Beiträge von BigRick

    Auf das Spiel bin ich auch gespannt, wie ein Flitzebogen. Ich hoffe Hansen und Koloper sind beide bis dahin wieder fit. Mangels bisher so gespielter Matches läßt sich das Team schwerer einschätzen. Und aufgrund der Tabellensituation und der Hinspielniederlage gibts keinen Druck fürs Team.
    Wenn dann die Halle mal da ist, dann gibt es zumindest so viele Unbekannte, dass eine Vorhersage schwieriger ist, als die reine Papierform vorgibt.

    Jetzt hängt Euch nicht daran auf. Altaris hat einen Begriff gewählt, um etwas in seinen Augen Aufgesetztes zu beschreiben. Im Übrigen - Achtung Klischee! - eine Eigenschaft, mit der die mit dem selben Begriff beschriebene Personengruppe offen spielt. Ich würds vielleicht nicht so bezeichnen, aber ich weiß durchaus, was er meint.

    Ich finde zB "HaHoHe, Hertha BSC" auch völlig gekünstelt und ohne innere Substanz. Trotzdem rutscht es mir im Stadion mal raus, wenn mir danach ist. Allerdings nicht, wenn mir ein Ansager (wie zB bei Eintracht und VfB) das ins Ohr souffliert.

    Aber da sind wir OT. Ich denke mal, wenn die jeweiligen Fans es toll finden, sollen sie es machen, wie sie wollen. Wir in Eisenach sind 60 Minuten kleine Anarchisten, ohne jegliche Leitung. Pure Emotion, wenn sie denn da ist. Mir gefällt der Vergleich mit Pauli im Fussball immer besser...

    wiesbadener: Ich würde mal sagen, ein geknickter Fan fühlt sich angegriffen, wenn jemand mit so einem Spruch kommt. Da steckte schon etwas Häme drin und da hat sich Altaris zu etwas hinreißen lassen. Es kann jeder machen wir er will, unser Ding ist es einfach nicht.

    @Feivel: Das Spiel am Samstag war einfach ein Schlag in die Magengrube. Während Ellison wohl schon vor dem Spiel ausgefallen ist und Jonson offenbar auch nicht mehr konnte (er blieb in der Halbzeit draußen und hielt sich warm), war auch Hansen schonmal böse zu Boden gegangen. Dann liegt auch noch Luther unten, und kommt nicht mehr hoch. Ich weiß nicht mehr welche Minute das war, aber nach Klatschen war uns einfach allen nicht zumute, eher nach Bangen. Das Spiel war verloren und die Verletzten-/Angeschlagenenliste verlängerte sich mit dem Spieltag um 4 Spieler. Wir konnten es einfach nicht glauben.
    Und nochmal, zu dem Zeitpunkt wären andere Hallen schon halb leer gewesen. Aber unterschätz die Akustik der Halle nicht. Das Klatschen, was dann etwas zaghaft kam, nimmst Du im Vergleich zum sonstigen Krach einfach nicht war.

    Ich denke mal, wir als Fans, sowohl Ihr vom SCM als auch wir, sind ligawürdig. Jeder hat seinen Stil und jeder unterstützt sein Team auf seine Art. Und die Spieler sagen alle unisono, dass es etwas besonderes ist, in Eisenach zu spielen. Die Leidenschaft ist bedingungslos. Quasi St. Pauli in der HBL. Was Du mit dem Balkanvergleich sagen willst, ist mir nicht klar.

    Wir sollten nicht anfangen, hier andere Fangruppen zu diskreditieren.

    Weil wir klatschen, wenn einer weiterspielen kann! Das passiert zB auch bei gegnerischen Spielern, wie am Samstag auch geschehen. Wenn aber ein Spieler wie Hansen oder Luther verletzt vom Feld getragen werden, sind wir nach der Verletztenmisere eher geschockt als erleichtert. Mal abgesehen davon: wir haben geklatscht, nur halt nicht wirklich euphorisch, aus eben genannten Gründen. Im ganzen Block F hat man die Daumen gedrückt, dass Daniel Luther nicht schon wieder ausfällt.

