Vorsitzender des Sportausschusses war er nie (nur Obmann der CDU/CSU-Fraktion -
Das ist richtig, mein Fehler - Vorsitzender war er nie, trotzdem hat er sich den Ruf eines einflussreichen, langjährigen Sportpolitikers erarbeitet.
ch bin ja missgünstig
und vertrete die Hypothese, dass er im Falle der Nicht-Wahl zum Hertha-Vorsitzenden nie vorhatte als Füchse-Präsi aufzuhören (sondern einfach die Hertha-Mitglieder, ja, quasi, getäuscht hat)
Das mit dem "missgünstig" kann ich nur unterstreichen. Ich glaube, dass er überhaupt nicht damit gerechnet hat, nicht zum Hertha-Präsidenten gewählt zu werden, Deshalb hat er es auch nicht für nötig erachtet, Vorkehrungen für den Fall einer Niederlage zu treffen..
Tja, schon interessant, wie man Ausführungen über dieselbe Person anders akzentuieren kann (also im Vergleich zu exilberliner)
Ich bin mir nicht sicher, ob du die Stoßrichtung meines Beitrags richtig verstanden hast. Ich war nie Steffel-Freund, habe ihn politisch nicht für richtig voll nehmen können und mit seiner eitlen, gestelzten Art war er für mich immer eher die Parodie eines Politikers, wie ich ihn mit eher nicht wünsche. Als redlicher Akademiker bin ich auch ziemlich allergisch gegen aus Eitelkeit erschummelte Titel. Ich habe lediglich versucht zu erklären, warum er dennoch als Präsident durchaus eine richtige Wahl war oder ist, und dass er durch sein Agieren in dieser Position bei mir durchaus an Respekt gewonnen hat, dem ich ihn vorher nicht entgegenbringen konnte. Der Unterschied zwischen dir und mir ist, dass ich grundsätzlich erst einmal davon ausgehe, dass ein ein Großteil meiner Mitmenschen keine Inkarnation des Bösen ist, sondern durchaus ohne Arglist handelt, auch wenn es mir nicht immer gefällt, weil ich anderer Meinung bin oder einen anderen Stil bevorzuge. Deshalb loht es sich, auf jeden offenen zuzugehen und sich dann manchmal überraschen zu lassen (auch wenn man manchmal natürlich auch enttäuscht oder bestätigt wird).
Nur ganz kurz zur Ergänzung: Steffel kommt aus Reinickendorf-Frohnau, ein sehr gutes und auch recht separiertes Wohnviertel (das ist eine fundamental andere Gegend als z.B. Reinickendorf- Märkisches Viertel);
Das ist richtig. Es hat aber wenig mit meinem Beitrag zu tun. Reinickendorf ist, wie alle Randbezirke Berlins, ein sehr heterogener Bezirk. Einige Ortsteile gehören zu den wohlhabendsten und teuersten (und der Lokalpatriot sagt auch: schönsten, an Wald, Feld und Havel gelegenen) Gegenden Berlins, andere, in der Summe wenigere, wie das MV oder der für den Bezirk namensgebende Ortsteil Reinickendorf, sind nicht so auf Rosen gebettet. Der Verein Füchse hat seinen Sitz im Ortsteil Reinickendorf, die Mitgliedschaft, gerade auch die Handballer, kommt aber auch aus den anderen Ortsteilen des Bezirks. Steffels Wahlkreis ist der gesamte Bezirk, seine Familie sind alteingesessene Frohnauer. Das breite sportliche Angebot und die Infrastruktur der Füchse sind aus meiner Sicht sehr wichtig, weil sie ein verbindendes Element und Gemeinsinn stiftendes Element in der Heterogenität des Bezirks schaffen.