerin (dort wusste sie, dass es vor allem auf sie ankommt, wenn die Mannschaft gewinnen soll), in Leipzig ist sie ins 2. Glied zurückgetreten, sitzt viel zu viel auf der Bank, um sich weiterzuentwickeln und ist nur noch ein Schatten ihrer selbst aus früheren Tagen. So kann es nicht gehen.

    Was ich mir vorstellen kann: Eine 1.Liga mit 6 Mannschaften (die viermal gegeneinander spielen), die ersten fünf spielen im Folgejahr international, die sechste steigt ab und eine steigt auf. Da müssen die Spielerinnen in jedem Spiel Gas geben, und es gibt keine 17:49-Ergebnisse. Auch das wird zu einer Konzentration der besten Spielerinnen führen, macht aber nur Sinn, wenn mindestens 6 Clubs in Deutschland solche wirtschaftliche Bedingungen haben, dass sie sich gute Spielerinnen dauerhaft leisten können. Mit der Aufstockung der 1.Liga von 12 auf 14 Mannschaften ist man den umgekehrten Weg gegangen - und den halte ich für absolut kontraproduktiv im Hinblick auf die Verbesserung der internationalen Konkurrenzfähigkeit.

    Zitat von »Harpiks«
    Generell. Ich denke, dass man für die CL/WM/EM eine Qualität braucht die man nicht einfach durch "wir sind ein tolles Team und halten uns alle an den Händen"-Handball erreichen kann. Man brauch individuelle Klasse - je mehr desto besser.

    Gegenbeispiel....Die deutschen Männer(Bad Boys) bei der vergangenen EM,den Titel hat ein Team gewonnen gegen Mannschaften die individuell deutlich höher eingeschätzt wurden.Und warum?Weil sie es nicht nur gesagt haben sondern wirklich als ein Team aufgetreten sind.


    Ihr habt sicher beide recht. Handball ist nunmal eine Mannschaftssportart. Da kann ein gut eingespieltes Team (menschlich wie spielerisch) schon etwas reißen gegen individuell stärker besetzte Mannschaften. Aber dafür gibt es Grenzen. Und hier sehe ich einen Unterschied zwischen unseren Nationalmannschaften der Männer und der Frauen: Der Abstand zwischen den besten deutschen Spielern und den den besten der Welt ist bei den Männern weitaus geringer als bei den Frauen. Selbst zwischen unseren derzeit Allerbesten wie Loerper oder Woltering und den besten Spielerinnen der Welt auf den betreffenden Positionen wie z. B. Gulldén oder Grimsbö ist die Differenz noch riesig - von allen anderen ganz abgesehen. Man braucht nur mal Relationen aufzumachen auf verschiedenen Positionen wie Hubinger-Mörk, Huber-Vyakhireva/Radicevic, Smits-Neagu oder Behnke-Löke - da liegen Lichtjahre dazwischen. Und dann kannst Du gegen Mannschaften wie Norwegen oder Russland auch mit dem besten Mannschaftsgeist und einem eingespielten Team nix mehr machen.

    Deshalb wundert es mich ehrlich gesagt, dass der THC in den letzten Jahren überhaupt ganz gut in der CL mitthalten konnte.


    Da hast Du bestimmt recht. Dass dies so gelungen ist, ist sicher maßgeblich ein Verdienst von Müller, der es immer wieder geschafft hat, aus Scheiße Bonbons zu machen. Aber das geht natürlich nicht unbegrenzt. Auch dazu brauchst Du eine gewisse kritische Masse, die beim THC einfach nicht mehr vorhanden ist.

    Um es einmal so zu sagen: Als noch Kohle im Sack war, konnte sich Müller die Mannschaft so zusammenstellen, dass alles zueinander passte. Dafür hat er (mit wenigen Ausnahmen) ein sehr feines und glückliches Händchen gehabt. Jetzt muss er das nehmen, was er für die beschränkteren Mittel bekommen kann. Und das passt in dieser Saison nur sehr bedingt zusammen (um es einmal vorsichtig zu formulieren), das sieht doch jeder Blinde. Man hat doch heute z. B. gegen Ende des Spiels gesehen, was Planeta und van de Wiel für einen Hammer auspacken können. Aber wenn die Abläufe nicht stimmen und die Ballsicherheit nicht da ist, dann klappt das eben vielleicht 2 -3 mal pro Spiel (oder schlimmstens gar nicht) - und das reicht natürlich nicht. Allerdings hat es auch mit Nadgornaja eine Weile gedauert, bis das blinde Verstehen zwischen ihr und Wohlbold da war. Und bei dieser sehr heterogenen Mannschaft wird das wohl noch viel länger dauern.

