Beiträge von Löwenherz

    Herbert Müller hat den Modus verstanden.

    Da gibt es doch nicht viel zu verstehen. Der THC hat jetzt gegen 2 Teams Punkte liegen lassen, die nicht als Kandidaten für die Playoffs galten. Müller muss sich etwas einfallen, wie er das Spiel seiner Mannschaft wieder in Gang bekommt, das hat nämlich keinen Fluss, keine Dynamik. Auch darin war SUN heute überlegen. Beim THC wirkt das alles verkrampft; man spürt förmlich den Druck, den die Mädels haben, der zu Unsicherheit und zu Fehlern führt. Und er sollte sich fragen, warum einige Spielerinnen zurzeit einfach nicht liefern allen voran Hendrikse (5/10) und Kuczora (2/9). Mit solchen Quoten ist kein Spiel zu gewinnen.

    Thüringen hatte auch ein Bank-Problem,...am Ende gingen die Kräfte aus- Und Neckarsulm immer mit frischen Spielerinnen, die Taktik ging voll auf.

    Der THC hatte kein Bank- sondern eher ein Wechselproblem. Und Eisenach kann der THC einfach nicht. Bei Eisenach musst Du schnell und in die Breite spielen, um Lücken zu schaffen. Beides macht der THC nicht, Es ballt sich zu viel in der Mitte zusammen. Mit einer Wurfquote von 58% kannst Du in der Liga kaum ein Spiel gewinnen. Das Überzahlspiel war unterirdisch. Auch das temporäre 7 gegen 6 im Gegenstoß funktioniert kaum noch, weil es alle kennen und der THC zu langsam nach vorn ppielt. Die Abwehr war zu passiv gegen den Rückraum und ließ sich durch simple Kreuzungen ausspielen: Zu viele Würfe ohne Kontakt. Der THC auf den Weg zu Platz 5 - 8.

    Natürlich war es peinlich, aber im Endeffekt ist es völlig latte für Dortmund ob man mit 2 Toren oder 20 verliert.

    Wiedermal völliger Nonsens! In der letzten Saison ging es um 1 Tor zwischen den Hauptrundenplätzen 3 und 4 und damit um die Frage, wer im Halbfinale gegen Ludwigsburg spielt und somit keine Chance auf das Finale hat. Auch wenn es Ludwigsburg nicht mehr gibt: Selbstverständlich kann auch diesmal das Torverhältnis eine Rolle spielen. Wer möchte in den Playoffs z.B. zweimal in Blomberg spielen?

    N. Aizawa verlängert ihren Vertrag vorzeitig um zwei weitere Jahre beim THC.

    Das ist eine sehr gute Nachricht! Sie ist der Dreh- und Angelpunkt des THC-Spiels, wie es früher Wohlbold und Luzumova waren - aber seitdem niemand mehr in diesem Maße. Ihre größte Stärke ist das exakte Timing für Anspiele. Was dieses für das THC-Spiel bedeutet, merkt man besonders, wenn sie mal nicht so gut drauf ist. Und sie ist eine leidenschaftliche Kämpferin - in der Abwehr wie im Angriff.

    Ich habe in den vergangen Jahren alle Spiele von Borussia Dortmund gesehen, mit Ausnahme von wenigen Pokalspielen bei unterklassigen Gegnern, die nicht im Stream gezeigt wurden. Ich war bei vielen Spielen in der Halle, als Kommentator oder in einer anderen Funktion. Diese ersten 30 Minuten gestern in Bensheim sind die mit Abstand schlechteste Leistung, die der BVB in diesen Jahren gezeigt hat. Das war hart.

    Sehe ich auch so, wenngleich ich nicht ganz so viele Spiele des BVB gesehen habe: Bensheim war gut, hat aber keineswegs eine überragende Leistung gezeigt. Das Ergebnis, besonders in Hz 1, kam v.a. durch die äußerst schwache Leistung des BVB zustande. Es schien, als steckte das letzte CL-Spiel noch in den Knochen. Zu diesem Saionzeitpunkt sollte das jedoch (noch) keine Kraftfrage sein. Es war wohl vor allem eine Kopfsache: Der BVB wirkte v.a. unkonzentriet und war mental nicht bereit, den Kampf anzunehmen. Es war wie auch mitunter beim THC: Das spielerische Potential ist da, aber man/frau muss es eben auch auf die Platte bringen. Und das ist dem BVB gestern nicht gelungen.

