Beiträge von exilberliner

    Ist von den Füchsen lt. Homepage bestätigt.

    Füchse holen Ziemer und Müller und geben Schmidt ab.

    Die Personalien Ziemer und Schmidt haben die Spatzen ja irgendwie von den Dächern gepfiffen. Die Personalien Müller kommt überraschend. Aber seit langem deutet sich an, dass Kopljar nicht mehr gesund wird und verabschiedet werden muss. Beide Zugänge sehen sehr nach Übergangslösungen aus. Ältere Spieler mit kurzen Verträgen. Ich hoffe es gelingt, für die Zukunft auch überzeugende Perspektiven für diese Positionen aufzuzeigen.

    Dass man Schmidt loswerden wollte, überrascht nicht. Dass Magdeburg ihn nimmt schon eher. Der SCM entwickelt sich langsam zum Auffangbecken für Füchse-Kreisläufer, die in Berlin nicht überzeugen konnten.

    Naja, im Moment hat er sich ja wieder auf -6 verkleinert, der Kader. Und wenn dann noch ein Leistungsträger wie Drux dermaßen indisponiert ist, dann verliert man eben um die Tore, die der gute Marsenic frei vom Kreis verballert. Das geht schon auf keine Kuhhaut. In der Liga ist nichts mehr zu holen, EHF-Cup kann man sich ja nächstes Jahr vielleicht mal sparen. Hoffentlich bekommt man für die Pokalwettbewerbe diese Saison mal noch eine stabilere Mannschaft hin. Insbesondere wären mehr als drei Rückraumspieler ja mal nicht schlecht. So ist das jedenfalls schon einigermaßen grausam anzusehen. Gegenstöße? Zweite Welle? Fehlanzeige. So muss man ja schon froh sein, dass Melsungen so gnädig war, dass eigentlich nur Mikkelsen Ernst gemacht hat. Für den Sieg hat es locker gereicht.

    Im Gegensatz zum erfahrenen Stochl hätte man einen für einen Torwart immer noch recht jungen Semisch einfach häufiger spielen lassen müssen, damit er bei Einwechslung sofort Leistung bringen kann.
    Bei Hannover hat er ja auch vergleichsweise weniger gespielt als Ziemer, aber er war dort trotzdem nicht Nr. 2, sondern 1b.
    In Berlin kam auch noch die Verletzung hinzu, die es grundsätzlich nicht einfacher macht, aber grundsätzlich könnte man auch in Berlin durchaus auf ein 50:50 Gespann wert legen. Ist halt auch eine Frage der Philosophie des Trainers.

    Bin allerdings gespannt, ob gerade Minden der Verein sein dürfte, wo er viel mehr Spielzeit bekommt. Denn Christensen ist ja schon eine Macht.
    Nur so wirklich viele Alternativen/Bedarf gibts in der Bundesliga ja aktuell nicht, will man nicht grad zu einem kommenden Aufsteiger wechseln.

    Das Problem ist ja, dass er einfach überhaupt kein Akzente setzen konnte, und dann fehlen angesichts eines Heinevetter auch die Argumente, ihn länger spielen zu lassen. Die Saison war bisher auch so, dass die angespannte Personalsituation und die entsprechend knappen Ergebnisse wenig Raum für Experimente ließ.
    Trotzdem muss auch gefragt werden, was beide Seiten voneinander wollten. Was hat man sich auf Berliner Seite von diesem Transfer versprochen? Malte Semisch ist zwar kein Oldie, aber doch schon hinreichend lange in der Liga bekannt, da konnte man nun nicht erwarten, dass er auf einmal über sich hinauswächst. Es fehlte da ein Konzept, wo man nach Stochl auf der Torhüter-Position hin will. Für mich war das immer ein Transfer nach dem Prinzip Hoffnung - dass sich das auf hohem Niveau schon irgendwie hingucken wird.
    Malte Semisch selbst konnte nicht erwarten, nein Heinevetter viel Spielzeit zu erhalten. Dafür sind die beiden objektiv leistungsmäßig zu weit auseinander. Es war klar, dass es Geduld gebraucht hätte, sich in Berlin nach Stochl und mit Heinevetter einen gewissen Stand zu erarbeiten.
    Minden ist für ihn eine gute Lösung. Man darf nicht vergessen: das ist nur wenige Kilometer von seinem Heimatort entfernt, sogar noch näher als Hannover. er ist dann also wieder zu Hause. Deshalb ist Minden für ihn sicher nicht irgendein Bundesliga-Verein. Vielleicht gibt ihm das ja den nötigen Halt und die Sicherheit, auch, wenn es mal nicht so läuft. Für so manchen Spieler ist ein gewohntes Umfeld sehr wichtig. Ich glaube auch, dass er dort sehr viel mehr spielen kann.

