Beiträge von anonymer-scm-fan

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    Original von Loran
    Manchmal frage ich mich, ob hier einige jemals den Planeten Erde besucht haben. Da soll der VfL tatsaechlich fuer den Wechsel von Bennet Wiegert selber in die Tasche greifen. Da lach ich mich kaputt. Wenn der SCM keine Abloese bezahlt (oder Benno selber), dann bleibt der eben hier. Der VfL hat doch mit ihm geplant. Es kann eigentlich nur drei Gruende fuer einen Wechsel geben. 1+2: Benno will selber weg und der SCM will ihn haben. 3: Der tat des VfL wird entlastet. Aber mit Sicherheit nicht, dass man Benno mit gefuellter Tasche nach Magdeburg schickt.


    Beispiel Novickis: Der verdient in Düsseldorf weniger und der SCM bezahlt ihm den Gehaltsausfall bis 2008. Der SCM kann auch keine großen Sprünge mehr machen. Wenn wir für Wiegert ne Ablöse bezahlen, dann kann er auch bleiben wo er ist. Ich weiß ja nicht, ob Verein A dem Spieler, der bei Verein A noch Vertrag hat aber zu Verein B wechselt, eine Gehaltsminderung ausgleichen muss.

    Für den VfL wäre das immernoch billiger, als Bennet zu behalten.

    Viele im SCM-Forum wollen ihn auch nicht.

    Ich will ihn auch nur, wenn er Leistung bringt und der VfL den Wechsel bezahlt, so wie der SCM bei Novickis. Also Bennet soll von mir aus hier weniger verdienen als beim VfL. Wenn der VfL ihn wirklich loswerden will, was wohl der Grund der Bemühungen sein soll, dann sollte dies möglich sein.

    Jurecki muss sich erstmal einleben. Veliky kann mitunter auch Zunder in das Mannschaftsgefüge beim HSV bringen. Da bleibt einer über, der dqann rumjammert. Abwarten. Die brauchen auch drei Topleute auf RL/RM um in CL, HBL und Pokal dauerhaft bestehen zu können. Das wird diese Saison schon schwer genug. Mit Yoon hat der HSV nen Glücksgriff gehabt, der hat die echt weiter gebracht.

    Der HSV hat in diesem Triumvirat nichts verloren. Die hatten letzte Saison enormes Verletzungsglück. Bleibt der Kader von Hamburg länger auf diesen Level, machen Kronau und Kiel die Schale die nächsten Jahre unter sich aus.

    Zu KB und GT: Es ist beachtlich, dass beide nicht schon jetzt auf Grund der Vertragsgeschichte gegangen sind, das sollte man ihnen zu Gute halten, es sei denn man hat was gegen Polen. Dass beide 2008 gehen werden, war klar, als bekannt wurde, dass beide eine Ausstiegsklausel im Vertrag haben. So war es wirklich von beiden fair zu sagen "Wir bleiben noch 1 Jahr, damit sich der SCM neue Spieler suchen kann."

    Wenn man adäquaten Ersatz finden sollte, was ich absolut nicht glaube, dann wäre es wohl Kretzschmars Verdienst. Was Kaiser für Spielervorstellungen hat, das sieht man ja bei Largwent, wobei ich diesen nicht schlecht machen will. Er ergreift, wie Kaiser nur seine Chance, auch wenn er (wahrscheinlich) nicht das Zeug dazu hat, die ihm zu gedachte Rolle zu erfüllen...also so wie bei Kaiser...

    Handball-World:

    Bielecki und Tkaczyk verlassen den SCM zum Saisonende - Ziel: Kronau-Östringen?


    Bereits vor dem Beginn der neuen Spielzeit steht fest, dass die beiden polnischen Vize-Weltmeister Grzegorz Tkaczyk und Karol Bielecki den SC Magdeburg zum Ende der Spielzeit verlassen werden. In polnischen Medien bestätigten die beiden polnischen Nationalspieler heute entsprechende Informationen von handball-world.com über ihren Abschied aus Magdeburg, der durch eine Klausel in den rekonstruierten Verträgen möglich wird. Polnische Medien nannten die Rhein-Neckar Löwen der SG Kronau-Östringen als neuen Verein, dies wollte RNL-Manager Torsten Storm aber nicht bestätigen.

