Beiträge von harmi

    Moin

    von 105 Lesern wissen nur zwei, wie es geht?

    Ich frage so blöd, weil ich all meine aufgezählten Varianten schon in diversen Spielen aller Altersklassen gesehen habe. Ich frage mich nur, was eigentlich der geschätzen Meinung anderer Trainer entspricht.

    TLpz:

    sorry, der Begriff "Wurfsperre" ist mir in diesem Zusammenhang noch nicht untergekommen. Wieder was gelernt :D

    Ich habe alle Variationen gesehen, mit Sperre, mit weiterlaufen, mit zurück gehen, usw. Dass RM beim Drehen ungefährlich wird, leuchtet ein. Wird aber sehr oft gespielt, vor allem im weiblichen Bereich.

    Gruß, harmi

    Moin,

    immer wieder liest man vom Kreuzen im Rückraum. Richtig beschrieben habe ich es noch nirgends gefunden. Ich frage mich vor allem, wie der Laufweg des einleitenden Spielers nun wirklich aussehen soll. Man sieht da so die verschiedensten Varianten

    Fall 1: RM soll mit RL kreuzen, beide sind Rechtshänder. Ziel ist, RL zum Torwurf zu bringen

    1. Wie geht RM vor?

    1a) Stoßen in die Nahtstelle, leichte Drehung gegen den Uhrzeigersinn, Anspiel mit rechts vor dem eigenen Körper her auf RL, anschließend rückwärts Sperre gegen HR (anspielbereit)

    1 b) Stoßen auf HR, leichte Drehung im Uhrzeigersinn, Anspiel mit Handgelenkpass rechts auf RL, rückwärts Sperre gegen HR (anspielbereit)

    1 c) Stoßen auf HR, leichte Drehung im Uhrzeigersinn, Anspiel mit linker Hand vor dem eigenen Körper her auf RL, rückwärts Sperre gegen HR (anspielbereit)

    1 d) Eine der Möglichkeiten a bis c ohne Sperre


    2. Wie geht RL vor?

    2 a) Geradliniges Stoßen in die Nahtstelle?

    2 b) Geradliniges Stoßen auf die Sperre?


    Gleiches Spiel auf RR

    RM soll mit RR kreuzen. RR ist mal nicht Links- sondern Rechtshänder. Ziel ist, RR zum Torwurf zwischen HL und HM zu bringen. HL soll gesperrt werden, somit hätte RR die Wurfhand gegen HM einigermaßen frei.

    3. Wie geht RM vor?

    3a) Stoßen auf HL, leichte Drehung im Uhrzeigersinn, Anspiel mit Handgelenkpass rechts auf RR, anschließend rückwärts Sperre gegen HR (anspielbereit)

    3 b) Stoßen in die Nahtstelle, leichte Drehung gegen den Uhrzeigersinn, Anspiel mit rechter Hand vor dem eigenen Körper her auf RR, rückwärts Sperre gegen HR (anspielbereit)

    3 c) Stoßen auf HL, leichte Drehung im Uhrzeigersinn, Anspiel mit linker Hand vor dem eigenen Körper her auf RR, rückwärts Sperre gegen HR (anspielbereit)

    3 d) Eine der Möglichkeiten a bis c ohne Sperre


    4. Wie geht RR vor?

    4 a) Geradliniges Stoßen in die Nahtstelle?

    4 b) Geradliniges Stoßen auf die Sperre?


    Fragen über Fragen...

    Gruß, harmi

    OK, dann stelle ich meine Tochter mal als Prototyp für die Versuchsreihe zur Verfügung... :D

    Wahrscheinlich sind es wieder mal die Grundlagen, die erst sitzen müssen. Dass kostet natürlich Zeit und Trainingskapazität. Also üben wir zu Hause (warum habe ich nur gerade meinen Rasen neu eingesät????)

    Ergebnisse nicht vor mitte Mai, wer noch Ideen hat, nur zu...

    Gruß, harmi

    Moin,

    super Tips, danke schön und bitte weiter so. Die vorgeschlagenen Übungen werde ich mal versuchen, vor allem das mit den geschlossenen Augen könnte wirken.