    Das finde ich nur im Prinzip richtig. Konkret ist es ein Problem, dass die Swiss-Life-Hall eben kein Hexenkessel ist (wie beispielsweise die Lipperlandhalle). Die Tribünen sind viel zu flach und die Sicht von den meisten Plätzen aus ist sehr bescheiden. Obwohl die Halle klein ist, ist man immer weit weg. Hinter den Toren gibt es gar keine Tribünen, was schlecht für die Stimmung ist und zunehmend mehr schlechten Plätzen auf den Längsseiten führt. Außerdem ist baulich alles in einem ziemlich bescheidenen Zustand. So richtig Freude kommt da für den Zuschauer nicht auf.
    Die TUI-Arena ist aber trotzdem oft zu groß. Hier zeigt sich dass Problem, dass wir in vielen Städten haben. Es fehlt eine moderne Halle mit ca. 7000 Pläten, die auf Sportveranstaltungen ausgelegt ist. Aus meiner Sicht wird das in der TUI-Arena trotzdem ganz gut gemacht, indem man den 3. Rang in der Regel sperrt, der für Handball ohnehin nicht geeignet ist. Es fehlt eben ein Konzept, in dem die Recken stärker als Hausherr sichtbar sind.
    Was ich jedoch für keine gute Idee halte, ist dauerhaft auf zwei Standorte zu setzen. Das schadet der Identität und der Heimatmosphäre. Handball braucht einen festen Ortin der Stadt.

    Gab es das Geruecht nicht schon mal (vor der Verlaengerung der Beiden?) - kommt mir irgendwie bekannt vor...

    Ja, gab es. Wenn ich mich richtig erinnere, hatte Kretsche erzählt, dass sich Leipzig um eine Verpflichtung bemüht hatte, das ganze aber gescheitert war. Er hielt das wohl eine gute Idee, in wiefern er es aktiv befördert hatte, weiß ich nicht mehr.

    Der Ignacio spielt leider auch nur genau das, was Berlin dazu bewogen haben wird ihn abzugeben. Ich finde den Gedanken einer Verlängerung total absurd, ehrlich. Einen reinen Angriffs-KM mit praktisch keiner Durchschlagskraft brauchen wir nicht. Bitte keine Nettigkeits - oder Gefälligkeitsverlängerungen. Um Juan würde es mir riesig leid tun. Da ist Potenzial da und wenn der mal den Bezjak beerben könnte, würde ich den Integrationspreis an Benno geben.

    Wobei er in Berlin auch in der Deckung gespielt hat, und das meiner bescheidenen Meinung nach sogar besser gemacht hat als im Angriff. Aber das passt nicht ins Magdeburger System.
    Plaza braucht einem Verein, bei dem er spielt, spielt und spielt und dabei Routine sammelt. Das ist Magdeburg sicher nicht. Erlangen, Stuttgart etc..., auf diesem Niveau könnte ich ihn mir gut vorstellen. Und Magdeburg braucht sicher keine Dreifachbesetzung am Kreis, der Trainer setzt auf eine Stammbesetzung und wechselt nicht viel durch. Meine ich nicht als Kritik, ist ja schließlich in der Regel erfolgreich.

    Wenn man allerdings einigen Spielern sagt, dass man nicht mehr mit Ihnen plant, obwohl man Ihnen vor nicht allzu langer Zeit den Vertrag verlängert hat, darf man sich allerdings auch nicht wundern, wenn die sich auf der Platte nicht unbedingt mehr zerreißen... Noch ist das zwar nicht bestätigt, aber Grimms (Nicht-)Statement war ja trotzdem durchaus vielsagend.

