Beiträge von Löwenherz

    Waren Mässing, Rodriguez, Lopes keine Alternativen? Hm. Bin mir Sicher, dass Herbert Müller auch in dieser Situation Lösungen finden wird. Auch einen Sieg gegen Dortmund sehe ich als wahrscheinlich-vorausgesetzt es fallen nicht noch einige Spielerinnen aus.


    Deinen Optimismus in allen Ehren, aber jetzt müsste Müller meines Erachtens über seinen Schatten springen und mal neu denken. Warum nicht einge 18jährige mit einbinden (was andere Vereine bereits erfolgreich tun)? Klara Schlegel und Arwen Rühl trainieren ohnehin mit der 1.Mannschaft und sind sogar für die internationalen Spiele gemeldet (Kommenden Sonntag geht das allerdings nicht, da 1. und 2.Mannschaft zur gleichen Zeit spielen, und bei letzerer geht es noch um den Klassenerhalt gegen den Mitkonkurrenten Chemnitz). Auch Jolina Huhnstock am Kreis ist durchaus eine Alternative (zumindest, um Scheffknecht mal eine Pause zu gönnen, wenn Biltoft nicht dabei ist). Auf RM kann Jakubisova eine Ergänzung zu Bölk sein, denn auf dieser Position hat sie jahrelang in der slowakischen Nationalmannschaft und bei Personalmangel auch schon beim THC gespielt - und das keineswegs schlecht. Wenn man mit Schlegel 3 RR im Team hat, kann eine davon auch mal auf RA rücken, um sich die Einsatzzeit mit Mazzucco zu teilen (wenn Jakubisova RM spielt). Gerade Stolle hat von dieser Position schon schöne Tore gemacht. Alternativen (wenn auch natürlich keine gleichwertigen zu den Verletzten) sind beim THC schon vorhanden. Man muss nur den Mut haben, diese asuzuprobieren. Warum auch nicht? Die Meisterschaft ist für den THC ohnehin erledigt.

    Leonie Kockel wechselt im Sommer vom aktuellen Tabellenführer Borussia Dortmund zur HSG Bensheim/Auerbach. "Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung bei den Flames", erklärt die Junioren-Nationalspielerin
    Quelle: 301 Moved Permanently


    Das ist gewiss ein richtiger Schritt, wobei sie dort in ziemlich große Fußstapfen (Maidhof) tritt. Möge ihr das gelingen, ich halte viel von ihr!

    Julia Weise - Kein Bock auf U20

    Das Rätsel ist gelöst: Julia Weise hat selbst auf die U20 verzichtet. In einem Interview in der aktuellen Handballwoche sagt sie u. a.: "Viele Spielerinnen sehen es als Ziel oder Hilfestellung für ihre sportliche Karriere, alle Jugendmannschaften zu durchlaufen. Für mich persönlich schien dies jedoch nicht der richtige Weg zu sein. Einerseits ist die Mehrbelastung sehr hoch und schlecht mit meiner aktuellen Ausbildung verknüpfbar, andererseits habe ich mich nicht mehr bereit gefühlt, unter den vorhandenen Gegebenheiten 100 Prozent meiner Leistung abrufen zu können."

    Ich finde das zwar irgendwie schade, habe aber Respekt vor ihrer Entscheidung

    Bei Podravka gegen THC könnte es aber sehr eng werden, habe die Kroatinen noch aus den beiden Spielen gegen Ferencvaros in Erinnerung, das war ziemlich knapp.


    So sehe ich das auch. Die Mannschaft ist gut eingespielt und kann sich in einen regelrechten Rausch spielen. Gegen die sehr harte, aggressive Abwehr muss man sich etwas einfallen lassen. In Kopenhagen muss man erstmal gewinnen. Metzingen hat ja erlebt, wie schwer es ist, dort einen Fuß auf den Boden zu bekommen.

    Was 2016/17 war spielt 2020 absolut keine Rolle mehr.


    Genau, das war in großen Teilen eine andere Mannschaft.

    THC-Podravka machbar und gegen diese Mannschaft hat man schon in der CL gespielt..
    und sollte man erfolgreich sein geht es wahrscheinlich gegen Herning ins Halbfinale


    Da wäre ich verdammt vorsichtig! Meines Erachtens hat der THC den stärksten infrage kommenden Gegner erwischt: Die haben Kristiansand geschlagen, hätten beinahe FTC aus der CL geworfen. Im EHF-Cup haben sie 2x unentschieden gegen Titelverteidiger Siofok gespielt und in Kopenhagen gewonnen. Insbesondere auswärts ist die Truppe stark, was der THC im letzten Jahr selbst leidvoll erfahren hat. Vor allem hat er sich an der knochenharten Abwehr die Zähne ausgebissen. Auf jeden Fall muss eine deutliche Steigerung gegenüber den Gruppenspielen her, wenn dass Duell gewonnen werden soll.

