Die Hallen sind eben auch nur dann voll, wenn es gut läuft und das gilt unabhängig davon, wie die Tradition ist oder ob besonders viele Handballvereine in der Region sind.
Das Problem der Großstadtclubs ist dann eben vor allem, dass Fußball in den lokalen Medien dominiert.
Man muss den Füchsen lassen, dass sie über die Jahre zumindest eine wirtschaftlich stabile Basis aufgebaut haben, die sie jetzt gesund bis in die CL trägt.
In den Randsportarten braucht es aber eben Erfolg / gute Platzierungen, um die Wahrnehmung zu steigern. Außerhalb der großen Metropolregionen ist es da einfacher, weil die Ablenkungen und Alternativen weniger vorhanden sind, aber auch da darf man nicht sportlich "bedeutungslos" rum dümpeln.
In gewissen Beispielen kommt auch noch dazu, dass die meisten Projekte doch dann daran gescheitert sind, dass die Arena einfach zu groß war: Gummersbach in Köln, Hamburg, Mannheim, Essen mit Oberhausen, Minden mit Hannover...
Da wurde dann sicherlich auch immer mal mit potentiellen Einnahmen kalkuliert, die die Clubs einfach nicht generieren oder wirtschaftlich gesund halten konnten.
Und da eben nochmal zu Bohmann: wenn Handball in Großstädten immer noch sein Credo sein sollte und es dadurch indirekt beeinflusste Entscheidungen der Lizenzierungskommission im Sinne dieser Denkweise "Das ist das Ziel für die HBL und das wird in Fall XY schon noch gut gehen' gegeben haben sollte, sollte er aus Integritätsgründen nicht der Lizenzierungskommission angehören.
Solche Statements schwingen dann halt immer mit, egal ob es tatsächlich so war. Lasst die Lizenzierungskommission einfach unabhängig der Vereine UND der HBL- und Verbandsspitze arbeiten.