    "Kennt Ihr die Namen Eurer Spieler nicht?" Oder "Warum klatscht Ihr nicht, wenn Eure Spieler vom Feld getragen werden?"

    Was soll die Scheisse jetzt? Was genau wollt Ihr damit sagen?

    Ich glaube, wir müssen uns vor niemandem rechtfertigen, wie wir unsere Jungs anfeuern. Wir werden nicht gesteuert und wir verstehen auch genug vom Handball. Wenn es bei uns Emotionen gibt, dann nicht aus der Konserve, sondern aus der Mitte der Fans. Wir brauchen keine Klatschpappen und keine Cheerleader. Und wenn "Oh wie ist das schön" gesungen wird, dann singen wir das a capella. Hausburg hat während das Spiel läuft zwei Jobs: 1. uns zu sagen, wie der Gegner heißt, der die Zeitstrafe bekommen hat und 2. darauf zu achten, dass wir den Countdown nicht verpassen.
    Auch wenn spielverlaufsbedingt nicht wirklich die beste Stimmung in der WAH war, haben wir selbst am Samstag nach meiner Auffassung ein Guthaben bei den Jungs angespart, dass sie uns irgendwann auszahlen werden.

    ? Was soll denn der Spruch jetzt ? Geh mal davon aus, dass wir unsere Spieler kennen, besser als der Kommentator. Es wird schon seine Gründe haben, wenn wir die Namen nicht immer mitbrüllen!

    Dazu muss man aber wissen, dass man in der WAH den Sprecher im Fanblock nicht so gut hört, zumindest nicht annähernd so klar, wie im TV.

    Mag sein, ich könnte aber damit leben, wenn die Jungs annähernd Ihr Leistungsniveu abgerufen hätten. Das ist keine Frage der Ligazugehörigkeit, sondern Sportlerehre. Es sind halt nahezu alle unter ihren Möglichkeiten geblieben.

    Was solls, 24 Stunden später muss man nach nochmaligem Anschauen der Partie einfach hinnehmen, dass unserem Team noch 1-2 Spieler fehlen, die auch mal das Heft in die Hand nehmen und dazwischen hauen. So wie Koloper. Spielerisch sind sie solide ausgebildet, vom Kampfgeist brauchts noch etwas. Man muss mal überlegen, da liegt man zur Halbzeit 9 Tore hinten und kassiert gerade mal eine Zeitstrafe. Und selbst die hätte man nicht geben müssen. Das sagt schon ne Menge aus.

    Ich fühle mich schmerzlich an das Gurkenspiel bei den Füchsen erinnert. Freilich ist das ein Lernprozess, insofern hast Du schon recht Lothar, aber der darf nicht länger als bis zum Ende der Hinrunde dauern, wenn man die Liga ernsthaft halten will.

    Einfach nur traurig. TopSpiel Zuschlag und dann sowas. Die ersten 25 MInuten haben das Spiel entschieden. Sowas Uninspiriertes und Lasches habe ich in der WAH noch nie gesehen. Für die Leistung haben die Zuschauer noch anständige Unterstützung geboten.

    Und jetzt braucht mir keiner mit Ausreden kommen, wie: uns haben wieder mal 4 Spieler gefehlt. Das war von Anfang an eine lächerliche Leistung und das Fehlen von 4 Spielern kann man wenigstens die ersten Minuten kämpferisch kompensieren. So blutleer habe ich meinen ThSV nur einmal gesehen, und zwar in Berlin. Von der Bank übers Tor bis zur Position KM war null Feuer drin. Auch Adli muss sich fragen, warum das Team auftritt, als ginge es um den Fanpokal. Und das bei einem Livespiel, als es darum ging, Werbung für den Handballstandort Eisenach und seine Berechtigung, in der ersten Liga zu spielen, ging.

