Beiträge von Germanicus

    Celle - Leverkusen 21-28. Mit diesen Auswärtssiegen wird es klar, dass Leverkusen auch in dieser Saison kein Abstiegskandidat ist. Und dass in dieser Mannschaft Spielerinnen wie Mia Zschocke oder Amelie Berger viel mitspielen dürfen und können, das freut mich.

    Silje Brøns Petersen, RM, RL, LA (Virum-Sorgenfri) -> HSG Blomberg-Lippe

    Vor 10 Tagen war sie noch im Probetraining beim Tabellenletzten der Schwedischen Liga, Skara: http://sverigesradio.se/sida/artikel.a…artikel=6589510


    Bröns Petersen spielte in der vorigen Saison in Ungarn in Siófok. Sie ist zwar ursprünglich LA, in Siófok spielte aber nur im Rückraum, in der Mitte oder Links. Ich habe sie viel gesehen, sie war nicht schlecht.

    In Deutschland ist Spielberechtigt: Wer im Spiebericht eingetragen UND Anwesen ist. Als SR muss ich niemanden Persönlich kennen oder sonstwie muss mir die Person bekannt sein.


    In Ungarn müssen die Schiris natürlich auch nicht alle SpielerInnen kennen. Es gibt aber einen Spielerausweis mit einem Foto, der vor jedem Spiel geprüft werden muss. Abgesehen von der Möglichkeit dass das Foto gefälscht wird, kann mit einem Augenblick geprüft werden, ob er der gleiche Spieler ist, der im Spielbericht eingetragen wurde und ob er Spielberechtigt ist. Ich habe oft gesehen, dass die Schiedsrichter oder der Kampfgericht die Ausweise prüfen, das Foto mit der Person vergleichen, die Einträge im Ausweis prüfen.
    Ich wollte eigentlich nur wissen (ohne eine große Debatte zu haben :-)), ob es so was in Deutschland gibt, und ob es überhaupt vor dem Spiel geprüft wird / werden soll, ob die anwesende SpielerInnen spielberechtigt sind.

    Hallo,

    ich habe gelesen dass in der dritten Liga ein Spieler in zehn Spielen unberechtigt teilnahm. Wie ist so was möglich? Also, ich möchte niemanden angreifen, möchte nur mich erkundigen, wie es in Deutschland geht. In Ungarn ist es die Pflicht der Schiedsrichter und des Kampfgerichts, die Spielausweise zu prüfen. Ja, ein oder andere Mal passiert, dass die Ausweise nicht besonders merksam geprüft werden, aber dass ein Spieler in zehn Spielen nacheinander mitspielen kann, es ist ausgeschlossen.
    Vor einigen Jahren hat eine Spielerin in einem Erstligaspiel nicht berechtigt mitgespielt. Die Schiris und der Kampfgericht wurden danach jahrelang nur in C-, D-, und E-Jugend-Spielen nominiert.

    Noch ein paar Erkenntnisse nach dem Turnier:
    Die Niederlande haben auch gezeigt, wie man intelligent mit dem 6. bzw 7. Feldspieler agiert ohne zu viele Treffer ins leere Tor zu kassieren. Andere Mannschaften haben das Mittel gar nicht oder eher schlecht eingesetzt. Gleichzeitig hat die EHF die Spielaufsicht offenbar angewiesen, extrem auf die Wechselmarken zu achten. So viele angezeigte Wechselfehler gabs glaube ich bei noch keinem Turnier. Allerdings gab es dazu fast nie TV-Material, so dass man als Zuschauer nicht nachvollziehen konnte, ob die Strafe wirklich berechtigt war.

    Weiterhin irritiert mich die blaue Karte. Ich habe zwei blaue Karten live gesehen (Visser und heute La Cour), aber die fand ich beide nicht berechtigt.


    Der europäische Verband EHF hat die Regeln für EHF-Spiele (d.h. EM, CL, Europapokal) geändert. In diesen Spielen muss nach allen roten Karten ein Bericht geschrieben werden. Auch wenn in der Regel eine "Diskqualifikation ohne Bericht" steht. Dementsprechend spielt die blaue Karten in Spielen des EHF keine Rolle. Ob sie angezeigt wird oder nicht, ist völlig egal.

