Zitat
Original von Waldorf
Ich vermute mal, es gab damals folgende Voraussetzung:
Entweder wir machen den Laden aufgrund akuten Geldmangels dicht oder wir versuchen es in Hamburg und beten, dass sich die Sache dort trägt. Wenigstens eine neue Chance und ein Aufschub...
Das kommt der Sache schon sehr Nahe !!!
Fakt ist, dass sich Schwartau durch hohe Spielergehälter damals verschuldet hat. Ich schätze ca. 1,5 Millionen DM über 3 Jahre.
Also Schotten dicht und ab nach HH. Da beim VfL Bad Schwartau eine sehr grosse Summe an Privatvermögen drinsteckte, erhofften sich halt einige Privatmänner die Kuh in HH zu melken um nicht gleich alles zu verlieren.
Der Umzug war aus der Not heraus geboren und so wurde das Projekt HH von Leuten "gemacht", die in grossen Dimensionen wohl nicht denken konnten, denn Schwartau war ein "Dorf" (nicht negativ gemeint). Aber der Umzug war wohl eine Nummer zu gross in der Dimension.
Einigen Personen kostete der VfL Bad Schwartau die Existenz. Nur die, die richtig Schotter haben überlebten und hofften nun in HH Kasse zu machen.
Leider entwickelte sich das andersherum. Die Schulden wurden verdoppelt auf ca 3 Mio. Euro. Mit Gewalt wollte man den Erfolg "erkaufen".
Schliesslich war nur Galaxis (Klimeck) Sponsor am Anfang des Projektes.
Man darf auch nicht vergessen, dass Klimeck den Verein bis heute finanziell über Wasser hielt und bisher mehrere Millionenen Euro in den Handball investierte.
Die Altlasten sollten durch eine Umfirmierung verschwinden. Aus der Spielbetriebs GmbH sollte die OmniSport gmbH schuldenfrei hervorgehen.
Da wurde die Rechnung aber ohne den Wirt gemacht. Die Spielgemeinschafts GmbH wurde gegen die Wand gefahren, aber lt. Gesetz wurde es wie eine Firmenübernahme mit allen Rechten und Pflichten gehandelt. Schwupps , die Altlasten waren in HH gelandet. Pech.
Und Schon war eine riesige Lücke im Etat da, Altlasten und eingeplante Unterdeckung für die erste Saison. Bingo.
Zudem dachte man allen Ernstes die Colina regelmässig zu füllen, schliesslich gibt es in HH 35000 aktive Handballer und die werden schon kommen.
Wieder Denkfehler. Die Halle blieb leer. Weiter Minus gemacht.
Und so zieht sich das wie ein grrossser roter Faden bis heute durch das Projekt.
Jetzt will auch Klimeck seine Portokasse nicht mehr unnötig öffnen, obwohl er es könnte. Nur das Geld kann er auch verbrennen. Welcher Handballverein schreibt heute noch Gewinne oder dient als Kapitalanlage ?
Der Ofen ist aus. Lieber ein Schrecken mit Ende, als ein Schrecken ohne Ende.
Jedenfalls ist saus heutiger Sicht sicher. Hätte man in Schwartau ein Schlussstrich gezogen, wären einige Investoren mit einem blauen Auge davon gekommen. Jetzt steht Ihnen das Wasser bis zur Oberlippe.
Ob Herr Hunke den Verein retten wird, steht in den Sternen. Aber selbst, wenn ich die Kohle hätte, würde ich nach dem "Warum" fragen. Entweder man ist Handballverrückt und investiert gerne, oder man ist genauso blauäugig wie schon viele vorher.
Sobald Herr Hunke Einblick in die Bücher erhält, wird er sich in sein Haus nach Timmendorf verziehen und keiner wird es Ihm übel nehmen.