Ich kann viele Sachen teilen, die du geschrieben hast. Mit dem letzten Absatz kann ich jedoch überhaupt nicht mitgehen. Wie kannst du es bewerten, ob man ein halbes Regal höher greifen könnte? Wie kommst du darauf, dass die Verantwortlichen keine Lust und keine Kompetenz haben? Bist du das kleine Mäuschen, das überall dabei ist und vor allen Dingen, hast du die Kompetenz das einzuschätzen?
Was sollte an der Aussage von ALF so grundlegend falsch sein?
Ein Teil des Anforderungsprofils an neue Spieler ist seit längerem eindeutig erkennbar: Es sollte ein Spieler sein, der eine gewisse internationale Erfahrung hat und mit seiner Qualität immer mindestens im erweiterten Kreis seiner jeweiligen Nationalmannschaft steht.
Das ist ja auch im Grunde in Ordnung, wenn man Spieler will, die über einige Zeit auf hohem Niveau eine gewisse Qualität gezeigt haben, bei denen man davon ausgehen kann, dass sie in der Bundesliga im Verbund im oberen Drittel festhalten können.
Meist ist das auf dem hohen Niveau aber im Bereich "solide".
Man hat zu selten mal solche Neuzugänge der Kategorie Damgaard, O'Sullivan, Musa oder Lemke, die man "günstig" bekommen kann, die dann aber hier mit ihrer Qualität schnell zu einer richtigen Verstärkung werden.
Im Sinne eines guten Scoutings und dem Erkennen solcher Potentiale bei Spielern, die man gut bekommen kann und die den SCM innerhalb eines Jahres wirklich verstärken, hat der SCM zu wenig Kompetenz.
Man hat jetzt im Kader auf allen Positionen eine gewisse Grundqualität erreicht, bei der man sich auch mal trauen muss, Spielerverträge auslaufen zu lassen, um bessere Spieler zu holen, die einen dann noch weiter bringen können. Stattdessen verlängert man lieber mal, mit dem was man kennt, weil die Spieler ja auch auf dem Level solide agieren.
Dass jetzt z.B. Bagersted gehen wollte und man mit Kalarasch hoffentlich eine Verbesserung auf der Kreisposition bekommt, liegt doch nicht an der Kaderplanung, sondern an Bagersteds Wunsch nach mehr Spielzeit. Hätte er nicht den Wechselwunsch gehabt, wäre es nicht verwunderlich gewesen, wenn man mit ihm bis 2020 verlängert hätte.
Um sich nochmal zu verbessern, müsste man jetzt aber auch mal über 3 Spieler sprechen, die Plätze im Kader belegen, die man wirklich besser besetzen könnte. Einer der Spieler spielt auf einer Position, bei dem der Verein schon zeigte, dass man mit dem status quo zufrieden ist. Der zweite Name wird wohl intern weiterhin als das Hirn des Angriffes gesehen. Der dritte Spieler wäre dann wohl der, der am ehesten dran wäre, aber wohl auch hauptsächlich auch, weil er selbst eigentlich in anderen Vereinen mehr Spielzeiten bekommen könnte, wo aber der Vertrag eben auch bis 2019 läuft...
Das Grundgerüst der Mannschaft ist bis 2019 vertraglich in Stein gemeißelt. 2018 laufen nur 2 Verträge aus.
Gut ist, dass man so Stabilität in die Truppe bekommen kann. Es bleibt aber festzuhalten, dass man überwiegend eben auch weiß, was man von den einzelnen Leuten erwarten kann. Chrapkowski kann ein stabiler Faktor in der Abwehr werden, die Hoffnung bleibt, dass Kalarasch sich vorne gut etablieren wird.
Somit liegt es auch wieder an Wiegert, dass er aus den einzelnen Spielern ein taktisches Konstrukt bauen kann, mit dem man Spiele gewinnen kann, ohne viel im Positionsangriff ackern zu müssen...