Beiträge von Shooter99

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    Original von Snuffmaster
    Und die Schlammschlacht geht weiter :rolleyes:

    Ich kann Wirths nur bedingt verstehen. Dass er abtritt weil rechnungen nicht bezahlt wurden...ok...dass er sich in ein operatives Geschäft einmischt ganz und gar nicht! Er hat sich mit diesem Brief eigentlich selber disqualifizit. Wie kann ich sagen, dass der VfL nicht von Fachleuten geführt wird, aber selber als Busfahrer hier spottet?? Herr Wirths soll sich mal überlegen, ob er nicht besser sich ruhig verhalten sollte, da sein Verhalten am Rande der legalität ist.

    schnuggl

    Kann ich so nicht stehen lassen. Zrinic war nicht grad der beste, Stojanovic hält schon seit Jahren weltklasse beim VfL und Vukovic ist auch schon länger deutlich besser geworden.

    Wer die Wahrheit nicht vertragen kann, schlägt um sich. :pillepalle: In vielem hat Gerhard Wirths absolut recht. Seit wann darf sich ein "Busfahrer" nicht mal mit einer eigenen Meinung zu Wort melden. Wirths hat in seinen Jahren mit dem VfL wahrscheinlich mehr an Internas mitbekommen als wir hier alle zusammen. Dass beim VfL in der Fürhungsspitze derzeit mancher Blinde von der Farbe spricht, lässt sich leicht überprüfen, wenn man mit Verantwortlichen anderer Vereine spricht. Und die Zahlen, die Wirths nennt, stimmen nun mal. Schlimmer noch: Der Business-Club bröckelt, weitere Sponsoren denken über einen Rückzug nach. Nur - darüber redet keiner. In der Kölnarena bleibt der VfL ein Fremdkörper, die Haas-Halle entspricht nicht den Erfordernissen der heutigen Zeit, und eine neue Halle ist wenig wahrscheinlich. Aber ind er blau-weißen Vorstandsetage baut man weiterhin blau-weiße Wolkenkuckucksheime.

    PS: Was an Wirths Äußerungen "am Rande der Legalität" sein soll, ist mir absolut schleierhaft.

    Es scheint ja Mode geworden zu sein, den guten alten VfL hier einem regelrechten Bashing zu unterziehen. Das hat der Verein eigentlich nicht verdient. Aber leider haben hier einige mit ihrer Kritik sogar Recht.

    1. Dem VfL fehlt ein absoluter Fachmann an der Spitze, dessen Hauptaufgabe der VfL ist, der kaufmännisch denken kann, ein Macher, der mit Spüonsoren umgeht, und der Marktlücken erkennt, clever ist usw.

    2. Horstmann ist beim FC eingebunden. Er ist zwar kaufmännisch fit, hat in der Branche einen guten Namen, kann die eine oder andere Tür öffnen, aber er kann auf keinen Fall die vielen Bausstellen beheben.

    3. Zouzou Houlet war ein guter Handballspieler, ist ein netter Mensch im Umgang, aber als Manager ungeeignet. Neben einer gewissen Blauäugigkeit fehlen ihm vor allem Cleverness und intensive Branchenkenntnis.

    4. Eine neue Halle in GM ist entgegen der landläufigen Meining kein Allheilmittel. Nach der ersten Neugier der Zuschauer werden auch hier kaum mehr als 2.000 Leute bei Spielen gegen Balingen, Minden oder Hannover kommen. Wozu dann also eine Event-Halle in GM, wenn die Top-Spiel in Köln ausgetragen werden.

    5. Der VfL ist aktuell kein Verein mehr, der die Massen mobilisiert. Etwa 20 Prozent echte Fans, 50 Prozent Opeerettenpublikum, und 30 Prozent, die nur kommen, wenn die Chance besteht, gesehen zu werden.

    Unter diesen Umständen kann man froh sein, dass es überhaupt noch Sponsoren gibt, die hierfür Geld locker machen :(

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    Original von Karl
    Shooter 99:

    Wie kriegt der das eigentlich entlohnt? Ich kann mir irgendwie nicht so recht vorstellen, daß der den Aufsichtsratsvorsitz (und jetzt offensichtlich auch Teile des Manangements) ehrenamtlich macht.

    Oder? Weiß da einer näheres? So von 'Aufwandsentschädigungsverzicht' von ihm hat man auf jeden Fall noch nichts gelesen (weils eh keine gibt? Na, ich weiß nicht so recht...)