    Feedback gibt es auf jeden Fall, aber könnte zwei bis drei Wochen dauern, da wir uns momentan auf Qualis vorbereiten. Da haben andere Dinge erst mal Vorrang beim Training. Vielleicht schaffe ich es mal zwischendurch, wenn der Co-Trainer die anderen durch die Halle scheucht :D

    Gruß, harmi

    Zitat

    Original von Zickenbändiger
    harmi: Och nee... das arme Kind zwischen all den großen C-Jugendlichen. Das find ich nicht gut. Du solltest sie lieber für ein Jahr bei mir parken! :D

    Äääähm, nett gemeint, aber das Kind sollte eigentlich noch ein wenig dazu lernen :D

    Ich hätte da aber noch ein paar ausbaufähige 93er..... :hi:


    Gruß, harmi

    Moin,

    Wie kann man bei Talenten das Talent fördern?

    Wie ruft man vorhandenes, aber nicht oder falsch genutztes Potential ab?

    Beispiele aus meiner neuen C-Jugend

    *Jenne*

    Im Angriff lauffreudig mit Übersicht, steht nie jemandem im Weg, sondern erahnt, was die Ballführerin macht und reißt Lücken oder stößt in Freiräume. Wenn sie am Kreis spielt, zieht sie ihre Gegenspielerin von der durchbrechenden Rückraumspielerin weg oder bietet sich blitzschnell an, wenn die durchbrechende Spielerin gestoppt wird. Das Auge für die Spielsituation scheint da zu sein

    Aber:

    Statt den Ball erst zu fangen und dann die jeweilige Situation auszunutzen, hat sie sich meistens schon vorher überlegt, eine Lauf- oder Passtäuschung oder einen Überzieher zu machen, der dann auch gegen die plötzlich zwei Köpfe größere Gegenspielerin durchgezogen wird, was natürlich in die Hose geht. Usw. usw.

    Wenn der Gegner aufs Tor geworfen hat, steht sie vorne schon frei. Wenn der Ball dann zielgenau auf sie zukommt, denkt sie vermutlich schon darüber nach, wie sie die Gegenspielerin vernascht, in welche Ecke sie wirft, oder welche der mitgelaufenen Mitspielerinnen sie anspielt. Dabei „vergisst“ sie dann die einfachste Sache der Welt, nämlich den Ball zu fangen.

    Beim Training kann sie fangen und werfen, im Spiel setzt sie sich selbst unter Druck. Wenn sie am Kreis ein überraschendes Anspiel bekommt, ist sie in der Lage, es blitzschnell zu einem Torwurf zu verwerten, weiß sie zu lange, dass sie den Ball bekommt, geht es meistens in die Hose…

    Was tun?

    Fortsetung folgt

    Gruß, harmi

    Moin,

    bei uns gibt es acht Königspositionen, sieben auf dem Feld und eine auf der Bank :D

    Was nützt dir der beste Rückraumknaller, wenn er nicht ins Spiel gebracht wird?

    Was nützt dir der beste Mittelspieler, wenn er niemanden ins Spiel bringen kann?

    Handball ist ein Mannschaftssport ohne Könige. Einzelne Spieler können das Spiel sowohl negativ, wie auch positiv beeinflussen, und das ganz gewaltig.

    gruß, harmi

    Moin,

    Trainingsspiel mit der neuen weiblichen C gegen eine Mannschaft, die bei uns auf Abschlußfahrt gastierten. Gegner mit 91er und 92er Jahrgang, wir mit 92er, 93er und einer 94er (*Lisa*, ihr wisst schon)

    10 Minuten ganz ordentliches Spiel, die ältesten zuerst auf dem Feld. Dann der Wechsel. Eine ältere Spielerin raus, *Lisa* rein. Zunächst auf Rechtsaußen, ist sie nach dem dritten Angriff schon von sich aus im Zentrum der Macht und reißt mit ihren 11 1/2 Jahren als körperlich kleinste Spielerin ein C-Jugendspiel an sich...