    Die Zeitung FAKT veröffentlichte heute Details über den Wechsel der beiden polnischen Nationalspieler zu den Rhein-Neckar-Löwen der SG Kronau-Östringen. Die Spieler seien in den letzten Monaten für machtpolitische Spiele benutzt und zudem von der neuen Vereinsführung mit Schwarzen Kassen in Verbindung gebracht worden, so die polnische Zeitung zum Wechsel der beiden Nationalspieler. Während der Abgang aus Magdeburg definitiv festzustehen schein, steht hinter dem neuen Verein noch ein Fragezeichen. Auf Nachfrage von handball-world.com wollte Torsten Storm den Wechsel nicht bestätigen. "Kein Kommentar", so Storm.

    Nach dem die Verträge der beiden Vize-Weltmeister aus dem Tresor des SC Magdeburg verschwunden waren, entwickelte sich eine Posse um deren Spielberechtigung. Das Fehlen der schriftlichen Verträge, bei der HBL lagen allerdings Vertragsanzeigen vor, hätte Tkaczyk und Bielecki die juristische Chance des Ausstiegs eröffnet. "Wir wollten uns so nicht verhalten. Wir wussten, dass die Verträge bis 2009 liefen und es wäre unfair gewesen, wenn wir jetzt gegangen wären", wird Tkaczyk auf der polnischen Handballseite zprp.org.pl zitiert. "Die Mannschaft wird immer schwächer und ich möchte neue Titel gewinnen", fügt Tkaczyk weiter an und bestätigt damit den Abgang aus Magdeburg.

    Die beiden polnischen Nationalspieler hatten sich nach dem Verschwinden der schriftlichen Verträge mit dem SC Magdeburg geeinigt und rekonstruierte Verträge unterschrieben. Diese ließen den Spielern allerdings eine Option, bereits zum Ende der Saison auszusteigen, unbestätigten Informationen zu Folge gegen eine entsprechende Ablösezahlung des neuen Vereins. Diese soll polnischen Medieninformationen zu Folge 150.000 Euro betragen.

    Das ist doch alles nur Proletentun...quasi harte Schale, weicher Kern. Wetzlar will den Preis hochtreiben, damit sie an einer Abgabe was verdienen, aber mit solchen Summern verschrecken sie Kaufinteressenten nur. Das ist in dem Fall wohl noch abschreckender als "unverkäuflich".

    Es war vor Wochen schonmal die Rede davon, dass E.on auf 100.000 Euro insgesamt erhöht und 50.000 Euro in die Gladiators steckt. Zweiteres wurde auf der Pressekonferenz nicht so explizit gesagt, aber "ein Prozentsatz davon geht auch in den Nachwuchs.". Dieses Geld geht wohl auch z.T. in die Handballförderung in Sachsen-Anhalt allgemein, aber da kann ich mich auch verhört haben.

    Aufgrund der einwandfrei feststehenden Sponsoren-Rückgänge (Bio-Ölwerk, FAM), den, im Vergleich zu BUH-Zeiten, explodierenden Managementkosten, der Kontakte von Oesterhoff zu E.on und den großspurigen Ankündigungen im Vorfeld ist dieser Einstieg nicht nur ernüchternd, sondern eigentlich ein Reinfall.

    Man kann Eon nur für das Geld danken und Angst um den SCM haben, wenn der "Messias"-Sponsor sein Sponsoring effektiv nur um 30.000 Euro erhöht.

    Da beneide ich mal den TBV: 1 Mille pro Jahr von Heristo...das hätte ich unter den Umständen hier von E.on auch gedacht. Aber das ist ja nicht die Schuld von E.on, sondern von der Führung.

    Wem wollen Oesterhoff und Konsorten zum Großeinstieg bewegen, wenn es nicht mal bei E.on zu mehr Geld reicht? Und die reden von Global Playern. Ich hol mir gleich die Volksstimme und lach über die Zeitung aus aufgrund der zu erwartenden Nachbearbeitung dieses "Mega-Deals"... :rolleyes: ;(

    Zitat

    Original von Lord Vader

    Das ist auch besser so ...

