Beiträge von exilberliner

    Unabhängig davon fände ich es auch schön, wenn man, egal wie hoch oder niedrig die Zuschauerzahl am Spieltag nun tatsächlich sein wird, es seitens der Vereinsvertreter schaffen würde, nicht über diese Zahl zu klagen, denn das fängt allmählich an mich zu nerven. Ich empfehle einen Blick in die Nachbarschaft, egal ob nach Lübbecke oder Melsungen der Hannover oder letzte Saison nach Minden.

    Volle Zustimmung. Heute wieder 3,5 Tsd. Zuschauer - in Hannover waren heute 2,5 Tsd beim Krimi gegen Melsungen. Lemgo braucht da keinen Vergleich zu scheuen, der Zuspruch ist meiner Meinung nach immer wieder geradezu beeindruckend. Wer anderer Meinung ist, sollte sich wirklich mal die Misere in den umliegenden Bundesligastandorte ansehen.
    Glückwunsch zum Sieg der Lemgoer. Ich habe die Bittenfelder letzte Woche in Berlin gesehen und war ganz angetan. Ich hatte den Eindruck, dass das heute keine einfache Sache wird. Daher zwei ganz wichtige Punkte.

    Vor dem Spiel las man von Wiedergutmachung.

    Es war wieder grausam. Lemke mit guten 18 Minuten, dann durfte er wieder runter. Stieblers Kommentar dazu in der Pressekonferenz: "Der Junge war total fertig, wir mußten ihn runter nehmen."
    Nach 18 Munten Spielzeit total fertig...

    Wenn das tatsächlich der Grund für die Auswechslung ist, dann frage ich mich, was der SCM in der Vorbereitung gemacht hat, unfaßbar!

    Das muss bei Lemke aber nicht an der Vorbereitung liegen. Er hatte in den vergangenen Jahren immer Probleme mit Infekten, Drüsenfieber (?) etc. Es könnte sein, dass es mit seiner gesundheitlichen Konstitution einfach nicht zum Besten bestellt ist. Sicherlich hätte man das in Magdeburg auch vor der Verpflichtung bedenken können.

    Ich habe heute vor allem ganz schwache Burgdorfer gesehen. Ob auch starke Löwen? Keine Ahnung! Die Recken haben eine klare Chance nach der anderen kläglich vergeben und Konten auch durch Kampf nicht zurück ins Spiel finden (weil kein Kampf da war). Für mich ein Spiel ohne Aussagekraft, weil der Gastgeber völlig indisponiert war. Da konnten sich die Löwen selbst einige Schwächephasen erlauben.

    Heute war die mannschaftliche Geschlossenheit beeindruckend. So konnten individuelle Fehler ausgebügelt werden. Einer hat sich bei diesem Turnier aber ein Denkmal gebaut: Petr Stochl! Meine Lieblingsszene: Er fängt(!) einen Wurf von Ilic mit einer Hand. Da ist jemand wirklich in der Form seines Lebens.

    *LOL* - dass nenne ich mal Fach- und Sachkompetenz, wie bei einigen anderen auch. Wer die ersten Spiele gesehen hat wusste doch, dass es nicht so wie hier prognostiziert läuft.

    Ach je, wie überheblich. Zwar finde ich, dass Magdeburg von einigen hier im Forum in letzter Zeit überschätzt wird, aber das war nun wirklich ein Überraschungssieg. Leipzig hatte bisher gegen einen indisponierten HSV gewonnen, sich eine Klatsche gegen Melsungen geholt und in Berlin trotz gutem Kampf relativ deutlich verloren. Wer auf einen Sieg gegen Magdeburg gesetzt hat, hat zwar Glück gehabt, aber sicherlich keine Kompetenz unter Beweis gestellt.

    Barcelona hatte ja schon im Viertelfinale seine Mühe. Wenn man sich die Statistik der Berliner ansieht, dann war die Fehlerquote im Angriff sogar relativ hoch. Barcelona wirkte überhaupt nicht fokussiert. Aber wen interessiert das am Schluss? Diese Truppe muss man erst mal schlagen. Die Füchse kamen über einen Weltkasse-Stochl und eine gute Abwehr zum Zuge. Herauszuheben ist da für mich der unauffällige, aber sehr konzentriert spielende Jesper Nielsen, der auch in den entscheidenden Momenten vorne zur Stelle war. Letztlich zeigten die Füchse eine Moral, die an Auftritte der Mannschaft vor 2-3 Jahren erinnerte. Nach dem Motto: Wir können jeden schlagen, wenn wir den Gegner nur konsequent auf dem falschen Fuß erwischen.

    ...und einen Elisson mit Nerven aus Drahtseilen - verwandelt den 7m in der letzten Sekunde!

    ok, Barcelona war nicht wirklich gut, aber geschenkt. Das gibt auf jeden Fall Selbstbewusstsein für die weitere Saison und einige Taler für die Mannschaftskasse. :D

    Was sich gestern abspielte war Betrug wie von langer Hand vorbereitet.