    Bälle verteilen, anbieten, freilaufen, Kreisläufer anspielen und Zweikämpfe mit Durchbruch gegen die Wurfhand. Bilanz in fünfzehn Minuten: Drei Assists, zwei Tore, einen Strafwurf rausgeholt. Hinten drei mal den Ball aus der Hand gespielt und drei mal am Durchbruch gehindert. Zweimal allerdings gegen körperlich stärkere Spielerin unterlegen.

    Zitat *Lisa* nach dem Spiel: "Naja, ich glaube, ich hab so einigermaßen gespielt."

    Das Kind macht einfach Spaß! :D

    Gruß, harmi

    Moin pueppi,

    Am besten aus einer funktionierenden 1:5 heraus weiterüben. Achtung, viele Kinder sind damit überfordert, auch in der C-Jugend.

    Interessant:

    Playbook Abwehr

    und

    Abwehrschulung

    Schöne Übung:

    Vier Hüte, Pylonen oder ähnliches im Quadrat vor dem Wurfkreis aufstellen (etwa 3m Abstand). Drei Spielerinnen in diesem Quadrat verteilen.

    Der Rest in zwei Gruppen mit einem Ball. Die beiden Gruppen spielen den Ball in Stoßbewegung auf die Pylonen hin und her, während die drei Abwehrspielerinnen abwechselnd in Grundstellung gegen die Ballführerin gehen und anschließend sich diagonal rückwärts einordnen.

    Variante: Kreisläufer an den Wurfkreis stellen, das Anspiel an den Kreis soll verhindert werden

    Gruß, harmi

    Zitat


    Selbst die Tatsache, dass die 14 Akteure eine der schwächsten ersten Halbzeiten der Pokalfinal-Geschichte abliefern, ist kein Anlass für Unfrieden. Am Ende des ersten Durchganges steht es 9:9. Hätten die Torhüter auf beiden Seiten wenigstens einige mittelschwere Bälle gehalten, hätte das Ergebnis auch 5:5 lauten können. 50 Minuten dauerte die erste Hälfe, bei dem die Spieler mehr auf dem Boden liegen als gelungene Spielzüge zeigen. Trotzdem: Zur Halbzeit gibt es Beifall statt Pfiffe.

    Das zeugt aber von absolutem Sachverstand! :wall:

    Wenig Tore = schwaches Spiel. :pillepalle:

    Die Torhüter waren also auch nicht gut :pillepalle:

    Und trotzdem wird applaudiert. Was für ein schrecklicher Sport. ;(

    Hat der gute Mann schon mal Tennis gesehen? Da wird für jeden Mist geklatscht.

    Moin,

    "Frisbeeball".

    Mit der Frisbeescheibe Handball spielen, nach Handballregeln, ohne Torhüter. Frisbeescheibe muss ins Tor.Wenn sie auf dem Boden liegt, bekommt die Spielerin die Scheibe, die als erstes eine Hand auf der Scheibe hat. Liegt sie im Wurfkreis, gibt es Abwurf durch eine Feldspielerin.

    Sehr viele Richtungswechsel mit Reaktionsschulung.


    gruß, harmi

    Zitat

    Original von Det er, som det er!
    Ho ho ho...bitte alle einmal sorgfältig nachlesen. Ich habe nie etwas von Vernachlässigung der Deckungsarbeit gesagt..ect ect. Aber es ist auch leichter einem/einer Kurzen das Festhalten, Umhauen bei zubringen statt einer ordentlichen Finte oder einer ordentlichen Vorfinte oder einem technisch sauberen Schlagwurf.

    Du darfst gerne mal bei uns vorbei schauen. Da wird nicht festgehalten oder umgehauen. Und gelehrt wird das schon gar nicht. Und viele Spielerinnen kommen mit ihren ach so tollen Finten und Vorfinten bei uns nicht so einfach durch.

    Zitat


    Und unser Sport lebt nunmal von tollen Angriffsaktionen, zumal der Handball ja ein breiteres Publikum erreichen will. Meine Mama hat noch nie für einen guten Block geklatscht.

    Bei uns wird jede gute Deckungsaktion beklatscht. Auch von den Eltern.

    Klar freut man sich über geworfene Tore, aber ich freue mich genau so über starke Abwehraktionen. Und andere Leute in unserem Verein übrigens auch.