    Ich hatte es fast geahnt: Die Leistung in Mannheim hat der Mannschaft eher geschadet, als geholfen.

    Ich habe im Thread "DSF setzt an zum großen Wurf" mal eine Teilgeschichte zum Thema SCM vs. ThSV zum besten gegeben und durfte feststellen, dass viele Fans durchaus Interesse an den Hintergünden von diversen Rivalitäten haben. Vielleicht ließe sich ein Unterforum erstellen, in dem solche Geschichten zum tragenden Bestandteil werden und auch mal Historisches festgehalten wird. Derbystories oder auch "The rise and fall of..." kann man da super verorten und für lange Zeit konservieren.

    Es sind die Geschichten in diesem Sport, die Tradition erst entstehen lassen. Wenn am Ende noch der eine oder andere Fan die Story liest und vielleicht mal über den Tellerrand schaut oder ein potentieller Fan dadurch eine neue Liebe entdeckt, wäre das doch schön und für die Liga sicher gut.

    Mit kameradschaftlichem Gruß
    Dat Rick

    Da fehlt Dir nachvollziehbar etwas der Vergangenheitsbezug.

    In der DDR gab es sogenannte Sportclubs. Das waren Vereine, die in aller Regel von Staatsorganen unterstützt und geleitet wurden. Gute Spieler wurden von anderen Vereinen an die den SCs angeschlossenen Sportschulen deligiert und "durften" dann auch dort spielen. Viele verdammt gute Spieler aus Eisenach oder Aue zB wurden nach Magdeburg, Berlin, Leipzig oder Frankfurt(Oder) geschickt und in Eisenach oder den anderen BSGs schmerzlich vermißt.
    Diese Betriebssportgemeinschaften sind Vereine, die von vorort ansäßigen Unternehmen gestützt, wie Don Quichote versucht haben, mit den SCs mitzuhalten. In Eisenach waren es die Automobilwerke Eisenach (daher der Name "Motor" Eisenach).

    Da Eisenach als Mannschaft immer ausgeblutet wurde, musste man hier mit der Halle und den Zuschauern eine Atmo generieren, die die SC-Vereine so nicht aufbringen konnten. Nur so konnte sich die BSG jahrzehntelang in der Oberliga halten.

    Soviel zur Vergangenheit. Zur Wende brach das sportliche System zusammen und lediglich Aue, Eisenach, Magdeburg und mit Abstrichen und etwas Verzögerung Rostock und Leipzig konnten nachhaltig ein gewisses Niveau halten. Das Duell Eisenach-Magdeburg stand weiterhin für den Vergleich BSG gegen SC. Die Fans kannten sich und haben anders als beim Fussball nur 60 Minuten lang sportlich gegeneinander gekämpft und gegrölt und danach genüßlich zusammen ein Bier gesoffen. Und das ist noch bis heute so. Die gemeinsame Geschichte hat zusammengeschweißt und bis heute eine Rivalität generiert, die auch die jüngeren Zuschauer, die in Ihrem Leben noch nie Aluchips in der Hand gehalten haben, elektrisiert. Die Erfolge vom SC auch in der Nachwendezeit geben uns die Zuversicht, dass die Herkunft kein Ausschlußgrund für Erfolg ist und das man es auch schaffen kann. Und an den einem Spieltag will man dann auch mal besser sein als der gute alte SC.

    Und in diesem Sinne lebt die alte Tradition fort. Und ich persönlich habe den Wunsch, dass die HBL diese Geschichte als die eigene begreift. Sie fand zwar statt, als die Grenzen dicht waren, wurde aber eingeatmet und sollte als Chance verstanden werden, so manche Grenze im Kopf zu überwinden. Damit meine ich jetzt explizit nicht Dich.

    Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn diese Vergleiche mit der Geschichte genauso selbstverständlich zur Handballfolklore zählen würden, wie die Geschichten Schalke vs. BVB, Hannover vs. Braunschweg oder 1860 vs. Bayern beim Fussball, bzw. Kiel und Flensburg beim Handball. Jetzt nicht unbedingt Eisenach gegen Magdeburg aber halt grundsätzlich die Dinge die zwischen 49 und 89 jenseits der BRD stattfanden. Nur ist diese Spielpaarung im Augenblick die präsenteste.
    Zumal diese Vereine, wenn man sich die Tabelle anschaut, mit die längste Tradition aufweisen, nur fand diese halt auf zwei Seiten des Vorhangs statt.

    Man muss einfach akzeptieren, dass in Amiland nicht umsonst hauptsächlich drei Sportarten professionell betrieben werden, die es in dieser Form nirgends gibt oder gab. Ein Abkupfern woanders kommt einfach nicht infrage, dazu ist man als "best nation" zu stolz. Fussball und auch Volleyball gelten seit jeher als Frauensportarten, weil die Hälfte der Einwohner sonst keinen Mannschaftssport betreiben könnten, wenn man nicht gerade auf Softball steht.

    Da Fussball dadurch wenigstens zwar wenig beachtet aber doch irgendwie omnipräsent ist, hat man hier wenigstens eine Grundlage für eine Weiterentwicklung. Und genau das haben wir beim Handball nicht. Hier gibts nicht den Hauch einer Basis auf die man Aufbauen könnte. Selbst Volleyball ist da viel weiter. Das Letzte, was der Ami tun wird, ist sich eine weiter Sportart von den Europäern aufdrücken lassen.

    Nanana, das letzte war etwas übers Ziel hinaus.

    Was die Beschallung angeht, ist es in der Tat im Fuchsbau etwas eigenartig. Ich mags eher, wenn Gesänge aus dem Fanbereich kommen. Da das in der Schmehlinghalle wohl nicht funktioniert, wird wie beim amerikanischen Eishockey ständig ne Konserve ausgepackt. Und das nervt mich auch. Dazu noch ein Hallensprecher, der schon beinahe vom Publikum entkoppelt agiert. So zumindest habe ich das beim Spiel gegen uns empfunden. Ein "Oh wie ist das schön" vom Band, bevor auch nur ein Zuschauer klatscht, ist seltsam.

    Egal, man muss aber auch die Eigenart des Publikums anerkennen. In kleinen Hallen in Kleinstädten ist das Publikum sensibler und über Jahre gewachsen. Da gibts Samstagabend selten eine Alternative. In Berlin ist es einfach nicht der Fall. Die Konkurrenz zu den anderen Sportarten und kulturellen Angeboten sorgt dafür, dass man viel mehr um die Fans kämpfen und ihnen etwas anbieten muss. Sonst sind sie beim nächsten Spiel nicht mehr da. Insbesondere gegen die kleineren Mannschaften muss man da halt alle Register ziehen und Emotionen suchen und generieren, wo keine sind.
    Das fängt beim Spektakel auf der Platte an und endet beim Outtro nach dem Spiel. ich glaube nichtmal, dass Hanning usw. diese scripted Gameshow so wollen, es funktioniert halt nicht anders. Am Ende finden sich unter den Fans zahlenmäßig genauso viele Hardcorefans, wie bei uns, die fallen halt nicht so auf und können der Gemeinde nicht den Stempel aufdrücken.

    Nur zur Klarstellung. Ich habe nie behauptet, Magdeburg gg Eisenach würde niemand schauen weil es Zonen Vereine sind. Das würde ich nie tun. Auch nach mehrmaligem lesen meines Beitrags kann ich das da nicht heraus lesen.
    Ich entschuldige mich dennoch ausdrücklich dafür es so formuliert zu haben, dass man das da heraus lesen kann.


    Gut, wenn Du es nicht so gemeint hast, dann lassen wir es ruhen. Kam halt nur so rüber.

