Beiträge von Löwenherz

    Imho: Die Saison wurde zuende gespielt, Lizenz für 17/18 war nie erteilt. Man hatte "nur" gemeldet. Zum 1.7. war man ein Drittligist mit der 1.Mannschaft, zumindest was die Spielberechtigung für eine Liga betrifft.


    Genau! Das ist doch der Grund, weshalb der HCL jetzt in der 3.Liga spielt. Mit der Insolvenz hat das nix zu tun. Also geht es doch nur um die Frage: Führt eine Lizenzverweigerung zur Aufstiegssperre im Folgejahr oder in den Folgejahren? Was sagen die Rechtskundigen dazu?

    lasst leipzig spielen..gut für die spielerinnen..alles andere wird man sehen...


    Und es ist vor allem gut für die Liga, die sich aufgrund der regionalen Verteilung des freilaufenden Geldes in Deutschland ohnehin schleichend zu einer Baden-Württemberg-Hessen-Liga mit ein paar Gästen aus dem Norden entwickelt. Da bin ich froh über jeden anderen Standort, der erhalten bleibt.

    Das HCL-Management hat doch nur das gemacht, was in -zig tausenden Unternehmen tagtäglich passiert: die Grenzen des Möglichen auszuloten. Dabei hatte ihm die HBF jahrelang quasi Narrenfreiheit eingeräumt (und jetzt bei einer versuchten Notbremsung einen Auffahrunfall veruracht). Das mag moralisch verwerflich sein (sowohl bei HCL als auch bei HBF), weil es nicht nur den Wettbewerb verzerrt hat, sondern letztlich auf dem Rücken der Spielerinnen augetragen wurde (wie das leider in der Wirtschaft meistens so ist, wenn sich Unternehmen finanziell übernehmen). Aber eine rechtliche Verfehlung oder gar strafbare Handlung hat es offenbar nicht gegeben bzw. konnte dem HCL bisher zumindest nicht nachgewiesen werden.

    Obwohl kein HCL-Fan, freue ich mich über dessen Verbleib in der Liga und hoffe, dass man dort eine Mannschaft zusammen bekommt, die die Klasse halten kann (was bei Rödertal als HCL-Ersatz meines Erachtes äußerst fraglich geworden wäre).

    Die HBF muss die Lizenzierungskriterien ändern und bei allen Antragstellern konsequent anwenden. In diese Richtung muss der Druck aller Handballfreunde gehen. Nur dann besteht die Chance, dass sich etwas ändert!

    Für mich ist der HCL nun auf dem Tiefpunkt der Sympathie angekommen und ich werde mir doppelt überlegen ob ich zum Spiel gehen werde. Da ich ein Dauerkarte habe wird es kein finanzieller Nachteil für den BSV werden aber vielleicht mache ich das tatsächlich aus Protest und lasse mein Platz frei.


    Dein Frust über die Handlungsweise des HCL-Managements ist mehr als verständlich. Aber mit Deiner angedrohten Reaktion würdest Du nicht dem HCL schaden, sondern höchstens Deiner Mannschaft, die bei diesem Spiel einen Anfeuerer weniger hat. Wer seinen Unmut in dieser Sache öffentlich zum Ausdruck bringen will, sollte sich etwas einfallen lassen, das tatsächlich Wirkung erzielt.

    Die Lizenzierungskommission besteht aus drei Leuten. Christoph Wendt von der HBF und zwei Anwälten.


    Diese Kommission ist für mich purer Aktionismus und wird nix bewirken, so lange nicht die Kriterien für die Lizenzerteilung geändert werden.

    Oberstes Kriterium sollte sein: Zum Stichtag (Einreichung der Unterlagen) sind alle Gehälter bezahlt, sonst gibt keine Lizenz - ohne Wenn und Aber!
    Weiterhin sollte eine Schukdenobergrenze festgelegt werden (z. B. in Form eines Prozentsatzes vom Budget), gegliedert nach kurz-, mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten. Auch dabei sollte es keine Ausnahmen geben. Erst danach sollten die anderen Kriterien kommen.

    Meines Wissens hat In Frakreich die Liga die Möglichkeit, einem Verein den Ankauf von Spielerinnen zu verbieten, wenn bestimmte finanzielle Rahmenbedingungen nicht gegeben sind. Das sollte auch die HBF einführen. Es ist natürlich auch kein Allheilmittel, könnte aber mit dazu beitragen, Situationen zu vermeiden, wie wir sie beim HCL nun haben.