    Ein zweites Beispiel: Ich habe Aquilar als Glückstreffer für den THC gefeiert, und das kann sie auch noch werden. Aber ein Rückraum mit 3 Alphatieren wie Aquilar, Wohlbold und Luzumova (wie ihn Müller heute am Anfang gespielt hat) - das geht überhaupt nicht und ging auch heute voll in die Hose. Aquilar machst Du entweder zum Kopf des Spiels oder Du kannst sie gleich draußen lassen. Es gibt Spielerinnen, die können sich nicht unterordnen, dazu gehört neben Aquilar z. B. auch Barbosa: Entweder sie sind das Spiel oder sie sind nix.

    Nachtrag: Um das Problem noch einmal deutlich zu machen: Es ist wie bei der Kernfusion im Reaktor: Wenn Du die kritische Masse hast, ist es eine Frage der Technologiebeherrschung, ob Du die Reaktion in Gang bekommst. Hast Du aber keine kritische Masse zusammen, nutzt Dir auch die beste Technologie nix - die Kernreaktion wird nicht losgehen. Genau das ist Müllers Problem: Er hat in diesem Jahr die kritische Masse (sprich: Qualität und Passfähigkeit) der Spielerinnen einfach nicht und kann deshalb machen was er will: Alle Rezepte versagen gegen gute Mannschaften. Es kommt zu wenig Tempo ins Spiel (das Erfolgsrezept des THC in den letzten Jahren) und kein Druck auf die Abwehr, weil das mit diesen Spielerinnen einfach nicht geht. Du kannst Spielzüge anziehen, kreuzen, sperren (und weiß der Geier was noch alles) - bis Planeta, van de Wiel und oft auch Scheffknecht und Niederwieser in Bewegung und zum Abschluss kommen (Zuspiel - 3 Schritte mit dem Ball - tippen - nochmal 3 Schritte mit dem Ball ...), da hat sich die Abwehr längst wieder formiert und zugegriffen. Neagu zeigte heute wieder in Vollendung, wie es geht (und auch Nadgornaja konnte das im Zusammenspiel mit Wohlbold): Anziehen ohne Ball - Ball in den Lauf - 1 Schritt, maximal 2 - hoch und abziehen. Da hat jede Abwehr Probleme. Hinzu kommt beim THC die große Streubreite der Würfe aus dem Rückraum und von Außen (und damit auch die Gefahr von Gegentoren - gerade bei dem von Müller so geliebten Spiel 7 gegen 6).

    Fazit: Wir haben uns beim THC auf kleinere Brötchen einzustellen (Schon die letzte Meisterschaft war ein mittleres Wunder!): Platz 3 (mit viel Glück) bis 5 in der Meisterschaft, vermutlich Hauptrunde der CL, aber dort - wie im letzten Jahr - ohne Punktgewinn. Alles andere wäre für mich eine große Überraschung

    Der THC ist heute nach dem 11 : 21 zur Halbzeit geradeso an einer ähnlichen Blamage vorbeitgeschrammt wie der HCL bei Vardar. Man hatte den Eindruck, dass die Mannschaft das Spiel schon vor Beginn abgeschenkt hatte, so wenig Gegenwehr gab es bei den Angriffen der Montenegrinerinnen. :nein: Müllers Kabinenpredigt dürfte es in sich gehabt haben, denn aus der Kabine kam eine ganz andere Mannschaft - wobei man sagen muss, dass die Gäste in der 2. Hälfte über weite Strecken mit der kompletten Bank gespielt haben. Einziger Lichtblick beim THC: Luzumova, die an gefühlten zwei Dritteln aller Tore beteiligt war und 8 davon selbst geworfen hat.

    Ja, es ist leider nicht gut bestellt um unsere beiden CL-Vertreter ...