    Gruß, harmi

    Moin,

    Ihr könnt euch auf den Kopf stellen und mit dem Ar... Fliegen fangen, gewonnen hat die Mannschaft, die die meisten Tore erzielt.... :hi:

    Ich kann aber nur mehr Tore erzielt haben, wenn ich eins weniger kasssiert habe. Und da fängt es an. Ich halte es für wesentlich einfacher, Gegentore zu verhindern, wie Tore zu erzielen. Also mache ich zunächst mal Deckungsarbeit.

    Und wenn ich beim Training viel Deckungsarbeit mache, und Grundspiele wie 4:4, 5:5 oder ähnliche Dinge mache, kann ich den Angreifern gleichzeitig auch etwas beibringen. Aber die Abwehr zu vernachlässigen, weil Tore werfen ja das primäre Ziel sein soll, das ist für mich voll am Plan vorbei.

    Wenn ich C-Jugend Spiele sehe, die 35:28 ausgehen, ist das für mich kein Zeichen von toller Jugendarbeit, sondern einfach nur sträflich vernachlässigte Abwehrarbeit. ;(

    Gruß, harmi

    Zitat

    Original von härter_schneller

    wenn ein guter trainer mit einer wie auch immer organisierten 6:0 arbeitet, wird sein ergebnis immer noch besser sein, als wenn ein blinder mit 2x 3:3 spielen lässt.


    h_s hat da nicht so ganz unrecht...

    Womit wir wieder beim Anfang des Themas wären. Rahmentrainingskonzeption? OK; aber nur mit Trainern, die sie auch verstanden haben.

    Zur 1:5 Deckung: Meine Mädels haben am Anfang der Saison den Gegner sehr weit abgedrängt. Weil die Deckung gut stand und wir eine starke Torhüterin haben, ist die Abwehrarbeit ein wenig in den Hintergrund geraten (schäm) 8)

    Zur Vorbereitung auf die Bezirksmeisterschaften D und Qualifikation C-Jugend trainieren wir wieder die offensive 1:5, die den Angriff unter Druck setzen soll. Es macht den Mädels spaß, obwohl es natürlich anstrengender ist, als die Freiwurflinie zu verteidigen.


    Gruß, harmi

    Ja nee, is klar...

    wie schon geschrieben, bei Anfängern würde ich erst mal die ballorientierte Stellung favorisieren, das machen viele Kinder schon von selbst. Wenn sie die wurfarmorientierte Stellung machen sollen, ist das etwas völlig neues, was vielen der Kids anfangs sicher noch Kopfzerbrechen bereitet. Es ist für viele schon eine Umstellung, plötzlich etwas "ordentlicher " auf dem Feld zu stehen.

    Im Laufe der Saison kannst du ihnen dann immer noch die richtige Haltung beibringen.

    Interessant:
    Playbook Abwehr
    und
    Abwehrschulung

    Gruß, harmi

    Moin,

    Zitat

    Original von pueppi
    Geh mal über die Suchfunktion, ZeeBee (glaub ich) hat hier mal eine tolle Übung reingestellt. Matten markieren die Durchbruchräume einer 1:5. Eine ganz tolle Sache. Das nächste Mal würde ich so mit der Einführung beginnen, hab ich mir schon fest vorgenommen.

    LG

    Laufwege in der 1:5 Abwehr

    Seite eins, ganz unten

    Hier noch mein Senf:

    es gibt mindestens zwei Möglichkeiten:

    Die gegnerorientierte Grundstellung beibehalten und immer mal wieder über die Schulter das Spielgeschehen beobachten
    Vorteil: Der Gegner bleibt im Blickfeld, einlaufen des Gegners kann mit Körpereinsatz geblockt werden
    Nachteil: in dieser Stellung wird es schwierig, Pässe der Rückraumspieler zu den Außen abzufangen.

    Die ballorientierte Grundstellung einnehmen, um einen Pass auf den Außen zu „verhindern“
    Vorteil: Pässe auf den Außenspieler werden verhindert / erschwert, durch konsequente Beobachtung des Spielgeschehens kann gegen durchbrechende Rückraumspieler „ausgeholfen“ werden
    Nachteil: Der Gegner steht nicht unter „ständiger Beobachtung“ und kann im Rücken des verteidigenden Spielers einlaufen.