    Also mal langsam. Das sind ja alles sehr dünne Gerüchte. Es ist überhaupt nicht nachzuvollziehen, warum Melsungen einen Spieler, der sich gerade in einer ziemlichen Formkrise befindet, aus einem Vertrag herauskaufen und dafür einen anderen Spieler, der noch einen Vertrag hat (der gerade verlängert wurde) in die Wüste schicken sollte. Es ist auch nicht nachzuvollziehen, warum Burgdorf freiwillig seinen Kapitän trotz Vertrag ziehen lassen sollte. Es wäre sportlich nicht nachzuvollziehen, was Häfner ein solcher Wechsel bringen sollte. Das kann sich nur lohnen, wenn Melsungen sehr, sehr viel mehr Geld bietet. Und das wäre dann nun wirklich kein gutes Geschäft für den Verein - dann wäre Geld dort inzwischen völlig egal.
    Und Böhm: auch der hat noch einen Vertrag bis 2020. Klar kann man nachvollziehen, wenn der SCM nun verstärkt versucht, Spieler, die man mal im Nachwuchs hatte und dann in die weite Welt geschickt hat, wieder zurückzuholen. Besser spät als nie. Aber selbst, wenn Böhm eine bessere WM gespielt hat, als viele erwartet haben: ein Spieler, der den SC M substantiell voranbringt (Meisterschaft, CL), ist er nicht. Außerdem ist Magdeburg nicht Potsdam. Aus eigener leidlicher Erfahrung kann ich sagen, dass das eine ziemliche Pendelei ist. Ob man sie die im Bundesligageschäft antun kann und will?
    Ich sehe nicht, warum in Burgdorf der große Ausverkauf angebrochen sein sollte. Man hat eine gute Mannschaft, ein solides Konzept, wachsende Zuschauerzahlen, einen breiten Unterbau - lediglich im Moment eine Menge Verletzungspech.

    Naja, naja - zur Umsetzung dieser Pläne müsste man sich von vier Spielern mit laufenden Verträgen trennen, zu einem Topverdiener Wolff mit Häfner noch den Kapitän und das Aushängeschild eines unmittelbaren Konkurrenten aus einem laufenden Vertrag kaufen (der, nebenbei gesagt, gerade in bescheidener Verfassung ist) und das alles für eine Truppe, die wohl auch im nächsten Jahr nicht mal international spielt. Das wäre mal wieder Vereinsführung nach Mäzenatentum-Gutsherrenart, der Rudolph-HSV lässt grüßen (ist nicht vielleicht auch irgendwo noch eine Raute zu bekommen?).
    Ich betone: WÄRE. Denn so ganz kann ich daran, zumindest in der Gesamtheit, nicht glauben. Vielleicht ist man, gerade angesichts der Beispiele anderer Clubs, die mit der Brechstange nach oben wollten, doch klüger und fängt mal mit einem Trainer und einer sportlichen Leitung an, die ein klares Konzept entwickeln, vorleben und umsetzen können, an - eines, das über „wir kaufen alle, die nicht bei drei auf den Bäumen sind und lassen sie dann wieder fallen, wenn sie uns doch nicht gefallen“ hinausgeht. Und vielleicht handelt es sich hier auch nur um den Übereifer der Lokalpresse.

    Das ist doch die gleiche blödsinnige Debatte wie bei Michalczik. Unter Umständen sind diese jungen Spieler mit guten Chancen auf dauerhafter Etablierung im Nationalteam ja auch gut beraten, die erste Hälfte ihrer 20er Jahre bei Bundesliga-Mittelklasse-Vereinen zu spielen und dort zu lernen, viel Verantwortung zu übernehmen. Das ist doch genau das, was zurecht andernorts als Mangel in der deutschen Nationalmannschaft festgestellt wurde. Oder soll er die kommenden drei Jahre bei den Löwen für Schmid die Bank wärmen? Mit dem Spruch: da kann er sich noch viel vom Meister abgucken... Der deutsche Handball hat keine Weltstars, war eine vielgeteilte Meinung während der WM. Warum sollten sich die Top-Teams jetzt um Suton, und Suton um die Top-Teams reißen?
    Wo spielt übrigens ein Teil der hochgelobten norwegischen Mannschaft? Minden, Wetzlar, Erlangen... und warum? Um sich dort teuer aus den Verträgen herauslaufen zu lassen? Nein, man ist noch kein Star, um den hoch gepokert wird, nur weil man an einer Weltmeisterschaft teilgenommen hat. Zum Glück ist das System Bundesliga noch etwas breiter aufgestellt.
    Lemgo macht zur Zeit mit Verpflichtungen und Verlängerungen seine Hausaufgaben. Gut so, kann der Liga nur gut tun, die Richtung lautet aufwärts.