    Ja, die 2.LIga mutiert so langsam zum Tollhaus! Jeder kann jeden schlagen, nur B/A zieht (bisher) einsam seine Kreise. Zwei Aufstiegsaspiranten auf den beiden letzten Plätzen - das hat es noch nie gegeben! Man kann gespannt sein, wie es weitergeht ...

    !. Hz +4, 2. Hz -7 - das muss man in der CL erst einmal hinbekommen! :wall: Hauptverursacher: Vestergaard. Er macht in Bukarest dort weiter, wo er in Deutschland aufgehört hat: Bei nicht nachvollziehbaren Aufstellungen bzw. Wechseleien. Warum bekommen die treffschwachen Niombla (1/4), Manea (2/5) und Vazaru (1/2) lange Einsatzzeiten, und die Hundertprozenter Torstensen (4/4), Lobach (3/3) und Martin (2/2) schmoren über weite Strecken auf der Bank. Ayglon (3/4), die in der 1. Hz viel Druck machte, kam in der 2. Hz gar nicht wieder (Von einer Verletzung war nichts zu erkennen.). Guldén musste fast durchspielen, obwohl sie erkennbar auf dem Zahnfleisch ging und am Ende folglich nicht mehr viel auf die Reihe gebracht hat. Niombla und Mehmedovic (1/4) waren heute fast komplette Ausfälle. Weiß jemand, was mit Jörgensen ist, die gar nicht gespielt hat?

    Knackpunkt im Spiel etwa Mitte der 2. Hz: BUC führt mit 4 oder 5 Toren, verliert eine Überzahl mit 2 Toren und macht vorn kurz hintereinander 2 völlig Freie (Manea) und einen 7m (Guldén) nicht rein. Da wurden die Knie weich, und das Fehlerfestival begann ...

    Györ hat heute mehr von den Schwächen Bukarests als von eigener Stärke profitiert. Kiss hat Grimsbo nach deren Verletztung gut vertreten - so stark habe ich sie noch nie gesehen. Löke wie immer: stark am Kreis und unfair in der Abwehr (Zeitstrafen gegen sie völlig berechtigt, auch wenn sie sich immer darüber aufregt). Amorin (5/5) und Mörk (2/7) kamen erst zum Zug, als die Bukarester Abwehr nicht mehr so aggressiv war bzw. ihr die Kraft ausging.

    Fazit: Györ (trotz heute nicht rundum überzeugender Leistung) stärker, Bukarest schwächer als im letzten Jahr (und mit der veränderten Mannschaft noch nicht eingespielt) - vor allem auf der Trainerposition.

    Melanie Herrmann hat gut gehalten, wurde aber durch schlechte, berechenbare Würfe auch regelrecht heiß geworfen: Viele halbhohe Würfe, von Außen oft regelrecht angeworfen, und vom Kreis habe ich kaum jemals beim THC in einem Spiel so viele Fehlwürfe gesehen.

    Man hatte das ganze Spiel über das Gefühl, dass die Mannschaft mit dem Kopf gar nicht richtig auf dem Platz ist (zeigte sich z. B. auch bei vielen Abprallern) - extrem war das heute bei Engel (eigentlich eine gute Abwehrspielerin, ließ z. B. Hoffmann immer wieder durchspazieren und brachte auch im Angriff nicht viel auf die Reihe), aber auch Luzumova stand heute über weite Strecken neben sich - von Niederwieser und Planeta gar nicht zu reden.

    Apropos Siegergen: Das kann man nur einer Mannschaft einpflanzen, die zueinander passt - menschlich und spielerisch. Den Zusammenhalt in der Mannschaft kann ich nicht beurteilen (ist angeblich sehr gut), aber hinsichtlich der spielerischen Paßfähigkeit habe ich so meine Bedenken. Das Spiel läuft einfach nicht. Natürlich muss sich die Mannschaft noch weiter einspielen, aber die ersten beiden Monate der Saison sind herum, und ich sehe in dieser Hinsicht keine Fortschritte - im Gegenteil (wenn man z. B. das Supercup-Spiel von Anfang September mit dem heutigen Spiel vergleicht).

    was war mit dem BVB heute los?


    Was soll mit ihm los sein? Ohne Nadgornaja und Grijseels spielt der BVB nicht weit vom Abstieg entfernt.