    Hat er Unrecht? Wenn ja, klär das mal genauer auf. ;) Aus meiner naiven Sicht sind ja Freikarten nunmal ne Möglichkeit, warum die Halle voller aussah, als sie dann war.

    Tja und wenn niemand eine anonyme Anzeige gegen Hildebrandt erhoben hätte, würde jetzt wohl niemand hier tönen, dass der Erfolg des SCM unter Hildebrandt durch möglichen Betrug zu Stande gekommen wäre. :rolleyes:

    Er hatte Ecken und Kanten, das ist klar. Auch gebe ich als Magdeburger zu, dass es den Anschein hatte, dass an den Zuschauerzahlen was nicht stimmte, aber:

    Kaum jemand, nichtmal die SCM-Fans, weiß, ob dieser Eindruck der Wahrheit entsprach und, wenn dem so sein sollte, wie es dazu kam, dass öfter weniger Zuschauer angesagt wurden, als in der Halle waren.

    Rein informativ: Welche Bedeutung haben Freikarten für evtl. Steuerzahlungen? Einkommenssteuer beispielsweise kann man ja schlecht auf etwas verlangen, dass keinen Gewinn gebracht hat, oder? Was gibts da noch für relevante Steuern, die bei den Kartengewinnen ne Rolle spielen würden? Wären davon auch Freikarten betroffen?

    So ein Etatloch kommt nicht von jetzt auf gleich, das ist klar. Nichtmal Hildebrandt sagt, dass es keins gegeben hätte. Er sagt nur, dass es nicht 500.000 Euro betragen habe. Hier kann man als Aussenstehender keine Entscheidung treffen, da man die genauen Zahlen nicht kennt. Hildebrandt hat dazu ja schonmal eine Erläuterung gegeben, wie das was zu Stande kam. Kaiser hat seine Zahlen bislang nicht nachvollziehbar belegt.

    Fakt ist: Beide sagen, es war da, also war auch was da. Höhe unbekannt.

    Hildebrandt sagte weiterhin in dem Interview auch schon das zweite Mal, dass es früher desöfteren Probleme mit Deckungslücken gab. Diese wurden, nach seiner Aussage, immer im stillen Kämmerlein gelöst. Er wird diese Aussage, dass es immermal Probleme gab, nicht erfinden, also ist auch bekannt, dass dies der Realität entsprechen muss.

    Darauf basierend die Kritik an Kaiser und Oesterhoff: Wenn man schon zugibt, dass es ein Etatloch gab, dann sollte man wenigstens über die Höhe schweigen. Dass ist dann Ego-Aufpolieren "Seht her ICH habe die Sponsoren ganz ALLEIN dazu überredet...". Das führt dann aber letztlich nur dazu, dass andere Vereine hellhörig werden.

    Es kam ja noch folgende Nacherklärung von Hildebrandt zur Textpassage mit der Kündigung des Geschäftsvertrages seitens Österhoff nach dem 1.12.2006:

    Zitat 1:1 aus dem SCM-Forum:

    "Es ist davon auszugehen, dass Herr Österhoff die Lizenzierungsrichtlinien der HBL für die 1. Handball-Bundesliga nicht kannte, als er zwischen Weihnachten und Neujahr 2006 den Geschäftsbesorgungsvertrag mit der HMD in einem Schreiben an den Geschäftsführer BUH aufgekündigt hatte. Herr Österhoff wollte schlichtweg eine neue Trägergesellschaft gründen und dieser die beim SCM liegende Lizenz für die Handball-Bundesliga übertragen. Durch dieses Manöver hätte Herr Österhoff mit einem Schlag sämtliche unliebsamen Partner in der HMD einschließlich des Geschäftsführers aus dem Rennen geworfen und sich eine neue wirtschaftliche Trägergesellschaft schaffen können, mit Gesellschaftern und einem Geschäftsführer seiner Wahl - in diesem Zusammenhang sei auch noch einmal darauf verwiesen, dass in Ahlen seit Weihnachten 2006 eine Vertragsverlängerung mit Herrn Kaiser anstand - nur drei Tage nach dem Kündigungsschreiben wurde seitens der HMD geantwortet. Der Geschäftsführer BUH hat Herrn Österhoff unter Vorlage der Lizenzierungsbestimmungen darauf hingewiesen, dass im Falle der Aufrechterhaltung der Kündigung der Entzug der Lizenz unausweichlich wäre, da ein Wechsel des wirtschaftlichen Trägers nach dem 1.12.06 dies zwanghaft zur Folge hätte. Mitte Januar 2007 wurde dann seitens Herrn Österhoff die Kündigung zurück gezogen."