    In beiden Fällen ist die Aufmerksamkeit der Abwehrspielerin gefordert. Entweder muss sie ständig über die Schulter zum Spielgeschehen oder zur Gegenspielerin schauen.

    Ich halte die zweite Lösung für die bessere. Einige Kinder haben aus der Manndeckung heraus schon ein Gefühl, wie sie ihre Gegnerin im Schach halten und trotzdem noch irgendwo einen Ball abfangen können.
    Man kann ihnen zum Beispiel beibringen, ständig Körperkontakt aufzunehmen, also die Angreiferin ständig mit einer Hand zu berühren, während sie das Spiel weiter beobachten.

    Gerade bei der D-Jugend ist ein großer Unterschied bei einzelnen Spielerinnen / Mannschaften festzustellen. Sie werden anfangs teilweise nur versuchen, Bälle abzufangen, weil sie das Prinzip der Torraumverteidigung noch nicht begreifen. Die ideale 1:5 Deckung haben wir auch nach zwei Jahren noch nicht, aber es wird jedes mal besser. Haben wir Anfangs den Gegner weit raus getrieben, stehen wir heute schon fast zu weit hinten, weil die Mädels fast nur noch gegnerorientiert spielen. Das versuche ich gerade wieder durch ballorientiertes Spiel heraus zu bekommen.

    Viel Spaß bei der Umstellung, du wirst sehen, dass auch eine 1:5 den Mädels Spaß machen wird und alle Spielerinnen gefordert werden.

    Gruß, harmi

    Ein etwas längerer Beitrag aus gesammelten Werken in der Mittagspause zusammengestellt.

    Liebes Handballtagebuch,

    Schuld waren der Pastor und der Lehrer…

    Da glaubt man, man hat die ideale Truppe zusammengestellt, trainiert sich einen Wolf, und am Saisonende sieht wieder alles ganz anders aus, weil es Pastoren und Lehrer gibt. :rolleyes:

    *Sabine*: Seit Jahren Leistungsträgerin. Wenn sie auf dem Feld ist, ist Feuer im Spiel. Beweglich, schnell, wurfstark, aufmerksam, spielt frei stehende Mitspielerinnen an, usw. In der Mannschaft zu Beginn der Saison die Spielerin mit dem höchsten Potential. Chefin und einstimmig gewählte Spielführerin. Kommt irgendwann an und sagt: „Du harmi, ich kann montags nicht mehr kommen, da habe ich Konfirmandenunterricht“. :angel:

    Im festen Glauben, dass *Sabine* beim Pastor genau so gut aufgehoben ist, wie bei harmi, macht uns das natürlich gar nix aus. Talent ist da, einmal wöchentlich trainieren reicht. Oder etwa nicht???

    *Nadine*: Schnell, wurfstark, sprunggewaltig, durchsetzungsfähig, aber absolut unbeweglich. Wenn wir gespielt haben, sieht man auf der RL - Position deutlich den Profilabdruck ihrer Turnschuhe an der Stelle, die sie standhaft verteidigt. Macht in jedem Spiel einfache Tore, indem sie erbarmungslos aus zehn Metern den Ball aufs Tor zimmert oder eins gegen eins durch die Abwehr tankt. Fängt in der Deckung Bälle ab und nutzt sie zum blitzschnellen Tempogegenstoß. Harmi zittert dabei jedes Mal um den generischen Torwart und erwartet irgendwann eine Anzeige wegen versuchter Körperverletzung. 8)

    *Nadine* kommt wegen der vielen Hausaufgaben in der Schule leider nur selten zum Training. Egal, Talent vorhanden, das muss reichen, oder etwa nicht???