    Wichtig ist, dass wir auch als Handballgemeinde vielleicht die bedeutungsschwangeren Derbys und Möchtegernderbys nicht nur auf den Plätzen 1-6 suchen. Die Liga wird nur dann erfolgreicher werden, wenn auch Spielen unabhängig der Ligaplatzierung eine gewisse Brisanz und Relevanz zugebilligt wird. Und hier sollte man traditionelle Vergleiche auch beachten. Auch wenn Fussi jetzt wieder herhalten muss. Schalke und Dortmund könnten auf 17 und 18 liegend ein Spiel spielen, die Fans würden mitgehen und zum Schluss den einen feiern, weil er nicht mehr letzter ist.
    Wenn selbst unserer Meinung nach nur 3 Spiele pro Spieltag sehenswert sind, warum sollten dann Nichthandballfans die anderen 6 Spiele sehen?

    Nach der Insolvenz des ehemaligen Dienstleisters hat ein anderer die offizielle Webpräsens übernommen. Danach hat man das Forum zugunsten der FB Seite nicht wieder eröffnet. Zumindest war das meine Erinnerung.

    Im Übrigen gehts da grad ab. Eine Dame aus Erlangen hat sich wohl bei der Handballwoche beschwert und den Groll auf sich gezogen. *kopfschüttel*

    Also Darts ist sehr schön anzuschauen, ...

    Das ist so mancher Mops, der da ab 23:xx freigepellt wird, auch. Aber wenn ich ehrlich bin, langweilt mich Darts nach der x. Meisterschaft im selben Quartal doch sehr. Allerdings sollte in einem Sportsender jede Sportart ihren Platz haben. Manchmal vermisse ich aber eine gewisse Linie. Mal ist wochenlang Darts beinahe täglich zu sehen, dann wieder x Tage in Folge Bayern Classics und dann gibts zeitgleich ein Dutzend Pokerformate, die eigentlich nur Werbung für die zwielichtigen Pokerportale sind.

    aber so Sendungen wie Poker, Autoshows und Versteigerungen von irgendwelchen Lagerräumen (was Sport1 um 1 Uhr zeigt ist mir eigentlich egal-deswegen die ganzen Nachtsendungen rausgelassen) können doch nicht viel mehr Zuschauer anziehen wie Handball egal wer spielt.
    ....

    Das ist ja das Problem. Man verdient kurzzeitig Geld damit, dass man eine neue Trendsportart bis zum Abwinken hyped. PokerStars, FullTilt oder RB zahlen ne Menge Holz für diese Überschüttung mit solchen Sportarten, die nach 3-4 Wochen eigentlich nur noch eindimensional rüber kommen. Ob Snooker, Darts oder auch mal ein RoterBulle Fungame, das sind wie beim amerikanischen Konsumverhalten ideale kurzzeitige Kurzweiler, die sich nach Belieben austauschen lassen. Nichts baut aufeinander auf, richtiges Fanverhalten wird im Keim erstickt, der Konsument wird effekthascherisch von Spielart zu Spielart getrieben. Und weil diese Formate vermeintlich einfach sind, hält sich der Zuschauer auch nach 2 Tagen für einen Profi.

    Sportarten, wie Handball, Fussball, die etwas Hingabe und Leidensfähigkeit erfordern, treten dahinter in den Schatten. Man kann damit zwar prima Dauerkunden gewinnen, aber solange Portale wie die Wettenanbieter und Zockerseiten die Marie raushauen, sind solche Wochentrends lukrativer. Aber wehe, die Gesetze ändern sich, oder eine der Zockerseiten wird mal wieder vom FBI oder wem auch immer weggebombt, dann sehnt man sich nach der Dauerware, die zwar weniger bringt, aber bei weitem weniger krisenanfällig ist.

    Ich wünschte, es gebe eine Welt, in der beides Platz hat.

    LOL, man verzeihe mir. Gott sei dank hat bisher noch keiner gemerkt, dass ich ein Weib bin.