    So weit ich weiß, ist das tatsächlich ehrenamtlich - aber noch lange keine Entschuldigung, die vor die Tür zu setzen, die sich nicht wehren können. Wenn ich daran denke, wie viel Kohl die Familie Kremer in den vergangenen Jahren im Umfeld des VfL entweder verbrannt, oder sich mit bestimmten Dienstleistungen gesichert hat: Es ist nicht zu fassen :wall:

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    Original von vorlaut
    Wie tief will man denn noch sinken beim VFL...?
    Ist das dreckig !!
    Da will man zwei Leute entlassen ,sprich, eigentlich nur das Geld wegnehmen denn ihre Arbeitskraft will man schon noch ausbeuten...
    Vorlaut

    Seh ich ganz genauso. Die Beträge der beiden sind im Übrigen im Vergleich zu anderen Vereinen so gering, dass es sich gar nicht lohnen würde, darüber ein Wort zu verlieren. Ein ziemlich mieser Führungsstil des ansonsten ach so korrekten Herrn Horstmann.

    Und wenn ich mich dann noch angesichts dieser Maßnahme an die Sprüche des vergangenen Sommers erinnere, als man alles dafür tun wolle, um Ilic zu halten. Wo wäre denn dieser VfL ohne die sechsstellige Ablöse für Ilic?

    Was ist bloß aus diesem Verein geworden?????

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    Original von Wöller
    Wer hat denn ein "Alleinstellungsmerkmal". Auch wieder so ne Floskel...

    Als z.B.: Deckarm kam, kannte den kaum jemand. Identifikationsfiguren macht man sich, bzw. entwickeln sich in einem Umfeld. Zu Yoons Zeiten war die Begeisterung lange vorbei.

    Es geht nicht um "Realität verkennen" sondern darum, wie sich was ändern kann. Zu mindest sollte es bei den Verantwortlichen darum gehen.

    Ich weiß nicht wie viele Handballbegeisterte der Handballkreis Oberberg hat, aber es sind ne ganze Menge. Die Jüngeren von denen laufen in Trikots vom THW, HSV und Lemgo rum und gehen in Ihrer Freizeit eher Minigolf spielen oder zu einem der Ober- bzw. Verbandsligisten, als zum VfL.
    Die muß man versuchen, wieder zurück zu holen. Da ist man zugegeben ja bei. Aber ich befürchte es wird zu spät sein und das schlimme daran ist, dass es Konsequenzen für alle anderen Vereine im Oberbergischen haben wird....

    Das ist nun wirklich absoluter Quatsch. Die interessieren sich schlicht und einfach in ihrer mehrheit nicht für den VfL. So einfach ist das.

    Und was heißt das Ganze verkürzt: Im Prinzip sind die beiden Spieler auf dem Absprung. Wenn nicht heute zu den RNL dann eben morgen woanders hin. Das sollte man zwischen den Zeilen schon herauslesen können.

    Wenn ich so was schon höre: Im Prinzip fühle er sich wohl. Wohl fühlen kann man sich an vielen Orten. Entscheidend ist, dass man in den wenigen Jahren einer Profikarriere bestmöglich bezahlt wird.

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    Original von Wöller

    Das widerspricht sich aber schon ein wenig. Warum hat der VfL denn keine Fan-Kultur und kein Hinterland (mehr).

    Wir sind früher zu Herrscharen in die Westfalenhalle gezogen und Gummersbach war voll (einschl. blau-weiß gepinselter Bordsteinkanten), wenn es wieder mal einen Titel zu feiern gab. Und da waren verdammt viele Leute bei, die in den Dorfvereinen spielten und sich trotzdem mit dem VfL identifizierten. Und zu der Zeit spielten da nicht nur Oberberger (um dem alten Totschlagargument von vorne rein Wind aus den Segeln zu nehmen)

    @Juraschik und Wöller

    Ist ja alles richtig. War alles toll, war ne Riesen-Stimmung, und, und, und. Nur - leider - schon 25_40 Jahre vorbei.

    Es gibt erhebliche Unterschiede zu heute: Damals waren es herausragende Spieler, die den VfL über Jahre geprägt haben: Schmidt, Brand, Deckarm, Wunderlich. Das waren Ereignisse, die spielen zu sehen. In der Neuzeit dann noch Yoon.

    Heute hat man eine Mannschaft, die heute so, morgen aber wieder ganz anders besetzt sein könnte. Es gibt keine Identifikationsfiguren mehr.

    Der VfL ist nicht mehr Alleinstellungsmerkmal: Es gibt in der Freizeit tausende von Möglichkeiten, sich zu unterhalten. Und sportlich: Da kann ich doch auch 20, 30 Euro bezahlen, fahre zum FC oder ins Ruhrgebiet, und bekomme für mein Geld eine richtige Sport-Show.