    Ich finde diese Diskussion sehr merkwürdig.
    Ich habe wirklich nichts für oder gegen die Löwen und verfolge sich aus der Sicht eines allgemeinen Handballverrückten. Schwer zu sagen, ob Gesnsheimer nun der allerbeste - größte oder sonstiges Linksaußen ist, er gehört, gerade auch durch seine Konstanz, zu den wenigen Besten seines Fachs weltweit. Wer ernsthaft anderer Meinung ist, der mache mal eine Liste von 5 Linksaußen, die über die letzten 10 Jahre hinweg sicher besser waren. Ich bin mir sicher, eine solche Liste würde hier niemals Konsens finden.
    Und dann zu Gensheimer und den Löwen im Speziellen: Gensheimer ist DAS Aushängeschild der Löwen und eines der wenigen des deutschen Handballs. Viele Menschen, gerade Gelegenheits-Hanbalgucker, identifizieren die Löwen mit Gensheimer. Schon deshalb ist es für mich ein geradezu logischer Schritt, dass die Löwen ihn zurückholen. Allein schon aus Imagegründen.
    Aber eben nicht nur. Wenn man sich dann die Performance bei der WM ansieht - meiner Meinung nach war die gut! Jedenfalls hätte die deutsche Mannschaft ohne Gensheimer im Angriff sehr viel schlechter ausgesehen, als sie ohnehin war. Wenn jetzt gesagt wird, die Löwen hätten doch schon einen guten Linksaußen: wie war denn die Leistung von Tollbring bei der WM? Dass das auch ein Guter ist - keine Frage. Aber Spitzenmannschaften tun gut daran, auf den Positionen doppelt besetzt zu sein. Kleine Analogie: viele Füchse-Fans waren sehr skeptisch, als Hans Lindberg verpflichtet wurde. Schließlich hatte man mit Zachrisson schon einen ausgezeichneten, jüngeren Mann. Seitdem haben sich die beiden aber nie auf den Füßen gestanden, sondern immer gut ergänzt. Lindberg wurde nicht nur als Leistungsträger, sondern auch als Aushängeschild und erfahrener Mannschaftskapitän geholt, alle drei Rollen erfüllt er, ohne dass für sein Kompagnon zu wenig Raum bliebe. Zwei großartige Außen auf einer Seite zu haben, hat sich hier wie anderswo ohnehin prima bewährt, und in Zukunft werden ja auch die Löwen einen neuen Trainer haben, der vielleicht öfter mal rotiert.
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    Völlig richtig, Capitano. Selbstverständlich brauchst du deine Quellen nicht offen zu nennen, wenn du etwas aus vertraulichen Gesprächen weißt ( und in der Gerüchte-Rubrik ist das schon mal gar nicht notwendig). Ich finde es interessant, wenn du solche Informationen teilst, denn das ist der Mehrwert dieses Forums.

    Zum Mehrwert trägt hingegen überhaupt nicht dieses seitenlange, ermüdende persönliche Rumgepampe von einigen Usern bei. Kaum hat man mal 3 Stunden nicht reingesehen, sind in allen aktuellen Threads wieder unzählige Beiträge, von immer den gleichen wenigen Usern erstellt worden, die inhaltlich überhaupt nichts austragen. Trefft euch doch mal auf ein Bier und belatschert nicht immer alle Foristen hier. Außerhalb des Forums habt ihr wahrscheinlich gar nicht so viele Probleme miteinander, wie das scheint, wenn man sich immer nur im Netz beleidigende Einzeiler an den Kopf wirft.

    Exilberliner schreibt:


    @exil: Ach, da ist einiges denkbar, z.B. um mit dem Sieg der deutschen Mannschaft das gemeinsam von ihrem Heimatverband und dem deutschen Verband durchgeführte Turnier zum Erfolg werden zu lassen (schadet ja nix, wenn der DHB in Hamburg dabei ist - gibt es z.B. Prime-Time Übertragungen im Fernsehen)

    Tja, wie kann man dreimal (!) das dänisches Gespann bei der deutschen Mannschaft ansetzen?