    Viel mehr treibt mich die Frage um, was mit dem THC los ist. Das war ja heute 50 min. lang gar nichts. Ohne die Leistung von Krause hätte der THC das Spiel vermutlich sogar verloren. Da scheint ja wirklich der Wurm drin zu sein: Kein Tempo und keine Struktur im Angriff, massenweise Fehlabspiele und Fehlwürfe (ohne die Leistung von Herrmann schmälern zu wollen), die Abwehr bekam über weite Strecken keinen Zugriff - der schlechteste THC-Auftritt der Saison. Fragt sich nur: Geht es zurzeit nicht besser oder war schon das CL-Spiel vom kommenden Sonntag im Kopf?

    am Kreis bin ich gespannt, wer nicht mit zur EM fährt


    Behnke und Karolius sind wohl so gut wie gesetzt als Abwehrmittelblock, wenn sie gesund bleiben. Für mich ist Schmelzer die beste deutsche Kreis-Angreiferin, und ich würde es bedauern, wenn sie zu Hause bleiben müsste.

    Ohne Schulze und S. Müller - da zieht Biegler seine Linie voll durch. Interessant ist auch, wie bei Biegler der Generationswechsel aussieht: Für fast jede neue junge Spielerin hat er eine alte geholt oder zurückgeholt (zumindest in den erweiterten Kader): Wohlbold, Karolius, A. Müller, auch Kiedrowski zählt ja nicht zu den ganz jungen.

    Was für ein unansehnliches Spiel.


    Na, übertreibe nicht so sehr! Natürlich ist ein Spiel, das von Abwehrreihen dominiert wird, nie so attraktiv wie ein Spiel zwischen angriffsstarken Mannschaften. Der THC hat in der Abwehr einen super Job gemacht (vor allem in der 1.HZ) + und das ohne übermäßige Härte (Die Zeitstrafen auf beiden Seiten spiegeln die Realität auf der Platte nicht richtig wider; die sehr unsicheren Schiedsrichterinnen haben da zuviel des Bösen gesehen.).

    Im Angriffspiel des THC ist ein dicker Wurm drin: In den letzten drei Pflichtspielen in BL und CL blieb die Mannschaft jeweils unter 25 Toren! Sowohl aus dem Rückraum als auch von außen kommt einfach zu wenig. Heute hat wenigstens Scheffknecht wieder ein paar Minuten gespielt, blieb aber (bis auf einen herausgeholten Siebenmeter) ohne Wirkung. Es war deutlich zu merken, dass sie noch längst nicht wieder fit ist. Und Wohlbold fehlt an allen Ecken und Enden.

    Postnova mit 2 toren und 33% Quote, nurmal so zum befürchteten "Abschiessen"


    Da hast Du natürlich recht. Sie hat heute mehr verweigert als geworfen und ist längst nicht mehr das, was sie mal war (Müller bezeichnete sie sogar einmal als beste Spielerin der Welt.). Trefilov wusste schon, warum er sie nicht mitgenommen hat ... Allerdings ist der HCL auch sehr offensiv auf sie rausgetreten und hat ihr den Raum zum Wurf genommen. Dafür war jedoch mehr Platz für andere Spielerinnnen, die diese Lücken auch weidlich genutzt haben.

    Aber Fakt ist: Das ist eine junge, hungrige Mannschaft, technisch gut ausgebildet und mit individuellem Durchsetzungsvermögen. Vielleicht werden wir die eine oder andere Spielerin bald in der Nationalmannschaft sehen (z. B. Chigirinova).

    ... und es ging so weiter: Mit 18 technischen Felhlern kannst Du in der CL kein Spiel gewinnen. Am Ende wurde das Ergebnis noch erträglich (wofür sich der HCL auch bei den Schiedsrichtern bedanken kann), womit die Chancen auf einen höheren Sieg in Leipzig und damit auf das Weiterkommen erhalten bleiben.

    Wo ist die Klasse das HCL hin?

    25% Angriffseffizienz (Minevskaja 0 von 4!) und 9 technische Fehler - da muss sich in der 2. Hz viel ändern, wenn der HCL etwas Zählbares mitnehmen will. Astrachan ist durchaus schlagbar, aber so nicht!