    Der VfL hat, wenn es hochkommt, 500 echte Fans, die eigentlich immer fahren, zu Heimspielen, 100 fahren auch auswärts, wenn es geht. 1.000 sind am VfL interessiert und fahren mehr oder weniger regelmäßig. Der Rest sind Zufallsbesucher. So siehts aus, und wer was anderes erzählt, verkennt die Realitäten.

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    Original von meteokoebes

    Naja, der Standard-Fußballklub hat doch einen Kader von mehr als 20 Spielern im Kader. Hab jetzt nur mal für den HSV, da sind es 32, und für den FC, da sind es 31, nachgezählt. Nachzuschauen beim Kicker.

    Da sind die Löwen doch auf dem besten Weg. Das schaffen die schon :/: Na gut, war ne Übertreibung

    Nur mal so, um noch mehr Namen in den Raum zu werfen: Der Berater von Goran Stojanovic und Vedran Zrnic hat heute erklärt, dass ein Wechsel der beiden vom VfL GM zu den Löwen eine 50:50-Chance hat. Damit wäre der Kader dann mal so groß wie bei einem Fußball-Bundesligisten.

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    Original von Ovian

    Glaubt mir eines: Wenn der VfL einmal aus der 1. Bundesliga verschwunden ist, wird er nie mehr zurückkehren, sondern innerhalb von vllt fünf Jahren in Regional- oder Oberliga versunken sein. So etwas mag in Essen oder Nordhorn funktionieren. In Gummersbach ist man seit Jahrzehnten deutsche oder europäische Spitzenklasse gewohnt (richtig, die vermeintlich wenigen Jahre in Mittelfeld oder tiefer werden als Betriebsunfälle betrachtet oder verdrängt). Bei unterklassigem Handball würden die Oberberger mehr noch als zur Zeit von den guten alten Zeiten schwärmen, die Gegenwart jedoch gepflegt ignorieren. Eine solche Entwicklung würde dem Zulauf des Handballs in der gesamten Region (wobei die Anhänger der benachtbarten Dorfvereine die Probleme des großen "Konkurrenten" durchaus teilweise mit Schadenfreude betrachten) erheblich schaden und z.B. der mittlerweile ausgezeichneten Handballakademie bald die Grundlage entziehen.

    Dann noch zum Thema Stefan Hecker: Er war es doch, der zu Zeiten eines H.P. Krämer die Geschäftsjahre als Manager mit zu verantworten hat, in denen hohe sechsstellige Verluste geschrieben wurden. Die Verträge mit überhöhten Gehaltszahlungen, die heute die Kostenseite belasten, wurden doch weitgehend von ihm geschlossen. Dass unmittelbar nach seinem Wechsel zu TUSem dort Insolvenz angemeldet wurde (die er keinesfalls zu verantworten hat), spricht nicht gerade für sein wirtschaftliches Gespür.

    Ohne jeden Schritt der jetzt Verantwortlichen nachvollziehen zu können, halte ich deren Weg für offener und ehrlicher.

    Bei Hecker liegst du falsch: Wer HP Kremer kennt, weiß auch, dass er finanziell ebenso blauäugig ist wie andererseits auch keinen Widerspruch duldet. Er hat dafür gesorgt, dass Verträge gemacht wurden, die nie refinanziert werden konnten. Hecker war dann das letzte Glied der Kette, ohne Entscheidungsgewalt. Da bleibt die dann nur zu kündigen, oder nach dem Motto der drei Affen zu handeln.

    Hecker hat gekündigt, wohl wissend, dass in Essen eine Insolvenz bevorstand. Aber Insolvenz ist auch Chance, und die will er jetzt in Essen nutzen.

    Wöller: Ok, der VfL hat in der Vergangenheit seine imliegenden Vereine nicht gerade fein und oft hochnäsig behandelt. Das ist aber brobei, seitdem die Akademie auf ein Miteinander setzt. Darum gehts auch gar nicht. Die parr hundert fans mehr machen es doch nicht. Der VfL hat keine bedeutende Fan-Kultur, kein Hinterland, keinen Alleinstellungsmerkmal. Und dann krebst man eben mit 2.500 Leuten in der Arena rum.

    Natürlich kann man hier ja hin und her spekulieren, und das tun wir ja alle, aber es gibt einige grundsätzliche Fehler beim VfL, die schwer ins Gewicht fallen.

    1. Die Tatsache, dass Stefan Hecker gegangen ist, ist in der Rückschau ein übler Fehler gewesen. Was er für gute Arbeit, gerade auch im Umgang mit kleineren Sponsoren geleistet hat, wird erst jetzt so langsam klar.

