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Original von Englein
Hallo Schiris,
ich war am WE in Weibern, TuS Weibern gg. HC Leipzig. Da waren Schiris eingesetzt, die die Regeln so gebrauchten, das der TuS Vorteile beschieden waren. Absolut eklatant. Wir Fans aus Leipzig haben nichts gegen harte Schiedsrichterentscheidungen und wissen auch, das vieles aus der Situation herraus gepfiffen wird, die für uns am Spielfeldrand anders aussehen. Doch wenn zwei Schiris während des Spiels damit beschäftigt sind, sich gegenseitig Zeichen zu geben anstatt aufs Spiel zu achten, dann kann eine Regelgerechte Entscheidung gar nicht mehr gegeben sein. Wir hatten von Anfang an den Eindruck, das die Schiris den 'armen Aufsteiger' unterstützen müssen gegen den scheinbar übermächtigen Gegner aus Leipzig.
Fragen: Wenn Zeitspiel angezeigt wird, wie lange oder wieviel Spielzüge dürfen dann noch gespielt werden?
Korrekt heißt es - glaube ich - "es muss erkennbar Druck auf das Tor ausgeübt werden". Also sehr subjektiv... ich würde mich also Paddys Faustregel anschließen.
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Was verursacht beim Zeitspiel anzeigen ein Freiwurf der gegeben wird?
Seit dieser Saison gilt, dass es als ein neuer Angriff gewertet wird, wenn
[list=a]
[*]der Ball von der Latte/dem Pfosten oder dem Keeper zur angreifenden Mannschaft zurückspringt oder
[*]die Abwehr ein progressionswürdiges Foul begeht.
[/list=a]
Ein einfaches Foul der Abwehr bewirkt also für das Zeitspiel nichts. Mit Ausführung des Freiwurfes muss sofort wieder das Zeichen für passives Spiel gezeigt werden.
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Seit wann gilt die Regel, das der Ball die Torlinie noch vor der Schlusssirene überschritten hat? Diese wurde bei dem Spiel angewandt.
Sorry, die Frage verstehe ich nicht ganz...
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(Der Ball hatte 2 sec. vor Ende die Hand der Spielerin verlassen und der Ball ging noch rein. Jedoch gaben die Schiris dieses Tor nicht mehr.)
Das dann zwar eine klare Fehlentscheidung, aber ein Einspruch hätte keine Chance, da hier die Tatsachenentscheidung der SR gilt, egal wieviele Leute es anders gesehen haben.
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Bei verhängen einer gelben Karte gegen die TuS wurde Time out gegeben, (ist ja jetzt nach den neuen Regeln so) der Vorteil lag auf unserer Seite. Trotzdem hatte sich die noch vor erteilen der gelben Karte die TuS den Ball erobert. Erst dann wurde gepfiffen. Die Uhr zeigte noch 8 sec. zu diesen Zeitpunkt an. Die Zeitnehmer hatten die Uhr aber nicht angehalten, so das die 8 sec. verstrichen.
Erstmal ist es sehr seltsam, dass 8 Sekunden vor Spielende noch eine Verwarnung ausgesprochen wird. Oder war es 8 Sekunden vor der Pause?
Dann muss ich sagen, dass Time Out bei Verwarnung nicht zwingend ist, sondern nur bei Hinausstellung, Disqualifikation oder Ausschluss.
Hält der Zeitnehmer die Uhr nicht an, sollten die SR die entsprechende Zeit nachspielen lassen. Dies muss aber schon bei der Entscheidung auch den Mannschaften bekanntgegeben werden. Allerdings würde das voraussetzen, dass die SR die Zeit auch selber genommen haben, was ich sehr selten sehe.
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Jetzt die Frage: wenn gegen Tus gelb gegeben wird, die aber den Ball schon in Ihrem Besitz haben, wer hätte dann den Vorteil haben müssen? Und darf eine Mannschaft einen Angriff danach spielen, der länger dauert als die noch tatsächlich vorhandene Zeit gewesen ist?
Ich habe die Situation nicht gesehen. Grundsätzlich ist es möglich, dass die Mannschaft, die die Strafe bekommt, auch den Ball bekommt. Das hatten wir gerade in einem anderen Thread. Da ging es darum, dass der Angreifer in den Kreis tritt, dann aber von einem Abwehrspieler progressionswürdig gefoult wird. Für die Spielfortsetzung wird hier das erste Vergehen (in den Kreis treten) geahndet, das Foul aber auf jeden Fall auch.
Wenn die Mannschaft den Angriff nach Ablaufen der Uhr noch spielen darf, dann wird das den Grund haben, wie ich ihn in meiner letzten Antwort genannt habe.
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Ich würde mich freuen, wenn die Schiris was dazu sagen können, da die meisten von uns das nicht nachvollziehen können, was da gelaufen ist. Vielen Dank schon mal.
Das waren meine Eindrücke, vielleicht gibts ja noch Leute, die es anders sehen oder noch genauere Auskünfte geben können.