Solange die Challenge-Entscheidung bei den Schiedsrichtern liegt, müsste in den Regeln eine progressive Strafe für ein übertriebenes Fordern der Challenge verankert werden. Dann halten die Spieler hoffentlich auch die Klappe und solche Beispiele wie bei Lauge passieren ggf. eben nicht.
Der Rest liegt in der Verantwortung der Verbände bzw. müsste eine IHF-Regelung auch durchgängig gleichwertig in EHF und DHB Anwendung finden.
Und wenn es eben nur wäre: Torlinie, Linienverstöße der Spieler, Wechselfehler, Entscheidungsfindung bei Beratung 2min / rot.
Alles andere bleiben eh Momententscheidungen und wie auch im Pokalfinale werden die Schiedsrichter auch bei Nutzung des Videobeweises so entscheiden, wie es zu ihrer Linie im Spiel passt. Sonst würden sie sich für die restliche Spielzeit auch direkt angreifbar machen.
Wenn die Challenge in die Verantwortung der Teams gegeben wird, kann man ja kleinere Strafen bei Fehlern einführen: Nächster Angriff in Unterzahl, gelbe Karte gegen die Bank mit weiteren Sanktionen ff., wobei das losgelöst werden könnte von den anderen Strafen gegen die Bank.
Challenges durch die Teams kann aber nur klappen, wenn es eine komplett einheitliche Linie bei allen Schiedsrichtern gibt und man nicht in gewissen Szenen vom Gutdünken der Schiedsrichter abhängt. Eigentlich sollte es hier aber in den potentiellen Situationen auch objektiv feststellbare und nachvollziehbare Kriterien geben, die auf Bild gebannt auch immer zur gleichen Entscheidung aller Schiedsrichter führen. Dann könnte es aber pro Situation wieder Diskussionen geben, ob man milder hätte entscheiden können, weil die situativen Umstände so waren...