Das Abendblatt zum Thema Lijewski/Belaustegui:
ZitatHSV-Co-Trainer Fitzek empfiehlt Lijewski
Hamburg - Christian Fitzek, Co-Trainer der Handballer des HSV, hat nach seiner Rückkehr aus Breslau einen flammenden Appell für die Verpflichtung des Polen Krzysztof Lijewski gehalten. "Er ist hochtalentiert. Ein solches Juwel sollte kein Klub an sich vorbeiziehen lassen", urteilte der ehemalige deutsche Nationalspieler über den 21jährigen. Fitzek schränkte jedoch ein: "Er ist niemand, der uns schon in der nächsten Saison helfen kann. Dafür fehlt ihm die Physis und die Durchschlagskraft. Ich hielte es aber für ratsam, ihn an das Niveau der Bundesliga heranzuführen."
Fitzek hat seine Eindrücke Trainer Bob Hanning, Manager Dierk Schmäschke und Präsident Andreas Rudolph mitgeteilt. Heute will der Klub entscheiden, ob Lijewski den ausgehandelten Dreijahresvertrag am 1. Juli antreten soll. Andernfalls kann der HSV bis Mitte dieser Woche von den Vereinbarungen Abstand nehmen. Der ursprünglich geplante Besuch Hannings in Breslau fiel dagegen aus. Lijewskis Verein hatte das zweite Play-off-Halbfinale gegen Lubin überraschend 25:31 verloren und damit den Einzug ins Endspiel um die polnische Meisterschaft verpaßt.
Fitzek warnt, Krzysztof Lijewski bereits mit seinem sechs Jahre älteren Bruder Marcin zu vergleichen, eine der Stützen des deutschen Meisters und Pokalsiegers SG Flensburg-Handewitt. "Marcin hat auch zwei Jahre gebraucht, um sich durchzusetzen. Krzysztof hat ähnliche Anlagen. Er versteht das Spiel, hat ein gutes Auge für den freien Mann und den Kreis." Lijewskis Leistung gegen Lubin beurteilte Fitzek indes "als enttäuschend". Er habe aber gesehen, "unter welchen Druck sich der Junge gesetzt hatte, weil er beobachtet wurde". Im persönlichen Gespräch entschuldigte sich Krzysztof Lijewski hinterher bei Fitzek für seine schwache Vorstellung. Obwohl er nach einem Mittelhandbruch leicht gehandicapt war, flüchtete er sich nicht in Ausreden. Fitzek: "Auch charakterlich habe ich einen guten Eindruck von ihm. Er ist ein lockerer, umgänglicher Typ."
Kommt Lijewski, müßte normalerweise der Spanier Jon Belaustegui gehen. Inzwischen scheint denkbar, daß beim HSV Geld und Platz für beide vorhanden ist. "Je stärker der Kader", sagt Fitzek, "desto besser können wir trainieren und unsere jungen Spieler entwickeln."
Laut Mopo scheint das schon definitiv zu sein.
Meiner Meinung nach sind aber 5 Linkshänder (Belaustegui, Pungartnik, Schröder, Karbowski, Lijewski) zu viel. Aber vielleicht stattet man Lijewski ja auch mit einem Zweitspielrecht für den Kooperationspartner AMTV Hamburg in der Regionallliga aus. Wer weiß.