Eingreifen sollte man dann, wenn man der Meinung ist, dass
- es langweilig ist, dass man vor der Saison schon die 2 bestenfalls 3 Meisterschaftskandidaten kennt
-oder besser noch, die 17 Vereine, die es garantiert nicht werden können
- man es lanweilig findet, die 5 Vereine zu kennen, von denen garantiert 2 absteigen werden
- man es langweilig findet, das man die 6 Vereine kennt, bei denen es um nichts geht, die sich also zwischen Platz 8 und 13 wiederfinden
-man als Vereinsanhänger weiss, dass man eigentlich einen guten aufgestellten Club hat, aber der Club nebenan viel besser dasteht, weil er einen Gönner hat, der den ganzen Mist des Vereins finanziell kompensiert (entschuldigung Melsungen)
-weil man keine Lust mehr hat, auf das Spielchen der Spieler, nach Abschluss des Vertrages direkt einen anderen abzuschliessen. Hier wird nämlich durch das Eingreifen nämlich Chancengleichheit der Vereine erzielt und damit der Anreiz des Pokerns vermindert
-weil man jetzt schon weiss, welcher Club aufgrund seines Gebarens der nächste Skandalfall ist, wegen Pleite
- man am Ende des Tages auch einer Sportart anhängt, die einen höheren Stellenwert in der nationalen/internationalen Sportlandschaft hat/haben sollte, als das regional stark verankerte Boseln beispielsweise.
Das dieses Eingreifen natürlich nur im Konsens der Beteiligten geschehen kann, ist doch klar. Aber warum soll das soo unmöglich sein. Steinar fügt das Beispeil Tarifvertrag an, in der HBL aktzeptieren die Clubs doch auch selbstgemachte Regeln (Zwangsabstieg bei Insolvenzanmeldung wegen Illiquidität z.B.).
Und noch was zur Qualität der Mitarbeiter: Man muss mal selber erlebt haben, wie wirkliche Hochkaräter der Wirtschaft im Sport alles das über Bord werfen, was man gerade von diesen Leuten erwartet hat. Will sagen, die Leute sind nicht alle schlecht ausgebildet oder Dorfdeppen, aber der das Sportbusiness hat schon seine Begleiterscheinungen. Daher geht das nie auf, diese Sache "ein Verein muss wie ein Unternehmen geführt werden". man darf nämlich nicht vergessen, dass er keines ist, weil er sich in seiner Zielsetzung radikal von einem Unternehmen unterscheidet! daher wären Regeln/Eingreifen, wie auch immer sie aussehen mögen, durchaus als Hilfestellung zu sehen. Der VfL GM ist doch das beste Beispiel hierfür, hier waren/sind keine Deppen am Werk gewesen, und dennoch ist es so gekommen und wird leider wieder geschehen.