    2. Horstmann ist sicherlich ein guter Kaufmann, kann mit Zahlen umgehen, hat Beziehungen. Aber eines darf er eben nicht: Mit seinen unternehmerischen Entscheidungen zu viel Erfolg haben, denn sein Hauptjob ist und bleibt der 1. FC Köln. Die Top-Sponsoren müssen also auf jeden Fall beim FC landen, sonst bekommt Horstmann Probleme. Nicht, dass man mich falsch versteht: Was er leistet, ist aller Ehren wert.

    3. In der Führungsebene des VfL und vor allem in seinem Umfeld haben die meisten noch nicht verstanden, dass man an einem finanziellen und sportlichen Wendepunkt steht. Da sind einige immer noch auf dem Trip des "erfolgreichsten Vereins der Welt" und sehen die Mittelfeldplätze der BuLi immer noch als Betriebsunfall an.

    4. Unternehmerische Seriosität ist beim VfL leider mit den Jahren immer mehr verloren gegangen (siehe Ilic-Äußerungen auf der THW-Homepage). Dass die Versprechen immer wesentlich größer waren als die Realität, bestätigen auch die aktuellen Spieler.

    5. In Köln bekommt der VfL kein Bein auf die Erde. Vielleicht wenn Kiel kommt, oder Hamburg, oder Magdeburg (wg. Tradition), aber in der Domstadt zählt erstmal der FC, dann irgendwann die Kölner Haie und dann gar nichts mehr. Basketball ist dort inzwischen tor, und für viele Kölner ist der VfL überhaupt kein Grund, 20, 30, 40 Euro auszugeben. Also spielt man in der Haas-Halle in GM. Und eine neue Halle in GM ist angesichts der Finanznöte der öffentlichen Hand mehr als ungewiss.

    Wer schläft, sündigt nicht :nein:

    Im Ernst: Jedem halbwegs vernünftigen Menschen war klar, dass es aufgrund der Finanzkrise Probleme geben könnte mit den Sponsorengeldern. Ergo hätte man den Etat so strukturieren müssen, dass am Ende noch etwas Luft bleibt, und der nicht auf Kante genäht ist - auch mit der Konsequenz, das man sich von weiteren Spielern hätte trennen müssen.

    Das hat man nicht gemacht, hat quasi Vabanque gespielt - und muss jetzt mit den (nichts selbst verursachten) aber wissentlich in Kauf genommenen Folgen leben.

    @Horstmann: Natürlich wären mehr Zuschauer ne schöne Sache, aber genauso kann man sich wünschen, dass 365 Tage im Jahr Weihnachten wäre.

    @Horstmann

    "Positive Signale": Ist absolut lächerlich. Wenn beim VfL den Spielern zwei Monatsgehälter fehlen, muss man kurzfristig 200.000 bis 250.000 Euro den Spielern und dem Trainerstab nachzahlen. Von den weiteren laufenden Kosten ganz zu schweigen.

    Und Stojanovic, Zrnic und Vukovic wissen ganz genau, warum sie den 20%-Kürzungen bislang nicht zugestimmt haben. Sollten sie bei anderen Vereinen unterkommen, können sie nämlich ablösefrei gehen, was im Übrigen auch die finanziellen Verdienstmöglichkeiten ihres Beraters erhöht.

    Das Problem des VfL ist doch folgendes:

    Entweder man hat Spieler im Team, die sportlich absolute europäische Spitze darstellen,

    oder aber man hat Spieler im Team, die eine große Außenwirkung haben und Identifikationsfiguren sind

    oder aber man spielt mit jungen, willigen Akteuren, möglichst aus dem eigenen Akademiebereich oder der näheren Umgebung, die für einen Solidaritätseffekt und damit eine Identifikation mit dem Verein sorgen.

    Der VfL erfüllt keines der drei Kriterien. Zwar hat man junge Leute im Kader, aber die sollen (müssen) noch lernen.

    Im Übrigen: Die Region hat einen Erst-Bundesligisten im Moment nicht verdient. Da steht dem Verein das Wasser bis zum Hals, und dann kommen mal gerade 2.500 Heim-Zuschauer zum ersten Saisonspiel. Das sagt doch eigentlich alles.

    Zu den dreien gehören Zrnic und Stojanovic und Vukovic. Und wenn die tatsächlich die letzten beiden Gehälter nicht bekommen haben, und zusätzlich auf 20 Prozent verzichten sollen, werden sie sich schon längst nach einem neuen Verein umsehen - zumindest wenn sie schlau sind.

    Wohl gemerkt - wir reden hier von Profis und nicht von Landesligaspielern. Ein Stojanovic findet überall in Europa einen neuen Verein.