Der Ball war im Spiel als das Signal / der Pfiff vom Zeitnehmer oder Delegierten ertönt ist und deshalb das Spiel unterbrochen wird (der Ball also erst jetzt wieder aus dem Spiel ist). Da hier ein Vergehen nach Regel 4:6 vorliegt, wird neben der Hinausstellung für den zusätzlichen Spieler auf Freiwurf für die gegnerische Mannschaft entschieden. Das schreibt ja die Erläuterung 7 und Regel 13:1 a-b normalerweise vor.
Sollte aber die abwehrende Mannschaft mit so ein Vergehen eine klare Torgelegenheit vereiteln, müssen die Schiedsrichter auf Siebenmeter für die benachteiligte Mannschaft entscheiden. Dies sieht Erläuterung 7 Unterkategorie A in Verbindung mit Regel 14:1 a) vor.
Und da können wir noch eine Brücke zu dem zusätzlichen Spieler und der Vereitelung einer klaren Torgelegenheit bauen. Den wenn ein zusätzlicher Spieler das Spielfeld betritt oder sogar ins Spielgeschehen eingreift und dadurch eine klare Torgelegenheit verhindert, gibt es nicht die sonstige Hinausstellung, sondern eine Disqualifikation mit Bericht (naja, es ist trotzdem eine Hinausstellung für die Mannschaft, den ein Spieler muss 2 Minuten runter). Dies gilt auch bei dem Mannschaftsoffiziellen, wenn er während einer klaren Torgelegenheit auf das Spielfeld läuft.
Wäre der Ball nicht im Spiel und es würde jetzt ein Vergehen gegen 4:2, 4:3, 4:5 oder 4:6 erfolgen, weshalb der Zeitnehmer/Delegierte ein Signal/Pfiff zur kompletten Unterbrechung (also Time-out) abgibt, wird der Spieler mit einer Hinausstellung belegt. War es ein Mannschaftsoffizieller, wird er progressiv bestraft (gilt auch bei Ball im Spiel), sofern er das nicht während einer klaren Torgelegenheit getan hat. Das Spiel wird in diesen Fall gemäß Regel 13:3 mit dem Wurf fortgesetzt, der dem Grund für die gegebene Unterbrechung entspricht (Bitte hier aber auch Regel 8:10 c) beachten, besonders in den letzten 30 Sekunden).