    Nein. Man hat nur 20 Spiele um in die Top4 zu kommen.

    Dafür wird es dem BVB locker reichen - trotz Doppel- bzw. Dreifachbelastung. Das sehe ich eher für den THC eng werden.

    Thomaier im Finale wäre mal interessant. Mal schauen was dann die Nerven so machen.

    Thomaier hat heute einen guten Job gemacht. Für mich ist sie inzwischen eine der besten Spielgestalterinnen der Liga. Nerven? Glaube ich bei ihr eher nicht.

    Bensheim - BVB: Für ein Spiel zweier Spitzenmannschaften der Liga war das Niveau etwas dürftig. BVB ohne Abwehr: 38 Gegentore von Bensheim sind schon heftig. Scheint in dieser Saison ein generelles Problem zu sein, siehe 43 gegen Györ, 38 gegen Metz - zumal ja keine schlechte Torfrau zwischen den Pfosten steht. Wenn das so weitergeht, werde ich meinen Meistertipp wohl korrigieren müssen. Aber die Saison ist ja noch lang ...

    Spielpraxis für Talente aus Holland, Schweiz, Österreich, Polen, Tschechien etc. bedeutet eben auch Aufbauarbeit für diese Länder.

    Und wenn der THV sein EL-Minuten an Ungarinnen, die zuhause keinen Platz haben, verschenkt, dann stärkt man den Konkurrenten um Platz 4.

    So rechnen Milchmädchen. Die Realität ist aber keine Milchmädchenrechnung!

    Bei Foul müsste die Zeit neu anfangen. Aber ich bin auch skeptisch.

    Bei jedem Pfiff müsste die Zeit angehalten, jeder Freiwurf angepfiffen werden (macht eine schnelle Ausführung unmöglich und das Spiel statischer). Die einzige für mich denkbare Lösung: Über Schulungen müssen die Schiedsrichter zu einer möglichst einheitlichen Handhabung des passiven Spiels angehalten werden.

    Nach 5 Pässen halte ich auch etwas für übertrieben...aber nach 25 Pässen schon... Finde eigentlich die 24 Sekunden beim Basketball nicht schlecht... würde mir sowas auch beim Handball wünschen... vielleicht auf 45 Sekunden gehen... Das würde manchem Spiel gut tun...

    Die 45-Sekunden-Regel wurde vor Jahren schon mal diskutiert und verworfen. Die Regel würde darauf hinauslaufen, dass ständig versucht würde, den Gegner durch Klammern ins Zeitspiel zu bringen. Vorteile dadurch hätten nicht die Teams, die den besten Handball spielen, sondern jene, welche die "besten" Tricks drauf haben, das Spiel des Gegners zu verzögern und die Zeit runterlaufen zu lassen. Das würde den Handball kaputtmachen.

    Zuerst einmal: Nach den Leistungen der ersten 3 Spiele liegt der THC (von vielen als Meistschaftsfavorit gehandelt) zurecht im Mittelfeld der Tabelle. Die Playoffs sehe ich keines falls als sicher an. Bei 4 fehlenden Spielerinnen (diesmal war außer Hanfland, Scheib und Heider auch noch Holm nicht dabei; Reichert wohl angeschlagen, konnte kaum springen, ging fast nur auf Durchbruch) kommt die Länderspielpause gerade recht. Danach muß aber eine deutliche Steigerung her, sonst bleibt die Mannschaft im Mittelfeld hängen.

    Der THC hat den kreativeren Trainer, der sich bestimmt was hat einfallen lassen, siehe Supercup ab Minute 17 😅

    Hat er tatsächlich: In der ersten Viertelstunde wurde Eisenach gespielt - bis zum 6 : 8 durchaus erfolgreich, obwohl schon in diesem Abschnitt die Schwächen in der Deckung sichtbar waren - wurden allerdings von Kuske immer wieder ausgebügelt. Nach dem verworfenen 7m drehte Blomberg das Spiel und der THC hatte nix mehr entgegenzusetzen. Totalversagen der Abwehr (fast alle Zweikämpfe verloren, wenn mal ein Stoppfoul, dann zu spät - 6 Zeitstrafen) mit 35 Gegentoren (trotz guter Leistung von Kuske); vorn Fehlpässe und schlechte Wurfquoten (Rückraum knapp 52%, Außen 40%) zeigen die Ursachen für die klare Niederlage sehr deutlich auf.

