Beiträge von Forum5

    Nächste Klatsche, und diesmal eine deftige, für Österreich - 21:35-Debakel in Brünn gegen Tschechien, welche so ziemlich an allen Positionen besser besetzt waren.
    Langsam kehrt Realität in der Alpenrepublik ein, dass man mit Bosnien und Finnland nicht die unbedingt stärksten Gegner in der Qualifikation hatte (beide alles andere als Stammgäste bei Großturnieren), die Heimniederlage gegen Finnland kein Zufall war und der jungen Mannschaft noch einiges fehlt.
    Ich hoffe es wird im Falle eines Scheiterns medial nicht über sie hergezogen, wie über das Fußballteam nach der EURO 2016.

    Österreich heute in der Südstadt in einem Vorbeteitungsspiel alles andere als überzeugend, vor allem im Angriffsspiel schwach, Tschechien mit 23:26 unterlegen. Gegen Weißrussland zum EM-Start muss eine Steigerung her um sich nicht gleich nach der Vorrunde zu verabschieden. Bilyk und Weber mit je 5 Treffern die erfolgreichsten Werfer. Tschechien mit recht einfachen, aber effizienten Mitteln zum nicht unverdienten Erfolg.

    Zwei Anwärter auf Platz eins, zwei auf Platz drei.
    Tschechien ohne Jicha, Ungarn ohne Nagy.
    Wobei ich Ungarn an einem guten Tag zutraue gegen Spanien oder Dänemark zu überraschen, Ihnen tut es immer gut, nicht als Favorit anzutreten, Qualität ist auch nach dem Abgang von Nagy noch vorhanden, viele Spieler mit internationaler Erfahrung, ein guter Mann auf der Bank.
    Dafür werden sie im wohl entscheidenden Spiel gegen Tschechien Nerven zeigen müssen, was nicht unbedingt das Ihrige ist.

    Diese Gruppe wird mit dem Spiel Österreich-Weißrussland eröffnet- für den Verlierer ist die EM wohl schon vorbei. Hierzulande neigt man Weißrussland zu unterschätzen, vergißt aber, dass dieses Duell als Eröffnung nur zu Stande gekommen ist, weil Weißrussland Gruppensieger geworden ist. Für mich vl der unangenehmste Gegner.
    Norwegen hat mMn in den letzten beiden Jahren über seinem Niveau gespielt, kann mich noch gut erinnern, dass sie in der WM-Qualie 13 und 15 an Ungarn bzw. Österreich gescheitert sind, bei der EM 14 in der VR hängen geblieben sind. Sie werden erst damit umgehen lernen müssen, als klarer Favorit auf die Platte zu gehen.
    Frankreich befindet sich mWn im Umbau, von der Weltmeistermannschaft sind einige glaube ich nicht dabei.
    Trotzdem sehe ich sie als Favoriten gegen Österreich, wenn sie aber einen schlechten, Österreich einen sehr guten Tag hat, wäre einiges möglich.
    Ebenso wie wenn es nach Tag 1 bei zwei Siegern schon recht klare Verhältnisse geben könnte ist es auch gut möglich, dass bei Unentschieden es bis zum letzten Tag spannend bleiben könnte. Hier hat Österreich vl den Vorzeil das Schlußspiel bestreiten zu können und ev. genau weis, welches Resultat reichen könnte.

    3 Siege und 3 Niederlagen - gegen den Welrmeister, Vizeweltmeister und Vierten - bringen Ungarn schlußendlich auf den enttäuschenden Endrang 15. Die Losfee hat es mit Ungarn nicht gut gemeint, das begann schon mit der Gruppenauslosung, als man anstelle eines Exotens die Polinnen in die Gruppe bekam.
    Das soll die schwache Leistung der Magyarinnen nicht schön reden, sollte man aber einmal soviel Glück wie diesmal Pech bei der Erstellung des Turnierbaums haben wäre wieder ein Spitzenrang gut möglich.

    Das 2. Mal hintereinander das Tschechien, im Damenhandball ein ziemlich unbeschriebenes Blatt, bei einem Großereigniss sich vor Ungarn platzieren kann. Sieht man leider wie schlecht in Ungarn gearbeitet wird.
    Das Abschneiden der Magyarinnen der Papierform entsprechend, gegen Polen und Tschechien hat man zuletzt bei WM bzw. WM verloren, diesmal gewonnen, das ist aber auch schon das einzig Positive, das man aus dem Turnier mitnehmen kann.
    Leider sehe ich keine Anzeichen, dass man sich in Zukunft wieder weiter nach oben orientieren kann, man wird im Niemandsland herumschwimmen und froh sein müssen, nicht abzusinken.

    @ Polen-Ungarn
    Vor zwei Jahren im Achtelfinale der WM kauften die Polinnen den Ungarinnen mit Härte richtiggehend die Schneid' ab (ich hoffe das Wienerische versteht man einigermaßen - frei übersetzt: man hat sich mit Härte Respekt verschafft)- das Ergebniss damals zwei schwer verletzte Ungarinnen, auch in den beiden nachfolgenden Duellen in der EM-Qualie ging es recht rustikal zur Sache - ich glaube die U gerinnen mußten für das heutige Spiel nicht extra motiviert werden.
    War für mich absehbar, dass es etwas härter beidseitig zugehen wird und da hat der Qualitätspendel doch wieder Richtung Ungarn ausgeschlagen, welche nun, wenn meine Mathekünste mich nicht ganz verlassen haben, das Achtelfinale ziemlich fix erreicht haben, sogar Platz 3 könnte es werden. Polen mMn hat man angemerkt, dass sie nur mit einer Wild Card zum Turnier kamen.
    Ungarn morgen gegen Tschechien - da hat es letztes Jahr ein Debakel gegeben, ich hoffe man hat gelernt.