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    In diesem Zeitraum soll auch die anonyme Anzeige entstanden sein. Ein Schelm wer böses dabei denkt.

    Seit 100Tagen ist Holger Kaiser als neuer Manager des SCM in Amt und Würden. Der Einstieg des 41-jährigen Ex-Ahleners beim Handball-Bundesligisten war nun wahrlich nicht einfach – Etatlücken, Bangen um die Lizenz, verschwundene Spielerverträge, die Hiobsbotschaften nahmen kein Ende. In der Sommerpause ist ein wenig Ruhe eingekehrt – genau der richtige Zeitpunkt, um mit Volksstimme-Redakteurin Janette Beck eine Zwischenbilanz zu Ziehen.

    VS: Mit welchen Erwartungen haben Sie sich am 1.April an Ihre neue Aufgabe gemacht?

    HK: Ich bin offen und unbelastet die ganze Sache angegangen. Natürlich war ich mir bewusst, dass der Job sehr arbeitsintensiv, aber superinteressant sein wird. Schließlich war ich durch die jahrelange Arbeit bei der SG Ahlen mit dem Geschäft vertraut. Aber wer mich kennt, weiß, dass ich neugierig bin und keine Probleme habe, die Ärmel hochzukrempeln. Ich war vom ersten Tag an bereit, mit anzupacken und habe mich mit Freude in die Arbeit gestürzt.

    VS: Aber mal ehrlich: Als sich nach dem Rücktritt von Ex-Manager Bern-Uwe Hildebrandt die Ereignisse überschlugen, das ganze Ausmaß der Krise sichtbar wurde und auch Sie in Kreuzfeuer der Kritik gerieten, haben Sie ihre schnelle Zusage da nicht bereut und sich gefragt: Worauf habe ich mich da eingelassen?

    HK: Ähnlich wie bei Steffen Stiebler lagen auch mir zwischen der Anfrage, ob ich den Job als Manager des SCM und Geschäftsführers der Magdeburger Handball GmbH machen würde und der Entscheidung, nur knapp zwölf Stunden. Viel Zeit, um sich ein genaues Bild der Situation und mir Gedanken zu machen, was mich erwartet, hatte ich also nicht. Aber der Job war und ist für mich eine interessante Herausforderung.

    VS: Aber spätestens nachdem Sie einen Einblick in den Bericht geworfen haben, den die unabhängigen Kontroller und Steuerberater infolge des „Kassensturzes“ erstellt haben, müssen Sie doch die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen haben?

    HK: Anfangs haben wir ja nicht einmal gewusst, dass es eine Etatlücke gibt, geschweige denn, wie groß diese ist. Dann wurde ziemlich schnell deutlich, dass da einiges im Argen lag. Wir mussten schnell reagieren, denn das Thema Lizenz stand an. Nachdem wir mit der HBL gesprochen und uns die dort eingereichten Unterlagen angeschaut haben, war klar: Unter diesen Umständen werden wir die Lizenz nicht bekommen: Es stand auf einmal Spitz auf Knopf.

    VS: Stimmt es, dass das Etatloch, das dann schlussendlich von den treuen Sponsoren durch zusätzliche Aufwendungen gestopft wurde, weit über 500 000 Euro betragen hätte?

    HK: Das ist nicht falsch.

    VS: Tut es Ihnen nicht in der Seele weh, wenn man bedenkt, dass diese Geld dem Etat der neuen Saison – als zusätzliches Sahnehäubchen – auch gut zu Gesicht gestanden hätte?

    HK: Wäre das Loch nicht gestopft worden, hätte es keine nächste Saison gegeben.

    VS: Es gab immer wieder Kritik an der mangelnden Transparenz beim Neuanfang. Haben Sie sich auch deshalb nicht in die Karten schauen lassen, weil die Konkurrenz schon auf der Lauer lag und die Lizenz in Gefahr geraten wäre?