    Ok, ich plaudere es mal aus: Demnächst wird ein Ufo auf der Wartburg landen, alle Eisenacher Spieler einsammeln, entführen, und gegen absolut identisch aussehende Spieler, allerdings auf Kreisliganiveau, auswechseln. Der Abstieg ist besiegelt. Von langer Hand geplant. Die Müllers und Rauchfuß waren nur die Vorhut, um mal zu testen.... Die HBL-Verschwörung hat ihre Finger überall, und sie wird nicht eher ruhen, bis Eisenach von der Handball-Landkarte verschwunden ist.
    Der Plan ist einfach zu gut...

    (Ich kann es einfach nicht mehr hören...)

    Ich glaube nicht, dass nur die Hinausstellung von Schmidt die Wende brachte.
    Es war interessant zu sehen, dass Bürkle in der ersten Halbzeit im Block gewechselt und somit fast wie beim Eishockey eine zweite Reihe gebracht hat. Man hatte da das Gefühl, dass Hannover in der Breite besser besetzt ist als Kiel. Zwar war diese zweite Reihe nicht so durchlagskräftig weil Christophersen nicht ins Spiel gekommen ist und Szücs nicht die Genialität von Olsen besitzt, trotzdem war das eine enorme Entlastung für Burgdorf, während Kiel, bei denen Gislasson derzeit eben kein Vertrauen zu einer gesamten zweiten Garnitur hat, ganz schön in den Seilen hing. In der zweiten Häfte unterblieb dieser Wechsel - Bürkle hatte hier den Zeitpunkt verpasst, der auch schwer zu finden war, und Christophersen war vielleicht auch zu mitgenommen. Kiel hingegen konnte nun neben Weinhold auch Dissinger länger auf dem Feld lassen, der sich im Gegensatz zur ersten Halbzeit gut in Szene setzen konnte und zum Matchwinner avancierte. Der Erfolg der Kieler wird in nächster Zeit entscheidend davon abhängen, wie die Spieler der zweiten Reihe stabil ins Spiel eingebaut werden können. In diesem Spiel empfand ich es noch eher als glücklichen Zufall, dass Dissinger explodierte.
    Für mich war das eines der interessanten Bundesligaspiele seit langem. Wenn ich auch das Spiel der Burgdorfer gegen Göppingen bedenke, freue ich mich, dass es mit dieser Mannschaft offensichtlich nicht langweilig ist. Und: ich freue mich sehr über den Trainerwechsel in Hannover, der damit sicherlich viel zu tun hat.


    Ja. Laut Fitzek eine Million weniger im Etat. Aber ich weiß gar nicht, was sonst so gut an der Halle sein soll? Ich hasse die Alsterdorfer Sporthalle. Schon die "Anreise" dorthin ist umständlich. Die Halle selbst sch*ße. Okay, ist subjektiv, aber für mich sind das starke Gegengründe, Heimspiele vom HSV zu besuchen. Aber vielleicht wollen das ja genau die Leute hier erreichen, die die Alsterdorfer empfehlen? Die scheinen auch sämtlich HSV-Gegner zu sein.

    Gegen eine moderne 6000-7000-Zuschauer-Halle hätte ich nichts einzuwenden. Vielleicht bekommt ja Hamburg den Olympia-Zuschlag? ...

    Ich finde, das ist eine schwierige Situation. Ich vergleiche das mal mit Hannover: Hier verzichtet man auch auf die Event-Halle und spielt in der ziemlich grottigen Stadionsporthalle. Ich war nie in der Alsterdorfer Sporthalle, aber vermutlich sind diese Hallen vergleichbar. Wirtschaftlich ist das für die Burgdorfer sicherlich sehr sinnvoll. Zu einem größeren Erlebnis wird Handball in der alten Stadionsporthalle sicher nicht - um es vorsichtig auszudrücken. Und es liegt sicherlich auch an diesem Ambiente, dass die Zuschauerzahlen nicht wachsen werden - und mit ihnen auch nicht die wirtschaftlichen Möglichkeiten und sportlichen Ziele. Ein Umzug wäre aber ein zu großes wirtschaftliches Risiko. Im Gegensatz zu Hannover kommt in Hamburg kommt nun hinzu, dass man jahrelang in der großen Arena gespielt hat und der Umzug ein deutliches Signal des Niedergangs ist. Damit kann dann auch eine Abwärtsdynamik in Gang gesetzt werden, die größer ist als der Imageverlust durch die Aufgabe des Oberrangs, was dann letztlich zu neuen finanziellen Einbußen führt, die die eingasparte Summe im Etat dann gleich auffressen. Man muss sich das also sehr genau überlegen und beobachten.