    Dieses Spiel hat die Trainerin von Ketsch verloren zu 100%
    1. Die Anfangsformation :verbot: ( Moser/ Eckhard haben in letzter Zeit bewiesen was sie drauf haben)
    2. Zu spät reagiert als Bensheim schon davongezogen war
    Mit dieser Hypothek dann noch von Ketsch ein bomben Zweite Halbzeit gespielt. Die sie auch klar für sich entschieden haben.

    Das hätte anders ausgehen können wenn Schneider endlich mal ihre ersten 6 finden würde.


    Die Mädels sind gut, jedoch kam der Aufstieg einfach 1 - 2 Jahre zu früh. Außerdem sähe es mit Stockhorst im Tor etwas anders aus. Aber so ist das Leben ...

    die hatten ganz klar die Zielsetzung eine internationale Spitzenmannschaft aufzubauen.


    Dieser Anspruch verträgt sich schlecht mit der Naivität (wenn es denn diese war) bzw. Unprofessionalität in dieser medizinischen Angelegenheit. Die existenzielle Konsequenz für den Club legt zudem die Vemutung nahe, dass hier auch jemand die Gelegenheit genutzt hat, unliebsame aufstrebende Konkurrenz loszuwerden.

    Beim THC tut sich auch einiges: 2 Neuzugänge.


    Anouk Nieuwenweg passt exakt in Müllers Beuteschema und ist auf jeden Fall ein Gewinn für den THC. Die bedeutet wohl auch, dass für mindestens eine die gegenwärtigen RR-Spielerinnen die Zeichen auf Abschied stehen (wie schon früher vermutet wurde). Auch die beiden Verlängerungen von Scheffknecht und Schmelzer sind wichtig - wie sich gerade aktuell im Spiel der Mannschaft zeigt.

    In Thüringen verdichten sich die Gerüchte das Iveta Koresova nicht nur Schulter hat sondern sich was erfreuliches andeutet...(aber wie gesagt Gerüchte)


    Die schwammigen Aussagen zu Ihrer Rückkehr auf die Platte haben mich das auch schon vermuten lassen. Bin gespannt, wie die THC-Mädels und der Trainer damit umgehen. Mitunter entstehen aus solch einer Veränderung auch neue Freiheiten, die bei manch einer Spielerin förmlich zu einer Explosion führen können (Lopes?). Ich bin jedenfalls sehr gespannt ...

    Huch, erstmal durchatmen - das war eng! Lopes wieder stark, wurde von Müller - nach viel Kritik in den letzten Wochen - nach dem Abpfiff fast überschwenglich geherzt. Jabubisova hat sich krank gemeldet und spürbar gefehlt. Mazzucco ist in ihrem Wurfrepertoire doch etwas eingeschränkt. Scheffknecht war in Hz 2 bald mit ihren Kräften am Ende, da muss Müller früher wechseln. War kein gutes Spiel, ist aber nochmal gut gegangen.

    Wenn ich das richtig sehe, braucht BBM nur einen Sieg gegen Storhammer und kann sogar bei Lada verlieren, um weiterzukommen - es sei denn, Herning lässt Punkte in Storhammer liegen. Das kann mir aber kaum vorstellen.

    Lada-Storhamar 27:31
    Bietigheim braucht noch zwei Siege um ins Viertelfinale zu kommen.


    Schwierig, aber durchaus machbar. Lada heute de facto ohne Abwehr und Torfrau, dazu 5 vergebene Siebenmeter. Wenn die Russinnen weiter so spielen, hat BBM dort eine gute Chance. Und ein Heimsieg gegen Storhamar sollte doch drin sein.

    ...und mit der zeit wird es sicher auch da und dort dann Ausnahmeregelungen geben


    Aber das hat doch nix mit einer Strategie zu tun: Es werden Maßstäbe formuliert, von denen jetzt schon klar ist, dass sie sich nicht flächendeckend durchsetzen lassen und man sich von einer Ausnahmeregelung zur nächsten duchschlampern muss. Und ich bleibe dabei: Bessere Hallen sind unbedingt wünschenswert, aber das ist bei einer solchen Entwicklungsstrategie gegenwärtig der falsche Fokus: Der muss auf der Verbesserung der Spieler/Trainer/innenqualität liegen. Deshalb lenkt die Fixierung auf die Hallen leider vom Wesentlichen ab.

    Unter dem Titel "Beste Sicht kostet" bringt die Thüringische Landeszeitung in der heutigen Printausgabe einen Kommentar dazu. Darin heißt es u. a.:

    "Die Handball-Bundesliga der Frauen macht sich fein. Der Weg zur hübschen Aufmachung indes ist nicht unstrittig ... Die Teilnahme an eine moderne Spielstätte zu koppeln, bringt im vorangehenden Volleyball nicht nur Erfolg im Fernsehen mit sich. Kaum noch einer will aufsteigen."