    HK: Der Imageschaden war durch die turbulenten Ereignisse ja schon groß genug. Alles an die Öffentlichkeit zu zerren, hätte nicht dazu beigetragen, dass endlich Ruhe in die ganze Geschichte rein- und die Emotionen rauskommen. Im Gegenteil. In der schwierigen Situation ging es vorrangig darum, die Wirtschaft und Sponsoren für uns gewinnen und unsere Fans und Zuschauer mit attraktivem Handball weiter an die Mannschaft zu binden.

    VS: Das setzt aber voraus, dass man zumindest in diesem Kreis die Karten offen auf den Tisch legt….

    HK: Natürlich, und das haben wir getan. Ich muss sagen, die Bereitschaft, dem SCM zu helfen, war danach unglaublich groß. Dass wir die Lizenz bekommen haben, wurde primär vom gesamten Umfeld gestemmt. Ohne die fleißigen Mitarbeiter im Verein und nicht zuletzt durch die Fans, die seit März trotz aller Querelen weiter zur Stange gehalten haben und in die Halle gekommen sind, um die Mannschaft zu unterstützen, hätten wir es nicht geschafft.

    VS: Können sie verstehen, dass Ihnen einige noch immer misstrauisch gegenüberstehen, weil Sie ein enger Freund des Präsidenten und zudem keiner „von hier“ sind?

    HK: Ich kann nur sagen: Für mich spielen Hautfarbe, Geschlecht und Herkunft keine Rolle. Ich würde meine Kritiker gern mit dem überzeugen, was ich leiste. Allerdings: Man wird niemanden überzeugen können, der sich nicht überzeigen lassen will. Das es beim Thema Freundschaft zum „Präsi“ Befindlichkeiten gab, das kann ich nachvollziehen. Aber Rolf Oesterhoff hat zum damaligen Zeitpunkt jemanden gesucht, der etwas vom Fach versteht und dem er voll vertrauen kann. Das hätte vielleicht jeder in dieser Situation gemacht.

    VS: Wie sieht Ihre persönliche 100-Tage Bilanz aus?

    HK: Ich glaube, wir haben gemeinsam schon einiges bewegt und auf den Weg gebracht – nicht nur die Lizenz. Unser Ziel war es, die Saison vernünftig zu Ende zu spielen, und das haben wir – mit dem Gewinn des EHF-Cups als Krönung – geschafft. Aber der Blick ging auch gleich wieder nach vorn. Die Mannschaft für die neue Saison hat ein neues Gesicht bekommen und wurde start verjüngt. Das Team besitzt großes Potenzial – da stecken Power, Ideen und Esprit drin.

    VS: Trifft das auch für die Mannschaft zu, die sich im Management neu um sich gescharrt haben?

    HK: Steffen Stiebler und ich sind ein gutes Team. Jeder bringt neue, frische Ideen ein und kann den anderen dafür begeistern. Wir verstehen uns auch menschlich sehr gut. Stabbel kniet sich voll in die Sache rein, da ziehe ich wirklich den Hut. Seit einer Woche ist auch Stefan Kretzschmar als neuer Sportdirektor mit im Boot, und ich bin mir sicher, auch er wird mit uns an einem Strang ziehen.

    VS: Woran arbeiten Sie drei derzeit?

    HK: Wir sind dabei, neue Strukturen aufzubauen und Ideen zur besseren Präsentation und Vermarktung des Vereins zu entwickeln und zu verwirklichen. So sollen beispielsweise der VIP-Raum und das Catering neu gestaltet werden. Es wird zu Saisonbeginn ein Hallenjournal erscheinen, und das Programmheft wird ein neues Gesicht bekommen. Parallel dazu muss noch der Kader komplettiert werden. Zwar fehlt noch immer der Ersatz für Oliver Roggisch, aber mit dem Franzosen Cederic Largent haben wir inzwischen einen sehr interessanten Spieler an der Angel.

    VS: Welche sportlichen Ziele streben Sie mit der umformierten Mannschaft in der neuen Saison an?