    Ein spannendes und gutklassiges Spiel! FTC stark verbessert, vor allem in der Abwehr. Der Zugang von Snelder hat sich stark bemerkbar gemacht und der Abwehr insgesamt mehr Stabilität gegeben. Szikora hatte nicht den besten Tag, sonst wäre für den FTC sogar der Sieg drin gewesen. Und dann fast in der letzten Sekunde der Wurf an den Innenpfosten des leeren Tores - es sollte an diesem Tage einfach nicht sein mit einem Sieg von FTC.

    Habe beim FTC Saczik und Jovanovic, bei Vardar Lekic vermisst. Weiß jemand, was mit diesen Spielerinnen ist?

    Das Spiel hat gezeigt, dass der HCL in dier Gruppe nicht viel zu bestellen haben wird. Morgen wird sich zeigen, ob wenigstens gegen Astrachan etwas zu holen ist. Ich habe da so meine Zweifel und stimme voll zu:

    Zwar haben 4 Olympiasiegerinnen Astrakhan verlassen, aber eine Frau Postnova allein kann schon den Unterschied ausmachen - könnte ne enge Kiste werden

    Und zum Spiel sagt niemand was? Ach so, hat keiner was gesehen ...

    Na, dann versuche ich es mal: Es war ein über weite Strecken sehr zerfahrenes Spiel, das eigentlich keinen Sieger verdient hatte - Spitzenhandball sieht anders aus! Am schlechtesten waren die Schiedsrichter. Schulze/Tönnies lieferten eine skandalöse Leistung ab und trugen damit noch zur Verunsicherung der Spielerinnen bei.

    Der HCL hat das Spiel verloren, weil er nach einer 17 : 16 Führung in der 39. Minute ganze 10 Minuten lang nur 1 Tor zuwege brachte und der THC auf 24 : 18 davonzog. Dann fing der THC urplötzlich an, Angsthasenhandball zu spielen (habe ich bei der Mannschaft so extrem noch nie erlebt!) und regelrecht darum gebettelt, das Spiel noch verlieren zu dürfen. Am Ende hat es der HCL doch nicht ganz geschafft, diesen Wunsch zu erfüllen. Es war streckenweise grauenvoll, was da auf der Platte ablief (Ausnahmen: die Torfrauen sowie Hubinger und Luzumova, mit Abstrichen Niederwieser).

    Wenn beide Mannschaften auf diesem Niveau spielen, werden sie in dieser Saison in der Liga noch allerhand Spiele verlieren - von der CL gar nicht zureden. Ich würde schon jetzt jede Wette eingehen, dass Bietigheim und Metzingen das Rennen mit großem Abstand unter sich ausmachen - da liegen schon fast Lichtjahre zwischen ihnen und den Verfolgern, wie sich heute wieder sehr drastisch gezeigt hat.

    Deutschland braucht mehr CL-Qualität. Punkt.


    Das ist ja richtig, aber die haben wir eben nicht, und die wächst auch nicht auf den Bäumen. Von den Spielerinnen, die Freitag und heute auf der Platte standen, haben nur Loerper und Woltering, mit Abstrichen noch Geschke, internationale Klasse. Der Rest ist meilenweit davon entfernt. Bölk (bestimmt!), vielleicht auch Smits (die merklich fehlte!), Stolle, Behnke und Schmelzer haben das Potential dazu, aber dorthin noch einen weiten Weg vor sich. Die ehemaligen Hoffnungsträgerinnen Minevskaja und Naicinavicius haben sich nicht weiterentwickelt, im Gegenteil. Die Außen (vielleicht mit Ausnahme von Kramer) haben ihren Zenit erreicht, vielleicht schon überschritten. Aus der Juniorennationalmannschaft sehe ich - außer Bölk und Stolle - auch niemanden, der nachrücken könnte. Wer übernimmt die Steuerung des Spiels, wenn sich Loerper und Wohlbold eines Tages verabschieden? Mitrovic, C. Müller ... - ich weiß nicht, welche Qualität da wirklich nachkommen kann.

    Jedenfalls sind heute die Verhältnisse wieder gerade gerückt worden: Wenn eine Mannschaft auf dem Niveau von Spanien (und das sind in Europa mindestens noch ein halbes Dutzend) halbwegs Ernst macht, bekommen wir Probleme - in der Abwehr wie im Angriff.