    *Lisa*: Megatalent, aus der E-Jugend zu uns gekommen. Jüngste Spielerin, kann aber eigentlich alles, außer über die Deckung eine Granate ins Tor zimmern. Am Anfang etwas schüchtern, zeigt aber beim Training, was sie alles drauf hat. Die ersten Spiele laufen leider noch ein wenig an ihr vorbei. Wenn man zu Spielen anderer Mannschaften in die Sporthalle kommt, ist *Lisa* mit ihrem Kempa-Ball, den sie abends anstelle eines Kuscheltieres mit ins Bett nimmt, garantiert schon da und wirft in der Halbzeit aufs Tor.
    :klatschen:

    Nach dem vierten Saisonspiel zeigt unser Küken *Lisa*, dass sie in der Lage ist, auf allen Positionen zu spielen und glänzt durch schöne Einzelaktionen und tolle Anspiele.
    *Sabine* hingegen nutzt die Gunst der Stunde und verabschiedet sich immer wieder aus ihrer Führungsrolle nach Rechtsaußen. Beim Pastor hat sie sicherlich gelernt, dass sie sich auch mal unterordnen soll.
    *Nadine* zimmert weiterhin aus allen Lagen, steht sich aber im Angriff die Füße platt und verteidigt eisern ihren Quadratmeter, sobald sie den Ball nicht in der Hand hat. Alles, was wir im Training üben und sie dann auch kann, verweigert sie im Spiel konsequent. Vielleicht sollte ich ihr Hausaufgaben geben. :/:

    Unsere teilweise sehr schwachen Gegner machen den beiden älteren Leistungsträgerinnen anscheinend keine große Freude und sie treten aus Protest in den Handballwarnstreik. Auch die zwanzigminütigen Sitzungen auf der Auswechselbank scheinen sie nicht weiter zu beeindrucken. Geben ist seliger denn nehmen….
    *Lisa* ist das völlig egal, sie gibt gegen jeden Gegner alles…

    Zu Beginn des neuen Jahres hat unsere *Lisa* auf dem Feld das Heft fest in der Hand. Sie feuert an, freut sich mit anderen über gelungene Aktionen, bringt Tempo oder Ruhe ins Spiel, packt in der Abwehr zu, während *Sabine* sich auf dem Feld von den Strapazen des Konfirmandenunterrichts erholt. Harmi erfreut sich an *Lisa* und ärgert sich über *Sabine* und ihren Pastor.
    *Nadine* macht weiterhin ihre Tore, schießt den Torhütern die Finger wund, die Nase platt oder die Zopfspange aus dem Haar, testet Netze, Torpfosten und Wände auf ihre Ballverträglichkeit, verteidigt unerbittlich ihren Quadratmeter, vergisst in der Abwehr manchmal, dass sie zwei Hände hat und hat eigentlich im Laufe der Saison nix dazu gelernt. Außer in der Schule… :D

    Doch dann die Wende. Im März wird bekannt: Harmi übernimmt die C-Jugend in der nächsten Saison und lädt bereits frühzeitig zum Training für die Qualifikationsspiele für die Landesliga ein. Als *Sabine* und *Nadine* bei einem Generalanschiss erfahren, dass sie eigentlich auch dabei sollten, aber derzeit eigentlich auch zu faul wären und sie ja eigentlich Hausaufgaben und Konfer machen müssen, und daher *Lisa* mit in die C geht, steigern sie ihr Trainingspensum und geben beim Vorbereitungstraining für die C-Jugend plötzlich alles. Ihre Mütter rufen besorgt bei harmi an, warum die Trainingsklamotten denn plötzlich durchgeschwitzt sind und die Mädels nach dem Training duschen müssen. :P

    *Nadine* zeigt nach den Hausaufgaben beim abendlichen C-Training, dass sie sehr wohl den Ball auch in der Vorwärtsbewegung annehmen kann und auch in der Deckung die Gegenspielerin am Torwurf hindern kann. Sie läuft sogar mehrmals ohne Ball ein, auf neudeutsch nennt man das wohl „auflösen“. Es geht doch!
    *Sabine* zeigt, dass sie nicht nur beim Glaubensbekenntnis stark ist, sondern auch in der C-Jugend ein Spiel gestalten kann. Kreuzen, sperren, Kreisläufer anspielen und ansatzloser Stemmwurf aus zehn Metern in den Winkel. Es geht doch!
    *Lisa* verletzt sich leider, bereichert das C-Training aber durch pure Anwesenheit mit Ball, sowie ihre sympathische Art, ihre Mitspielerinnen selbst beim abschließenden Trainingsspiel gegen die B2 anzufeuern…