    Aufstiegsunwilligkeit kommt uns ja im Frauenhandball irgendwie bekannt vor. Wenn wir diese noch drastisch verstärken wollen, sind die festgelegten Mindestanforderungen für die Hallen genau der richtige Weg. Wir haben dann Hallen auf internationalem Niveau, aber vielleicht kaum noch Mannschaften, die darin spielen können - schon gar nicht auf internationalem Niveau. Was haben wir dann gekonnt? Natürlich geht es noch drastischer: In Erfurt wurde für rund 50 Mio. Euro ein tolles Stadion für die Fußballer gebaut, aber der Club stieg aus der 3. in die 4.Liga ab und steckt seit 2 Jahren in der Insolvenz. Soviel zum leistungssteigernden Effekt (sowohl für Spieler/innen als auch für Sponsoren) einer guten Location.

    Fazit von TLZ-Kommentator Steffen Eß: "So ist es für die Handball-Bundesliga ein Balanceakt, steht die Verpackung über allem. Die Gefahr besteht darin, dass ihr höchstes Gut auf der Strecke bleibt: die Vereine."

    Achja Löwenherz, wenn Du mal den Sinn eines Jugendzertifikates kennen würdest, wäre Dein letzter Satz Deiner Ausführungen völlig überflüssig.


    Danke für die Belehrung, doch den kenne ich wohl. Was dazu in der Mitteilung steht, habe ich nicht in Frage gestellt und finde es gut und richtig. Aber das reicht doch lange nicht aus. Ein Knackpunkt ist zum Beispiel der Übergang von der Jugend in die Bundesliga. Groener fordert, dass sich Spielerinnen voll auf den Handball konzentrieren sollen. Dann müssen aber auch die Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden. Selbstverständlich bin ich auch für bessere Hallen. Aber davon allein werden die Spielerinnen doch nicht besser. Wie kommen wir z. B. weg von Platz 23 in der Wurfausbeute von außen (wie bei der letzten WM)? Dabei werden bessere Hallen wohl nur wenig helfen. Ich sage es nochmal: Natürlich braucht der Frauenhandball bessere Hallen. Aber es ist meines Erachtens der falsche Ansatz, bei einem Entwicklungskonzept für den Frauenhandball (und speziell für die Liga) den Schwerpunkt primär darauf zu legen.

    Da stell ich jetzt einfach komplett auf Durchzug und hab nach Jahren der Stagnation endlich wieder Vertrauen in die Zukunft der HBF.


    Vertrauen in was??? Es ist doch offensichtlich, dass das Pferd vom Schwanz her aufgezäumt wird. Es wird sich vor allem auf Dinge fokussiert, für die andere verantwortlich sind (denn Hallen baut oder modernisiert nicht die HBF!). Die HBF soll sich um das kümmern, wofür sie zuständig ist und nicht primär Aufgaben für Dritte formulieren (das ist sehr leicht!). Wann beginnt die HBF endlich, sich stärker um Spielerinnen, Trainer/innen und Mannschaften zu kümmern, anstatt immer nur anderen zu sagen, was sie zu tun haben!?!

    Super, endlich bewegt sich mal was. :cool: Nur leider erst in 5 Jahren - damit hinkt man dann der Frauen Volleyball-Bundesliga etwa 10 Jahre hinterher. Aber besser spät als nie.


    Super? Meine Freude hält sich in Grenzen, da offenbar zuerst am falschen Zipfel gezogen wird. Ich sehe - wie angedeutet - viel dringenderen Veränderungsbedarf an anderen Stellen!

    Ich schreibe es mal hier rein, weil es ja in dieser Saison passiert ist, auch wenn es erst in der Perspektive wirksam wird:
    Wenn das, was auf hbf.info zu lesen ist, alles war, was dabei herausgekommen ist: Gute Nacht! Es geht fast nur um Hallen, Logistik und Management. Wo bleiben Spielerinnen und Trainer? Die werden nur am Ende im Zusammenhang mit der Jugendarbeit mal erwähnt. Mit den größeren und besser ausgestatteten Hallen wird natürlich das Niveau in der Liga und und insbesondere deren internationale Ausstrahlung explosionsartig ansteigen - die Bedingungen für Spielerinnen in Trainer/innen sowie die finanzielle Situation der Vereine sind völlig uninteressant und werden sich von alleine verbessern ... Wo leben die Verantwortlichen eigentlich? In der Realität der Bundesliga offensichtlich nicht. Oder war das wiedermal der kleinste gemeinsame Nenner, auf den man sich einigen konnte?

    und zur angriffsleistung von stolle sag ich nichts,sie war mal nah dran dahin zu gehen wo es weh tut und schöne tore zu machen,aber irgendwie hat sie immer noch einen wm knack weg und traut sich nichts mehr..schlimm anzusehen..


    Körperlich scheint sie fit zu sein. Es ist bei ihr offenbar eine Kopfsache, vielleicht Angst vor erneuter Verletzung. Aber wenn sie sich bei ihrem Spielstil nicht voll reinhängt, dann werden es eben keine Tore und es sieht oft kläglich und hilflos aus. Da müsste vielleicht mal ein Mentaltrainer ran.