Beiträge von Beuger

    Ja, ich seh das auch so. Es steht nicht im Regelwerk, dass die ganze Zeit derselbe Fuß am Boden sein muss.

    Für mich regulär.

    Es ist uneindeutig formuliert. "Einer" und "der andere". Gemeint ist es natürlich so, dass es der gleiche Fuß sein muss. Sonst könnte man durch die Halle spazieren so weit man es in drei Sekunden schafft.

    Uneindeutig formuliert bedeutet übrigens nicht, dass man es eindeutig so verstehen kann, dass der Treffer regulär ist. Es bedeutet in beide Richtungen uneindeutig. Mit Handballsachverstand wie das Regelwerk zu interpretieren ist selbstverständlich regulär.

    Ich muss aber auch mal loswerden, ja das Tor war nicht regelkonform, aber es ist in Realgeschwindigkeit nicht zu erkennen und somit wäre es für mich ein Raubbau an dem, was ich an Handball so liebe, wenn man das wegpfeift. Gut dass es gezählt hat. Ich bleibe bei Tor des Jahrhunderts.

    Geht es um den Freiwurf nach dem Schlusssignal der regulären Spielzeit? Wenn ja, dann ist er regelkonform.

    Der Spieler hatte mit dem rechten Fuß (Fußspitze) Kontakt auf dem Boden. Daher ist der Freiwurf okay. Dazu Regel 15:1

    Er hat aber nach Anpfiff einen kleinen Schritt mit dem rechten Bein gemacht und im Anschluss das linke Bein abgehoben. Damit beide Beine einmal bewegt. Damit nicht regelkonform.

    Aus der Position der Schiedsrichter war das in Echtzeit nicht zu erkennen. Wer hier kann on sich sagen, dass er es in Realgeschwindigkeit gesehen hätte?

    Wegen eines Einwurfes wird auch nicht der Videobeweis betrachtet.

    Selbst in normaler Zeitlupe ist es kaum zu erkennen. Man braucht schon eine super slomo, da Prandi eine enorme Dynamik an den Tag legt

    Aus der anderen Seite wurde Gottfridsson der Schrittfehler aber erst zu spät abgepfiffen. Bereits vor dem prellen waren es eindeutig mehr als drei. Diese vier fünf Sekunden (er konnte deswegen durch den Wurf auch noch Zeit schinden) wären beinahe auch entscheidend gewesen.

    Keine glückliche Figur der Schiris in der Schlussphase. Schade, denn sonst gut gepfiffen.

    Zu der Kreisläuferdiskussion: Fabregas und Saugstrup für mich eine Stufe. Das sind die beiden besten Kreisläufer der Welt. Körperlich zwar stark, aber dazu noch läuferisch gut (Saugstrup in der ersten Welle immer mit als erster vorne) und vor allem clever. Starkes hinterlaufen, richtig kluge Sperren in der Gegenbewegung der Abwehr. Hinter den beiden kommt mMn erstmal eine Weile niemand.

    Jetzt kommen die Schweden zwar ran, aber mein Eindruck ist, dass Frankreich viel konsequenter und fokussierter ist, als in den letzten Jahren.

    Ich persönlich würde sogar Szyprak und Banhidi knapp vor Saugstrup ziehen. Für meinen Begriff haben sie einen kleinen wenig größeren Einfluss aufs Spiel.

    Heute spielt Frankreich bisher mit Mem, Remili und Fabregas durch.

    2 davon (Mem und Fabregas) kommen bei einem französischen Titelgewinn ins All-Star-Team, obwohl Saugstrup und Gidsel minimal stärker sind!

    Die 4 und Nielsen machen auch den MVP aus.

    Der Rest der Welt ist nicht auf dem Niveau wie diese 5

    Ich find Fabregas ein bisschen besser als Saugstrup. Vorne passt er ähnlich gut zum Distanzwurf bezogenen Spiel der Franzosen wie Saugstrup zum breiten Spiel der Dänen. Sehr unterschiedliche Stärken, aber ähnliche Präsenz. In der Abwehr ist Fabregas besser als Saugstrup. Nicht weil Saugstrup schlecht ist, sondern weil Fabregas für mich der beste Abwehrspieler der Welt ist und das ziemlich eindeutig. unfassbare Präsenz.

    Elf Tore der Schweden zur Halbzeit ist einfach viel zu wenig. Was da an freien Würfen vergeben wurde, macht es schwierig ein EM-Halbfinale zu gewinnen - und die Franzosen münzen jeden Fehlwurf in einen Tempogegenstoß um.

    So überdurchschnittlich viele freie fand ich es gar nicht. Drei von Lagergren und einen von außen. Ansonsten viele aus dem Rückraum die einfach gut verteidigt waren (Frankreich scheint richtig gut vorbereitet zu sein auf das Teamplay der Schweden) und einige technische Fehler insbesondere bei Pässen zum Kreis. Auch das spricht für die Vorbereitung der Franzosen und dafür, dass Schweden ohne die extrem gehobene individuelle Klasse auf dem Niveau an seine Grenzen kommt.