    Dann das Hammerwochenende. In der alten C1 fallen gleich neun von dreizehn Spielerinnen aus. Krankheit, Klassenfahrt, Abendmahl für Konfirmandinnen, usw. Harmi macht den Test und fährt mit dem Rest der Truppe und einigen D1- und C2- Kandidatinnen für die nächste Saison zum Auswärtsspiel. Da die meisten C1-Mädels ja beim Abendmahl für uns beten, kann ja nix schief gehen. :angel:
    *Sabine* (die Gott sei Dank nicht zum Abendmahl musste) und *Nadine* (ohne Hausaufgaben) fahren auch mit und reißen sich im Spiel den Allerwertesten auf. *Sabine* spielt im Rückraum göttlich gegen den körperlich überlegenen Gegner, macht drei „Assists“, scheitert einmal an der Torhüterin und steht in der Deckung tadellos. *Nadine* testet zweimal die Bruchfestigkeit des gegnerischen Tores und bekommt bei zwei gnadenlos durchgezogenen Eins-gegen-Eins-Durchbrüchen mit Torwurf den Vorteil abgepfiffen. Einmal zieht sie zwei Gegenspielerinnen auf sich und bedient die Kreisläuferin zum Torwurf. Das ist hohe Schule! Geht doch! Am Ende steht sogar ein Sieg mit vier eingesetzten D-Jugendlichen. Das lässt hoffen.
    *Lisa* fragt aus der heimischen Sporthalle per SMS an, wie wir gespielt haben und freut sich über den Sieg… :respekt:

    Sonntags dann das entscheidende Spiel gegen den sehr starken Tabellenzweiten. Wer gewinnt, ist Meister. Unser neuer Chef *Lisa* ist leider noch verletzt. Da fehlen schnell vier bis sechs Tore, weil sie vorne und hinten gleichermaßen fehlt. Trotzdem geht sie in Jeanshose mit zur Begrüßung aufs Feld.
    Harmi zu *Sabine*: „Heute bist du mal wieder der Chef, und wehe, ich sehe dich auch nur ein einziges mal auf Rechtsaußen! Denk daran, wie toll du gestern gespielt hast. Heute ist der Tag des Herrn, also hau rein!“
    *Lisa* sitzt derweil auf der Bank und feuert *Sabine* an, die im Namen des Herrn das Spiel ihres Lebens macht. Zwei Tore, zwei Strafwürfe rausgeholt, sechs „Assists“ und hinten den Laden zusammen gehalten. Dem Himmel sei Dank! :Hail:
    Auch *Nadine* bewegt sich zum Saisonabschluss wie eine Gazelle, sogar ohne Ball, und hämmert gleich zweimal auf Torwarts Finger und sechsmal ins Tor. Gegners Torwart fragt derweil nach Handschuhen. *Nadines* Gegenspielerin erzielt nur einen Treffer. Das gibt ne glatte 2+.
    *Lisa* freut sich auch mit ihr… :rollin:

    Spiel wird mit zwei Toren Unterschied gewonnen. Meister! Eigentlich müsste harmi zufrieden sein, aber im Endeffekt waren es die vielen schwachen Gegner, die uns das Leben zu leicht machten, im Gegensatz zu *Sabines* Pastor, und *Nadines* Lehrer, die es uns schwer machten. Naja, sei es vergessen und verziehen. Wir haben ja *Lisa*…

    *Sabine* will jetzt sogar ihren „Konfer“ - Termin umlegen, damit sie wieder regelmäßig beim Training ist. Hoffentlich klappt das. Und *Nadine* freut sich über die späte Trainingszeit, weil sie da ihre Hausaufgaben fertig hat. Aber halt! Hat sie an dem Tag nicht Konfirmandenunterricht?
    *Lisa* hat keine anderen Termine außer Handball, sie wird irgendwann in der Sporthalle konfirmiert und macht dort wohl auch ihr Abi…. :D

    Fortsetzung folgt :hi:

    Gruß, harmi