    Einzig die Akustik im Trainergespräch ist zu kritisieren, sonst war beim Gastgeber alles top!

    Der THC hat den kreativeren Trainer, der sich bestimmt was hat einfallen lassen, siehe Supercup ab Minute 17 😅

    Birkner wird gewiss nicht zweimal auf den gleichen "Trick" reinfallen. Und sonst gibt es nicht so viele Varianten, die Müller mit dem verbliebenen Kader spielen lassen könnte. Die einzige Chance für den THC beseht m. E. darin, in der Abwehr Beton anzurühren und in die Gegenstöße zu kommen. Aber gerade daran haperte es in den bisherigen Spielen.

    Es ist erstaunlich wie wenig Bedeutung ein Verein nach fast 40 Jahren erste Liga für die Stadt hat. Am Ende ist der BSV damit aber nicht alleine und ich bin mir sicher, dass praktisch jeder andere Bundesligist das Problem mehr oder weniger auch hat.

    Wie unterschiedlich es in diesbezüglich sein kann, zeigt sich beim THC, Dieser heißt ja in der Langform "Thüringer Handball Club Erfurt-Bad Langensalza" und die Geschäftsstelle ist in Erfurt. Während sich Erfurt nie um den THC gekümmert und ihm eher Steine in den Weg gelegt hat (ganz wenige Spiele der 1. Mannschaft fanden dort statt - mit hohen Hallennutzungsgebühren), gab es seitens Bad Langensalza von Beginn an die volle Unterstützung in jeder Hinsicht. Auch der Hallenumbau wäre wahrscheinlich nie zustande gekommen, wenn die Stadt nicht Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt hätte, um nach langem Kampf Fördermittel zu bekommen. In den Kommentaren wird oft von "Erfurt" bzw. "den Erfurtern" besprochen, aber eigentlich sind es "die Langensalzaer". Dort ist auch die Identifikation der Fans mit dem Club wesentlich stärker als in Erfurt, das doch eher eine Fußballstadt ist.

    Die Gemeinde erhält gerade einmal 15% der geleisteten Lohnsteuer. Da die Spielerinnen alle (bei Buxte zumindest sicher zu vermuten) so steuergünstig wie möglich angestellt werden (Midijob, Minijob, Ehrenamtspauschalen, etc.), ist die Einnahme der Gemeinde also marginal.

    Bei Waren und Dienstleistungen schuldet das Unternehmen die Differenz aus Mehrwertsteuer und Vorsteuer. Davon fliessen in der Regel ca. 6% an die Gemeinden, Rest an Bund und Länder.

    Dann gibts noch die Gewerbesteuer, wird hier auch nicht eklatant hoch sein.

    Die Gemeinde Buxtehude wird durch den BSV also keine besonders großen Einnahmen generieren.

    Danke! Genauso ist es! Die vom BSV bzw. aus dem Umfeld bei Spielen gezahlten Steuern werden wohl kaum die Unterhaltungskosten der Halle (einschließlich Reinigung usw.) decken. Letztlich steht immer die Frage: Was ist der Stadt der Sport (bzw. eine bestimmte Sportart oder ein Club) wert? Darüber scheint man sich Buxtehude gegenüber dem BSV nicht im Klaren zu sein.

    das nennt man dann selbsterfüllende Prophezeiung?

    Erfüllen müssen sie die Mädels auf der Platte. Doch nach dem Saisonstart habe ich daran so meine Zweifel. Der BVB ist offenbar gut drauf (ungeachtet seiner gestrigen Klatsche gegen Györ - das ist eine andere Ebene) und auch bei Blomberg läuft es. Mit den Leistungen der ersten beiden Spiele wird der THC nicht einmal die Playoffs erreichen. Selbst dafür ist eine deutliche Steigerung über die gesamte Saison hinweg erforderlich.