    Und die Schiedsrichter werden dann dafür bezahlt? Und die Kohle ist ihnen wichtiger als ihr Ruf? Stellst du dir das so vor?

    Da die Diskussion ja da ist ( was ich sehr schade finde):

    An alle, die meinen, Kroatien wäre über verpfiffen worden und hätte regulär gewonnen: Was wäre denn die Motivation eines international renommierten Schiedsrichtergespanns, in einem solchen Spiel eine Mannschaft zu bevorteilen?

    Ich bin ein so hoffnungsloser Romantiker und glaube an sportlichen Ethos der Zunft. Und an einen beruflichen Ehrgeiz, in so einem Spiel das Beste zu geben. Aber vielleicht liege ich ja völlig falsch.


    Ich würde erst mal wünschen und erwarten voneinander trennen. Wünschen kann ich mir ne Menge, aber erwarten tue ich ja gar nicht viel. Aber zufrieden geben mit dem Käse der mir vorgesetzt wird, muss ich mich auch nicht.
    Man könnte das auch umgekehrt sehen. Gerade weil die Öffis sich nur zu den Events mit deutscher Beteiligung überhaupt mal mit der Sache Handball befasen, könnte man es dann auch etwas besser machen.
    Welche Rolle spielt denn aktuell der Wintersport aus deutscher Sicht??? Außer denen, die sich eine Eisrinne runterstürzen kommt da auch gerade nicht viel zum abfeiern, aber 8 Stunden Sendezeit am Stück sind locker drin. Wer guckt das denn, frage ich mich?
    Oder noch ein anderes Beispiel. Wenn man der Handball-WM nur einen Bruchteil so viel Aufmerksamkeit, Mittel und Fleiß wie der Anti-Doping-Redaktion um unseren Oberaufklärer Hajo Seppelt schenken würde, wäre auch eine spitzenmäßig recherchierte und aufbereitete WM-Berichterstattung drin.

    Das ist im Prinzip journalistisch alles da, wie beispielsweise ein Blick auf Sportschau.de zeigt. Es wird nur nicht im Fernsehen versendet. Das ist der Preis der Prime-Time, alles läuft nur unter dem Stichwort „Deutschland-Euphorie“, als interessantes Sporteignis lässt es sich nach wie vor nur in den Nischen verkaufen. Letztlich ist die Frage, ob man die Entwicklung nun gut oder schlecht finden soll, doch mal wieder die nach dem halb vollen oder dem halb leeren Glas.

    Oha!
    Das sehe ich anders. Warum sollte man denn die Franzosen auspfeifen? Das sind doch zunächst mal großartige Spieler, die ich auf jeden Fall sehen möchte. Die verdienen doch meinen Respekt! Wenn unsere Mannschaft dann gegen sie gewinnt, freue ich mich natürlich umso mehr, und das Publikum soll auch alles dafür tun, dass das gelingt. Natürlich gibt es auch Gründe, Spieler auszupfeifen - aber ohne Grund auspfeifen,wendige Spieler in die Halle kommen finde ich niveaulos. Das hat dann einfach nichts mehr mit Sport zu tun.

    Ich kenne noch ein Modell: gut klimatisierte, neu gebaute Riesenarenen, in denen im Eröffnngsspiel tausende artige Scheichs, bei den sonstigen Spielen auch gerne so gut wie niemand sitzt - außer ein in El Arenal rekrutierter 20-köpfiger „Fan-Block“ des Gastgebers. Das war auch sehr stimmungsvoll. Und sehr neutral.

    Nein, ich verstehe schon, was gemeint ist. Aber einen manchmal über das Ziel hinaus schießenden Hallensprecher ernsthaft zum Kritikpunkt zu machen, empfinde ich nun wirklich als die Suche nach dem Haar in der Suppe. Ich fand die Vorrunde super. Die Gruppe in München hätte in fast jedem anderen Land nahezu unter Ausschluss der Öffentlichkeit gespielt. Und die Skandinavier sind ohnehin klasse. Und man kann ahnen,dass Köln, Hambug Kopenhagen große Werbung für unseren Sport werden. Da muss man vorher nochma ordentlich Dampf ablassen, wenn man Handball als Sportjournalist persönlich nicht so mag.