    Alle reden jetzt über diese 600.000 Euro, keiner darüber, was mit diesem Geld passieren wird. Vom Zwang, damit Schulden zu tilgen, ist offenabr nicht mehr die Rede. Doch was mich am meisten stört: Wie ist es möglich, dass ein Club die Lizenz erhält, der fast die gesamte Saison mit den Gehältern der Spielerinnen im Rückstand war und es gegenwärtig immer noch ist. Warum hat das Schiedsgericht die Nachzahlung der Gehälter nicht zu einer terminierten Bedingung für den Lizenzerhalt gemacht und nur zu einer (nicht lizenzrelevanten) Auflage? Das mag zwar rechtlich möglich sein, aber moralisch halte ich das für absolut inakzeptabel, um nicht zu sagen: für eine riesengroße Sauerei! Welchen Wert hatten die Rechte der Spielerinnen, ihre Forderungen gegenüber ihrem Arbeitgeber für das Schiedsgericht?

    Ich weiß, dass das nicht zufriedenstellend ist. Aber deine Fragen betreffen eben die nicht öffentlichen Details.


    ... klar, dass Du nicht mehr sagen darfst und schon an die Grenze dessen gegangen bist, was Du vertreten kannst. Aber ist dies nicht - gelinde ausgedrückt - eine völlig kuriose und unbefriedigende Situation? Da gibt es eine sehr interessierte Öffentlichkeit zu diesem Thema (wir sind hier immerhin auf Seite 20 - und repräsentieren ja nur die Spitze des Eisberges), und dann heißt es immer: nicht öffentlich! Das mag rechtlich gerechtfertigt sein, öffnet aber Spekulation und Misstrauen gegenüber den Institutionen Tür und Tor und schwächt deren Akzeptanz (was denen möglicherweise egal ist ...). Wenn ich Dich richtig verstehe, sind nicht mal die Beschlüsse der HBF öffentlich. Na denn: Gute Nacht! Das riecht förmlich nach Kungelei, die man vor der Öffentlichkeit verbergen will - ganz gleich, ob das stimmt oder nicht. Vielleicht sind dann eines Tages auch die Spiele der HBF nicht mehr öffentlich. Ich weiß, ich übertreibe und provoziere. Aber irgendwie finde ich diese ganze Konstellation einfach Mist!

    Ich versuche es mal bildhaft:

    Der Hauswirt eines Mehrparparteinhauses mauert entgegen der von ihm selbst erlassenen Hausordnung die Tür eines Bewohners zu. Die einzige Tür. Ein Bewohner des Hauses will rein. Er bietet dem Hauswirt mehrfach an, gemeinsam wenigstens ein kleines Loch in die Mauer zu hauen, so dass er irgendwie durchkriechen kann. Der Hauswirt weigert sich. Der Bewohner klagt und das Gericht reißt die Mauer für eine Woche ein. Der Bewohner muss jetzt nur noch recht schnell über die Türschwelle gehen, aber der Eingang ist frei.


    Danke für Deinen bildhaften Versuch. Doch ich verstehe ihn nicht ganz. Wo ist der Unterschied zwischen der Bedingung des Schiedsgerichts und der Bedingung im HBF-Beschluss? Hatte Letzterer nicht auch die Mauer oder Tür für eine bestimmte Zeit geöffnet, doch der Mieter ist nicht durchgegangen (Dugall sinngemäß: Es lag zum Termin nichts vor.)? Inwiefern hat der Beschluss der HBF gegen die eigene "Hausordnung" verstoßen? Da bleiben viele Fragen offen - auch hinsichtlich der anderen Zahlen, die jetzt genannt werden.

    Seltsame Veränderung von wichtigen Zahlen


    Genau das ging mir auch durch den Kopf. Müssen Juristen rechnen können? Zu den Studienfächer im Jurastudium gehört das meines Wissens nicht. Es sieht alles danach aus, als hat KSH das Schiedsgericht über den Tisch gezogen. Ich hoffe, es gibt eine Möglichkeit, an die Urteilsbegründung heranzukommen. Außerdem würde mich der Text der 3 HBF-Entscheidungen interessieren, die das Schiedsgericht als rechtswidrig kassiert hat. Wenn diese wirklich rechtswidrig waren, müssten jetzt eigentlich die 3 Juristen im HBF-Vorstand anstandshalber ihren Hut nehmen.

    Jedenfalls ist das alles sehr merkwürdig ... - und vielleicht noch nicht zu Ende.