    "Frische Steine, frische Steine..."

    Ich hab wegen dem Sender mal richtig Ärger mit meiner Hauptfrau bekommen. Bin nach einem Montagsspiel eingepennt, bis meine Frau gegen Mitternacht rein (also ins Zimmer) kam, auf die Glotze starrte und mir vorwurfsvoll entgegen plärrte: "Dann komm doch ins Bett!"

    Genau. Denn Eisenach gg Magdeburg interessiert neben den Leute aus Eisenach, Magdeburg und ein paar DDR-Sport-Nostalgikern nämlich die ganze Welt - Nicht!

    Bei der Quote erinnere ich mich an die Basketball EM in der ARD.
    Da haben auch alle Basketballer gejubelt, endlich zur guten Zeit und auf nem Top Sender. Die Meinungen gingen ja dahin, sogar ein Standbild schaffe bei der ARD um 20:15 mehr Zuschauer als Sport1 im ganzen Monat.
    Und dann? Überraschung! Es interessiert weiterhin die gleiche Anzahl zuschauer. Für ARD Verhältnisse ganz ganz ganz miese Quote. Ich esse nen Pott Harz, wenn die Quoten für das o.g. Spiel signifikant höher sein sollten als für die Spiele auf Sport1.

    Ähm, warum so krawallig?

    Ich will Handball sehen; Handball der mir Freude macht und mich mit einer gehörigen Spannung an den Fernseher fesselt. Bei den letzten beiden Handball WMs habe ich mir auch Spiele angeschaut, wo ich nicht einen Spieler kannte. Insbesondere Mazedonienspiele waren Highlights, schlicht, weil hier Mannschaften mithilfe des Publikums Schwächen kaschieren konnten. Wenn das Spiel Spannung verspricht, bleiben die Leute auch davor sitzen. (Insofern kann ich schon verstehen, dass RNL-ThSV nicht auf dem Sendeplan stand). Aber der ThSV zu Hause gegen den SCM ist nicht vorhersehbar. Das nicht sehen zu wollen, weil es sich um zwei Zonenvereine handelt, ist gelinde gesagt, die mieseste Begründung die ich kenne.
    Wegen mir kann man es als Handballfan nicht schauen. Weil man die Vereine an sich nicht mag, oder mal in einem Spiel gegen sie schlechte Erfahrungen gemacht hat, oder oder oder... aber die Begründung: Ich gucks nicht, weil es jede Menge "Ossis" wieder zum Ostalgietreffen machen könnten, ist armselig. Wir sind 24 Jahre später, Junge, die Spieler, die zu vier Fünfteln auf der Platte stehen, waren da noch nicht mal geboren, also komm drüber weg!

    Seis drum, abseits von dieser Thematik wollte ich eigentlich nur wissen, warum das Spiel im MDR kommt und die These aufstellen, dass die Ansetzung am Nachmittag zu besseren Quoten führt, als das zeitgleiche Programm im Tittensender einbringt. Shitegal ob Zonenkampf oder nicht.

    nee. Vollkommener Widerspruch, tut mir leid.

    ...

    Oder ums noch klarer und im Sport1 üblichen Niveau auszudrücken: Wo es zu 90% um Dart, Tit***, Glücksspiel, Werbung, Stripshows, Laufbandquiz und Automechaniker geht - da WILL ich mich als seriöser Sport doch auch gar nicht aufhalten, vor allem dann nicht, wenn mich das Etablissement ständig vor die Tür setzt.

    Du sprichst mir aus dem Herzen. Was ich gar nicht verstehe, Eisenach gegen den SCM wird vom MDR übertragen. Wie paßt das ins Rechtekonzept? Das sind genau die Spiele, die Spiel, Spass, Spannung und etwas zum Naschen versprechen und das macht das MDR?
    Ich würde zu gern mal wissen, wie die Quote am Ende im Vergleich zu diesen Schundformaten bei Sport1 ausfällt.