    Ich habe nicht so den Überblick im Damenhandball, war nur im Sommer bei der JWM in Russland. Auch wenn die deutschen Juniorinnen um die Medaillen gespielt haben, so sehe ich in Skandinavien, den Niederlanden und Rumänien eine breitere Talentepipeline. Auf den neuralgischen Positionen im Rückraum gibt es Bölk, Stolle, Reimer und Grijseels.


    Von zwei (eigentlich drei, 1996-98) Jahrgänge ist es nicht wenig! Im Gegenteil! Einen besseren Auswahl haben definitiv die Russinnen (mit Malaschenko, Frolova, Golikova, Sabirova und Skorobogatschenko, u.a.), und vielleicht die Däninnen (mit Höjlund, Bögelund) und die Rumäninnen (mit Laslo, Bazaliu). Andere sicher nicht.

    Die sind echt gut die Holländerinnen.

    Da hatten die Ladies Glück, dass sie die als Gegnerinnen hatten, als die noch mit dem Kopf bei der Anreise waren (oder wo auch immer).


    In 2011 gewann Deutschland das erste Spiel gegen Norwegen. Die wurden Weltmeister.
    In 2012 gewann Deutschland das erste Spiel gegen Montenegro. Die wurden Europameister.
    In 2016 ...

    Man sollte nur Dauerhaft Svenja Huber von ihrer Aufgabe als Siebenmeterschützin entbinden. Ihre Quote ist alles andere als überragend gewesen.


    18/28, es ist schlecht, ja (iterresant, auch so ist sie die erfolgreichste Siebenmeterwerferinf mit 18 Toren, Stine Jörgensen ist die einzige, die sie noch überholen kann. Aber keine andere Spielerin wurf 28 Siebenmetern).

    Das kann kein Strafwurf sein, wenn noch nicht auf Freiwurf für Frankreich entschieden worden ist.

    Das wär ein ganz klarer Regelverstoß gewesen, wenn die den gegeben hätten.


    Klar, ganz eindeutig.
    Doch, wenn viele Fans und Zuschauer, darunter auch ein sehr berühmter Experte es nicht verstehen, das ist schon, meiner Meinung nach, ein großes Problem.

    Das Thema "letzte 30 Sekunden". In der Frauen-EM im Spiel Holland-Frankreich warf die Niederländerin Groot ca. 3-4 Sekunden vor dem Spielende den Ball auf die Tribüne (Spielstand: 18-17 für Holland). Der Ball war im Spiel, die Schiris zeigten zwar Zeitspiel an (Arme hoch) pfiffen aber nicht. Es ist nicht einmal regelwidrig. Und doch viele fragten, warum die Schiris keine rote Karte und Siebenmeter für Frankreich gegeben hatten. Der berühmte Trainer Pytlick, der in dänischem Fernseher als Experte mitkommentierte, sagte sogar dass die zwei norwegische Schiedsrichterinnen sofort nach Hause geschickt werden müssten, weil so ein großer Fehler nicht akzeptiert werden kann (behauptet zumindest mein dänischer Freund, ich habe jene Sendung nicht gesehen, und herresche die Sprache sowieso nicht).

    ich sag ganz einfach mal Respekt vor der Leistung der "Frauen" egal was wäre hätte könnte...niemand hat mit wirklich so einer Leistung gerechnet...zum jetzigem Zeitpunkt sind wir auf jeden Fall auf dem richtigem Weg


    Einerseits hast du natürlich völlig recht.
    Andererseits, wenn man nachdenkt, dass nur eine einzige der drei klaren Torchancen oder den letzten Siebenmeter zu verwandeln hätte gereicht, das Halbfinale zu erreichen, ist es doch ein bisschen bitter. Verrückt, aber wäre das Spiel gegen Spanien klar verloren worden, würde ich mich nun freuen - vielleicht versteht ihr, was ich meine.
    Übrigens, das Spiel GER-ESP war das einzige in der Hauptrunde, das nicht von der Mannschaft aus der Gruppe B gewonnen war.