    Ich wage fast nicht, das Szenario für die Zukunft zu Ende zu denken: Ein Verein, der befürchtet, keine Lizenz zu bekommen, lässt sich mit Hilfe eines guten Freundes im HBF-Vorstand (Dort hackt keine Krähe der anderen ein Auge aus!) richtig harte Lizenzauflagen erteilen, die in den Ohren der Handballwelt gut klingen, aber rechtlich nicht haltbar sind. Dann erklagt man sich die Lizenz auf dem nun bekannten Wege. Wenn ich daran denke, wird mir ganz schlecht. Ein Kumpel sagte mir: "Am besten, jeder Verein bestimmt gleich selbst, in welcher Liga er spielen will." Klingt absurd, aber sehr weit sind wir davon nicht mehr entfernt, wenn man sich das ganze Theater in diesem Jahr anschaut: freiwillige Abstiege, Aufstiegsverzicht (und dann doch wieder nicht), Vertragsbruch (zumindest behauptet), Spielerinnen kommen und gehen zwischen den Vereinen, wann und wie sie wollen (oder eben doch nicht) - da ist die Posse mit dem HCL eigentlich nur noch die Krönung ...

    Falls der THC die Quali schafft, wartet eine richtige Hammergruppe. Gegen Skopje und FTC wird kaum etwas zu bestellen sein. Allerdings bleibt abzuwarten, wie Larvik den anstehenden Umbruch verkraftet. Gegen die Norwegerinnen sehe ich die einzige Chance für ein mögliches Weiterkommen des THC.

    Allerdings ist mir rästelhaft, wieso Brest für die Gruppenphase gesetzt ist, der THC jeoch in die Quali muss. Auch ist mir nicht klar, warum Most keinen Platz bekommen hat, obwohl sie auf Platz 20 standen. Hat das vielleicht damit zu tun, dass sie im letzten Jahr verzichtet haben?

    löwenherz

    sie haben endlich begriffen, dass sie sich nach deiner meinung zu richten haben....

    wen hast du denn noch angeschrieben, dass sie sich gefälligst aus dem schiedsrichterwesen
    zurückziehen dürfen oder müssen...?

    ich mach mir jetzt nicht die mühe und suche deinen lieblingsverein raus
    und die letzten "begegnungen" mit den pritschows


    Es ist bemerkenswert, dass einige Teilnehmer dieses Forums eine Meinung, die ihnen nicht passt, sofort mit einem persönlichen Angriff beantworten. Wer dies tut, diskreditiert sich selbst. Auf dieses Niveau sollten wir uns hier nicht begeben.

    Die Pritschows sind Baujahr 75, warum haben sie jetzt schon aufgehört?
    @Handballwelt, bitte übernehmen, da solltet Ihr nachhaken!


    Sie hatten in ihren Leistungen sehr große Unterschiede und standen verschiedentlich sehr heftig in der Kritik. Ich hatte mehrfach den Eindruck, dass sie ein Spiel nicht lesen konnten und mit ihrer Pfeiferei kaputtmachten. Vielleicht haben sie das begriffen und die Konsequenzen daraus gezogen. Das wäre immerhin konsequent.

    Dugall selbst sagte, dass 3 von 4 Säulen des Sanierungsplans am 31.5. erfüllt waren. Die Vierte sollte eigentlich auch einfach zu klären sein: Dugall sagte, die 600.000 Euro lagen auf dem UG-Konto nicht vor am 31.5. Damit sollte die Sache durch sein - oder doch nicht?


    Wie ich schon schrieb: Der HCL wird vermutlich nicht gegen die Bewertung der am 31.Mai vorgelegten Unterlagen durch die HBF vorgehen, sondern gegen die Auflagen selbst (Umfang, Fristen ...), die er als unverhältnismäßig ansieht. Gegen die vorliegenden (oder eben nicht vorliegenden) Fakten (hier: Gelder) wird kaum etwas auszurichten sein, aber die Verhältnismäßigkeit von Auflagen ist ein Stück weit Ermessenssache. in solchen Fällen ist nahezu alles möglich, da habe ich schon Pferde kotzen sehen ...

    ... ist das denn wirklich die Faktenlage? HCL-Juristen sehen es offenbar anders.


    Ich glaube kaum, dass Dugall die Unwahrheit gesagt hat. Dann müsste er seinen Hut nehmen. Ich vermute, der HCL wird gegen die Auflagen vorgehen, die mit der Erteilung der Lizenz verbunden waren, da er diese als unverhältnismäßig ansieht. Wie das Ganze ausgeht, steht in den Sternen (siehe HSV). Wie sagt doch das Sprichwort: " Auf hoher See und vor Gericht ist man in Gottes Hand!"