    @ obigen Posting Torverhälniss/Direktvergleich
    Es könnte in dieser Gruppe zu Dreiervergleichen kommen.

    Ungarn schließt nahtlos an die schwache EM 2016 an - kein Licht am Ende des Tunnels sichtbar - das Tunnel scheint noch sehr lange zu sein. In Polen und Tschechien, Teams welche man vor Jahren noch klar besiegte, wird besser gearbeitet. In Ungarn wird für die nationalen Topteams Geld in die Hand genommen und Qualität aus dem Ausland gekauft. Der eigene, gar nicht so untalentierte Nachwuchs verkommt zu Bankerlwärmerinnen bei den beiden Topteams oder spielt bei den restlichen Teams, welche die nationale Liga auffüllen. Eine Trendwende ist nicht in Sicht.

    Der tiefe Fall des ungarischen Damenhandballsports auf Nationalteamebene geht in rasanter Geschwindigkeit weiter. Hilflosigkeit ist wohl der geeignetste Ausdruck um die Leistung gegen Norwegen zu dokumentieren. Vl gegen Argentinien, aber sonst sehe ich nicht viel Möglichkeiten für dieses Team bei der WM zu punkten. Voraussichtlich nur eine Frage der Zeit, bis Österreich wieder ein Gegner auf Augenhöhe sein wird.


    kann mir jemand sagen, wo wir noch karten für die em-vorrunde bekommen
    für die deutschen spiele....2 stück pro spiel...


    Ich war 2009 bei der WM in Kroatien an einem Spieltag in Varazdin, dort hast du die Karten ganz problemlos vorOrt bei der Kassa vor der Halle kaufen können. Kroatien gilt zwar als Handballbegeistert, aber das Interesse ist (wie bei den meisten Großveranstaltungen neben den beiden Finaltagen) ziemlich ausschließlich auf die Spiele des Veranstalters und der Nachbarnationen beschränkt.
    Ich kenne die "große" Halle von Zagreb (Fassungsvermögen 15.000+) vom Eishockey her, Zagreb hat in dieser einige Jahre KHL gespielt (jetzt sind sie zurück in der internationalen österreichischen Liga und spielen dort anstelle gegen Moskau und St. Petersburg gegen namhafte Gegner wie Szekesfehervar und Dornbirn- Achtung Ironie), da würde ich an deiner Stelle ganz entspannt nach Zagreb reisen und mir die Karten vorOrt besorgen, mich auf die durchaus sehenswerte Stadt Agram freuen (ua gute Restaurantszene). Evtl. sind Karten nur über ein Ticketbüro beziehbar, solche hast du aber in den meisten Einkaufszentren, dich vl im Vorfeld erkundigen.
    Jedenfalls schönen Aufenthalt in Kroatien!

    Wie sind eigentlich die Gegner Österreichs in der Vorrunde einzuschätzen?
    Frankreich - regierender Weltmeister, aber im Umbau, in der Qualie mit Problemen gegen Handballentwicklungsland Belgien
    Norwegen - starke Auftritte bei den letzten beiden Großveranstaltungen, aber etwas stotternd in der Qualifikation, mir in Erinnerung noch das Scheitern im Play Off für die WM13 gegen Ungarn und die WM15 gegen Österreich, bei der EM14 Vorrundenout gegen Ungarn
    Belarus ???- mMn schwer unterschätzt, höchst unangenehm- Gruppensieger in der Qualifikation, bei Großveranstaltungen die Erfolge aber überschaubar.


    :: nnz-online :: Es ist ein ungleiches Kräftemessen


    Zitat


    Ein hohes Angebot aus Thüringen kommt kaum einem Zweitliga-Gehalt in Ungarn gleich, weiß Trainer Müller aus leidlicher Erfahrung zu berichten.


    Und...
    2012 ist ein Spieler von Düdelingen direkt von der Arbeit im Krankenhaus ins (Fußball)Stadion um gegen die Profitruppe Red Bull Salzburg auflaufen zu können, hat einen Nachtdienst weggetauscht, um beim Retourspiel dabeisein zu können. Aufgestiegen ist Düdelingen.

    Wie wichtig Nagy für das ungarische Nationalteam war, hat man bei der WM heuer gesehen. In der Vorrunde lief nicht viel (Weißrussland!)- im Achtelfinale lief er gehen Dänemark auf. Schon alleine durch seine Präsenz wurde gesorgt, dass sich Dänemark auf ihn mehr konzentrierte und so für den Rest mehr Luft vorhanden war. Das Aus von Dänemark war dann die Folge.
    Ähnlich die Situation im ungarischen Damennationalteam, wo Görbizs zumeist genau markiert wird, nur ist der Rest einfach zu schwach, um daraus Kapital zu schlagen. Bei Györ gibt es mehrere Leistungsträgerinnen, da hat Görbizs mehr Luft, und das hat man vor allem beim CL-Final4 in Budapest heuer gemerkt, wo sie stark aufspielte.
    In Ungarn leider im Vereinshandball keine Geduld bei den Spitzenvereinen (Veszprem, Szeged, Györ, Fradi) wichtige Positionen werden mit Legionären/-innen besetzt, der gar nicht so untalentierte ungarische Handballnachwuchs verkommt bei diesen Vereinen zu Banker,wärmer(inne)n oder spielt beim Rest der Liga.
    Da muss ein Umdenken stattfinden, wenn man auf Nationalteamebene nicht ins Mittelmaß Absinken will.
    Zur Erinnerung; 2012 die Männer im Olympiahalbfinale, die Damen holen bei der EM Bronze.