    HK: Wir haben Jahr eins nach dem großen Umbruch. Trainer Wenta hat – mit Ausnahme von Kubes, der erst 2008 kommt – „seine“ Mannschaft zusammen und kann jetzt seine Vorstellung voll und ganz umsetzten. Ich erwarte, dass wir attraktiven Tempo-Handball zeigen, mit einem neuen Spielsystem und mehr Dynamik. Auch für unsere Fans wird es spannend sein, zu beobachten, wie und mit welchem Tempo sich die neue Mannschaft entwickelt. Sicher braucht so ein neu formiertes Team, das aus qualitativ sehr guten Spielern besteht, auch Zeit, um sich zu finden. Unser Ziel sollte es dennoch sein, oben mitzuspielen. Wenn wir uns für einen der drei Europacup-Wettbewerbe qualifizieren könnten, wäre das eine Riesensache.

    VS: Sie sehen das alles sehr optimistisch. Ist das nicht eher der Wunsch Vater des Gedankens, denn mit dem geplanten Saisonetat von 3,5 Millionen Euro spielt der SCM in der Liga eher die Rolle der grauen Maus?

    HK: Zum Glück spielen nicht Etats gegeneinander, sondern Menschen – mit Geld allein lässt sich Erfolg nicht kaufen. Ich bin ein grenzenloser Optimist und der festen Überzeugung, dass in dieser Mannschaft riesige Entwicklungsmöglichkeiten stecken – wenn sie denn drei, vier Jahre in dieser Besetzung zusammenspielt und noch einige Verstärkungen dazukommen. Vielleicht gibt es aber schon in dieser Saison eine positive Überraschung, denn unser Vorteil könnte sein, dass wir nicht ausrechenbar sind und man uns unterschätzt.

    VS: Es sollen sich einige Sponsoren infolge der Ereignisse zurückgezogen habe. Ist der Etat, der sich ja zu einem großen Teil aus Sponsorengeldern zusammensetzt, für die kommende Saison überhaupt gesichert?

    HK: Ich sehe das ganz optimistisch, der Wirtschaftsplan steht und es gibt keinen Rückzug, sondern eher einen Zugewinn. Derzeit sind wir tatkräftig dabei, zusammen mit Siegfried Wagener und seiner Sportmarketing GmbH neue Sponsoren für uns zu gewinnen. Dies ist uns aktuell auch schon gelungen, und wir werden schon bald neue Partner vorstellen können.

    VS: Wann geht es mit den mittelfristigen Planungen weiter?

    HK: Schon im September / Oktober müssen wir die Weichen für die Saison 2008/2009 stellen. Damit der Abstand zu solchen Topvereinen wie Kiel, Kronau und Hamburg, die etatmäßig die Siebenmeilenstiefel angezogen haben, nicht noch größer wird, müssen wir nicht unseren Kader weiter aufmotzen, sondern auch im Marketing offensiver werden und neue Wege gehen.

    VS: Ihr Vertrag läuft vorerst bis 2010. Welches sind die Eckpfeiler, auf denen Sie den „SCM der Zukunft“ stellen wollen?

    HK: Perspektivisch gesehen ist für uns die Umwandlung zur Handball GmbH & Co. KG das favorisierte Modell. Nur so wird es uns gelingen, die Kapitaldecke zu erhöhen. Unser Bestreben ist es, bereits mit dem neuen Wirtschaftsträger die Lizenz für die Saison 2008/2009 beantragen zu können. Ganz entscheidend für die Zukunft wird sein, ob es uns gelingt, überregionale Sponsoren – sprich investitionsstarke „Global-Player“ – für uns zu gewinnen, um nicht den Anschluss zu den Top-Teams zu verlieren.

    VS: Wenn das so einfach wäre. Was hat der SCM, was andere nicht haben?

    HK: Wir sind ein Verein mit großer Tradition, aber auch mit großer Zukunft. Wir müssen die Leuchtturm-Position des SCM in der Region und die soziale Verantwortung, die wir als Handballverein mir exzellenter Nachwuchsarbeit übernehmen, noch mehr herausstellen und marketingtechnisch in die Waagschale werfen. Dass es dabei wichtig ist, eine erfolgreiche Mannschaft mit möglichst vielen Eigengewächsen zu haben, damit sich die Fans mit ihr identifizieren können, versteht sich von selbst.


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    Das wertungsfreie komplette VS-Interview mit Kaiser. In Bezug darauf ist das Hildebrandt-Interview als Zweitmeinung in meinen befangenen Augen gelungen.